Samstag, 29. Dezember 2018

Tjaden tappt (359)

Der Landeanflug. Foto: Heinz-Peter
Tjaden
Kein Wort nötig

25. Dezember 2018. Wenn man sich wie in einem Traum vorkommt, dann ist man wahrscheinlich auf der Insel Madeira, die für sich mit dem Hashtag #madeiranowordsneeded wirbt. 

Ich bin gerade wieder gelandet. Das heißt: Abschied von unglaublichen Menschen, einem Weihnachtsmarkt, der nicht dem Kommerz, sondern Musik,Tanz und Kultur gewidmet ist, von dem kleinen Hotel 29 Madeira Hostel by Petit Hotels in der Altstadt von Funchal mit der immer fröhlichen Carolina als Gastgeberin für Rucksack-Touristen aus aller Welt, und von einer schwarzen Ente, die einen Brunnen an der Uferpromenade für sich allein beansprucht. Und beim Einkauf im Supermarkt wird man von einer Taube begrüßt. Über 20 Grad am Heiligabend... 

Ich fliege am 5. Februar wieder hin. Dann habe ich die Berge wieder hinter mir und vor mir den Atlantik. Ich bastele gerade an einem blog über diese wunderschönen Ferien.

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Verrückt auf Madeira

29. November 2018. "Immer Ärger mit Red" ist die Geschichte eines verrückten Vogels, der in Duisburg und auf Madeira Unfug macht. Hier bestellen als e-book oder als Print

Freitag, 14. Dezember 2018

Tjaden tappt (358)

Burgdorfer Kinder mögen dieses
T-Shirt. 
Kinder, die sich Burgdorf nicht leisten kann

Wenn es um die Schule geht, machen Ratssitzungen Schule. Dann füllen sich die Zuhörerreihen. Gestern mit Schülerinnen und Schülern, die Plakate für eine Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule hochgehalten haben. 

Da immer auch Glaubenskrieg ist, wenn es um die Schule geht, schossen sich einige Ratsmitglieder auf die demonstrierenden Kinder ein und bezichtigten sie der verantwortungslosen Schuldenmacherei. Motto: Solche Kinder kann sich Burgdorf nicht leisten. 

Aber erst einmal das Ergebnis: Der Rat hat gestern Abend mit 19 Stimmen von SPD, Grünen und Freien Burgdorfern die Auffassung vertreten, dass die Integrierte Gesamtschule bis zum Abitur führen sollte. Der Neubau müsste also größer werden. Die Baukosten würden steigen. Der Rest ist Ländersache. Das Land muss die Lehrerinnen und Lehrer bezahlen und für einen ordentlichen Unterricht sorgen. 

Besonderer Wert sollte auf Mathematik gelegt werden. Dieses Fach müssen kleine Demonstrantinnen und Demonstranten schon beherrschen, wenn sie in Burgdorf Ratssitzungen besuchen. Denn die 16 Ratsmitglieder, die gestern Abend gegen die Oberstufe gestimmt haben, sind eigenen Rechenkünsten zufolge eigentlich 19. Wenn die drei Freien Burgdorfer nicht wären, die als neue Fraktion angeblich nicht mehr ihrer früheren Meinung sind. 



Dienstag, 11. Dezember 2018

Tjaden-Notizen 2018





21. Februar 2018. Abschied mit Präsentkorb und Ehrenamt: Dieter Roffka (links) hat sein Amt als Kassierer beim Schützenverein Schwüblingsen nach vielen Jahren abgegeben. Bei der Hauptversammlung des Vereins überreichte ihm der Vorsitzende Erhard Roffka als Dank für seinen Einsatz einen Präsentkorb. Außerdem wurde Dieter Roffka zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.
Zu seiner Nachfolgerin wählten die Mitglieder Petra Höper. Außerdem wurden bei den Vorstandswahlen der Vorsitzende Erhard Roffka, die Jugendleiterin Anna-Liza Schulz, die Damenleiterin Uta Schulz, der stellvertretende Schriftführer Thomas Künkel, der Schützenobmann Dirk Bublitz und die Adjudantin Doreen Sellmann in ihren Ämtern bestätigt.

26. Februar 2018. Wo Burgwedel liegt, weiß die Bundeskanzlerin bereits. Wenn Angela Merkel noch mehr erfahren will, muss sie nur ihren neuen Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, fragen. Ansonsten ist der 45-Jährige für die Zusammenarbeit des Bundes mit den Ländern zuständig.


28. Februar 2018. Auch beim Burgdorfer Stadtfest 2017 sind Luftballons in den Himmel gestiegen. Der Ballon von Teresa Reiter flog 412 Kilometer weit und landete in Haßfurt bei Schweinfurt. Dafür schenkte Bürgermeister Alfred Baxmann (Dritter von rechts) der Sechsjährigen einen Burgdorfer Gutschein im Wert von 50 Euro. Darüber freute sich die Kleine im Kreise der auf den Rängen 2 bis 10 Platzierten. 


26. April 2018. Armin Pollehn (Foto) ist Bürgermeister-Kandidat der CDU. Das hat die Partei heute mitgeteilt. Gewählt worden sei er gestern bei einer Mitgliederversammlung mit einer Gegenstimme.

“Ich werde für alle Burgdorfer da sein. Meine Leitsterne dabei werden Transparenz und Kompetenz, sowie Tradition und Innovation sein. Dabei sind für mich Ökologie, Ökonomie, Effizienz, Innovation wichtige Wegweiser, wenn es um Stadtentwicklung, Bürgerwillen, Bildungspolitik, Wirtschaftspolitik oder Haushaltspolitik geht. Die Politik muss wieder von den Politikern mit den Bürgern und für die Bürger gestaltet werden. Dafür werde ich sorgen", sagte Pollehn nach der Wahl.


15. Mai 2018. Anfang Mai wird in Wettmar Schützenfest gefeiert. Regiert werden die Schützendamen und Schützen von Kinderkönigin Lena Haase, Jugendkönigin Sandra Krüger, Juniorenkönigin Melissa Schluckebier-Risse, Volkskönig Klaus Rieckenberg, Schützenkönig Joachim Schluckebier-Risse und Schützenkönigin Katharina Krüger. Siehe auch "Schützen feiern Feste".

