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Dienstag, 14. Mai 2024

Tjaden tappt (583)

Warte warte nur ein Weilchen
So soll sich die Marktstraße entwickeln.

Der Mensch wartet so lange er lebt. Laut einer Studie insgesamt mehr als ein Jahr. Nur in Burgdorf nicht. Dort wartet man viel länger. Nur beim Einsteigen in die S-Bahn nicht. Und wenn etwas versucht werden soll. 

Das könnte daran liegen, dass jeder Versuch, die Marktstraße von Blechlawinen zu befreien, kaum etwas gebracht hat.  Sogar mit einer Teilsperrung hat man es probiert. Aus dem Verkehrsfunk sollte Burgdorf verschwinden, wenn es um Umleitungsstrecken ging.

Die Umgehungsstraße hielt, was sie versprach. Der Verkehr nahm nicht mehr zu, er wurde aber auch nicht geringer. Die Geschäftswelt aus der Marktstraße griff bei jeder Gelegenheit in die Kiste mit abgedroschenem Stroh. Auf jedem Halm stand "Umsatzeinbußen", gern versehen mit einem Schildchen, auf dem "dramatisch" stand.

Verkehrsstudien gibt es eine Menge. Eine fehlt aber: Die Autofahrer, die auf der Marktstraße den Feierabend im Stau verbringen, sind nie gefragt worden, warum sie nicht lieber bei ihren Frauen und Kindern sind. Jetzt ist die Chance erst einmal vertan worden. Denn auf der Marktstraße kann man Burgdorf nur noch verlassen. 

Der Bürgermeister will den Verkehrsversuch vorübergehend stoppen, CDU, SPD, Grüne und Die Freien Burgdorfer sind dagegen. Da der Versuch erst seit Anfang April läuft, ist das verständlich. Eine Unterbrechung könnte Hoffnungen wecken, dass jemand doch noch eine zündende Idee hat. 

Freitag, 10. Mai 2024

Tjaden tappt (577)

Vom Sozialamt zugeschickt-klingt doch
ganz einfach...

Burgdorf-hier finden Anträge statt

"Manoman, man glaubt es nicht", sagt eine ältere Burgdorferin zu ihrer Freundin und bleibt auf der Marktstraße vor einer Sitzgruppe stehen-Holzbank, Holzbretter für die Füße, Holzbank. Das Sozialamt der Stadt Burgdorf dagegen mag es unbequem.

4. April 2024. Ostersamstag bin ich von der Blumeninsel Madeira zurückgekehrt, am Dienstag fahre ich mit dem Zug bei Schmuddelwetter von Ehlershausen in die Innenstadt. An der Rezeption des Rathauses III bitte ich um einen Wohngeldantrag. Damit kann der Bedienstete hinter der Glasscheibe nicht dienen. Im Sozialamt sei dienstags niemand, außerdem müsse der Antrag vom Sozialamt überreicht werden. "Dann fahre ich eben nach Burgwedel", antworte ich.

Der Bus muss Umwege nehmen, weil im Zentrum von Großburgwedel gebuddelt wird. Auch vor dem Rathaus wird gearbeitet. Den Antrag auf Wohngeld bekomme ich im Nu und fülle ihn im Warteraum aus. Ein Mitarbeiter bietet mir seine Hilfe an. Am Abend stecke ich das Formular in den Burdorfer Rathaus-Briefkasten.

Die mail, die ich daraufhin von Frau S. aus dem Sozialamt bekomme, treibt mir den Staunemann in die Augen. So will sie von mir Mietbescheinigungen der vergangenen drei Monate haben, obwohl ich erst vor fünf Tagen eingezogen bin. Noch erstaunlicher finde ich die Anmerkung " Nachweis über das (nicht) Erreichen der 33 Jahre Grundrentenzeiten." Ich schicke ihr diesen Link, um ihr meine niedrige Rente begreiflich zu machen. Klingt deshalb ihre zweite mail schon etwas weniger anspruchsvoll?

13. April 2024. Wie lange soll ich noch warten? Wie hoch mein Wohngeld sein wird, weiß ich längst. Im Netz gibt es einen Wohngeldrechner. Das Sozialamt kennt meine Einnahmen und Ausgaben. Einen Vorschuss will man mir nicht geben. In Burgwedel habe ich den seinerzeit sofort bekommen. Als ich mein Geld hatte, zahlte ich diesen Vorschuss zurück.

15. April 2024. Diese Notiz stammt vom 23. März 2023: "15.30 Uhr. Aus Burgdorf habe ich wegen der Unterkunft noch keine  Meldung bekommen. Das Sozialamt reagiert gar nicht. Die Organisationen, die geantwortet haben, sind entsetzt über das, was ich mit meinem Vermieter RB Living und mit meiner Mitbewohnerin auf Madeira erlebt habe." 

Zu jener Zeit bin ich an der Nordsee, am 25. März 2023 fahre ich mit dem Zug nach Burgdorf. Da das Sozialamt niemanden über meine Ankunft informiert hat, verbringe ich zwei Nächte in der Automatenhalle der Stadtsparkasse Burgdorf. Dort werde ich von einer Jugendgruppe belästigt, die heute noch hinter mir her ist, so dass ich die Innenstadt von Burgdorf -wenn möglich- meide.

