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Donnerstag, 14. Mai 2020

Tjaden tappt (495)

Die heilige Corona im Dom zu Münster.
Der Namenstag von Corona und die herkömmlichen Medien

An Tagen wie diesen wirken die Anbiederungsversuche der herkömmlichen Medien fast schon peinlich. Jede Zeitung will inzwischen eine "sichere Informationsquelle" sein, auf die während der Corona-Bewährungsprobe niemand verzichten kann. Sogar in Kommentaren, die mit den gescholtenen sozialen Medien gar nichts zu tun haben, werden die sozialen Medien gescholten.  Die sorgen angeblich für Verwirrung. 

Gar nicht nötig, muss man da sagen. Inzwischen jagen die herkömmlichen Medien jedem, der das Wort "Corona" fehlerfrei über die Lippen bekommt, Stellungnahmen ab. Hände waschen ist inzwischen angeblich nicht mehr so wichtig, Abstand halten und Masken tragen sind es aber noch. Die Corona-Maßnahmen werden zur Gefahr erklärt, sind vielleicht aber doch nicht gefährlich. Im Zweifelsfalle schreddert man morgen, was man heute noch nicht schreddern will. 

Was anfangs noch einfach geklungen hat, ist mittlerweile so unübersichtlich, dass der Tag nicht mehr fern sein kann, an dem ein 700-seitiger Ratgeber mit dem Titel "Das Wichtigste in aller Kürze" erscheint, der zur Pflichtlektüre erklärt wird. Wer liest, treibt sich bekanntlich nicht draußen herum. So läuft man auch nicht Gefahr, dass man dem Bundespräsidenten begegnet, der täglich allen dankt, denen er noch nicht gedankt hat. 

Heute könnte Frank Walter Steinmeier Corona danken. Denn die hat am 14. Mai  Namenstag - als Heilige der katholischen Kirche, der Legende nach im 2. Jahrhundert nach Christus  für ihren Glauben im Alter von 16 Jahren gestorben. Sie gilt als Beschützerin des Geldes (das demnächst auch die Autoindustrie bekommen soll), der Fleischer (die das Corona-Virus in den Unterkünften für ihre Hilfsarbeiter verbreiten) und der Schatzgräber (die sogar mit Stoffmasken Geld verdienen). 




Freitag, 2. November 2018

Tjaden tappt (341)

Das Paul-Löbe-Haus in Berlin. 
Fachgespräch im Bundestag: Heimkinder wollen mehr
"Sicher ist, dass alle Versuche der Aufklärung von Missbräuchen einem Flickenteppich gleichen, dem ein Flicken nach dem anderen erst dann hinzugefügt wird, wenn erneute Fakten auf dem Tisch liegen und nicht mehr strittig sind."
Heißt es in einer Stellungnahme des Vereins ehemaliger Heimkinder (V.e.H.) zu der von der katholischen Kirche veröffentlichten Studie über Missbrauch in Kinderheimen. Zu diesem Flickenteppich gehören diesem Verein zufolge aber auch Medikamentenversuche. 
Diesem Thema will sich die Bundestagsfraktion der Linken am 14. Dezember in Berlin widmen. Das Motto des Fachgespräches, das um 11.30 Uhr in den Räumen des Bundestages beginnt, lautet "Arzneimittel- und Menschenversuche an Heimkindern in den 1950er- bis 1970er-Jahren: Endlich Transparenz und Entschädigungen schaffen". Bereits um 10 Uhr findet im Paul-Löbe-Haus eine Pressekonferenz statt. 
Auf dem Podium sitzen die Autorin Sylvia Wagner, die sich mit Arzneimittelstudien an Heimkindern beschäftigt hat, die 1. V.e.H.-Vorsitzende Heidi Dettinger, der Neurowissenschaftler Dr. Burkhard Wiebel, der Jurist Professor Dr. Jan Bruckermann, der Menschenrechtler Professor Jürgen Eilert, die V.e.H.-Sprecherin Doris Petras und die Bundestagsabgeordneten Sylvia Gabelmann (Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte), Norbert Müller (Sprecher für Kinder- und Jugendpolitik), Friedrich Straetmanns (rechtspolitischer Sprecher) und Susanne Ferschl (stellvertretende Fraktionsvorsitzende).    
Ich bin zu dieser Veranstaltung eingeladen worden, weil meine blogs über Kinderheime offenbar immer mehr Interesse wecken. Hier klicken 

Anschau-bar

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