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Sonntag, 24. Mai 2020

Tjaden tappt (497)

Thüringen soll die Masken
fallen lassen. 
Die Medien- und Politiker-Meute

Die Medien flippen aus. In einem ostfriesischen Gasthaus haben sich Gäste mit dem Corona-Virus angesteckt. Den Wirt grillt man bereits auf dem elektrischen Stuhl der Meinungsmache. Der Wirt hat die Facebook-Seiten seines Lokals abgemeldet, über seine Hinrichtung darf er sowieso nicht mehr selbst berichten. Das Corona-Virus gehört schließlich den Medien und nicht einem Wirt, der jede Schuld bestreitet.  

Zur Gästeschar hat ein Arzt gehört, der meinte, ihn hätte die Grippe erwischt. Grippe ist für die Medien doch schon lange keine Krankheit mehr.  Was für ein Glück: War gar keine Grippe, war Covid-19. Da darf ein Wirt natürlich nicht mehr bis 20 zählen, die Medien sind schon bei drei auf der Palme. 

Politiker flippen aus. Der Ministerpräsident eines Bundeslandes, in dem es täglich 12 Neuinfektionen gibt, will ab dem 6. Juni nur noch regional reagieren und die Corona-Regeln außer Kraft setzen. Nun fallen sie alle über ihn her, niemand hält mehr Abstand von mangelndem Anstand, sie werfen ihm Fahrlässigkeit vor und zittern vor der eigenen Angst. Man experimentiere nicht mit Menschen, heißt es, als hätte die Politik noch nie experimentiert und das nicht auch noch mit Maßnahmen, die man kurz vorher noch für lächerlich gehalten hat. 

Samstag, 15. Februar 2020

Tjaden tappt (447)

Mirko Zschoch-der Mann
aus der Mottenkiste.  
Ein politischer CDU-Wirrkopf bei Facebook und im Burgdorfer Rat

12. Februar 2020. Die Facebook-Seiten des Burgdorfer CDU-Ratsherrn Mirco Zschoch sind eine wahre Fundgrube für politische Wirrköpfe. Was dieser Vorsitzende der Werteunion gut findet, findet sicherlich auch die AfD gut. Die Wahl von Thomas Kemmerich zum FDP-Ministerpräsidenten von Thüringen feiert er mit anderen Rechten aus seiner Partei als Erfolg eines Demokraten, der die Wahl eines  Ministerpräsidenten verhindert hat, der angeblich zu einer "teilweise verfassungswidrigen Partei" gehört. 

Gemäß dem Bibelspruch "Wahrlich, ihr seid die Rechten, mit euch wird die Weisheit untergehen" freut sich Mirco Zschoch noch, als Thomas Kemmerich schon wieder Geschichte ist. Und der einstige Ministerpräsident einer angeblich "teilweise verfassungswidrigen Partei" soll die Dinge verfassungsgemäß wieder in Ordnung bringen, während sich in Thüringen CDU und FDP vor der Neuwahl fürchten. Die können dieses Mal wohl kaum auf die Vergesslichkeit der Wählerinnen und Wähler hoffen.

Detlef Knauer von den Burgdorfer Grünen fordert für die nächste Ratssitzung eine Diskussion über das krause Zschoch-Zeug, die CDU soll sich von Mirco Zschoch, von der Werteunion und von der AfD distanzieren. Die Jusos fordern schon den Rücktritt dieses CDU-Ratsherrn.  In der Bundes-CDU werden derweil die Hüte in den Ring geworfen, den Annegret Kramp-Karrenbauer verlassen will. 

Dass bis heute niemand in der Burgdorfer CDU zur Kenntnis genommen hat, wen sie in ihren Reihen hat, ist so unwahrscheinlich wie ein einziger kluger Beitrag von Mirco Zschoch. Erstens gibt es keine teilweise verfassungswidrigen Parteien, das Bundesverfassungsgericht kann nur über verfassungswidrig oder nicht verfassungswidrig entscheiden. Was die Linke fordert, ist vom Grundgesetz gedeckt. Dazu empfehle ich die Lektüre der Artikel 14 und 15. Bodo Ramelow gehört zu den wenigen Politikern, die nicht nur klar denken, sondern auch noch klar handeln können. Kürzlich ist er bei Markus Lanz gewesen und alle waren beeindruckt von seiner Ehrlichkeit und Offenheit.  Warum seine Partei bei der Landtagswahl nicht noch stärker geworden ist als geschehen, ist ein großes Wähler-Geheimnis. 

Und noch eins: Wer die Linke als Nachfolgepartei der SED bezeichnet, der muss die Ost-CDU als Nachfolgepartei der DDR-Blockflöten bezeichnen, die jedes garstige Lied der SED mit gespielt haben.  Der CDU-Wahlkampfspruch "Freiheit statt Sozialismus", den Mirco Zschoch auf seinen Facebook-Seiten benutzt, stammt übrigens aus dem Jahre 1976, heute wird er von der AfD verwendet.