Nach über einem halben Jahr Obdachlosenheim Drei Eichen kehre ich am 7. November 2023 gut vorbereitet nach Madeira zurück. Bis Dezember will ich dort eine Wohnung haben. Das gelingt mir. Die Wohnung kostet 400 Euro im Monat, hinzu kommt eine Kaution von 400 Euro. Doch dann kommt meine November-Rente nicht. Ich protestiere bei der Rentenversicherung. Immer wieder. Mein Vermieter springt ab. Ich muss weiter in preisgünstigen Hostels übernachten. Bis ich kein Geld mehr habe. Die Rentenversicherung denkt gar nicht daran, mir zu helfen. Meine Fragen bleiben ohne Antwort. Darüber informiere ich auch das Sozialamt in Burgdorf und beantrage einen Kredit. 

Seit über zwei Wochen bin ich wieder in Burgdorf, mein Wohngeldantrag liegt immer noch auf Eis, auf meinen Kredit-Antrag habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Darauf habe ich das Sozialamt heute noch einmal hingewiesen. Morgen wird die zweite Hälfte der April-Miete für mein Zimmer in Ehlershausen, Am Flugplatz 2 A, fällig. In meiner mail an das Sozialamt bin ich davon ausgegangen, dass ich noch heute eine Überweisung bekomme.

Diese Notiz stammt vom 28. März 2024, auf Madeira verfasst kurz vor meiner Rückkehr nach Deutschland: "28. März 2024. Das Sozialamt von Burgdorf würdigt mich weiterhin keiner Antwort. Schneller sind manche in den Rathäusern der Kleinstadt, wenn es um kritische Berichte geht. Ein Beispiel"

15. April 2024, 19 Uhr, Sozialamt gibt keinen Ton von sich

16. April 2024. Bürgerfreundlich kann ich auch weiterhin das Verhalten des Sozialamtes nicht nennen.

17. April 2024. Ich habe Anspruch auf Wohngeld seit Anfang April. Bekomme aber keinen Bescheid?

18. April 2024. Meine Vermieter sind damit einverstanden, dass ich die zweite Hälfte der April-Miete mit der Mai-Miete bezahle. Ich verfüge immerhin noch über 44 Cent.

22. April 2024. Heute Mittag habe ich Am Flugplatz 2 A in Ehlershausen bei der Stadt Burgdorf als meinen Hauptwohnsitz angemeldet. Eine Kopie der Anmeldebestätigung bekam das Sozialamt, das mich wegen des Wohngeldes weiter schmoren lässt und meinen Kreditantrag einfach nicht beantwortet. Auch bei der Staatsanwaltschaft in Funchal stehe ich weiter auf der Matte, weil ich für eine 12-tägige Gefangenschaft im Dr.-Nelio-Mendonca-Krankenhaus mit 5 000 Euro entschädigt werden will. 

25. April 2024. Hat Burgdorf kein Sozialamt mehr? Oder warum bekomme ich keinen Bescheid? Ich habe diese Behörde nicht nur über meine Vermögensverhältnisse informiert, sondern auch über die Gründe für meine Rückkehr. Ich bin zwar erst seit knapp vier Wochen wieder hier, aber mein "Burgdorfer Kreisblatt" ist schon wieder sehr erfolgreich. Kostenlos.

28. April 2024. Ich radele neuerdings am Sozialstaat vorbei: Jeden Abend gibt mir ein Nachbar eine Dose Bier aus, die nehme ich mit zur Notunterkunft Drei Eichen, dort bekomme ich für das Bier Zigaretten, mit denen ich nach Köthenwald radele, damit das verlorene Mädchen etwas zu rauchen hat. Für meinen Besuch am Mittwoch hat sie sich Sirup, Apfelmus und Orangensaft gewünscht und hinter meinem Bett stehen noch zwei Dosen Bier...

29. April 2024. "Sie haben dich angezeigt und sind damit gescheitert. Ist doch klar, dass sie sich Zeit lassen", meint ein Bekannter. Sehe ich anders. Denn sich Zeit lassen macht mir zwar Probleme, aber Wohngeld steht mir seit Anfang April zu. Die Schulden der Stadt werden also von Monat zu Monat größer.

2. Mai 2024. Fortschritte mit dem verlorenen Mädchen. Hier klicken

3. Mai 2024. Wohngeld gibt es für mich wohl erst, wenn die Summe vierstellig ist.

8. Mai 2024. Bei im mittleren Bereich dreistellig sind wir schon angekommen.

10. Mai 2024. Zwischenberichte nur noch alle vier Wochen.

Tjaden tappt (578): Zwei Krankenhäuser-ein Vergleich


Mittwoch, 8. Mai 2024

Tjaden tappt (582)

Liebe schützt
vor Atomkrieg


Liebe ist die Rettung

Jede Drohung verliert mit der Zeit und mit jeder Wiederholung ihren Schrecken. Das scheint dem Kriegsherrn Putin nicht klar zu sein, Oder doch? Kündigt er jetzt eine Atomübung an, weil sie hervorragend in die Weltbilder der Verbündeten der Ukraine passt? Will er sie wieder einmal zitternd erleben, weil sie ihm angeblich alles zutrauen? 

Für die verbale Untermalung sorgt wieder einmal Dmitri Medwedew, wenn sein Therapeut auf der Krim Urlaub macht. Dann wird er von Weltkriegsfantasien geplagt. Wutanfälle vernebeln die Sinne, und zwar immer die eigenen. 

Wie bei dem Staatssekretär, der in meiner Erzählung "Tödliche Wolke" aus dem Jahre 1986 einen Fehler macht, von dem ein Liebespaar profitiert. 

