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Montag, 2. November 2020

Tjaden tappt (557)

Beinahe hätte Gottes
Reich schon 1975
begonnen. Foto: Gebhardt
Wie nett von den Zeugen Jehovas

Jetzt wird der Lockdown noch lighter, denn die Zeugen Jehovas wollen uns bis Ende November die Zeit vertreiben. Dieses wunderbare Versprechen verbreitet die "Celler Presse" auf ihren Internet-Seiten. 

"Über den gesamten Monat November 2020 hindurch verbreiten Jehovas Zeugen weltweit eine Ausgabe der Zeitschrift Der Wachtturm mit dem Titel „Was ist Gottes Reich?“. Seit Jahrhunderten hat die Antwort auf diese Frage die Aufmerksamkeit von Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen geweckt. Jehovas Zeugen verbreiten die Zeitschrift an die allgemeine Öffentlichkeit, an Geschäftsinhaber sowie Amts- und Mandatsträger auf lokaler und nationaler Ebene."

Verschiedenste Glaubensgemeinschaften gibt es für die Zeugen Jehovas aber eigentlich gar nicht, für sie gibt es nur die von der amerikanischen Wachtturmgesellschaft, alle anderen Glaubensgemeinschaften sind für sie Teufelszeug und haben deshalb in Gottes Reich nichts zu suchen. 

"Natürlich wird die Aktion unter Beachtung der allgemeinen Hygienevorschriften durchgeführt. Deshalb wird die Zeitschrift mitunter auch auf elektronischem Weg verbreitet. Viele Leute beten um das Kommen von Gottes Reich. Aber oft fragen sie sich, was dieses Reich ist, wann es kommt und was es bewirken wird. In der Zeitschrift wird erklärt, wie die Antworten auf diese Fragen in der Bibel gefunden werden können. Jehovas Zeugen sind davon überzeugt, dass die Verheißungen der Bibel über das Reich Gottes die Leser trösten und ihnen Hoffnung auf eine Welt ohne Schmerz und Leid machen", meldet die "Celler Presse" auch noch.  

Obwohl wir uns erst einmal eine Welt ohne Covid-19 wünschen, lassen wir natürlich auch gern mit uns über andere Krankheiten reden. Aber doch nicht in diesem November. Dazu müssen wir den Zeugen Jehovas leider sagen: "Darüber plaudern wir später. Oder kommt Gottes Reich etwa schon in diesem Monat?"


Montag, 10. August 2020

Tjaden tappt (529)

Bei den Zeugen Jehovas
führt eine Partnerschaft
sogar zur Bandenbildung. 
Bundesregierung verordnet Dauerhaftes für eine längere Dauer

Da die Zeugen Jehovas auf Dauer angelegt sind, obwohl sie täglich das Ende der Welt erwarten, sind sie in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Dies vorausgeschickt und darauf basierend fordert die Bundesregierung von allen nicht verheirateten Paaren, die teils zur EU gehören und teils nicht, eine Erklärung, dass die Beziehung auf Dauer angelegt ist, bevor sie sich in Deutschland besuchen dürfen.  Wie bei den Zeugen Jehovas setzt die Bundesregierung auf einen ausgeklügelten Strafenkatalog, um die Dauer zu gewährleisten. 

1. Stellen Paare die Besuche innerhalb eines Monats ein, weil sie sich wieder getrennt haben, werden Bußgelder bis zu 5 000 Euro fällig. Der schuldige Teil ist dabei höher zu bestrafen als der nicht schuldige Teil. Da Bußgelder von Deutschen leichter einzutreiben sind, gilt bevorzugt der deutsche Partner/die deutsche Partnerin als schuldig, es sei denn der Nicht-EU-Partner/die Nicht-EU-Partnerin zahlt vor der Ausreise. 

2. Das Bußgeld reduziert sich pro weiterem Monat um 100 Euro. Bei angefangenen Monaten gilt die folgende Formel: 100 Euro : 30 x Beziehungstage.  

Die Bundesregierung behält sich Verordnungen ähnlicher Art für Einkäufe, Ausflüge, Kino- und Theaterbesuche, Sport, Hobbys, Beruf und Schule etc. vor.  Sollten die Neuinfektionen auf 50 pro 100 000 Einwohnerinnen/Einwohner steigen, wäre vorübergehend alles auf Dauer angelegt. Wer sich in einem Supermarkt befindet, müsste dort bleiben, wer Sport treibt, dürfte weder rasten noch ruhen, wer ein Konzert besucht, müsste Zugaben fordern, bis die Bundesregierung Entwarnung gibt. 