25. Mai 2018. Nach Niederlagen soll RSE-Trainer Kurt Becker am Stammtisch der Oldies stets zu derart großer Form aufgelaufen sein, dass innerhalb weniger Minuten aus Pleiten Siege wurden. Hat der RSE-Vorsitzende Jürgen Stern in der Juni-Ausgabe von "aktuell SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE)" verraten. Nach 22 Jahren verlässt Kurt Becker die Trainerbank. Für sein letztes Heimspiel am 2. Juni, 16 Uhr, gegen die TSV Burgdorf wünscht ihm Jürgen Stern "mindestens 400 Zuschauer bei freiem Eintritt mit kräftigem Applaus".


Der Mann ohne Mütze geht nach Haus´.
Kräftigen Applaus hätte dermaleinst ein Nachbar, dem sich der Sinn von Torjubel nicht erschloss, als störend empfunden. Als Jurist wusste er durchaus, was er sagte, als er RSE-Anhänger "Hooligans" nannte. Nach einer eindrucksvollen Demonstration des Burgdorfer Ratsherrn Hartmut "Matze" Unverzagt im Stadion, zu der ich als Lokalredakteur einen FCB-Fan mitschleppte, um die Zahl der Demonstranten zu verdoppeln, sah dieser Rechtsanwalt ein, dass er sich im Ton vergriffen hatte.

Übrigens: Hannover 96 kommt am 13. Juli in die Wahrendorff-Arena. Dieses Auftaktspiel gegen die "Roten", das um 18.30 Uhr beginnt, hat Tradition wie der Porta-Cup vom 16. bis 29. Juli.


Manuela Lütke und Gunter Duensing
reiten zum Trauzimmer.
17. Juli 2018. Standesbeamtin Ayfer Tomen erinnert sich noch an die erste Trauung im Regionalmuseum vor sechs Jahren - ebenfalls an einem Freitag, dem 13. Die 75. wird sie sicherlich auch nie vergessen. Das Brautpaar ist hoch zu Ross gewesen. "Wir sind sowieso jeden Tag bei unseren Pferden, da dachten wir, dass es doch auch schön wäre, mit den Tieren zur Hochzeit zu reiten", sagte Bräutigam Gunter Duensing aus Arnum.


Mike Wiedemann, Mitarbeiter der
Interhyp AG und
Vereinsmitglied, mit dem TSV-Vorstand. 
31. Juli 2018. Für den Edeka-Markt in Wettmar ist das Flutlicht bereits gebongt. Jetzt spendete die Interhyp AG dem TSV Wettmar 1 000 Euro. Den Scheck überreichte Mike Wiedemann (Zweiter von links).

11. Dezember 2018. Zum ersten Mal haben die Burgdorfer Jungsozialisten eine Doppelspitze: Leonie Meyer und Niklas Peisker 

Samstag, 8. Dezember 2018

Tjaden tappt (357)

Rolf Linda ist tot.
Rolf Linda und das Letztendliche

Jede Wette: Kein Sportredakteur hat so oft das Wort "letztendlich" verwendet wie Rolf Linda. Deswegen fragten wir ihn beim "Burgdorfer Kreisblatt" immer  kurz vor Redaktionsschluss, ob seine Berichte über den "kleinen Fußball" letztendlich im Sport- oder im Lokalteil erscheinen sollten. Denn einiges, was in sein Ressort fiel, hatte auch lokale Bedeutung. 

Als zum Beispiel der Fußballplatz von Hertha Otze umgepflügt wurde, weil der Baggerführer einen Bebauungsplan falsch verstanden hatte, ging es um mehr als nur das runde Leder. Wir einigten uns der eindrucksvollen Fotos wegen auf die Burgdorfer Lokalseite, für die ich verantwortlich war. 

Dort platzierten wir - dieses Mal ohne Wissen von Rolf Linda - auch den Ausrutscher eines Verteidigers der TSV Burgdorf im eigenen Strafraum. Das erste Foto zeigte diesen Verteidiger bei der eleganten Ballannahme. In das zweite Foto flog von hinten eine Plastiktüte. Auf dem dritten Foto brachte diese Plastiktüte den Verteidiger zu Fall. 

An meinem ersten Arbeitstag erklärte mir Rolf Linda Burgdorf. "Stell dir in Spanien zwei einsame Straßen vor, die sich kreuzen", sagte er. "Und nun stell dir auf dieser Kreuzung zwei demolierte Autos vor, die zusammengestoßen sind." Das konnte ich mir nicht vorstellen. Warum sollte sich in einer einsamen Gegend solch ein Unfall ereignen? Rolf Linda antwortete: "Weil die beiden Autofahrer aus Burgdorf sind." Bevor er mein Redaktionsbüro wieder verließ, fügte er noch hinzu: "Die Geschichte ist wahr."

Letztendlich wahr ist leider auch, dass Rolf Linda im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist. 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Tjaden tappt (356)

Wird dieser Einbrecher von einem
Dieb gestört? Foto: Deine-Sicherheit.net
Hart, aber Teer

In einigen Berichten versteckt die Polizei auch gute Nachrichten. Heute meldet sie einen Einbruch, bei dem kein Diebesgut gestohlen worden ist. 

Wir lernen also: Es gibt auch Einbrecher, die nicht mit leeren Händen am Tatort erscheinen. Was sie mitgebracht haben, müssen sie nicht gleich wieder mitnehmen. Sie können es auch später abholen. Diebstähle müssen Einbrecher nicht fürchten. Sonst hätten sie auch ihren Beruf verfehlt. 

Wo kämen wir denn auch hin, wenn Diebe Einbrecher bestehlen würden? Dann gäbe es von der Polizei doch gar keine guten Nachrichten mehr oder Einbrecher müssten sich zu Dieben umschulen lassen.  

Dienstag, 4. Dezember 2018

Tjaden tappt (355)

Werbung in Zeiten des Internets

In der Münchener Journalistenschule lernen die Schülerinnen und Schüler gerade, dass viele Experten, die in den Medien zu Wort kommen, gar keine Experten sind. Einige Experten, die keine sind, beschweren sich deswegen bereits.