Dass Freiheit und Sozialismus kein Widerspruch sind, hat Salvador Allende in Chile bewiesen, als er damit allzu erfolgreich war, trieben ihn die Rechten in den Selbstmord...

Dumm fälscht gern. 
Homophob ist er nicht - er fälscht und hetzt nur gern

15. Februar 2020. Nun schwappt die Welle der Empörung auch in die Region Hannover. Jusos und Grüne Jugend solidarisieren sich mit ihren Parteifreunden in Burgdorf, sie berichten von persönlichen Angriffen und von Hasskommentaren. Heute bin ich auch von einem CDU-Regionsabgeordneten auf dieses Thema angesprochen worden. Er empörte sich besonders über die Behauptung der Jusos, Mirco Zschoch sei homophob und Menschen verachtend.

Deshalb habe ich noch einmal die Facebook-Seiten dieses CDU-Ratsherrn und Vorsitzenden der Werte-Union in der Region Hannover aufgerufen. Eine feindselige Äußerung gegenüber Homosexuellen habe ich dort nicht gefunden. Gefunden habe ich dafür viele falsche oder aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, negative Äußerungen gegenüber Angela Merkel und von Unkenntnis zeugende Kommentare.

Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Bernhard Vogel soll beispielsweise gesagt haben, man habe nach der Wahl von Thomas Kemmerich einem Mann der Mitte zur Wahl gratuliert. Das kann nicht stimmen oder Bernhard Vogel redet mal so und mal so. Bei Markus Lanz jedenfalls sagte er, die Annahme der Wahl sei ein Fehler gewesen. Zu einem Fehler gratuliert man niemandem. Hoffe ich.

Auf den Facebook-Seiten von Mirco Zschoch gibt es eine Gleichsetzung von Linken und AfD. Die hat Bernhard Vogel bei Markus Lanz abgelehnt. Außerdem spielt dieser CDU-Ratsherr und Vorsitzende der Werte-Union gern eine Gruppe gegen die andere aus: Fleißige Pflegekräfte gegen eine angeblich faule Kunststudentin zum Beispiel. Von der gibt es sogar ein Foto. Sollte es diese Frau wirklich geben, würde ich ihr eine gepfefferte Klage gegen Mirko Zschoch empfehlen.

Jusos und Grüne Jugend sollten Mirco Zschoch keinesfalls nacheifern.





Montag, 1. August 2016

Tjaden tappt (149)

Nordhausen-nicht nur das Tor
Thüringens zum Harz, sondern bald
auch Mathe-Hochburg.
Wie viele Mathe-Genies kommen demnächst aus Nordhausen?

Wird Nordhausen zur Mathe-Hochburg Deutschlands? Müssen die 42 217 Einwohnerinnen und Einwohner schon bald mit sehr klugen Grundschulkindern rechnen? Die Bestellungen für das Mathe-Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen" (Zeichnungen: Sarah Kodritzki, Text: Heinz-Peter Tjaden) deuten darauf hin. 

Den Mathe-Stein losgetreten hat ein Kampfmittelbeseitiger aus Nordhausen, der dieser Tage zu nächtlicher Stunde bei Bier und Zigaretten so lange mit mir geplaudert hat, bis er sich ein Schulleben seines Sohnes ohne dieses Mathe-Bilderbuch nicht mehr vorstellen konnte. Das sah Sohnemann nach näherer Betrachtung dieses Werkes genauso - und teilte seine Begeisterung mit seinen Kumpels, die mathematisch betrachtet nicht ins Hintertreffen geraten wollten und deshalb der Verwandtschaft zu Bestellungen rieten, von denen einige auch schon bei mir eingetroffen sind. 

In Wegeners Buchhandlung ist dieses Bilderbuch schon vor längerer Zeit eingetroffen, weil ich es in der Hannoverschen Neustadt zu Burgdorf vorbeigebracht habe. Soll der Nachwuchs von Nordhausen also den Nachwuchs hierzuregion mathematisch nicht abhängen, helfen nur eilige Schritte zum Kauf von "Wenn Zahlen Streit bekommen". Oder Bestellungen im Kindle-Shop. Hier klicken

Bei Wegeners gibt es übrigens auch meine alltäglichen Betrachtungen "Tjaden tappt durch den Altkreis Burgdorf". Im Kindle-Shop tappt diese Broschüre immer lauter und belegt bereits Platz 353. Diese Veröffentlichung dürfte in Nordhausen noch gänzlich unbekannt sein. Hier klicken  

  

Anschau-bar

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