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Samstag, 1. Juli 2023

Tjaden tappt (569)

 Digital Pioneers, 30. November 2022

Texte von künstlicher Intelligenz

Immer weniger Schülerinnen  und Schüler nehmen am Burgdorfer Jugendliteraturwettbewerb teil. Dieses Jahr sind es 59 gewesen, die im Nordosten der Region Hannover Gymnasien und Gesamtschulen besuchen. 

Auch ChatGPT soll Gedichte und Erzählungen geschrieben haben. Wie viele, wissen die Organisatorinnen und Organisatoren dieses Wettbewerbs allerdings noch nicht. Burgdorfs Stadtjugendpfleger Horst Gohla kündigt intensive Recherchen an. 

Dazu müsste erst einmal herausgefunden werden, wie und ob künstliche Intelligenz gendert. Mit *, mit / oder mit :? So manches Printmedium gendert inzwischen mit allem. Nur _wird nicht mehr verwendet. Auch an den niedersächsischen Schulen darf mit allem gegendert werden. Künstliche Intelligenz ist da möglicherweise intelligenter. 


 

Freitag, 9. April 2021

Tjaden-Notizen 2021

Erhard Niemann freut
sich: Ferienpass-Aktionen
ein großer Erfolg. 

10. Februar 2021. Bei einem winterlichen Geburtstags-Spaziergang haben sich der Vorsitzende Erhard Niemann und das Ehrenmitglied des Sehnder Regional-Museums, Joachim Pohl, noch einmal an die harmonische Zusammenarbeit im Vorstand erinnert, die viele Früchte trug. Pohl wurde gestern 85 Jahre alt. 


6. März 2021. Zeitungsartikel, Landkarten, Literatur aus Burgdorf, Lehrte und Sehnde: Das, was der Historiker Dr. Peter Löhr für seine Arbeit gesammelt  hat, befindet sich jetzt im Sehnder Stadtarchiv. Christian Löhr, Sohn des vor vier Jahren verstorbenen Experten, sorgte mit Erhard Niemann vom Regional-Museum Sehnde dafür, dass diese wertvollen Dokumente für die Nachwelt erhalten bleiben. Hans-Gustav Gorray als Leiter des Sehnder Stadtarchivs: "Wenn die Eltern oder Großeltern sterben, sollte der Nachlass nicht einfach so vernichtet werden. Es könnten sich wichtige Zeitdokumente darunter befinden, die für die späteren Generationen erhalten bleiben sollten." Wie jetzt bei dem Nachlass von Peter Löhr. 

26. März 2021. Nun heißt der Zusammenschluss auch laut neuer Satzung "WGS Freie Burgdorfer-Unabhängige Wählergemeinschaft Burgdorf". Der für drei Jahre gewählte Vorstand besteht aus Dr. Volkhard Kaever (seit neun Jahren Vorsitzender) und aus den stellvertretenden Vorsitzenden Lukas Kirstein (Organisation), Richard Massion (Finanzen), Heinrich Bührke (Mitgliederbetreuung) und Rüdiger Nijenhof (Öffentlichkeitsarbeit). "Wir verabschieden euch aus dem Vorstand, wissen aber, dass wir auch in Zukunft auf eure Mitarbeit zählen können", hat Kaever den scheidenden Vorstandsmitgliedern Fritz Haake, Hartmut Conrad (beide stellvertretende Vorsitzende) und Kurt-Ulrich Schulz (Schriftführer) mit auf den weiteren kommunalpolitischen Weg gegeben.

2. April 2021. Das hat noch niemand geschafft: Das Interview, das "Kreisblatt"-Mitarbeiter Leon Hogrefe (27, Student Geschichte und Politik an der Uni Hannover) am 31. März mit Rüdiger Nijenhof von der WGS Freie Burgdorfer geführt hat, ist bereits der beliebteste "Kreisblatt"-Artikel, obwohl das Interview noch gar nicht erschien. Bisher gibt es nur eine Ankündigung. Leon Hogrefe feilt noch an dem Text. Das Gespräch habe zwei Stunden gedauert, teilte er mir mit.

9. April 2021. Drei Stunden Ferienpass-Aktionen, vier Möglichkeiten für die 16 Kinder: Hufeisen schmieden vor dem Regionalmuseum auf dem Gutshof Rethmar mit dem Vorsitzenden Erhard Niemann, die Legehennen von Karl-Heinz Reinsch auf dem Gehöft "Blauer Engel" streicheln, in der Räucherstation von Werner Dunekamp Forellen räuchern und mit Katharina Niemann die Sankt-Katharinen-Kirche besichtigen.  

Freitag, 10. April 2020

Tjaden tappt (475)

Neues Denken für neue Zeiten

Auf den Straßen und Plätzen nur noch Zweisamkeit, Hände waschen, aber nicht schütteln, Abstand halten - in vielen Köpfen sind diese Corona-Regeln immer noch nicht angekommen. Viele Menschen orientieren sich weiterhin an Althergebrachtem aus Literatur, Liedgut, Sport und Filmindustrie. Deshalb hat das Corona-Kabinett heute die Weichen für neues Denken gestellt. Dazu die Bundeskanzlerin: "Mehr als zwei ist überall schädlich." Angela Merkel nennt Beispiele (die Änderungen in Klammern)

Sprichwörter

Aller guten Dinge sind drei (zwei)

Märchen

Schneewittchen und die (der) sieben Zwerge (Zwerg)

Liedgut

So nimm (meide) denn meine Hände

Jugendliteratur 

Die drei (beiden) ??? (??)