Aber von Werbung verstehen die Medien etwas. Auf meinen Leserbrief über vermeintliche Experten reagiert die "Rheinische Post" mit einer mail, in der mir mitgeteilt wird, dass mein Kommentar "fehlerhaft angekommen" sein soll. Doch was verbirgt sich hinter der angeblichen Fehlermeldung? Werbung für ein Drei-Monats-Abo. 

Die Tatsache, dass ich einen Leserbrief an die "Rheinische Post" geschrieben habe, scheint sich auch schon bis zur "Zeit" herumgesprochen zu haben. Die teilt mir mit, dass ich die Wochenzeitung vier Wochen lang kostenlos bekomme, wenn ich in der mir zugeschickten mail vier Fehler finde. 

Nun fehlt mir noch: eine mail von der "Rheinischen Post", dass es in der Münchener Journalistenschule keine Experten gibt, die in der "Zeit" zitiert werden könnten. 

Samstag, 1. Dezember 2018

Tjaden tappt (354)

Aus schlimmen Zeiten.
Pestalozzistiftung: Immer noch Kommentare

"Wie Heimkinder ihre Stimme fanden", lautet der Titel eines Artikels in der "Süddeutschen Zeitung" vom 27. November 2018. Begonnen habe alles Anfang 2003 mit dem Anruf einer Frau in der "Spiegel"-Redaktion. Dieser Anruf sei eine Reaktion auf eine Rezension eines Films über Kinderheime in Irland gewesen, geschrieben von Peter Wensierski. Die Frau habe über ähnlich schlimme Erfahrungen in einem deutschen Kinderheim berichtet. 

Peter Wensierski verfasste einen Artikel mit dem Titel "Die unbarmherzigen Schwestern" und 2006 das Buch "Schläge im Namen des Herrn". Doch: War das wirklich der Anfang? Nein. Ulrike Meinhof, die den meisten wohl nur als Terroristin bekannt ist, befasste sich schon viel früher als Redakteurin der "konkret" mit dem Thema. Ihr Film "Bambule-Fürsorge-Sorge für wen?" wurde Anfang der 70-er Jahre verboten. Es dauerte 24 Jahre, bis er ausgestrahlt wurde.

Über Kinderheime tuschelte man damals nur, einige bedauerten "die armen Kinder", kannten aber auch nicht viel mehr als Gerüchte. Jugendämter verschanzten sich hinter einer Mauer des Schweigens, das Jugendamt von Hannover genehmigte jeden Arzneimittelversuch in Wunstorf. Kinderheime lagen abseits, so manches NS-Gebäude war umgewidmet worden. 

Auch heute noch sind Heimkinder auf der Suche nach ihrer eigenen Sprache. Mit dem, was der Runde Tisch des Bundestages vor 10 Jahren erreicht hat, sind viele nicht zufrieden. Die Frage, warum die Aufarbeitung der Heimgeschichten 1975 endet, drängt sich auf.

Großburgwedels Heimgeschichte ist auch nicht ruhmreich. Vor über acht Jahren habe ich über die Pestalozzistiftung berichtet. Diese Berichte werden immer noch kommentiert. 

Mittwoch, 28. November 2018

Tjaden tappt (353)

Von Passatwinden verwöhnt. 
Ab in den sparsamen Urlaub

Seit mir der Nebel unter die Klamotten kriecht, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, freue ich mich auf Weihnachten. Denn dieses Fest verbringe ich auf der portugiesischen Insel Madeira bei 20 Grad. Die Reise zur herrlichen Blumeninsel habe ich gestern auf "Ab in den Urlaub" gebucht. Kosten für sieben Tage: 288 Euro. Teilt man mir per mail mit. Und schickt mir gleich alle Reiseunterlagen.

Doch heute Morgen hat mir das Reiseportal geschrieben, dass mein Hotelzimmer nicht mehr zu haben sei. Angeboten wurde mir eine Reise für 319 Euro. Ich müsse mich sofort entscheiden, schrieb man mir. Ich verzichtete. 

Also rief ich die Internetseite des Hotels auf und buchte online ein Zimmer. Für 91 Euro. Den Hin- und Rückflug buchte ich auf den Internetseiten des Flughafens Langenhagen. Für 92 Euro. Macht 183 Euro. Die Reise ist nun sicher - und ein Schnäppchen.

Spaßeshalber informierte ich mich auch noch über das preiswerteste Angebot eines Reisebüros, das es in vielen Städten gibt. Kosten: 642 Euro. Für die gleiche Zeit, den gleichen Flug und ein durchaus vergleichbares Hotel.

Das weiß ich schon über die Insel: Am Hafen gibt es einen sehr netten Fahrradverleiher, auf dem Markt eine berühmte Blumenfrau, die Jessica heißt, die Gäste in meinem Hotel sind international, zum Service gehören eine Bibliothek und kostenloses W-Lan. Das Hotel liegt in der Altstadt von Funchal.  

Dienstag, 27. November 2018

Tjaden tappt (352)

So sieht in Freiburg ein "Innenbalkon"
aus. 
Wenn der Balkon innen ist

Und was macht man im Winter damit? Als Dusche nutzen? Dann müssten vorher aber Leitungen verlegt und andere Handwerkerarbeiten erledigt werden. Jedenfalls: In Freiburg bietet eine Vermieterin eine Wohnung mit "Innenbalkon" an. 

Sie schreibt beim "Immobilien-Scout 24": "Die Wohnung kann ab sofort bezogen werden. Sie ist bequem über einen Aufzug zu erreichen. Der Innen-Balkon ist ein schöner Aufenthaltsort an heissen Sommertagen. Es gibt einen abschliessbaren Kellerraum. Die Tiefgarage ist unterirdisch erreichbar und in der Kaltmiete enthalten."

Ich als Mieter würde den "Innenbalkon" sofort nach dem Einzug entfernen. Oder mir ein Krokodil anschaffen, das kühle Ecken mag. Wenn die Vermieterin kommt und auf den "Innenbalkon" besteht: Tür aufmachen und abwarten, was geschieht...

Sonntag, 25. November 2018

Kreisblatt-Archiv 2018

Förderschule: CDU fordert Ende des Hickhacks

Burgdorf-2. Februar 2018. Es reicht! "Mit den gegenseitigen Schuldzuweisungen muss endlich Schluss sein, um eine schnelle Lösung für die Unterbringung der fünf Klassen der Schule am Wasserwerk zu ermöglichen", sagt Bernward Schlossarek, schulpolitischer Sprecher und Vorsitzender der CDU-Fraktion Region Hannover.