Sonntag, 29. März 2020

Tjaden tappt (465)

Wie lange gehören sie zu
einer Risikogruppe?
Jetzt schon mehr Grabsteine und lange kein Weihnachtsmann mehr

Für die Zeugen Jehovas ist die Corona-Pandemie keine Apokalypse, sondern nur ein Zeichen. Habe ich gestern in der "Freien Presse" gelesen. Doch: Was ist das nachfolgend Geschilderte für ein Zeichen?

Bei meiner sonntäglichen Radtour komme ich an einem Bestattungsunternehmen vorbei, das seine Ausstellungsfläche erweitert hat. Grabsteine gibt es jetzt auch auf der anderen Straßenseite.

Nachdenklich gestimmt hat mich auch die Antwort eines Vaters auf eine Frage seiner kleinen Tochter bei einem Spaziergang. "Papi, wann kommt denn der Weihnachtsmann?" Zögerliche Antwort des Vaters: "Oh, das dauert noch etwas."

Hätte der Vater nicht antworten müssen, dass der Weihnachtsmann  ein sehr alter Mann ist, der auf nicht absehbare Zeit zu einer Risikogruppe gehört, die den Kontakt mit Kindern meiden muss?  

Samstag, 6. Juli 2019

Tjaden tappt (401)

Expertin der "Neuen Presse"
kennt die Antwort. 
Eine Expertin mit einem Plus der "Neuen Presse"

Auf dem jährlichen "Kongreß" der berüchtigten Psychosekte Zeugen Jehovas gab es einen Störfall - eine kleine Gruppe Aussteiger hatte vor dem Kongreßgelände einen Infostand aufgebaut.

Schreibt sie im Jahre 2007 und lädt bei Youtube ein Video hoch. Damals hat sie sich noch als Chefin einer so genannten "Mobbingzentrale" in Hamburg ausgegeben über die mir später nichts Gutes berichtet wurde.

Heute bekommt sie online bei der "Neuen Presse" ein Plus als angebliche Expertin in Sachen Zeugen Jehovas. In einem Interview sagt sie zu einem Kongress dieser Sekte, der in Hannover stattfindet, diese Zusammenkünfte seien ein Heiratsmarkt. Mehr kann ich nicht lesen, weil solche Plus-Beiträge nur in der ersten Stunde nach Veröffentlichung für Nichtabonnenten kostenlos sind. Bezahlen will ich für diesen Beitrag aber nicht, denn ich halte sie keinesfalls für eine Expertin.

Kennengelernt habe ich diese Frau, als mich die Zeugen Jehovas 2008 vor dem Landgericht in Hamburg verklagten. Sie bot mir sofort ihre Hilfe an und nannte mir einen Zeugen für das Verfahren, der sich später als windiger Geselle entpuppte. Auch bei der Anhörung vor dem Hamburger Landgericht war sie anwesend. Zwischenzeitlich untersagte sie mir die Verwendung von Informationen, die sie mir zur Verwendung überlassen hatte. Der von ihr benannte Zeuge verklagte mich vor dem Amtsgericht in München, weil ich ihn als zwielichtigen Zeitgenossen entlarvt hatte. Den Prozess in Hamburg hatten die Zeugen Jehovas schon gewonnen, in München endete das Verfahren mit einem Vergleich.

Diese Frau aus Hamburg und dieser Mann aus München hatten es den Zeugen Jehovas leicht gemacht. Der Anwalt der Zeugen Jehovas schickte mir eine Honorarrechnung, die ich nicht beglich. Ich drohte ihm mit Gegenwehr, falls er auf die Bezahlung poche. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ein Kenner der Szene übernahm die Kosten meiner Anwältin. Denn, was ich geschrieben hatte, entsprach der Wahrheit, mit der die Zeugen Jehovas, der Münchner und die Hamburgerin nicht viel am Hut haben.

Aber immerhin: Heute ist sie Expertin der "Neuen Presse". Mit einem Plus.

Lesetipp


Dienstag, 20. November 2018

Tjaden tappt (350)

Preisverdächtig. 
Schwarzmalerei mit Rekordbeteiligung

"Es ist kaum zu glauben, aber vor langer Zeit lebte ein Mann, der brauchte nur zu lachen, dann blühten die Bäume, auch wenn sie schon Früchte trugen." 

