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Montag, 5. Oktober 2020

Tjaden tappt (544)

Schützt diese Maske nicht?

Was stimmt da nicht?

Donald Trump hat gestern in einem Seuchenunterdrückungsvehikel (SUV) das Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington verlassen, um sich seinen Anhängern zu zeigen. So unverständlich wie die Tatsache, dass dieser US-Präsident Anhänger hat, so unverständlich ist die Kritik an dieser kurzen Ausfahrt. Vorgeworfen wird Trump u. a., dass er alle SUV-Insassen gefährdet habe, weil er nur eine Stoffmaske trug. Kommentar eines Arztes: "Sie könnten krank werden. Sie könnten sterben."

Wenn das stimmt, was man uns immer wieder über Stoffmasken erzählt, dann hat der US-Präsident niemanden gefährdet, im Gegenteil: Er hat sie geschützt. Oder stimmt das, was man uns über Stoffmasken erzählt, etwa gar nicht? Stellt die Maske gar keinen Schutz für andere dar-schützt sie nicht einmal bei einem Kontakt von wenigen Minuten?

Ins Grübeln muss einen auch die Nachricht bringen, dass Urlauberinnen und Urlauber bei ihrer Rückkehr aus einem so genannten "Risikogebiet" zehn Tage in Quarantäne sollen. Wenn es dann auch noch heißt, dass diese Urlauberinnen und Urlauber nach fünf Tagen einen negativen Corona-Test zur Befreiung aus der Quarantäne nutzen können, muss doch wohl die Frage erlaubt sein: Bedeutet das nicht eine Verlängerung der Quarantäne? Denn: Bis zum Termin für den Test können durchaus so viele Tage vergehen, dass man weder nach fünf noch nach zehn Tagen ein Ergebnis hat. 



Freitag, 28. August 2020

Tjaden tappt (538)

Er hat eine böse Villa.
Foto: Wikipedia
Die Suche nach den Sündenböcken

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen nach dem Willen von Ärztepräsident Klaus Reinhardt bei ihrer häuslichen Quarantäne durch Polizei oder Ordnungsämter überwacht werden. „Die Amtsärzte sind voll damit ausgelastet, Infektionsketten nachzuverfolgen und Quarantänemaßnahmen einzuleiten“, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die Überwachung und die Sanktionierung dieser Maßnahmen müssen andere übernehmen, zum Beispiel Polizei und Ordnungsämter.“

tagesschau


Heinz Erhardt hat über seinen Vater behauptet, dass er zwei Villen hatte. Einen guten und einen bösen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt dürfte zumindest eine Villa haben. Leider eine böse. Dass Amtsärzte sich vorstellen können, Reiserückkehrer aus "Corona-Risikogebieten" zu überwachen, ist mir übrigens neu. Dass Polizei und Ordnungsämter das gern tun würden, zum Glück auch noch, und die Stasi gibt es nicht einmal mehr in der ehemaligen DDR. 

Da die Politik offenbar die Zeiten für beendet erklärt hat, in denen sie uns lobte und uns versicherte, dass man mit unserer vorzüglichen Hilfe das Corona-Virus im Griff habe, werden nun Sündenböcke gebraucht. Bevor jemand auf die Regierung schimpft, sollte man doch erst einmal pflichtgemäß auf Reiserückkehrer, Feiernde und Nachlässige schimpfen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Vorwürfe zutreffend sind oder nicht. Niemand fragt Sündenböcke. Die werden schon im Alten Testament in die Wüste geschickt. Oder von einer Klippe gestoßen.

Damals ist der Sündenbock allerdings noch ausgelost worden. Dieses Losverfahren sei auch unseren Politikerinnen und Politikern empfohlen, damit nicht immer dieselben in Verdacht geraten. Denn sonst bestünde die Gefahr, dass aus Vorurteilen blinde Wut gegen bestimmte Leute wird, die niemand mehr kontrollieren kann. Ärztepräsident Klaus Reinhardt würde dann sicherlich in seiner Villa seine Hände in Unschuld waschen. Kennen wir auch aus der Bibel und gehört heute zu den empfohlenen Hygienemaßnahmen. 


Sonntag, 26. Juli 2020

Tjaden tappt (522)

Schluss mit Voabuidfunktion

Wird Markus Söder doch nicht Bundeskanzler? Muttis Sprachrohr während der Corona-Bewährungsprobe bekommt plötzlich Stimmbruch, denn auf einem landwirtschaftlichen Hof in Niederbayern haben sich 174 Erntehelfer mit dem Corona-Virus infiziert.  Die sind inzwischen eingezäunt worden, damit sie das Gelände nicht verlassen. Mit ihnen leiden 306 weitere Mitarbeiter unter Kontaktverbot mit der Außenwelt. Die Voabuidfunktion der bayerischen Corona-Politik wird plötzlich von den Medien misstrauisch beäugt. 

