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Mittwoch, 18. November 2020

Virenschutz

Der ultimative Einkaufswagen-Test

Seien wir doch einmal ehrlich: Noch im Januar und Februar haben wir bei unseren Einkäufen den Einkaufswagen viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wir schoben sie in Supermärkten einfach vor uns her. Jetzt aber ist uns klar geworden: Einkaufswagen sind wichtig, sie schützen uns sogar vor Covid-19. Doch: Was taugen die Einkaufswagen von Aldi, Netto, Penny...Das "Burgdorfer Kreisblatt" testet sie. Einkaufswagen für Einkaufswagen.

  • Der Einkaufswagen von Aldi in Großburgwedel
  • Der Einkaufswagen von Penny in Großburgwedel
  • Der Einkaufswagen von Netto in Burgdorf
  • Der Einkaufswagen von Edeka in Wettmar
  • Der Einkaufswagen von Aldi in Großburgwedel
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    Allgemeines Erscheinungsbild: schnittig. Note: 1

    Grundausstattung: Der blaue Griff mit den vier breiten Fingermulden auf beiden Seiten signalisiert, dieser Einkaufswagen ist eigentlich nur etwas für große Jungs. 

    Der Haken für die Handtasche befindet sich am Wagenende und ist nach innen gerichtet. Der Sitz für das Kind befindet sich in väterlicher Nähe. Er ist so eng, dass kein Kind in den Wagen fallen kann. Note: 3

    Fahrverhalten: Mit beiden Händen ist der Einkaufswagen gut zu lenken, mit einer Hand ist Vorsicht geboten. Der Einkaufswagen neigt zu Ausreißversuchen. Note: 3

    Gesamtnote: 2,3


  • Der Einkaufswagen von Penny in Großburgwedel

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    Allgemeines Erscheinungsbild: gutbürgerlich Note: 2

    Grundausstattung: Schlanker Griff für Männer und Frauen. 

    Der Haken für die Handtasche ist ebenfalls hinten und nach innen gerichtet. Der Sitz für das Kind ist ebenfalls vorn und eng, so dass auch in diesen Einkaufswegen kein Kind fallen kann.  Note: 1

    Fahrverhalten: Dieser Einkaufswagen bietet höchsten Fahrgenuss. Nach jedem Einkauf kommt einem der Penny-Markt viel zu klein vor, man wünscht sich mehr Kurven, Steigungen und Gefälle. Note: 1

    Gesamtnote: 1,3

    Der Einkaufswagen von Edeka in Wettmar

     









    Allgemeines Erscheinungsbild: eintönig, da überall schwarz Note: 4

    Grundausstattung: Eher spartanisch. Kein Haken für die Handtasche. Dafür ein Spruch auf dem Griff. "Wir lieben Lebensmittel". Der Kindersitz schützt die Kleinen aber immerhin vor dem Rausfallen. Erfreulich: Man muss keine Münze in einen Schlitz stecken, um den Einkaufswagen nutzen zu können. Note: 3

    Fahrverhalten: Dieser Einkaufswagen ist sehr wendig, die Regale können also mühelos angesteuert werden. Note: 1

    Gesamtnote: 2,6










     

    Der Einkaufswagen von Netto in Burgdorf

    Allgemeines Erscheinungsbild: langweilig, lediglich ein Spruch am hellroten Griff und beidseitige Werbung vorn am Einkaufswagen Note: 5

    Grundausstattung: Glatter hellroter Griff. Kein Haken für die Handtasche, keine Durchsteckmöglichkeit für Kinderbeine beim Kindersitz. Note: 4

    Fahrverhalten: Der Einkaufswagen macht beim Wenden Probleme, ansonsten durchschnittliches Fahrverhalten Note: 4

    Gesamtnote: 4,3

    Virenschutz (II)

Donnerstag, 16. Juli 2020

Tjaden tappt (520)

Bei Rossmann bleibt man gesund.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Kaum Corona in Drogerie- und Supermärkten

Sie tragen keine Masken, sie fassen Waren häufiger an als alle anderen, sie drücken einem das Wechselgeld wieder in die Hand, sie haben also auch Hautkontakt, dennoch: Die Verkäuferinnen und Verkäufer in Drogerie- und Supermärkten stecken sich nur selten mit dem Corona-Virus an. Zu diesem Ergebnis kommt die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe bei einer Umfrage. 