Samstag, 4. Mai 2024

Tjaden tappt (578)

Erfreuliches-Unerfreuliches

Vergleiche: Zwei Krankenhäuser/zwei Treffpunkte

10. April 2024. In dem Beitrag, den ich morgen veröffentliche, werden Vergleiche angestellt: zwischen zwei Krankenhäusern, in dem einen bin ich 12 Tage gefangen gehalten worden, in dem anderen habe ich heute ein verlorenes Mädchen getroffen, das so häufig gelächelt hat wie niemals zuvor im Obdachlosenheim Drei Eichen in Burgdorf, wo es es nicht einmal zwei Polizeibeamtinnen gelungen ist, sich angemessen zu verhalten.

11. April 2024. Wer ihre Eltern sind, ob sie noch leben oder tot sind, weiß ich immer noch nicht. Ob sie jemals die Schule besucht hat, warum sie arm ist wie eine Kirchenmaus, das verrät mir niemand. Dass sie nicht in ein Obdachlosenheim gehört, da sind sich im vorigen Jahr alle einig gewesen. Nun hat sie ein Zimmer im Klinikum Wahrendorff bei Hannover. 

Die Tür, die zu der Station führt, wird per Summer geöffnet, ein Krankenpfleger begleitet mich, durch eine Glasscheibe sehe ich unter mir eine hochmoderne Sporthalle, das verlorene Mädchen ist nicht in seinem Zimmer, es liegt eingemummelt im so genannten "Wohnzimmer" auf dem Sofa, der Fernseher läuft.

Der Krankenpfleger geht, L. rappelt sich auf. Wir rufen erst einmal einen gemeinsamen Bekannten im Obdachlosenheim Drei Eichen in Burgdorf an. Dann genießt L. den Schokoladenpudding, den sie so gern mag. Sie begleitet mich zum Kaffeeausschank. Da zu Kaffee eine Tageszeitung gehört, nehme ich mir eine von dem Stapel hinter mir. Wir setzen uns in den Innenhof und rauchen eine Zigarette.

Während der 12-tägigen Gefangenschaft im Dr.-Nelio-Mendonca-Hospital in Funchal habe ich nie eine Zeitung lesen dürfen, für mich reserviert waren Schikanen, Isolation, üble Spielchen und Grobheiten. Nach meiner Entlassung am 9. Februar habe ich deswegen Strafantrag gestellt. Doch die Täterinnen und Täter können mit großer Sicherheit von Straffreiheit ausgehen. Wie die Frau, die mich vor über einem Jahr mit einem Messer bedroht hat. Oder mein Vermieter RB Living

Immer noch kann L. es nicht lange an einem Ort aushalten. Aber immerhin werden wir in dieser Klinik nicht von schrägen Typen gestört oder von Polizeibeamtinnen, die das verlorene Mädchen so lange provozieren, bis L. ausflippt. Wie im Obdachlosenheim Drei Eichen geschehen. 

Das verlorene Mädchen schaltet den Fernseher aus, schmiedet Zukunftspläne. Sie will mit mir den Zoo in Hannover besuchen, am Kröpcke mit mir Eis essen. Ihre Augen strahlen von innen. Sie bekommt in der Klinik drei Mahlzeiten am Tag, im Obdachlosenheim hat sie manchmal keine einzige bekommen, fast täglich kaufte ich für sie ein. 

Morgen will sie mit ihrem Betreuer sprechen. Sie hat ein Patiententelefon. Nächste Woche will L. mit mir den oben erwähnten gemeinsamen Bekannten im Obdachlosenheim besuchen.

"Ich habe Erdbeertorte für euch", hat er versprochen. Die schrägen Typen aus dem Vorjahr seien nicht mehr im Heim. 

14. April 2024. Von wegen Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96! Das Spiel hätte ich mir heute Mittag gern im Waterloo-Biergarten angeschaut. Statt dessen radele ich heute wieder zum Klinikum Wahrendorff. Das verlorene Mädchen hat mich gestern Abend aus der Klinik angerufen. Sie klang nicht gut. "Kannst du mich besuchen?", fragte sie. Ich soll ihr Chips mitbringen. Und etwas zu trinken. Ich hoffe, ein Bekannter kann mir dabei helfen, denn mir fehlen derzeit die finanziellen Möglichkeiten, die ich mit Hilfe des Burgdorfer Sozialamtes durchaus hätte. 

Wie die Zeit vergeht! Drei Stunden war ich in der Klinik. Sogar Kaffee und leckeren Kuchen hat es gegeben. Und für L. sieht es gut aus: Sie soll in eine Wohngruppe umziehen. Chips und Zigaretten habe ich bei meinem Bekannten für L. abgestaubt. Und das Derby endete torlos unentschieden.

16. April 2024. Die Zeiten, in denen L. sich täglich neue Vornamen gegeben hat, scheinen vorbei zu sein.

24. April 2024. Das verlorene Mädchen ist immer noch in der Klinik. Hier klicken

2. Mai 2024. Gestern hat mir das verlorene Mädchen in der Klinik alles verraten, was ich wissen muss, um ihr weiter helfen zu können. Ich weiß jetzt endlich, wo und wann sie geboren ist, wie ihre Eltern heißen und dass der Vater gestorben ist, wo sie zur Schule gegangen ist. Der Mutter habe ich bereits bei Facebook eine Freundschaftsanfrage geschickt.