Mit diesem Satz aus einem seiner schönsten Märchen hätte der syrische Autor Rafik Schami in Burgdorf nicht einmal einen Blumentopf gewonnen. Außerdem gehört in der Aue-Stadt Literatur nicht zur Kunst. Ausgezeichnet werden nur Werke, die man einrahmen und aufhängen oder irgendwo hinstellen kann. Und in diesem Jahr mussten sie auch noch aus den Fugen sein, wie laut Kunstpreis-Ausschreibung die ganze Welt. 

107 Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich 2018 laut Mitteilung der Stadt an diesem Wettbewerb-so viele wie noch nie. Schließlich ist nur ein schlechtes Motto ein gutes Motto. Ausgestellt werden die Schwarzmalarbeiten vom 1. Dezember bis 8. Februar im Rathaus I. 

Zur Ausstellung gibt es natürlich auch eine Einführung. Die übernimmt der Jury-Vorsitzende Hans-Tewes Schadwinkel. Der Nachname ist ab 1. Dezember Programm. Auch Bürgermeister Alfred Baxmann will ein paar Worte sagen. Was er sagen wird, ist vorhersehbar.

"Ob jung, ob alt, du musst dich mit der Tatsache abfinden, daß dieses System seinen Lauf nicht ändern wird." Mit diesem Satz aus dem Jahre 1969 hätten die Zeugen Jehovas in diesem Jahr durchaus einen Blumentopf gewinnen können. Wenn in Burgdorf Literatur zur Kunst zählen würde.  

Mittwoch, 18. April 2018

Tjaden tappt (259)

Landgericht Hamburg: Zuständig
auch für gefärbte Haare.
Eine Zensur findet doch statt

Darf man das, was ich gerade tue, eigentlich noch? Darf ich in einer Satire das Verhalten eines Jugendamtes so lange aufs Korn nehmen, bis sich diese Behörde endlich darum kümmert, dass ein Bruder und eine Schwester, die seit 2009 getrennt sind, zusammenleben können? Von dem inzwischen 11-jährigen Jungen weiß ich, dass er sich das sehr wünscht. Ich habe ihm versprochen, dass ich alles dafür tue, damit sein Wunsch in Erfüllung geht. Das war vor fünf Jahren. Im gleichen Jahr hat das Jugendamt mit einem Einbruch bei mir, bei dem sich gegen 21.40 Uhr zwei Polizeibeamte falsche Namen gaben, alle Bemühungen erst einmal zunichte gemacht. 

Einer der Polizeibeamten verklagte mich sogar noch wegen meiner Berichte über den Einbruch. Er behauptete, ich hätte ihn verleumdet. Das Gericht machte daraus üble Nachrede. Der Kollege des Polizeibeamten belog den Richter genauso wie der Kläger. Das Gericht hielt zwar meine Aussage für glaubwürdig, was die Polizisten erzählten, sei aber auch realistisch. Eigentlich hätte mich das Gericht unter diesen Umständen freisprechen müssen. Wie alt hätten dann aber die Polizeibeamten ausgesehen?

Äußerungsrechtliche Verfahren sind stets ein juristisches Abenteuer. Besonders abenteuerlich sind sie vor dem Landgericht in Hamburg. Altkanzler Schröder erstritt dort sogar einen Erfolg wegen seiner nicht gefärbten Haare, die Zeugen Jehovas gewannen Verfahren, weil das Gericht eine neue Lehre dieser Sekte erfand, um die Zeugen Jehovas raus zu pauken, ein Sozialpädagoge aus Lüneburg verließ als Sieger den Gerichtssaal, weil der Richter die im Saal anwesenden Zeuginnen und Zeugen ignorierte. Er ließ sie einfach mit ihrer Kritik an diesem Sozialpädagogen nicht zu Wort kommen.

Die Medien berichten nur selten über die Zensur, die es laut Grundgesetz gar nicht gibt, von Gerichten aber immer häufiger geübt wird, die Anwälte müssen nur clever genug sein - und die Verfassung nicht mögen.

Darf ich also eigenlich noch, was ich jetzt tue? 

Lesen Sie doch selbst - die in diesem Flugblatt Erwähnten bekommen es von mir.  