Da die Landesschulbehörde Bedenken wegen des geplanten Standortes Uetze habe, müsse jetzt schnellstmöglich geklärt werden, ob diese Bedenken ausgeräumt werden könnten. Denn fünf Klassen der Förderschule am Wasserwerk verlieren im Sommer ihre bisherigen Räume in der Prinzhornschule, weil diese von der Stadt Burgdorf vor rund zwei Jahren wegen der Erweiterung der IGS gekündigt worden sind.

Die Region hat seit der Kündigung Alternativen zur Unterbringung der Schülerinnen und Schüler der Schule am Wasserwerk geprüft. Unter anderem wurde über Container auf dem Grundstück der Förderschule nachgedacht , doch das wollte die Stadt Burgdorf nicht. Andere Flächen konnten von der Stadt nicht angeboten werden. Die kurzfristig von Privatleuten angebotene Weide zur Aufstellung von Containern kommt nach Aussage der Stadt Burgdorf nicht infrage, so schnell sei die erforderliche Bauleitplanung nicht möglich.

"Dass für die Schülerinnen und Schüler, die einer besonders intensiven Unterstützung bedürfen, kein Platz in Burgdorf gefunden werden kann, ist nicht nachvollziehbar", sagt Schlossarek. "Die Idee der Stadt Burgdorf, auf dem Gelände der größten Berufsschule Niedersachsens mit über 4.000 Schülerinnen und Schülern die fünf Klassen der Förderschule unterzubringen, ist weder pädagogisch noch organisatorisch zu rechtfertigen." In diesem Zusammenhang sei es, so Schlossarek "auch nicht hilfreich, wenn sich die Stadt Burgdorf und die Region Hannover gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben".

Alle Beteiligten müssten jetzt den Blick nach vorne richten und zusammen daran arbeiten, schnell eine Lösung zu finden, damit den Schülerinnen und Schülern der fünf Klassen der Schule am Wasserwerk zum Schuljahresbeginn ausreichend Unterrichtsräume zur Verfügung stehen, sagt Oliver Brandt, Regionsabgeordneter aus Burgdorf.


Busverkehr: Linke kritisiert unseriöses Streichkonzert

Burgdorf-22. Februar 2018. Die Fraktion der Linken in der Regionsversammlung kritisiert die geplanten Kürzungen beim Busverkehr im hannoverschen Umland. Das "Streichkonzert" sei "sehr unseriös und einseitig". Jahrelang habe der ehemalige Geschäftsführer der RegioBus im Verkehrsausschuss der Region betont, dass das Unternehmen beim Kosten-Ertrags-Verhältnis im Mittelfeld oder vorderen Drittel mit vergleichbaren Unternehmen liege. "Warum die RegioBus im Wirtschaftlichkeitsranking nun auf einmal ganz hinten steht, ist nicht nachvollziehbar", sagt Fraktionsvize und langjähriges Verkehrsausschussmitglied Michael Fleischmann aus Burgdorf.


Rossmann wehrt sich gegen Bußgeld

Großburgwedel-13. März 2018. Rossmann geht in Berufung: Das Unternehmen wehrt sich vor dem Bundesgerichtshof gegen das vom Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. V-4 Kart 3/17 OWi) verhängte Bußgeld in Höhe von über 30 Millionen Euro wegen angeblicher Absprachen bei Kaffee und Süßigkeit. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: "Rossmann kann den Vorwurf illegaler Preisabsprachen bei Endverkaufspreisen mit dem Kaffeeröster Melitta nicht nachvollziehen."


Schicker ins zehnte Bundesliga-Jahr/Öffentliches Training in Gudrun-Pausewang-Grundschule

Burgdorf/Hannover-1. August 2018. "Ich habe in Veszprem die erfolgreichste Zeit in gestreiften Trikots gehabt. Wenn dem auch in Hannover so ist, hätte ich nichts dagegen", sagt Neuzugang Cristian Ugalde im grün-weißen Auswärtsshirt. 

Das Heimtrikot der "Recken" ist grün-schwarz. "Die Trikots gefallen mir sehr gut. Es ist ein ganz anderer Look als in den letzten Jahren", sagt Timo Kastening.

In Handball-Schale geworfen haben sich die beiden auf einem Maschsee-Boot. Auch Urban Lesjak war dabei, ebenso Geschäftsführer Eike-Christian Korsen: "Für uns ist das eine besondere Saison, denn wir spielen im zehnten Jahr in Folge in der stärksten Liga der Welt. Aus diesem Grund haben wir auch besondere Applikationen wie das Jubiläumslogo und den Markenclaim 'Recken rocken' sowie das neue Streifen-Design in die Trikots integriert."

Im Recken-Onlinefanshop gibt es diese Trikots ab 6. August. Auch diesen Termin sollten sich die "Recken"-Fans merken: In der Gudrun-Pausewang-Grundschule findet am 7. August ab 15.30 Uhr ein öffentliches Training statt.

JU freut sich über kostenloses WLAN

Lehrte-1. August 2018. Die Idee ist am Stammtisch der Jungen Union (JU) entstanden, seit dem 1. August gibt es kostenloses WLAN in der Innenstadt. "Wir freuen uns sehr, dass dieses zukunftswichtige Thema an den Start geht und unser Vorschlag nun umgesetzt worden ist", sagt JU-Chef Marcel Haak.

Geld her für Klage gegen Flughafen

Burgdorf-9. Oktober 2018. Die Stadt Burgdorf und die Region sollen sich an der geplanten Klage der Arbeitsgemeinschaft "Besser ohne Nachtflug-Hannover Airport" beteiligen. Das fordert Michael Fleischmann, Ratsherr und Regionsabgeordneter der Linken, in Anträgen an den Rat und an die Regionsversammlung. Die finanzielle Beteiligung der Stadt soll bei 5000 Euro liegen, die Region soll 25 000 Euro locker machen. 