4. Mai 2024. Das neu erworbene Wissen über das verlorene Mädchen hilft mir seit vorgestern nicht mehr weiter und die Mutter reagiert nicht. L. ist nicht mehr in der Klinik, die Gründe kann ich nur erraten, ich habe dem Betreuer am Donnerstag auf Band gesprochen, doch der ruft nicht zurück. Das verlorene Mädchen übernachtet erst einmal bei einem Bekannten. Weitere Infos

Mittwoch, 24. April 2024

Tjaden tappt (581)

 

Magnet ist nicht viel teurer

Die Postkarte kostet 1,30 Euro. Angeboten wird sie vom Berliner Skowronski & Koch Verlag. Bekommen habe ich sie heute. Von einem anonymen Absender. Er schreibt in großen Druckbuchstaben: "Betr.: Einbruch Thönse Am Trens Diese Straße gibt es nicht...Sie s0llten, bevor Sie solch einen Scheiß schreiben, sich besser informieren-Sie Armleuchter!!!" Frankiert ist die Karte mit 85 Cent. Macht 2,15 Euro.

Für 2,85 Euro hätte der Absender beim Verlag einen Kühlschrankmagneten mit diesem Motiv bekommen. 

Weitergehendes

Sonntag, 21. April 2024

Tjaden tappt (580)

Auch 1949 auf dem
falschen Dampfer.

Wenn ich Bundeskanzler wäre

Würde ich noch heute Christian Lindner anrufen und ihm sagen, dass ich seine Idee, jedem, der eine annehmbare Arbeit ablehnt, das Bürgergeld um 30 Prozent zu kürzen, gut finde. Aber nur in seinem Fall. Sollte er mich fragen, wie er das verstehen solle, würde ich ihm sogleich eine Umbildung des Kabinetts ankündigen. Denn wenn man Lindner zweimal auf dem falschen Bein erwischt, hat er keine Füße mehr, die ihn zur Union tragen. Dann würde ich ihm einen Ämtertausch mit Bettina Stark-Watzinger ankündigen

Damit das Gespräch nicht ins Stocken gerät, (denn wer weiß schon, was diese Frau als Mitglied der Regierung macht?), ließe ich Christian Lindner den Namen kurz googeln. Demnächst für Bildung und Forschung zuständig zu sein und sich immer wieder anhören zu müssen, dass Bildung Ländersache und Forschung Wissenschaflern vorbehalten ist, würde ihm bestimmt nicht gefallen. 

Er würde den Job ablehnen und deshalb weniger Bürgergeld bekommen. Falls er am 6. Mai beim FDP-Parteitag immer noch seiner Meinung sein sollte. Was unter diesen Umständen unwahrscheinlich wäre.



Freitag, 19. April 2024

Tjaden tappt (579)

Das darf sich
nicht wiederholen.

Hör mal zu, Petrus

Du hast doch schon im vorigen Jahr deinen Spaß gehabt. Kübelweise hast du es während des 250. Pferdemarktes regnen lassen. Was da an Wasser auf die armen Tiere herunter fiel, grenzte genau an die Tierquälerei, die den Veranstaltern auch bei Sonnenschein vorgeworfen wird.

Lass also morgen die Sonne scheinen. Damit nicht auch noch die Menschen gequält werden. Du würdest übrigens auch Kinder plagen, die ohne Pferdemarkt gar nicht wüssten, wie ein Pferd aussieht. Ich meine jene Kinder, die mit ihren Eltern von weither kommen, um sich solche Tiere anzuschauen. Sie werden zwar auch danach weiterhin glauben, dass die Milch aus dem Tetra Pack kommt. Aber dass Pferde nicht in Kühlschränken wohnen, wüssten sie zumindest.

Außerdem: Du hast es doch in diesem April schon genug regnen lassen. Gönn doch auch dir eine Abwechslung.

Tjaden tappt (580)


Sonntag, 31. März 2024

Tjaden tappt (576)

Pünktlichkeit nur versprochen

Als der Pilot von Eurowings das Flugzeug beschleunigt  und der Flieger abhebt, spiegelt sich der Sonnenschein im Atlantik vor der Küste Madeiras. Ich werde ruhiger, die Drohung des Stationschefs, mich bei passender Gelegenheit wieder einzufangen und ins Dr.-Nelio-Mendonca-Hospital zurückzubringen, klingt noch in meinen Ohren. 12 Tage hat man mich dort ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Kein Telefon, keine Zeitung, keine Möglichkeit für Bewegung, keine Diagnose.

Der Flug verläuft genauso ruhig. 25 Minuten vor der Zeit landen wir in Düsseldorf, ein Taxi bringt mich zum Hauptbahnhof. Ich habe schon schönere Bahnhöfe gesehen. Auf Gleis 7 herrscht großes Gedränge. Der Regionalzug nach Hamm verspätet sich. Kurz vor der Ankunft wechselt die Bahn das  gegenüberliegende Gleis. Auf dem Bahnsteig beginnt das große Geschiebe. Da niemand selbstständig mehr als zwei, drei Schritte machen kann, werden wir alle in das gleiche Abteil gedrängt. Dort hat jede und jeder weniger Platz als Sardinen in der Büchse. Der Sauerstoffgehalt ist genauso hoch. 

Da in Hamm der Intercity ebenfalls verspätet ankommt, werden aus den elf Minuten Wartezeit kaum mehr Minuten. Während der Fahrt kündigt eine weibliche Stimme Pünktlichkeit nach Bielefeld an. Dieses Versprechen kann sie bis Hannover nicht halten. Aber eingefangen hat man mich nicht. Auch nicht bei meiner heutigen Tour mit dem Rad meines Vermieters.