Bei der Sparkasse in Isernhagen HB
warnt das Bundesinnenministerium
vor dem Wilhelmshavener Jugendamt?
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Keine Fremden in die Wohnung lassen

Sonnenschein, fast 30 Grad: Da mache ich gern eine Radtour und in meinen Fahrradkorb passen immer ein paar Flugblätter. Die verteile ich stets gezielt. Dieses Mal an eine Jugendamts-Außenstelle in Großburgwedel, an eine kulturelle Einrichtung und an eine Stiftung in Isernhagen. Auch in Sparkassen-Filialen habe ich das Flugblatt ausgelegt. Aus der Filiale in Isernhagen HB nahm ich ein Pappschild für die Haustür mit, das vom Bundesinnenministerium stammte. "Ich lasse keine Unbekannten in meine Wohnung!" stand drauf. Hat man etwa im Innenministerium schon einmal etwas über das Jugendamt in Wilhelmshaven gehört? 

Bei der Post war ich auch. Ein Exemplar meines Flugblattes schickte ich an das Rathaus in Wilhelmshaven. Dort wird gern gelesen, was ich schreibe. Reagiert wird darauf offiziell allerdings nie. 


Mittwoch, 22. Februar 2017

Tjaden tappt (191)

Aus einem öffentlichen Bücherschrank
gefischt.
Von den Zeugen Jehovas lernen heißt einen Verlag gründen

 Ich habe da mal eine Geschäftsidee: Ich gründe einen Verlag. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten nicht nur kostenlos für mich, sie finanzieren auch noch mein Gehalt. Dafür versichere ich ihnen, dass sie bei mir gut aufgehoben sind, viel besser als anderswo. 

In den Schriften, die ich drucke, warne ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einem Arbeitsplatzwechsel. Meine Broschüren tragen Titel wie "Verlagssterben-Warum nur unser Verlag überlebt", "Was lehrt uns die Konzentration im Verlagswesen?" und "Ewig treu-Das große Glück, Mitarbeiter unseres Verlages zu sein".  Jedes Jahr veröffentliche ich eine Statistik über die Arbeitsstunden, die meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für mich geleistet haben. Ich halte auch statistisch fest, wie viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeworben worden sind.

Sie meinen: Mein Verlag würde kein halbes Jahr überstehen? Und wenn ich behaupte, dass es Gottes Wille ist, was ich mache? Wie sieht es dann aus? Sehen Sie, dann steigen meine Chancen! 

Warum ich diesen Verlag nicht gründe? Die Antwort ist einfach: Diesen Verlag gibt es schon. Er hat seinen Hauptsitz in den USA und nennt sich "Watchtower Bible and Tract Society". Zu deutsch: Wachtturmgesellschaft. Die bekanntesten Verlagszeitschriften sind "Wachtturm" und "Erwachet!" Das Verlagsmotto lautet "Wer seine Erkenntnis auf nützliche Weise in die Tat umsetzt, zeigt, dass er Weisheit besitzt." Diese Weisen werden von der Wachtturmgesellschaft seit gut 80 Jahren "Zeugen Jehovas" genannt. Die arbeiten kostenlos für den Verlag und spenden ihm auch noch Geld.

Doch der Eifer scheint nachzulassen. Einige Verlagsmitarbeiterinnen und Verlagsmitarbeiter beschreiten bei der Werbung inzwischen bequemere Wege. Sie stellen die Schriften ihres Verlages in öffentliche Bücherschränke. In Wettmar zum Beispiel. Oder in Burgdorf. 

Ich nehme sie mit, denn erst, wenn niemand mehr liest, was die Wachtturmgesellschaft veröffentlicht, hat mein Verlag eine Chance. 

So was darf mir dann allerdings nicht passieren: Eine Zeugin Jehovas aus Süddeutschland geht zu ihrem Chef und stellt ihm kritische Fragen. Er antwortet: "Du hast mit dem Tjaden gesprochen." Das macht sie stutzig, sie merkt sich meinen Namen und ruft mich an. Nach diesem Anruf legt sie ihre Arbeit für die Wachtturmgesellschaft nieder. Dumm gelaufen, weil dieser Chef seine "Erkenntnis" besser für sich behalten hätte... 