„Da die Landesregierung Resolutionen der Kommunen Langenhagen und Isernhagen für ein Nachtflugverbot nachhaltig ignoriert, ist nun der Klageweg zu beschreiten, um den überfälligen Gesundheitsschutz für die Bevölkerung in Burgdorf, Langenhagen, Isernhagen und Garbsen gerichtlich durchzusetzen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Außerdem fordert Fleischmann von Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann Gespräche mit Langenhagen, Isernhagen und Garbsen, damit sich diese Kommunen an der Klage beteiligen.   

Lesestoff an immer mehr Haltestellen. .
Neuer Service an Haltestellen 

Isernhagen-4. November 2018. Seit einigen Monaten scheint es einen neuen Service in den Bauernschaften zu geben. Bei meinen Radtouren am Sonntagnachmittag komme ich immer häufiger an Bushaltestellen vorbei, die mich mit Lesestoff zum Verweilen einladen. In den Wartehäuschen warten ganze Zeitungsstapel auf mich, stets habe ich die Wahl zwischen mehr als 100 Expemplaren. Aber leider handelt es sich immer nur um die "Burgwedeler Nachrichten/Marktspiegel". Ein paar andere Titel wären auch ganz nett.

Michael Fleischmann will Bürgermeister werden

Burgdorf-15. November 2018. Es gibt viel zu tun, schreibt Michael Fleischmann (Die Linke) in einer Pressemitteilung zu seiner Kandidatur als Bürgermeister. Er schreibt: "Die 1.196 Stimmen bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren waren ein überwältigender Vertrauensbeweis für meine konstruktiv-kritische Ratsarbeit. Die Burgdorferinnen und Burgdorfer haben mir damit den Auftrag erteilt, als Kandidat für das Bürgermeisteramt anzutreten. Es muss zu den beiden Kandidaten von SPD und CDU eine inhaltliche Alternative geben. Von ihnen ist kein Politikwechsel im Burgdorfer Rathaus zu erwarten. Wird ein Pastor zum Bürgermeister gewählt, ist zudem die fehlende Trennung von Kirche und Politik bedenklich. Beiden Kandidaten, bekanntlich Quereinsteiger, fehlt es an Kompetenzen und Erfahrungen in der Kommunalpolitik.

In meiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit konnte ich in der Rats- und Regionspolitik umfangreiches Wissen und Erfahrungen sammeln, die in meine Arbeit als Bürgermeister zum Wohl der Burgdorfer/innen einfließen werden.

Ich werde für die gesamte Dauer meiner Amtszeit mindestens 60 Prozent meiner Bezüge für soziale Aufgaben spenden. Mir bleibt dann immer noch deutlich mehr Geld zum Leben als vielen Rentnerinnen und Rentnern, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, alleinerziehenden Müttern und Familien in prekären Lebensverhältnissen. Bei einer 7-jährigen Amtszeit ergibt sich so eine Spendensumme von mindestens 265.000 Euro.

Um im ersten Schritt eine weitere, drastische Verschuldung der Stadt zu verhindern, werde ich auf Prestigeprojekte wie den geplanten Neubau für die Integrierte Gesamtschule (IGS) verzichten. Sonst steuert die Stadt nach Angaben von Lutz Philipps, Stadtrat für Finanzen, Ende 2023 auf einen Schuldenberg von 164 Millionen Euro zu. Damit wird der Stadt jeder Gestaltungsspielraum genommen, und es droht die Einsetzung eines Sparkommissars des Landes Niedersachsen mit verheerenden Auswirkungen für die Burgdorfer/innen: Stichworte sind drastische Steuer- und Abgaben-Erhöhungen, Abbau von Service, bis zum Schließen von städtischen Einrichtungen. Soweit darf es nicht kommen. Alternativen für die IGS werde ich mit Eltern-, Lehrer- und Schüler-Vertreter/innen ausloten, um diese zukunftsweisende Schulform auch in Burgdorf voranzubringen und zugleich das Wohl der gesamten Stadt im Auge zu haben.

Wir haben in Burgdorf im Unterschied zu angrenzenden Kommunen keinen Autobahnanschluss und trotzdem höhere Gewerbe- und Grundsteuern als etwa Isernhagen. Beim Gewerbesteuerhebesatz liegt Burgdorf regionsweit in der Spitzengruppe. Ich werde prüfen lassen, ob eine in mehreren Schritten deutlich gesenkte Gewerbesteuer mehr Betriebe in unsere Stadt holen kann, um so die Gewerbesteuereinnahmen anzukurbeln. Ich verweise auf die Stadt Monheim, die mit dieser Strategie nicht nur eine extrem hohe Verschuldung runterfahren konnte. Heute fließen dort große Teile der Gewerbesteuereinnahmen in viele soziale und andere städtische Aufgaben zum Wohl der Einwohner/innen. Die 43.000-Einwohner/innen-Stadt am Rhein hat es geschafft, innerhalb von sechs Jahren, aus einem Schuldenberg von 125 Millionen Euro einen Überschuss von knapp 78 Millionen Euro zu machen.

Ich werde penibel darauf achten, dass der Rat mindestens 25 Prozent Sozialwohnungen in Neubaugebieten ausweist. Als Bürgermeister werde ich mich der Politik der Ratsmehrheit entgegenstellen, welche die auf meinen Antrag beschlossene Zielmarke von 25 Prozent Sozialwohnungen in Neubaugebieten fortwährend deutlich unterläuft.

Ich werde umgehend die Ausweisung der lange überfälligen Trinkwasserschutzzonen um das Burgdorfer Wasserwerk anschieben, damit die weitere Verunreinigung des Trinkwassers gestoppt wird. Die Verursacher der Verunreinigungen werde ich zur Verantwortung ziehen, damit der Wasserpreis für die Burgdorfer/innen wieder sinken kann. Dieser ist durch aufwendige Filterung gestiegen, weil das Trinkwasser sonst nicht mehr genießbar ist.

Pläne für die Erschließung neuer Baugebiete werde ich exakt vorbereiten, der Bevölkerung genau vorstellen und berechtigte Einwände und Anregungen der Bürger/innen einbeziehen. Handlungen nach Gutsherrenart, wie bisher bei der Erschließung neuer Baugebiete oft geschehen, passen überhaupt nicht zu meinem Verständnis von einer bürger(innen)nahen Kommunalpolitik.