Die Schweigemauer

Tjaden tappt (557): Burgdorf-hier finden Anträge statt

Freitag, 3. November 2023

Tjaden tappt (zum letzten Mal)

Ab 7. November
bin ich wieder
hier
Rückkehr nicht ganz ausgeschlossen

Irgendwann im Leben kann man nur noch selten sagen "Das gibt es doch gar nicht", denn vieles hat man so oder etwas anders bereits erlebt. Das gilt auch für das Ansinnen jener "Mitarbeitenden der Stadtverwaltung", also von Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn, die mir Äußerungen in meinem blog www.obdachlos.info untersagen lassen wollen, die sie für diffamierend halten. Welche das sind, weiß ich noch gar nicht

Ob es deswegen einen Prozess gibt, entscheidet die Staatsanwaltschaft Hildesheim. Sollten auch diese Juristen etwas gegen freie Meinungsäußerungen haben, werde ich mich vor Gericht verteidigen, ich käme also noch einmal von der Blumeninsel Madeira zurück nach Niedersachsen. Dann wäre dieses "Tjaden tappt" auch nicht das letzte.

Ist es wahrscheinlich aber doch. Denn die Zeiten, in denen man sich für Verbotsanträge nur an das Landgericht in Hamburg wenden musste, wenn einem eine Meinungsäußerung nicht gefiel, sind vorbei. Ein Richter entschied damals, dass jede Meinungsäußerung einen Tatsachenkern enthalte. Dieser Tatsachenkern könne überprüft werden. Und schon galt nur noch die Meinung des Richters...

1992: In den Tod gesprungen

2006: Weg mit den fiktiven Interviews

2008: Zeugen Jehovas: Tjadens blog muss weg

2009: Step gGmbH Hannover/Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg: Tjadens blog darf gar nicht erst erscheinen

2014: Landgericht Oldenburg: Staatsanwaltschaft hat Text von Tjaden nicht verstanden


Samstag, 28. Oktober 2023

Tjaden tappt (554)

Klingt einfach-einfach 
wird es einem aber nicht gemacht.
Unterlagen nicht vollständig? Weg damit

2. September 2023. 12.17 Uhr. An dieser Stelle wird in Kürze die Rede sein vom Europäischen Gerichtshof für Papierverschwendung, der sich offiziell Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte nennt. Was bisher geschah

Meine zweimal weggeworfene Klageschrift

4. September 2023/6. September 2023. 12.00 Uhr. Aus "In Kürze" wird erst einmal nichts. Denn erst einmal muss ich meinen Bericht "Ruppige Polizeibeamtin aus Burgdorf droht Mobbingopfer mit Knast" veröffentlichen. Ich habe gegen diese Polizistin Strafantrag gestellt. 

6. September 2023. Mail an die Präsidentin des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte Hier klicken Kopie an Ursula von der Leyen

28. Oktober 2023. Ursula von der Leyen leitet Schreiben weiter. Die Antwort

Montag, 2. Oktober 2023

Tjaden tappt (575)

Bei Foto Polizei

Die Blonde beleidigt mich mit einem Scheibenwischer, der Mann mit der Sonnenbrille droht mir mit der Polizei. Mein Einkauf in einer Woolworth-Tüte und mein Rucksack werden von den beiden Sicherheitsleuten in die Reihe vor mir geschoben. Dort wundert man sich am Oktobermarkt-Sonntag kurz vor 18 Uhr vor der Bühne am Ende der verlängerten Marktstraße. 

Die Musik ist laut, ich verstehe kaum, was die blonde Scheibenwischer-Frau und der Sonnenbrillen-Mann von mir wollen. Auf der Bühne läuft eine Show, die von der Veranstaltungsagentur Widdel präsentiert wird. Ich habe ein Foto gemacht, zwei, drei Schritte von meiner Einkaufstüte und meinem Rucksack entfernt. 

Der Mann wird immer unfreundlicher, die Frau noch unverschämter. Trotzdem reagiere ich auf diese Beleidigungen nicht. Ich will nur meine Einkaufstüte und meinen Rucksack wieder haben. Immer wieder verhindern das die beiden Sicherheitsleute, die Polizei rufen sie aber nicht. 

Nach der nächsten abfälligen Geste der Blonden schnappe ich mir mein Eigentum und gehe zur Bushaltestelle. Zwei junge Frauen, die diese Szenen beobachtet haben, sind so fassungslos wie ich.

Noch schlimmer belästigt als ich wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Spargellauf. Einige von ihnen gerieten in einen Wespenschwarm. Erzählt mir eine Frau an der Bushaltestelle. Der Spargellauf sei abgebrochen, einige Läuferinnen und Läufer verletzt worden. 

Donnerstag, 24. August 2023

Tjaden tappt (573)

Der Duden leidet.

Sind Mitbürger*innen auch Miteinwohnende?

Jetzt verteilt auch der Verkehrs- und Verschönerungverein (VVV) Sternchen.  Zugute halten muss man dem VVV, dass er sich nicht für : oder / oder _entschieden hat, um sich Mühe zu ersparen. In der Pressemitteilung über eine Ausstellung in der Kulturwerkstatt, die "Angekommen" heißt,  ist sogar noch Schlimmeres verhindert worden, denn dort tauchen zwar Mitbürger*innen auf, aber keine Miteinwohnenden. 

Welchen Sinn machen Sternchen eigentlich? Mit ihnen verhindert man zwar weitere Wortungeheuer. Aber sonst? Ich habe kürzlich Mitarbeiterinnen der Stadt gefragt, was sie davon halten, wenn sie in Schriftstücken Sozialarbeitende genannt werden. Die Antwort: nichts. Oder "Jetzt bin ich keine Frau mehr, sondern nur noch eine Person."