Songs

When we all (both) fall asleep, where we do go?

Fußball

Hattrick (Doppel+pack)

Verheißungen

Wo sich zwei oder drei (weniger als drei) in meinem Namen versammeln

Filmtitel

(Zwei) Leichen pflastern seinen Weg

Weitere Beispiele unter www.coronakabinett-dichtet-neu.de

Dienstag, 20. November 2018

Tjaden tappt (350)

Preisverdächtig. 
Schwarzmalerei mit Rekordbeteiligung

"Es ist kaum zu glauben, aber vor langer Zeit lebte ein Mann, der brauchte nur zu lachen, dann blühten die Bäume, auch wenn sie schon Früchte trugen." 

Mit diesem Satz aus einem seiner schönsten Märchen hätte der syrische Autor Rafik Schami in Burgdorf nicht einmal einen Blumentopf gewonnen. Außerdem gehört in der Aue-Stadt Literatur nicht zur Kunst. Ausgezeichnet werden nur Werke, die man einrahmen und aufhängen oder irgendwo hinstellen kann. Und in diesem Jahr mussten sie auch noch aus den Fugen sein, wie laut Kunstpreis-Ausschreibung die ganze Welt. 

107 Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich 2018 laut Mitteilung der Stadt an diesem Wettbewerb-so viele wie noch nie. Schließlich ist nur ein schlechtes Motto ein gutes Motto. Ausgestellt werden die Schwarzmalarbeiten vom 1. Dezember bis 8. Februar im Rathaus I. 

Zur Ausstellung gibt es natürlich auch eine Einführung. Die übernimmt der Jury-Vorsitzende Hans-Tewes Schadwinkel. Der Nachname ist ab 1. Dezember Programm. Auch Bürgermeister Alfred Baxmann will ein paar Worte sagen. Was er sagen wird, ist vorhersehbar.

"Ob jung, ob alt, du musst dich mit der Tatsache abfinden, daß dieses System seinen Lauf nicht ändern wird." Mit diesem Satz aus dem Jahre 1969 hätten die Zeugen Jehovas in diesem Jahr durchaus einen Blumentopf gewinnen können. Wenn in Burgdorf Literatur zur Kunst zählen würde.  

Freitag, 12. Februar 2016

Tjaden tappt (93)

...und mehr.
"Bäckerblume": Die beste Literaturzeitschrift

Die "Apotheken-Umschau" ist laut Volksmund eine "Senioren-Bravo", die "Bäckerblume" nicht einmal laut Volksmund eine Literaturzeitschrift. Diese These habe ich heute nicht nur in einem Gespräch vertreten, ich konnte sie auch unterfüttern. Nicht mit Blätterteig, der schnell zerbröselt, sondern gleichsam mit Roggenbrot, das kürzlich so langsam zergangen ist auf meiner Zunge. Wie heute mein Bericht in den Ohren meiner Zuhörerinnen, denn über Literatur spricht man am erfolgreichsten mit Frauen. Die meisten Männer halten bekanntlich nichts von Büchern, es sei denn, man zwingt sie zu ihrem Lese-Glück. Doch dieses Glück ist stets sehr vergänglich.

Wie die "Bäckerblume" ihren Leserinnen eine Publikation schmackhaft macht, habe ich vor 30 Jahren selbst erfahren, und zwar nach und nach. Nach einem Anruf meines Verlegers lag mir seine Mitteilung, er habe innerhalb einer Woche fast 250 Bestellungen meiner Sekten-Erzählung "Insel des Zweifels" bekommen, zwar nicht quer im Magen, aber erst einmal auf der Seele, die nach einer Antwort dürstete. Eine Woche später war die Zahl der Bestellungen auf über 400 geklettert - wieder rief mich mein Verleger an: "Ich habe heute ein Belegexemplar der ´Bäckerblume´bekommen. Auf Seite 2 wird Ihre Geschichte erwähnt." Das also war des Überraschungs-Erfolges Kern, der später immer wieder erhärtet wurde. Bis die erste Auflage vergriffen war.

Erfolgshungrig geworden schickte ich Rezensionsexemplare der zweiten Auflage an Frauenzeitschriften, die nicht in Bäckerläden angeboten werden. Aber nur eine Redaktion reagierte, eine freie Mitarbeiterin schrieb mir, dass sie von meiner Erzählung begeistert sei, sie sei aber zu kurz für eine Erwähnung. Sie hoffe auf eine längere Geschichte von mir, die sie gern rezensieren werde.

Das hätte ich gern gemacht, wenn mir nicht klar geworden wäre, dass nur die "Bäckerblume" eine Literaturzeitschrift ist, die nicht nach Länge, sondern nach Qualität fragt. Wie die Handwerker, die jeden Morgen für uns leckere Brötchen backen. Der Mensch lebt eben nicht von Aldi-Brot allein...






   

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