Die Drogeriekette dm gibt an, dass von ihren 41 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bisher 0,1 Prozent positiv getestet worden seien, also ungefähr 40, Rossmann meldet 36 Fälle bei 33 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wobei sich zwei während der Arbeit angesteckt haben sollen, Rewe und Kaufland versichern, dass die Zahl der infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt (laut Robert-Koch-Institut 239 von 100 000). Auch Aldi Süd und Aldi Nord reihen sich in diese Supermärkte ein. 

Die "Zeit" stellt deshalb Fragen: "Wie ist die vergleichsweise gute Bilanz der Ketten zu begründen? Ist sie den Schutzmaßnahmen zu verdanken? Oder waren die Sorgen übertrieben?" Darauf werden in der "Zeit" viele Antworten gegeben. Eine lautet: "Es wurde zu sehr hochgepusht, wie schlimm Corona werden würde, auch von den Medien."


Mittwoch, 16. September 2015

Tjaden tappt (XXXXVI)

Kein Supermarkt-Personal nirgendwo

Habe ich da etwas verpasst, irgendeinen Hinweis übersehen? Führen Supermärkte wie Aldi und Netto-Markt in Burgdorf neue Einkaufsmethoden ein? 

Kauflustig gehe ich erst zu Aldi. Auf dem Weg zur Kasse rempelt mich eine Verkäuferin an, tritt mir auf die Füße, während die Kassiererin aufsteht und geht. Eine Weile vereinsame ich an der Kasse, mache mich dann auf die Suche nach Personal, finde keins. Ich lege die Waren auf das Band an der Kasse und gehe. Oder hätte ich meinen Einkauf, der noch keiner gewesen ist, mitnehmen dürfen?

Immer noch kauflustig versuche ich es im Netto-Markt. Auf dem Weg zur Kasse kommt die Kassiererin auf mich zu und zeigt mir an, dass sie rechts an mir vorbei will. Darf sie. Sie kommt aber nicht wieder. Ich schlendere durch alle Regalreihen, bin allein im Supermarkt. Ich lege die Waren auf das Band an der Kasse und gehe.

Heißt die neue Supermarkt-Methode von Aldi und Netto-Markt: Bitte nicht stören, nehmen Sie ruhig mit, was sie brauchen? 

Mittwoch, 26. August 2015

Tjaden tappt (XXXXII)

Die Verkehrskontrolle

Zwei bei Aldi gekaufte Bierflaschen, verstaut im Fahrradkorb, können Folgen haben. Deswegen ist mir heute gegen 15.30 Uhr in Burgdorf ein Streifenwagen gefolgt. Kurz vor dem Ende des Marris Mühlenweges war auch meine Radtour erst einmal zu Ende. Eine Polizistin hatte das Seitenfenster heruntergefahren und rief mir zu: "Allgemeine Verkehrskontrolle!" 

Ich stieg ab. Der Streifenwagen hielt an, ihn verließen zwei Polizistinnen (um die 25) und ein junger Mann (vielleicht 18), der wohl als Praktikant den Polizeialltag kennenlernen sollte. "Bleiben Sie bitte stehen", sagte eine der beiden Polizistinnen (ohne Brille). "Ich stehe schon", antwortete ich. Dann standen sie bei mir, eine Polizistin ohne Brille rechts, eine Polizistin mit Brille links, der junge Mann vor mir.

"Haben Sie heute schon etwas Alkoholisches getrunken?", wollte die Polizistin ohne Brille wissen. "Nein", antwortete ich. "Sie wollen heute aber noch etwas Alkoholisches trinken?" Diese Frage verstand ich nicht sofort. "Ich habe die Bierflaschen in Ihrem Fahrradkorb gesehen." Nun verstand ich. "Ja, heute Abend ist Fußball." Die Polizistin mit Brille hatte Verständnis: "Macht ohne Bier auch keinen Spaß."

Gefragt worden war ich da schon, ob mein Fahrrad auch mein Fahrrad ist und ob ich meinen Personalausweis dabei habe. Mein Fahrrad war mein Fahrrad, meinen Personalausweis durfte die Polizistin ohne Brille sehen. Dem vermeintlichen Praktikanten war inzwischen eingefallen, wer heute Abend spielt: "Leverkusen in der Champions League." Geklärt werden musste meines Erachtens nur noch, warum ich wegen eines Spiels zwei Bierflaschen gekauft hatte. Als Lösung schlug ich vor: "Heute spielt Leverkusen, morgen Dortmund."