Um soziale Härten bei der Erneuerung von Straßen zu vermeiden, werde ich Hauseigentümer/innen mit schmalem Geldbeutel von der Zahlung der Straßenausbaugebühren befreien, ohne dafür die Grundsteuer zu erhöhen.


Zu meinem Hundert-Tage-Programm gehört der Neubau der maroden Gudrun-Pausewang-Schule am angestammten Standort in der Grünewaldstraße in der Südstadt. Jede Verschleppung des Neubaus werde ich zu verhindern suchen. Die Stadt muss sich an einer Klage für ein Nachtflugverbot am Flughafen Langenhagen beteiligen, um diesen nächtlichen Gesundheitsschutz endlich per Gericht durchzusetzen. Ein ausgebautes zusammenhängendes Radwegenetz, die Pachtung eines Sees, damit wir wieder einen Badesee haben, und die Einrichtung einer städtischen Hundelauffläche sind weitere Punkte, die ich auf den Weg bringen werde."

Mittwoch, 21. November 2018

Tjaden tappt (351)

Bald auf diesem Stapel. 
もし 払う けんか  病気に なる

Ist das der Anfang, der zum Weltruhm führt? Oder wackeln in Japan ein paar Tische? Fest steht: Amazon meldet mir soeben 15 Bücherverkäufe, für die Japanerinnen und Japaner bezahlt haben. Besonders beliebt scheint das Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen" zu sein. Das steht schon länger auf der fernöstlichen Wunschliste. 

In Tokio und drumherum mag man aber auch meinen Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" und meinen Satire-Band "Ich packe mein Buch"

Vielleicht wackeln die Tische auch nur unterschiedlich...Vor 500 Jahren sind Kritiker noch der Meinung gewesen, dass Bücher zu mehr nicht taugen. Sie machen einsam, wurde behauptet. Das jedenfalls trifft auf meine Bücher nicht zu.  

Dienstag, 20. November 2018

Tjaden tappt (350)

Preisverdächtig. 
Schwarzmalerei mit Rekordbeteiligung

"Es ist kaum zu glauben, aber vor langer Zeit lebte ein Mann, der brauchte nur zu lachen, dann blühten die Bäume, auch wenn sie schon Früchte trugen." 

Mit diesem Satz aus einem seiner schönsten Märchen hätte der syrische Autor Rafik Schami in Burgdorf nicht einmal einen Blumentopf gewonnen. Außerdem gehört in der Aue-Stadt Literatur nicht zur Kunst. Ausgezeichnet werden nur Werke, die man einrahmen und aufhängen oder irgendwo hinstellen kann. Und in diesem Jahr mussten sie auch noch aus den Fugen sein, wie laut Kunstpreis-Ausschreibung die ganze Welt. 

107 Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich 2018 laut Mitteilung der Stadt an diesem Wettbewerb-so viele wie noch nie. Schließlich ist nur ein schlechtes Motto ein gutes Motto. Ausgestellt werden die Schwarzmalarbeiten vom 1. Dezember bis 8. Februar im Rathaus I. 

Zur Ausstellung gibt es natürlich auch eine Einführung. Die übernimmt der Jury-Vorsitzende Hans-Tewes Schadwinkel. Der Nachname ist ab 1. Dezember Programm. Auch Bürgermeister Alfred Baxmann will ein paar Worte sagen. Was er sagen wird, ist vorhersehbar.

"Ob jung, ob alt, du musst dich mit der Tatsache abfinden, daß dieses System seinen Lauf nicht ändern wird." Mit diesem Satz aus dem Jahre 1969 hätten die Zeugen Jehovas in diesem Jahr durchaus einen Blumentopf gewinnen können. Wenn in Burgdorf Literatur zur Kunst zählen würde.  

Freitag, 16. November 2018

Tjaden tappt (349)


Die Spinne, die Zeitung liest

Jede und jeder von uns hat irgendwann einmal einen Aufsatz mit dem immer wieder originellen Thema "Mein schönstes Ferienerlebnis" geschrieben. Obwohl uns klar war, dass der Deutschlehrer lediglich Urlaubstipps sammelte, gaben wir uns große Mühe. Ab 14 verschwiegen wir einige schöne Ferienerlebnisse. Deshalb mussten solche Aufsätze ab 15 nicht mehr geschrieben werden. Der Klassiker wurde von den hinlänglich bekannten Klassikern abgelöst: Schiller, Goethe, Lessing, Brecht und Böll. 

Aber: Hat schon einmal jemand einen Aufsatz mit dem Thema "Mein schönstes Spinnenerlebnis" geschrieben? Alles klar, ich bin der Erste. Hier mein Aufsatz:

Einleitung

Zu meiner Wohnung gehört auch ein Wohnzimmer mit Fernseher, Schreibtisch, zwei Tischen, Stühlen und einem Sofa. Auf dem Sofa sitze ich, wenn ich ein Buch oder die Zeitung lese. Das Zimmer ist 2,40 Meter hoch. Die Decke ist weiß. Bevor ich die Zeitung oder ein Buch lese, koche ich mir einen Tee.

Hauptteil

Da ich den Tee selbst gekocht habe, schmeckt er vorzüglich. Ich nehme die Zeitung, die auf dem Tisch liegt und mir etwas über das "Vermögen von Merz" erzählen will. Merz ist ein Politiker, der Vorsitzender der CDU werden will. Er ist ziemlich reich und hat den Job eigentlich nicht mehr nötig. Er würde auch ohne dieses Amt nicht verhungern. Er muss also andere Gründe haben.

Ich schlage die Zeitung auf und vertiefe mich in die Lektüre. Plötzlich läuft eine Spinne über den Artikel, der im November vom Merz handelt. Die Spinne verweilt eine Weile auf der Seite, läuft ein bisschen hin und her, dann zieht sie ihr Seil wieder ein und kehrt zur Decke zurück. 

Schluss

Ohne Spinne ist die Zeitung besser lesbar. Ob ihr schneller Rückzug bedeutet, dass sie sich für Merz nicht interessiert, weiß ich nicht. Nach meiner Kenntnis gibt es keine Spinnen, die reden können. 