  

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Tjaden tappt (194)

Ein regeltreuer
Indoor-Weihnachtsbaum
Anfang Januar. 
Regeltreue Regeln, die indoor nadeln

In der Regel verlieren Weihnachtsbäume indoor schneller ihre Nadeln als outdoor. Sie werden trotzdem jedes Jahr indoor aufgestellt und nach einigen Tagen outdoor wieder entsorgt. Außer von den Zeugen Jehovas. Die sind sowohl in- als auch outdoor gegen Weihnachtsbäume. Da hört die nadelnde Freundschaft auf, die heute von einer Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" auf den Seiten für Burgwedel eigens für Wettmar erfunden worden ist, weil dort am 7. Januar ein Schredderfest gefeiert wird. Womit wir wieder bei den Zeugen Jehovas wären. Die haben bisher auch jede Prophezeiung geschreddert, allerdings indoor, sobald sie outdoor nicht eingetroffen ist.

Festgehalten werden darf also, dass sowohl Weihnachtsbäumen indoor und Zeugen Jehovas outdoor Compliance (=Regeltreue) bescheinigt werden kann, während der Stadtmarketing-Verein von Burgdorf (SMB) noch Regeln braucht, um ihnen treu sein zu können. Steht ebenfalls heute in besagter Beilage von "Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse". Bis dahin gilt zwar, dass abgerechnete Leistung auch erbracht worden sind (so Heiko Nebel, stellvertretender SMB-Vorsitzender), erbrachte Leistungen sind aber wohl noch nie abgerechnet worden. Könnte man aus der Beilagen-Zwischenüberschrift "Compliance-Regeln (=Regeltreue-Regeln) denkbar" schließen.

Man mag nun einwenden, dass es Regeltreue-Regeln ebenso wenig geben kann wie Ehetreue-Ehen, aber dafür erscheint besagte Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" seit kurzer Zeit in einem neuen Format, das aber nur an den Abmessungen erkennbar wird, mit neuer Qualität hat das nichts zu tun. 




Donnerstag, 8. Oktober 2015

Tjaden tappt (55)

Im Juli 2015 ins Netz gestellt-inzwischen wieder
entfernt: "Die Akte Tjaden"














Eine atemberaubende Stadt

Ein Polizeibeamter aus Wilhelmshaven hat öffentlich noch vor zwei Tagen Ereignisse aus meinem Leben "atemberaubend" gefunden. Dazu trug er seinen Teil bei, als er am 17. Juni 2013 gegen 21.40 Uhr mit Gewalt in meine Wohnung eindrang, seinem Kollegen und sich falsche Namen gab (sie nannten sich Wiegand und Schweiger) und mich anschließend verklagte, weil ich über diese illegale Aktion des Wilhelmshavener Jugendamtes die Wahrheit berichtet hatte. 

Die Jugendamtsmitarbeiterin, die für die Durchsuchung meiner Wohnung verantwortlich zeichnete, durfte vor Gericht nicht aussagen, den Namen eines möglicherweise wichtigen Zeugen verriet mir diese Behörde nicht. Vermutet worden war, dass ich meinen Patenjungen aus Münster versteckte. Das hatte der rauschgiftsüchtige Vater behauptet.  

"Die Akte Tjaden" hat der Polizeibeamte seine öffentlichen Verleumdungen genannt, ich entdeckte sie am 4. Oktober 2015, protestierte bei der Polizei in Wilhelmshaven, die Seite wurde entfernt. Wie ich mich glücklicherweise vor eineinhalb Jahren aus Wilhelmshaven wieder entfernt habe.

In dieser Stadt am Jadebusen erlebte ich als Rückkehrer derart merkwürdige Dinge, dass ich gelegentlich aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Auf einem Gerichtsflur wurde ich von einem Anwalt als "der Tjaden soll vorbestraft sein, deswegen musste er aus Hannover weg" verleumdet, im Internet beschimpfte man mich als "Kinderschänder", der Verleger der Tageszeitung ließ mir als Internet-Redakteur mehrere Klageandrohungen zukommen, aus denen nie Klagen wurden, der Oberbürgermeister Eberhard Menzel zog vor Gericht, weil ich ein fiktives Interview mit ihm zur Kommunalwahl veröffentlicht hatte und zog nach der Gerichtsverhandlung seine Klage wieder zurück, dann kam das Jahr 2011, ich kandidierte als Unabhängiger bei der Wahl zum Oberbürgermeister, zumindest eine Unterstützer-Unterschrift verschwand und wurde erst wiedergefunden, als ich die Unterstützerin ein zweites Mal um ihre Unterschrift gebeten und eine Kopie des von ihr ausgefüllten Formulars zum Wahlamt gebracht hatte.