Eine Expertenrunde, die sich der Pflege der deutschen Sprache widmet, hat kürzlich darauf hingewiesen, dass es bei Texten nicht nur auf die Lesbarkeit, sondern auch auf die Hörbarkeit ankommt. 

Gehört werden nur die Frauen. Oder wie lange soll man zwischen Lokomotivführer und innen Luft holen, damit die Männer nicht völlig aus allen Zügen verschwinden? Gelesen werden dagegen zuerst die Männer und dann als Anhängsel per innen die Frauen. Noch krasser wird das mit Lokomotivführer*Innen. Dann begreift es endlich auch die letzte Frau: Groß werden kann sie nur mit einem Mann?

Montag, 14. August 2023

Tjaden tappt (572)

"Jornal da Madeira", 14. August 2023,
50. Derbi von Marítimo und Nacional. 

Das Wichtigste zuletzt


Netto ist immer das, was übrig bleibt. Was in meinen Erinnerungen von Burgdorf übrig bleibt, wenn ich am 7. November 2023 wieder im Flugzeug nach Madeira sitze, weiß ich noch nicht. Die sozialen Dienste von Burgdorf wohl kaum. 

Obwohl ich kein einziges Bürgerrecht verwirkt habe, obwohl wir von vielen Seiten derzeit dazu aufgefordert werden, die Demokratie gegen die AfD zu verteidigen, kommen solche Botschaften bei dieser Abteilung wohl nicht an. Mails von mir werden nicht beantwortet, Anträge, in denen es letzten Endes um meine Rechte auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und um meine körperliche Unversehrtheit geht, werden ignoriert. Die sind froh, wenn sie mich wieder los sind. 

Ich bedanke mich jetzt schon dafür, dass die Quadratmetermiete für verschimmelte Zimmer und für Zimmer, aus denen ich gleich wieder vertrieben werde, in der städtischen Unterkunft Drei Eichen bei sechs Euro liegt. 

Netto ist aber auch der Name eines Supermarktes in der Weststadt von Burgdorf. Dort steht seit Jahren ein Kaffeeautomat. Wie oft ich mir an diesem Automaten schon Kaffee geholt habe, weiß ich nicht. Über 1000 Mal ist sicherlich nicht übertrieben. Neuerdings allerdings werde ich, wenn ich den Kaffee im Vorraum trinke, für einen Bettler gehalten. Kürzlich hat mir eine Frau zwei Euro in die Hand gedrückt. "Komm her", hat sie gesagt. "Für dich." Heute übergoss mich ein Kunde mit Mitleidsbekundungen. Er fasste mich sogar an. Als er begriff, dass ich kein Bettler bin, eilte er davon.

Nun noch etwas Wichtiges: Marítimo hat das Lokalderby auf der Insel Madeira gegen Nacional mit 2 : 1 gewonnen. 

Siehe auch "Bekommt verlorenes Mädchen endlich Hilfe-Reaktion auf mail"


Samstag, 5. August 2023

Tjaden tappt (555)

Nun müssen sie erst
einmal beraten. Foto: Tjaden

Die Jugendgruppe: Für Nico geht wieder nur der Mond auf

9. April 2023. Nico hat eine Jugendgruppe. Mit der zieht er abends los. Zwei, drei Jungs in seinem Alter und ebenso viele Mädchen, die ihn bewundern sollen. Wie er das schaffen will, ist ziemlich dämlich. Das kann er nicht ändern. Denn auch Nico ist ziemlich dämlich. Außerdem sieht er ziemlich nichtssagend aus. Wovon sollen Mädchen schwärmen, wenn ein 14- bis 15-Jähriger nichtssagend aussieht und auch noch dämlich ist? Wie schnell kann es da vorkommen, dass die Mädchen ihre Zuneigung anderen Jungs aus Nicos Jugendgruppe schenken.

Davor hat Nico Angst. So dämlich, dass er nicht einmal davor Angst hat, ist er nicht. Deswegen legt er sich vornehmlich mit Erwachsenen an. Wer sich das traut, muss ein toller Kerl sein. Denkt Nico. Und baut sich in der Stadtsparkase Burgdorf vor mir auf. Er glaubt, dass die Rollen verteilt sind. Ich ein Obdachloser, der auch schon in der Stadtsparkasse geschlafen hat, und er der Jüngling aus gutem Hause, der irgendwann diese Bank übernimmt. Sobald die Grundrechenarten abgeschafft worden sind. 

"Soll ich die Polizei holen?", fragt er und will sich in der Bewunderung seiner Gruppe sonnen. "Sie holen sich hier Strom für Ihren Computer. " Dann will er von mir ein Foto machen.

Und wieder geht für Nico nur der Mond auf. 

"Ruf die Polizei an", antworte ich.

"Lass uns gehen", sagt ein Mädchen.

An der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite nimmt die Gruppe Aufstellung. Ziemlich ungeordnet. Ich schreibe diesen Artikel. Die Gruppe zieht weiter. 

Nicos Gruppe zurück aus Schwach(kopf)hausen

5. August 2023. Nicos Gruppe ist aus den Ferien zurück, wahrscheinlich aus Schwach(kopf)hausen. Da die Sonderschule noch nicht wieder angefangen hat. streunen Nico und seine Hinterherlaufleute wieder durch Burgdorf. Dort habe ich gestern am späten Nachmittag an der Bushaltestelle Spittaplatz gesessen, ein junges Mädchen aus der Türkei studierte den Fahrplan, drei türkische Frauen kamen auf die Haltestelle zu.