Anmerkungen des Lehrers

Sprachlicher Ausdruck: zufriedenstellend
Schrift: gut lesbar, wahrscheinlich Verdana
Kritik: Origineller Text aus der Tier- und Medienwelt, die in diesem Aufsatz vorübergehend eine Einheit bilden, bis es wieder zur Trennung kommt. Der Text leidet ein wenig unter der fehlenden näheren Beschreibung der Spinne. Man wüsste z. B. gern, ob diese Spinne giftig oder nicht giftig war. 




Mittwoch, 14. November 2018

Tjaden tappt (348)

Nehmt den Zug, wenn ihr Rote seid.
Krimi im Stau der Einfälle

Ein Blick wie ein Versehen. Eine Berührung wie ein Irrtum. Ein Kuss wie ein Versprechen. Ihre Brüste kitzeln seinen Bauch. Ihre langen Haare fließen über seine Beine.

Könnte der Anfang eines Romans sein, den ich nur noch schreiben müsste. Doch ich traue mich nicht, denn immer purzeln Gedanken übereinander. Erinnerungen an einen Torwart von Hannover 96, der Sekunden vor dem Abpfiff den Fehlpass eines Gegners noch vor der Torauslinie erreichen will, dabei ins Straucheln kommt, deswegen den Ball in den Strafraum zurücklenkt, wo ein Gegenspieler steht, der die Pille nur noch ins leere Tor spitzeln muss.  4 : 3 für Arminia Hannover. Schluss.


So beginnt mein Krimi "Mord und andere Fouls". Für diese Erzählung suche ich weitere kuriose Geschichten aus der Welt des Fußballs, möglichst aus der Region Hannover. 

Dieser Krimi ist einer der Gründe, warum ich in die Region zurückgekehrt bin. Ich wollte nah an den Schauplätzen sein. Doch seit langer Zeit steckt dieser Krimi im Stau meiner Einfälle, weil mir weitere Storys fehlen. Wer also will an meinem Krimi mitschreiben?

Was ich bisher geschrieben habe

Dienstag, 13. November 2018

Tjaden tappt (347)

Hier hat die TG angeblich Kinder
gefördert. Foto: Heinz-Peter Tjaden
Überall nur noch Qualitätsmedien

"Premiere im Jugendhilfeausschuss: Erstmals hat es in diesem Gremium eine öffentliche Expertenanhörung gegeben."

Melden die "Dresdner Neueste Nachrichten" am 28. Mai 2018.

Thema: Das Wohl von Flüchtlingskindern. Die Grünen haben einen der Experten eingeladen. 

"Mit dem Beitritt zur UN-Kinderrechtskonvention habe Deutschland dem Schutz des Kindeswohls als „hohes Gut“ Gesetzeskraft verliehen. Deshalb müssten in jedem Einzelfall auch die psychischen Auswirkungen einer Abschiebung geprüft werden, erklärt Prof. Ruthard Stachowske von der Evangelischen Hochschule Dresden (EHS)."

Die "Dresdner Neuesten Nachrichten" bezeichnen Stachowske als "Wissenschaftler". Wie der "Spiegel" am 7. April 2007 in einem Artikel mit dem Titel "Kinder der Sucht".

Der damalige Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg machte mich im Mai 2009 auf Ruthard Stachowske aufmerksam. Matthias Lange drohte mir mit Klage, falls ich von ihm aufgelistete Behauptungen aufstellen sollte. Dass ich dazu in der Lage wäre, schloss er aus einem Kommentar, den ein Betroffener in einem meiner blogs über Jugendämter, Familiengerichte und Gutachter verfasst hatte. Da ich noch nie über die Einrichtung berichtet hatte, machte mich diese Klageandrohung hellhörig, ich veröffentlichte eine entsprechende Meldung.

Diese Meldung führte in kurzer Zeit zu vielen Reaktionen Betroffener, die mir Ungeheuerliches über Ruthard Stachowske berichteten. Er leitete damals die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (TG), die zur Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg gehörte. Eine Betroffene und ich organisierten ein Treffen in Lüneburg, ich lud Lange und Stachowske dazu ein. Sie kamen nicht. Statt dessen wurden wir aus einer Einrichtung der TG fotografiert, wenn wir auf die Straße gingen.

Ich richtete den blog familiensteller.blogspot.de ein und berichtete, was mir zu Ohren kam: Erniedrigungen und Demütigungen der Klientinnen und Klienten, Trennung der Kinder von ihren Eltern, gelungene und missglückte Fluchtversuche, esoterische Therapiemethoden, Lügen über die Therapiedauer. Stachowske klagte - mehrmals. Gegen Nichtigkeiten,nur einmal wegen meiner Kritik an seinen Methoden. Diesen Prozess verlor er mit Pauken sowie Trompeten. 

2011 wurde Matthias Lange als Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg entlassen, seine Nachfolgerin hieß Gisela van der Heijden, die aus Thüringen kam. Sie berichtete mir, dass Stachowske über mich behauptet hatte, ich sei pädophil. Er berief sich dabei u. a. auf Berichte des ehemaligen Burgdorfer CDU-Ratsherrn Paul Rohde. Ein Bremer Sozialpädagoge fragte Rohde, wie es dazu kommen konnte. Der ehemalige CDU-Ratsherr schwieg.

Im Juli 2011 wurde Ruthard Stachowske als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch entlassen. Er klagte gegen die Kündigung. Am ersten Verhandlungstag vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg erschien im Netz ein anonymer blog mit angeblichen Dokumenten aus der TG. Sogar die Handynummern von Kindern wurden veröffentlicht. Mit Hilfe der Lüneburger Polizei bekam ich diesen blog wieder aus dem Netz - in Deutschland und in der Schweiz. Die anonymen Verleumder zogen nach Ungarn um. Dort war ein Verbot nicht mehr möglich. 

Ruthard Stachowske bezeichnete sich fortan als Opfer der Kinderporno-Industrie und der Schulmedizin, und zwar öffentlich auf seinen Internet-Seiten. Die TG wurde an die Step gGmbH verschenkt, neuer Geschäftsführer wurde Serdar Saris, ehemals Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung Hannover. 2012 wurde Stachowske von Serdar Saris wieder eingestellt, Stachowske nahm jedoch keines der Jobangebote an. Die TG wurde 2014 geschlossen, die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg ist ebenfalls aufgelöst worden. Das macht jetzt alles die Step gGmbH Hannover.

