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Samstag, 4. Juli 2020

Tjaden tappt (515)

Mike schnitzt sich einen
Abstandshalter.
Locker bleiben in der Corona-Bewährungsprobe

Beim Lesen der Corona-Regeln sollte man locker bleiben. Zumal es auch Fortschritte gibt. Immerhin unterscheiden jetzt die ersten Bundesländer zwischen drinnen und draußen, da die Ansteckungsgefahr an der frischen Luft wesentlich geringer ist als in Gebäuden, wird draußen mehr erlaubt. 

In Mecklenburg-Vorpommern scheinen die Unterschiede bei der Luftqualität besonders groß zu sein. Drinnen dürfen sich 200 versammeln, draußen 500. In Niedersachsen sind die Qualitätsunterschiede wohl wesentlich geringer. Deshalb sind es immer höchstens 500, die an Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Wer sitzt, muss allerdings drinnen keine  Mund-Nase-Bedeckung mehr tragen.  Darüber dürften sich besonders Gefängnisinsassen freuen. 

Damit niemand auf die Idee kommt, mit dem eigenen Gartenstuhl ins Kino, in die Oper oder ins Theater zu gehen, ist bei jeder Veranstaltung eine feste Bestuhlung vorgeschrieben. Auch bei der Bestuhlung gibt es natürlich Unterschiede. In Hamburg schützen Stühle wesentlich besser vor dem Corona-Virus. Deswegen beginnt das Veranstaltungsverbot dort drinnen nicht bei 501, sondern bei 651 und draußen bei 1001.

Wird eine Veranstaltung so schlecht besucht, dass nicht einmal 11 kommen, darf die Abstandsregel in Niedersachsen missachtet werden. Merken müssen Sie sich auch das nicht, denn demnächst sollen neue Regeln bekannt gegeben werden. Locker bleiben!

Sonntag, 24. Mai 2020

Tjaden tappt (497)

Thüringen soll die Masken
fallen lassen. 
Die Medien- und Politiker-Meute

Die Medien flippen aus. In einem ostfriesischen Gasthaus haben sich Gäste mit dem Corona-Virus angesteckt. Den Wirt grillt man bereits auf dem elektrischen Stuhl der Meinungsmache. Der Wirt hat die Facebook-Seiten seines Lokals abgemeldet, über seine Hinrichtung darf er sowieso nicht mehr selbst berichten. Das Corona-Virus gehört schließlich den Medien und nicht einem Wirt, der jede Schuld bestreitet.  

Zur Gästeschar hat ein Arzt gehört, der meinte, ihn hätte die Grippe erwischt. Grippe ist für die Medien doch schon lange keine Krankheit mehr.  Was für ein Glück: War gar keine Grippe, war Covid-19. Da darf ein Wirt natürlich nicht mehr bis 20 zählen, die Medien sind schon bei drei auf der Palme. 

Politiker flippen aus. Der Ministerpräsident eines Bundeslandes, in dem es täglich 12 Neuinfektionen gibt, will ab dem 6. Juni nur noch regional reagieren und die Corona-Regeln außer Kraft setzen. Nun fallen sie alle über ihn her, niemand hält mehr Abstand von mangelndem Anstand, sie werfen ihm Fahrlässigkeit vor und zittern vor der eigenen Angst. Man experimentiere nicht mit Menschen, heißt es, als hätte die Politik noch nie experimentiert und das nicht auch noch mit Maßnahmen, die man kurz vorher noch für lächerlich gehalten hat. 

Mittwoch, 15. April 2020

Tjaden tappt (477)

Dieses Zimmermädchen
muss kein Traum bleiben.
Corona-Flucht aus der Ehe

Deutsche Ehemänner schielen bereits nach Japan. Deutsche Ehefrauen auch. Denn in Japan bietet ein Unternehmen Zimmer für Eheleute an, die sich während der Corona-Bewährungsprobe gegenseitig auf den Keks gehen. Bei den Zimmern handelt es sich natürlich nicht um Doppel-, sondern um Einzelzimmer, die täglich 35 Euro kosten. 

Doch: Wie nach Japan kommen und nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen? Schwierig. Japan ist schon immer weit weg gewesen, jetzt ohne Flugzeuge noch weiter. Doch wo gute Ideen sind, sind auch immer Nachahmer. 

Deutsche Ehemänner schielen deswegen auch schon nach den Niederlanden. Deutsche Ehefrauen auch. Sobald dort ebenfalls solche Zimmer angeboten werden, wollen sie ihre Koffer packen. Die Niederlande sind schon immer nicht so weit weg gewesen wie Japan, auf Flugzeuge kann deshalb verzichtet werden. 

Die Grenzen sind nicht dicht und die Niederländer haben schon immer gern Deutschen Asyl angeboten. Man denke nur an Kaiser Wilhelm II. Der ist zwar nicht seiner Ehefrau, sondern dem deutschen Volk auf den Keks gegangen, aber Gebäck ist Gebäck. 

Anschau-bar

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