Doch Widerling Nico war schneller. Er drängelte sich zu mir auf die Bank und belästigte mich zum x-ten Mal. Ich nahm meine Rucksäcke und nahm Abstand von der Nico-Gruppe. Die drei türkischen Frauen sagten: „Das sind aber auch wirklich Idioten.“

Nico und seine Hinterherlaufleute nahmen Reißaus. Das türkische Mädchen kam zu mir und freute sich darüber, dass „diese Leute, mit denen man sich nicht abgeben sollte“ wieder verschwunden waren und stieg in den Bus nach Lehrte. 


Donnerstag, 3. August 2023

Tjaden tappt (571)

Gott und die Kirchen: Nur noch sachliche Romanze

Der Kirche, ob evangelisch oder katholisch, ist der alte Chef abhanden gekommen. Über den wird in der Bibel berichtet, dass er fast die gesamte Menschheit vernichtet hat, weil sie in seinen Augen eine schlimme Entwicklung nahm, einige Menschen und Tiere aber rettete, dass er dem Anführer einer Flucht mit Verhaltensvorschriften auf einer Steintafel half, als seine Gefolgsleute anfingen, über die Stränge zu schlagen und gemaßregelt werden mussten, damit die Flucht aus Ägypten doch noch ein gutes Ende nehmen konnte, dass er einen gehorsamen Mann so lange gepiesackt hat, bis es an seiner Treue keine Zweifel mehr geben konnte, wofür er mit großem Reichtum belohnt wurde, dass er Kranke heilte, weil sie an seinen Worten nicht zweifelten, und dass er sogar einen Mörder mit dem Paradies belohnte, weil der zum Tode Verurteilte ihm zur Seite gesprungen war. 

Da derlei nicht mehr geschieht, versuchten es die Kirchen mit einem neuen Chef. Doch der ist laut Erich Kästner vor etwa 100 Jahren auch schon wieder aus der Kirche ausgetreten. Der Dichter teilte mit: „Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott. Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten. Die Nachricht stimmt! Der liebe Gott ist aus der Kirche ausgetreten.“

Blieb die von Kästner 1928 beschriebene „sachliche Romanze“. Die gestaltet sich laut Thorsten Hoppe von der Burgdorfer Paulus-Gemeinde in der jüngsten Ausgabe des „Südstadtbriefes“ so: „Ich wiederum glaube nicht an eine Instanz, die Dinge spontan zum Guten wendet.“  

Damit erübrigt sich die Frage, warum diese Instanz nicht einmal mehr eingreift, wenn sogar Kinder leiden, obwohl der alte Chef vor 2000 Jahren gesagt haben soll, dass Kindern das Himmelreich gehört, von dem Thorsten Hoppe zufolge nichts weiter geblieben ist, als ein Ort, an dem man wie Erich Kästner allein sitzt, kein Wort mehr spricht und „es einfach nicht fassen“ kann.       

Montag, 31. Juli 2023

Tjaden tappt (570)

Buchungsbestätigung von heute.
 Ich fliege wieder nach Hause

Ich bin derzeit in Hannover, fast täglich bin ich hier, jetzt wieder in der Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße, und ich liebe diese Stadt, denn sie verbindet mich mit schönen Erinnerungen, und die Stadt entwickelt sich positiv, was man leider nicht von vielen Städten in Deutschland sagen kann.

Doch am 7. November 2023 fliege ich wieder nach Hause. Das ist seit Jahren die Insel Madeira. Von dort bin ich am 11. März von einem üblen Vermieter (RB Living aus Funchal) vertrieben worden. Außerdem wurde ich in unserem Haus im Caminho do Arieiro de Baixo 5 in Sao Martinho im Februar 2023 von einer Mitbewohnerin mit einem Messer angegriffen worden.
Auf die Prozesse, die diesem Vermieter und der Frau mit dem Messer gemacht werden müssen, warte ich immer noch. Ich habe gedacht, dass es schneller geht, wenn ich von Deutschland aus agiere. Doch die Justiz von Madeira reagiert nicht einmal auf ein Amtshilfeersuchen des Landeskriminalamtes Hannover.
Bis zum 7. November sollte in dieser Hinsicht noch einiges geschehen. Wir werden sehen, und ich die Insel an diesem Tag auch wieder vom Flugzeug aus.


13. Juli 2023. Heute hat mir e-domizil mitgeteilt, dass die Wohnung von mir doch nicht gebucht werden kann, weil sie bereits vergeben sei. Das habe der Kooperationspartner mitgeteilt.

20. Juli 2023. Die ersten Tage nach meiner Rückkehr werde ich in meinem geliebten 29 Madeira Hostel in Funchal verbringen.

22. Juli 2023. Muss ich wirklich den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einschalten? Mehr hier

28. Juli 2023. Ich muss den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einschalten. Ich habe soeben die Klageschrift verfasst. Vorwurf: Staatsanwaltschaft von Funchal nimmt mir das Recht auf Verfahren in angemessener Zeit (Artikel 6 Menschenrechtskonvention).

31. Juli 2023. Heute habe ich meine Klage auf den Postweg gebracht.

Samstag, 1. Juli 2023

Tjaden tappt (569)

 Digital Pioneers, 30. November 2022

Texte von künstlicher Intelligenz

Immer weniger Schülerinnen  und Schüler nehmen am Burgdorfer Jugendliteraturwettbewerb teil. Dieses Jahr sind es 59 gewesen, die im Nordosten der Region Hannover Gymnasien und Gesamtschulen besuchen. 