In meinen Wilhelmshavener Zeiten wurde ich auch von den Zeugen Jehovas verklagt. Vor der Verhandlung schickte ich meiner Anwältin ein Paket mit Schriften dieser Glaubensgemeinschaft, um das, was ich geschrieben hatte, zu belegen. Dieses Paket wurde in dem Haus, in dem meine Anwältin ihre Kanzlei hatte, laut Paketschein von einem Mann angenommen, der anschließend unauffindbar blieb. Niemand kannte ihn in diesem Haus.

"Sie kennen sich aber aus", hat mir gestern ein älterer Zeuge Jehova bestätigt, als er mich in Schillerslage ansprach. Ich saß auf einer Bank und überraschte ihn mit Grundkenntnissen über seine Glaubensgemeinschaft, sein jüngerer Begleiter stand neben ihm und schwieg. Schnell beendete der Ältere das Gespräch, er müsse weiter, sagte er...

Auch ich ziehe nun weiter. Wieder nach Burgdorf - eine Radtour, auf die ich mich täglich freue. Wer das in einer neuen "Akte Tjaden" vermerken möchte, darf das gern tun.

Broschüren von mir nicht nur über Wilhelmshaven gibt es übrigens bei Amazon und Hugendubel.

In Wilhelmshaven als "Kinderschänder" verleumdet Hier klicken  

    

Sonntag, 11. Januar 2015

Tjaden tappt (XXIII)

Erhältlich bei Amazon. Hier klicken


















Ein westfälischer Junge in Kleinburgwedel 

"Als Harald im Jahr 1939 eingeschult wird, ist seine kleine Welt noch in Ordnung. Er ahnt nicht, was in den folgenden Jahren auf ihn zukommen wird: abenteuerliche, auch dramatische Ereignisse und zwei harte Jahre in KLV-Lagern der Hitler-Jugend. Aus dem kleinen Ruhrpott-Bengel wird am Ende der Kriegswirren, die ihn lange Zeit von seinen Eltern trennen, ein junger Mann, der lernen musste, sich durchzuboxen. Spannend, humorvoll und anekdotenreich erzählt Harald Bohland auch Alltagserlebnisse aus seiner Kindheit im Kohlenrevier zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Buch wird illustriert von privaten Fotografien und historischen Stadtansichten aus seiner Heimat, dem Castrop-Rauxel der Vorkriegszeit. Der Autor versetzt den Leser mit den authentischen Schilderungen seiner Erlebnisse zurück in eine schwere Zeit, in der die Menschen seiner Heimat trotz aller Schicksalsschläge ihren Mut und den typisch westfälischen Humor niemals verlieren."

So wird sein Buch "Karro und Tacken" bei Amazon vorgestellt. Ein Rezensent schreibt, dass er gelacht und geweint habe, er empfehle diese Geschichten allen ab 12. Kennengelernt habe ich Harald Bohland heute im Konrads Café in Kleinburgwedel. Ich wollte nur kurz hereinschauen, um mir eine Sonntagszeitung zu kaufen. Schon drückte mir der Inhaber Wolfgang Konrad einen Fünfer in die Hand, weil jemand meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen - Ratgeber für alle ab 70" gekauft hatte. Der Käufer sitze direkt vor mir an einem Tisch. 

Dann sind wir ins Plaudern gekommen. Harald Bohland erzählt mir, dass er jetzt in Kleinburgwedel wohnt. Unsere Themen wechseln schnell. Weiteren Schwung in die Diskussion bringt ein Ehepaar, das ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammt und inzwischen in Hannover wohnt. Wir diskutieren über die Zeugen Jehovas (Harald Bohland: "Ich wollte nicht von einem Gefängnis in das andere."), über den Islam und seine Gemeinsamkeiten mit dem Christentum, über die Medien, die eine Sau nach der anderen durch das Dorf jagen und so manches verschweigen. Harald Bohland: "Sie sind doch auch einmal bei einer Zeitung gewesen." Stimmt. Wegen kritischer Berichterstattung bin ich entlassen worden, eine Broschüre über ein Kinderheim bei Holzminden wurde von der Presse gar nicht zur Kenntnis genommen.  Mein erster Roman bekam ein Rezensions-Verbot in der "Neuen Presse" Hannover. 

"Sie können mich ja mal anrufen", sagt Harald Bohland zum Abschied. "Wir hätten uns noch stundenlang unterhalten können", sagt das Ehepaar. "Wenn man mal nur kurz reinschauen will", denke ich... 


Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...