So endete die allgemeine Verkehrskontrolle zu aller Zufriedenheit, wir wünschten uns noch gegenseitig einen schönen Tag einschließlich Abend, und ich bewunderte die Polizistin ohne Brille insgeheim für ihre Fähigkeit, während einer Autofahrt zwei Bierflaschen in einem Fahrradkorb zu bemerken und daraus Schlüsse zu ziehen, die aber nicht immer stimmen müssen.

Durchaus stimmig war jedoch die Gesprächsführung der Polizistin ohne Brille und könnte durchaus Vorbild sein für ein Gesellschaftsspiel "Allgemeine Verkehrskontrolle!"

Mögliche Spielsituationen: Im Fahrradkorb liegen zwei Präservative. Mögliche Eingangsfrage: "Haben Sie heute schon mit einer Frau geschlafen?"

Im Fahrradkorb liegen zwei Pistolen. Mögliche Eingangsfrage: "Haben Sie heute schon jemanden erschossen?"

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Mittwoch, 18. März 2015

Tjaden tappt (XXXII)

Von vermögenden Witwen bei Aldi

Vermögende Witwen vermögen bei Aldi an der Kasse eine hinter ihnen stehende Schlange zu unterhalten. Erforderlich ist dazu kein besonders gutes Hörvermögen. Vermögende Witwen vermögen die Sätze "Heute gibt es wieder dieses Anzeigenblatt. Das ist so hohl. Dafür brauche ich nur fünf Minuten. Ich schaue nach, wer gestorben ist" so laut zu sagen, dass auch ein Tauber verstehen würde, was vermögende Witwen vermögen zu meinen.

Das Geldvermögen solcher Witwen ist übrigens größer als das Sprachvermögen der Redakteure des Anzeigenblattes. Das vermögen wir in der Schlange zu vermuten, während vermögende Witwen die Waren in ihren Einkaufswagen verstauen, die früher ihre Männer füllten, während sie zahlten. Was vermögende Witwen ebenfalls gern an der Kasse bei Aldi zu erzählen vermögen.

Das Geldvermögen solcher Witwen ist aber nicht nur größer als das Sprachvermögen von Anzeigenblatt-Redakteuren, sondern auch als ihr Sehvermögen, stellen wir draußen fest, als eine der beiden vermögenden Witwen ihren Einkaufswagen vor sich herschiebend die Haltebügel für Fahrräder darum bittet, doch ein wenig beiseite zu gehen. Was kein Haltebügel vermag. Wie wir nicht zu sagen vermögen, wie froh die verstorbenen Männer vermögender Witwen darüber sein können, dass sie gestorben sind.

Dienstag, 18. März 2014

Tjaden tappt (III)






Er klappt auf, er klappt zu: Kein Schrank in Burgdorf wird so oft geöffnet und wieder geschlossen wie dieser. Er steht neben Aldi in der Marktstraße. Er ist ein öffentlicher Bücherschrank. Jemand stellt Bücher hinein, ein anderer nimmt Bücher heraus. Das klappt nach knapp zwei Wochen bereits vorzüglich.

Ich habe es getestet: Vorigen Dienstag vergrößerte ich den Bücherbestand um drei meiner Broschüren "Von Bachnoten und Bachblüten". Die waren schon am Mittwoch weg. Meine Erzählungen hatten neben Simmels Bestseller "Es muss nicht immer Kaviar sein" gestanden. Auch diesen Roman gab es nicht mehr in diesem öffentlichen Bücherschrank.

Diesen Dienstag ging es noch schneller. Vor dem Einkauf stellte ich "Giftcocktail Körperpflege" von Marion Schimmelpfennig in den Schrank. Als ich den Supermarkt fünf Minuten später wieder verließ, hatte jemand dieses Buch mit Warnungen vor den Werbelügen der Kosmetik- und Schönheitsbranche schon mitgenommen.

Auch in anderen Städten und Gemeinden sollen bald öffentliche Bücherschränke stehen. Das liest sich doch gut...

Anschau-bar

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