Auch ChatGPT soll Gedichte und Erzählungen geschrieben haben. Wie viele, wissen die Organisatorinnen und Organisatoren dieses Wettbewerbs allerdings noch nicht. Burgdorfs Stadtjugendpfleger Horst Gohla kündigt intensive Recherchen an. 

Dazu müsste erst einmal herausgefunden werden, wie und ob künstliche Intelligenz gendert. Mit *, mit / oder mit :? So manches Printmedium gendert inzwischen mit allem. Nur _wird nicht mehr verwendet. Auch an den niedersächsischen Schulen darf mit allem gegendert werden. Künstliche Intelligenz ist da möglicherweise intelligenter. 


 

Montag, 26. Juni 2023

Tjaden tappt (568)

Gefahrenzeichen 
Geisterfahrer

Putin hört nur noch Verkehrsfunk

Noch bevor sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit Experten darüber unterhalten hat, wie man die Zahl der Hitzetoten in diesem Jahr senken kann, ist der Kreis Sonneberg braun geworden. Grund zur Freude hätte deswegen auch Kreml-Chef Wladimir Putin, doch der hörte am Wochenende nur Verkehrsfunk, denn auf Russlands Straßen war ein Geisterfahrer unterwegs. 

Einem gewissen Jewgeni Prigoschin fiel aber gerade noch rechtzeitig auf, dass er sich verfahren hatte und kehrte kurz vor Moskau wieder um. Die Mitglieder seiner Fahrgemeinschaft verkrochen sich fürs Erste und fürchten sich in ihren Verstecken vor dem "Idiotentest", der sie die Lizenz zum Töten kosten könnte.  

Montag, 19. Juni 2023

Tjaden tappt (567)

Die Seele baumeln lassen.
Foto: Heinz-Peter Tjaden

Entspannung im Maschpark und am Maschsee

Jeden Morgen fahre ich mit dem Bus in die niedersächsische Landeshauptstadt und entspanne mich im Maschpark oder am Maschsee, zwischendurch begebe ich mich in die Stadtbibliothek oder in die Landesbibliothek und schreibe dort meine Artikel für das "Burgdorfer Kreisblatt". 

Dort habe ich auch meine Broschüre "Obdachloser Schimmelreiter" aktualisiert. Ganz verstanden habe ich das Schreibprogramm in der Landesbibliothek aber noch nicht. So fand ich immer noch nicht heraus, wie man das Format eines Textes verändern kann. Deswegen müssen Sie sich mit dem vorhandenen abfinden. Ich hoffe, Sie nehmen mir das nicht übel. 

Sobald ich in der städtischen Unterkunft Drei Eichen in Burgdorf auftauche, heftet sich ein neuer Bewohner an meine Fersen. Dieser 57-Jährige behauptet, dass er aus einer Familie stammt, die nicht nur von Adel ist, sondern auch Burgdorf gegründet hat. Seine Radtouren macht er demnach mit einem seiner 100 Fahrräder, die er in ganz Deutschland besitzt, fast täglich berichtet er von Attentaten, warum man ihm nach dem Leben trachtet, erklärt er so: "Meine Familie ist auch eine Kriegerfamilie." 


Mittwoch, 14. Juni 2023

Tjaden tappt (563)

Az. DRII 467/15 Anjas Erste Property
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31. Mai 2023. "Überweisen Sie das Geld." Auf diese Bitte hat ein Mitarbeiter der Sparkasse Hannover vor Jahren zurückhaltend reagiert. Er gab zu bedenken, dass Grundlage der Forderung ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss sei. Ich entgegnete, dass es diese Pfändungsgläubigerin nicht mehr gibt. Er überwies die vierstellige Summe an das im Beschluss angegebene Konto von Anjas Erster Property. Am nächsten Tag kam das Geld mit dem Vermerk "Empfängerkonto unbekannt" zurück. Der Mitarbeiter der Sparkasse Hannover freute sich mit mir. 

Wie konnte ich so sicher sein? Wegen all der Erfahrungen, die ich mit dieser Immobilienfirma gemacht habe. 2014 gewann diese Firma zwar ein Verfahren gegen mich vor dem Amtsgericht in Wilhelmshaven, aber dieser Erfolg war nur möglich, weil die Richterin jedes Argument von mir vom Tisch wischte. Von mir kopierte Kontoauszüge als Belege geleisteter Mietzahlungen erkannte sie nicht an. 

Als der Beschluss rechtskräftig war, tat ich, was ich tun musste. Ich schickte mein Sparbuch an den angeblichen Generalbevollmächtigten von Anjas Erster Property. Das Guthaben rührte er aber bis heute nicht an. 

Möglicherweise waren der angebliche Geschäftsführer Haas aus Schollbrunn und er zu beschäftigt mit der Ankurbelung der Briefkasten-Nachfrage, an der sich auch die Verwalterin der Anjas-Häuser, Treureal, beteiligte. Wenn eine Mieterin oder ein Mieter in unserem Haus dachte, nun habe man Immobilienhai oder Hai-Fan gesichtet, waren die längst schon wieder woanders.

Heute ist Anjas Erste Property wieder gesichtet worden. Bei der Sparkasse Hannover. Ein Mitarbeiter hat mir mitgeteilt, wieviel Geld mir jetzt weggepfändet werden soll. 15 750,43 Euro! Bei dieser Summe kann ich nicht sagen "Überweisen Sie das Geld", weil es morgen wieder auf meinem Konto wäre...

14. Juni 2023. In dieser Sache bleibt es bisher bei der mündlichen Auskunft. 

Anschau-bar

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