Markus Söder will sich dazu erst morgen äußern. Der Liebling der Meinungsforschungsinstitute wird der Öffentlichkeit erklären müssen, wie er es mit der Kontrolle der Unterkünfte für Erntehelfer hält. Im April drohte er "Masken-Verweigerern" damit, dass sie nicht mehr mit Bus oder Bahn fahren dürften. Die Öffnung der Geschäfte begleitete er mit der Ankündigung von Kontrollen. Wer gegen die Corona-Verordnung verstoße, müsse mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Sollten Angestellte in Geschäften gegen die Verordnung verstoßen, könnten sogar bis zu 5 000 Euro fällig werden.

Auch die Landwirtschaft in Bayern hat Markus Söder als Musterbeispiel für die anderen Bundesländer hingestellt. Dagegen sprechen nun 174 Erntehelfer...



Freitag, 5. Juni 2020

Tjaden tappt (504)

Falls Sie diesen Krimi
bei Amazon bestellen
sollten: Drei Tage in
Quarantäne schicken.
Am besten in meinem
Briefkasten. Ich verkaufe
den Krimi dann weiter.
Burgwedeler Verwaltung zu lasch bei Maßnahmen gegen Corona-Virus

Uns erreichten viele Anfragen, ob das Virus beispielsweise über Bücher übertragen werden kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung  schätzt das Risiko beispielsweise für Spielzeug, Lebensmittel etc. als unwahrscheinlich ein.

Heißt es auf den Seiten des Deutschen Bibliothekverbandes.

Nun könnte man die Verwaltung von Burgwedel fragen, ob diese Anfragen allesamt aus Burgwedel stammen. Eine Antwort bekäme man sicherlich nicht. Denn warum die Verwaltung Pressemitteilungen verschickt, in denen es zur Wiedereröffnung der drei Büchereien heißt, dass zurückgegebene Bücher "drei Tage in Quarantäne gestellt" werden, könnte auch niemand erklären. 

Was immer wieder auffällt: Alle Maßnahmen werden so ausgedacht, als gäbe es unzählige Corona-Infizierte. In Burgwedel sind es  der Statistik der Region Hannover zufolge immerhin 0 Infizierte. Wenn diese 0 Infizierten in allen drei Büchereien alle Bücher ausleihen würden, wäre die Rückgabe dieser Bücher natürlich eine Gefahr, die nicht unterschätzt werden darf. 

Deswegen schlage ich vor: Sobald diese 0 Infizierten sich einer Bücherei nähern, werden alle Bewohner, die in einem Umkreis von einem Kilometer leben, sofort evakuiert und in Barsinghausen 14 Tage lang isoliert. Dort gibt es auch 0 Infizierte...Bis dahin sind mir die Vorsichtsmaßnahmen der Burgwedeler Verwaltung zu lasch. 

Der Klick zur schnellen Infektion

Freitag, 17. April 2020

Tjaden tappt (478)

Hier soll die nächste Ratssitzung
stattfinden. 
Undemokratische  Corona-Regeln für die nächste Burgdorfer Ratssitzung
16. April 2020. Ob das erlaubt ist? Zur nächsten Ratssitzung sollen nur zwei Pressevertreter zugelassen werden. Außerdem dürfen zehn Bürgerinnen und Bürger dabei sein. So steht es auf der Internet-Seite der Stadt Burgdorf. Die Öffentlichkeit wird also nur begrenzt hergestellt. Wer entscheidet über die Zulassung der Pressevertreter, wer siebt die Bürgerinnen und Bürger aus, die nicht in den Saal dürfen? Der Sicherheitsdienst, der anwesend sein wird und dafür sorgen soll, dass alles in geordneten Bahnen verläuft? Welche Befugnis hätte er für einen derartigen schwerwiegenden Eingriff in die parlamentarische Demokratie?
Die Ratssitzung findet am 21. April auch nicht im Schloss, sondern im StadtHaus statt. Beginn ist um 17 Uhr. Rechtzeitiges Erscheinen ist dringend erforderlich.  Denn der Sicherheitsdienst sorgt auch dafür, dass sich alle erst einmal die Hände desinfizieren. Die Fraktionen trennen nicht mehr nur unterschiedliche Auffassungen, sondern auch jeden von jedem zwei Meter. 
Sollte sich herausstellen, dass jemand infiziert ist oder war, sollen alle Anwesenden in Quarantäne geschickt werden. Dazu sagt das Gesundheitsamt laut Stadt Burgdorf: "Das würde auch dann passieren, wenn die Abstandsregel eingehalten worden ist." 
Wenn jemand infiziert war, kann er niemanden mehr anstecken. Wenn jemand infiziert ist, geht das auch ohne Symptome. 

17. April 2020. Rüdiger Nijenhof von den Freien Burgdorfern schreibt an das "Kreisblatt": "Die bisherige Sitzordnung wurde von den Fraktionsvorsitzenden über Bord geworfen. Es wird also eine Neuausrichtung geben."

Anschau-bar

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