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Montag, 26. Februar 2018

Tjaden tappt (256)

Das soll nun Schnee werden?
Lieber Petrus,

in den Vorjahren hast du schon viel Scheiß gemacht. Deshalb schrieb ich mehrfach an dich. Und was ist? Du lernst nichts dazu.

Im Dezember hast du die Kinder raus geschickt zum Blümchenpflücken für das Weihnachtsfest, im Januar fingen die Vögel an zu zwitschern - und nun ist dir eingefallen, dass eigentlich Winter ist? Aus Regen und Nebel willst du nun auch noch Schnee machen? Hör auf damit! Lass es Frühling werden. Einen vernünftigen. Also warm und sonnig.

In Berlin überlegt schon eine Hochschule, ob ein Gedicht von Eugen Gomringer wettermäßig betrachtet im Frühjahr überhaupt noch zeitgemäß ist. Bisher lautet es: 

Alleen
Alleen und Blumen
Blumen
Blumen und Frauen
Alleen
Alleen und Frauen
Alleen und Blumen und Frauen und
ein Bewunderer


Die Neufassung habe ich geschrieben:

Alleen
Alleen und Pfützen
Pfützen
Pfützen und Frauen
Alleen
Alleen und Frauen
Alleen und Pfützen und Frauen und
ein Bewunderer
mit Regenschirm

Wenn du dich wieder nicht anstrengst, lieber Petrus, wird das leider wieder konkrete Poesie. Also: Pauk die Jahreszeiten.

Samstag, 15. März 2014

Dieser Jagdterrier















Sah was auch die "Neue Woche" sah

Das ist mir am verkaufsoffenen Sonntag in Burgdorf ebenfalls aufgefallen. Alle, die auf den Beinen waren, hatten auch welche. Schöner als die "Neue Woche" hätte ich es aber niemals ausdrücken können. Die drückte es in der Ausgabe vom 15./16. März 2014 so aus: "Da hatte der Wettergott offensichtlich etwas gut zu machen. Nachdem im letzten Jahr der 1. Verkaufsoffene Sonntag mit Schneeregen und eisigen Windböen zu kämpfen hatte, hätte es zum Auftakt in diesem Jahr nicht besser sein können. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen lockten dann auch alles, was Beine hat, in die Innenstadt."

Die "Neue Woche" musste sich deshalb durch die City schieben, und zwar "teilweise" und "fast". Über eines der anwesenden Beine ist sie aber nicht gestolpert. Es ist noch einmal alles gut gegangen - besonders das Wetter, das etwas gut zu machen hatte.

Gut fand ich auch die Überschrift "Frühlingssonne versüßt Verkaufsoffenen Sonntag". Trotzdem ist nicht alles Blume, was blühen soll, erfuhr ich auf Seite 11. Denn: "Ein grüner Daumen allein reicht nicht aus." Der Gärtner muss auch unter der Erde liegen. Das ist - so die "Neue Woche" - das Geheimnis des "Gärtnerglücks". Tote Gärtner düngen besonders gut und geben so "dem lebenden Grün die besten Startchancen". Die "Neue Woche" hat das natürlich viel schöner ausgedrückt als ich: "Das Geheimnis des Gärtnerglücks liegt in der Erde." Ruhe sanft, wenn es dem Blühen der Blumen dient.




Anschau-bar

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