Stachowske ist Sozialarbeiter und möglicherweise auch Sozialpädagoge, sein Doktor-Titel hat einen esoterischen Anstrich, an der Evangelischen Hochschule Dresden ist er Honorarprofessor. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen Titelbetruges, stellte das Verfahren aber ein, weil Stachowske den umstrittenen Titel rechtzeitig wieder zurückgegeben hatte.

Die "Spiegel"-Redaktion hatte er 2007 in Begleitung einer TG-Klientin besucht. Damit sie sagte, was er wollte, drohte er seiner Klientin mit Ungemach in der Einrichtung, berichtete sie mir, als sie nicht mehr in Wilschenbruch war.

Siehe auch Leserbriefe      

Tjaden tappt (346)

Leben in einem Funkloch.
In Burgdorf findet Handy statt-in Burgwedel nicht

Ab sofort werde ich täglich mein Handy mitnehmen. Die Kleinburgwedeler Ereignisse im Live-Ticker:

+++9. November 21.58 Uhr. Ich dämmere dem Ende der Krimi-Serie "Soko Leipzig" entgegen, die Wirkung des TV-Schlafmittels lässt nach, ich schaue aus dem Fenster, ich werde hellwach, auf der Straße Männer mit Taschenlampen. Ich rufe meinen Vermieter an. Keine Verbindung. Ich eile durch die Wohnung und mache in allen Zimmern Licht. Ich schicke meinem Vermieter eine SMS.+++ 

+++9. November 22.15 Uhr. Ich gehe nach draußen. Keine brennenden Taschenlampen mehr. Mein Nachbar und ich kehren in unsere Wohnungen zurück.+++

+++11. November. Die Polizei meldet mehrere Einbruchsversuche in unmittelbarer Nähe.+++

+++13. November 13.10 Uhr. Ich stecke ausnahmsweise mein Handy ein und schwinge mich auf mein Rad. Kurz vor halb drei setze ich mich in einem Burgdorfer Internet-Café an einen Computer und lege mein Handy auf den Tisch. Mein Handy piept. Eine SMS. Von meinem Vermieter. Abgeschickt am 9. November, 22.10 Uhr. Er will wissen, was los ist.+++ 

+++13. November 14.30 Uhr. Ich schaue mich um. Los ist hier nicht viel.+++   

Freitag, 9. November 2018

Tjaden tappt (344)

Sie ließ nie locker. 
Keine Herbstfreuden mehr

8. November 2018. Soll die Blutspur verwischt werden? Oder fürchtet sich der Rat wirklich davor, dass Helga Bindseil eines Tages in der Begegnungsstätte "Herbstfreuden" gesessen hätte, um der Kommunalpolitik die Leviten zu lesen, wie von mir am 6. Dezember 2015 vermutet? Soll die verstorbene ehemalige Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes verwirrt werden, wenn sie sich wann auch immer auf den Weg in die Wilhelmstraße macht?

Die Begegnungsstätte ist das Werk von Helga Bindseil. So, wie sie jeden zur Blutspende aufforderte, so hartnäckig war sie auch, als es um diesen Treffpunkt für ältere Menschen ging. Meines Wissens ist sie auch die Erfinderin des Namens "Herbstfreuden". Fand ich irgendwie niedlich und passte zu Burgdorf. 

Und was fiel mir heute auf? Die Begegnungsstätte heißt nun DRK Aktiv-Treff. Klingt nach einer Erfindung irgendeiner künstlichen Intelligenz, die am Alter keine Freude hat. Weil sie immer modern sein will. Fehlt nur noch ein neuer Name für die Blutspendetermine, Spielrunden, Kegelabende und Basare. Wie wäre es mit Aktiv 2.0? Für mich steht es derzeit 1 : 0 für Helga Bindseil.

Zum Tode von Helga Bindseil 

Der Ratgeber für Zerstreute 

9. November 2018. Dieser Beitrag führt bei Facebook zu vielen Kommentaren. Man erzählt sich Geschichten über Helga Bindseil und der Hinweis, dass die Umbenennung Sache des Deutschen Roten Kreuzes gewesen ist und nicht der Kommunalpolitik, fehlt auch nicht.  

Montag, 5. November 2018

Tjaden tappt (343)

Warum kein Eis im November?
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Der Klimawandel und der Fünfjährige

Wie soll ein Fünfjähriger das verstehen? Beim Sonntagsspaziergang enteilt er seinen Eltern und biegt um die Ecke. Enttäuscht kehrt der Kleine zurück. Er kann es nicht fassen. Es ist aber auch kaum zu verstehen. Die Eisdiele ist geschlossen. Anfang November!

Was macht man da als Erwachsener? Dem Kind erklären, dass die Eisdiele einem Italiener gehört, der nach Hause gefahren ist, um sich dort abzukühlen? Würde der Kleine das glauben? Vielleicht gibt es in seinem Kindergarten einen Italiener - und wenn er den am Montag fragt?

Problematisch. Den Fünfjährigen vertrösten und ihm sagen, dass es sicherlich demnächst auf allen Weihnachtsmärkten einen Eiswagen geben wird? Riskant. Denn bis Dezember muss die Temperatur nicht unbedingt unter 15 Grad sinken. Nicht auszudenken. Dann kommt doch kein italienischer Eisverkäufer zurück.    

Sonntag, 4. November 2018

Tjaden tappt (342)

Die Kugel soll rollen?
Hinterhältiges Lob

Das "Burgdorfer Kreisblatt" wird auch in England gelesen. Diesen Eindruck erweckt ein Kommentator, er schreibt u. a.: "Ich bin beeindruckt, muss ich sagen. Wirklich nicht oft entdecke ich blogs, die sowohl lehrreich als auch unterhaltsam sind. Das Problem besteht darin, dass nicht viele Leute intelligent schreiben können."

So weit, so nett. Doch dann hält mich der Kommentator für blöd. Er versieht seinen Beitrag, den ich als Kommentar zu "Tjaden tappt 301 (Thema: Copytrack)" veröffentlichen soll, mit einem Link zu einem Online-Spielcasino. Deshalb veröffentliche ich den Originaltext nicht.

Dieses hinterhältige Lob hat mir der Kommentator auch als mail geschickt. Er bleibt anonym. Wie nett! Ich lasse weder mich hereinlegen noch die Leserinnen und Leser dieses blogs.