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Dienstag, 16. Juli 2019

Tjaden tappt (402)

Foto: Permakultur Kirchhorst
Man sieht nur ohne Ohren gut

"Wenn man die Natur mal machen lässt", fährt Carina Bahl für eine Beilage der "HAZ/NP" nach Kirchhorst und schreibt darüber für die "Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse". Das Foto über dem Artikel kann gar nicht groß genug sein, sonst hätte sie noch mehr geschrieben über "Natur, wohin man schaut: In und um das Regenrückhaltebecken wachsen verschiedenste Arten von Pflanzen".

Also: "Augen zu und Nase auf." Macht man das, "summt und zwitschert" es laut Carina Bahl in Kirchhorst. Was summt und zwitschert denn da? Das riecht Carina Bahl noch nicht. Sie weiß nur: "Überall." Verraten wird uns also mit geschlossenen Augen, dass es summt und zwitschert.

Wir erinnern uns: Summen und zwitschern kann man weder riechen noch sehen. Dennoch rät uns Carina Bahl "Augen auf", weil sie festgestellt hat, dass es auch riecht. Perfekt ist das Wunder: "Der erste Blick kann gar nicht fassen, was ihm da geboten wird." Merke: Wenn man Carina Bahl mal machen lässt, braucht man keine Ohren.

Samstag, 6. Juli 2019

Tjaden tappt (401)

Expertin der "Neuen Presse"
kennt die Antwort. 
Eine Expertin mit einem Plus der "Neuen Presse"

Auf dem jährlichen "Kongreß" der berüchtigten Psychosekte Zeugen Jehovas gab es einen Störfall - eine kleine Gruppe Aussteiger hatte vor dem Kongreßgelände einen Infostand aufgebaut.

Schreibt sie im Jahre 2007 und lädt bei Youtube ein Video hoch. Damals hat sie sich noch als Chefin einer so genannten "Mobbingzentrale" in Hamburg ausgegeben über die mir später nichts Gutes berichtet wurde.

Heute bekommt sie online bei der "Neuen Presse" ein Plus als angebliche Expertin in Sachen Zeugen Jehovas. In einem Interview sagt sie zu einem Kongress dieser Sekte, der in Hannover stattfindet, diese Zusammenkünfte seien ein Heiratsmarkt. Mehr kann ich nicht lesen, weil solche Plus-Beiträge nur in der ersten Stunde nach Veröffentlichung für Nichtabonnenten kostenlos sind. Bezahlen will ich für diesen Beitrag aber nicht, denn ich halte sie keinesfalls für eine Expertin.

Kennengelernt habe ich diese Frau, als mich die Zeugen Jehovas 2008 vor dem Landgericht in Hamburg verklagten. Sie bot mir sofort ihre Hilfe an und nannte mir einen Zeugen für das Verfahren, der sich später als windiger Geselle entpuppte. Auch bei der Anhörung vor dem Hamburger Landgericht war sie anwesend. Zwischenzeitlich untersagte sie mir die Verwendung von Informationen, die sie mir zur Verwendung überlassen hatte. Der von ihr benannte Zeuge verklagte mich vor dem Amtsgericht in München, weil ich ihn als zwielichtigen Zeitgenossen entlarvt hatte. Den Prozess in Hamburg hatten die Zeugen Jehovas schon gewonnen, in München endete das Verfahren mit einem Vergleich.

Diese Frau aus Hamburg und dieser Mann aus München hatten es den Zeugen Jehovas leicht gemacht. Der Anwalt der Zeugen Jehovas schickte mir eine Honorarrechnung, die ich nicht beglich. Ich drohte ihm mit Gegenwehr, falls er auf die Bezahlung poche. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ein Kenner der Szene übernahm die Kosten meiner Anwältin. Denn, was ich geschrieben hatte, entsprach der Wahrheit, mit der die Zeugen Jehovas, der Münchner und die Hamburgerin nicht viel am Hut haben.

Aber immerhin: Heute ist sie Expertin der "Neuen Presse". Mit einem Plus.

Lesetipp


Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tjaden tappt (315)

Was ist nur mit dem 27. Oktober los?
"Neue Presse": Risiken und Nebenwirkungen

 Ich kenne das Risiko und die Nebenwirkungen für das Sprachgefühl. Dennoch habe ich heute die "Neue Presse" gekauft. Den Verlust von 1,50 Euro vergaß ich schon auf der ersten Seite. Das Grübeln begann. Ich las: "Seit 40 Jahren gibt es die Neue Presse am 27. Oktober."

Das erstaunte mich, denn von einer jährlichen Erscheinungsweise war mir nichts bekannt. Fehlte in besagtem Satz etwa das Wörtchen auch, musste es also "Seit 40 Jahren gibt es die Neue Presse auch am 27. Oktober" heißen? Nicht sehr wahrscheinlich, denn dann hätte es diese Zeitung auch schon vor 1978 gegeben, nur nie am 27. Oktober. 

Was nur hätte bis dahin gegen eine Ausgabe an einem 27. Oktober sprechen können? Nichts. Also blätterte ich schnell weiter, lernte auf Seite 5 mit Doller in der Überschrift eine Währung kennen, die wahrscheinlich doller ist als der Dollar, ich begriff, dass in Sätzen so manches Wort entbehrlich ist, las zum ersten Mal etwas über Sisyphos-Angriffe der Bayern in Athen und von Arien, die nicht mehr gesungen, sondern vorgebracht werden. 

Dann war es vollbracht. Die "Neue Presse" verabschiedete sich von mir mit dem Hinweis, dass man auch am Theater Kinokarriere machen kann. Gar kein Talent braucht man dagegen bei der "Neuen Presse", die aus der "Hannoverschen Presse" hervorgegangen ist, weil damals jede SPD-Zeitung eingegangen ist.     

Donnerstag, 29. Juni 2017

Tjaden tappt (219)

Bleibt auch bei Regen trocken.
Dieser Jubiläumsband wird auch bei Regen nicht nass

Heute hat im Burgdorfer Bücherschrank, der nicht nur öffentlich, sondern auch noch hübsch ist, die Jubiläumsausgabe "Ephraim Kishon-Alle Satiren" gestanden. Aber nicht mehr lange. Ich nahm sie mit.

Nach meinem Einkauf im Netto-Markt lagen die über 1100 Seiten unter einer Plastiktüte, Petrus ließ es zwischen Wettmar und Kleinburgwedel wieder einmal über allen Radfahrerinnen und Radfahrern regnen, deshalb suchte ich Schutz unter einem Vordach, wo bereits ein Rentner-Ehepaar stand, das mir versicherte, der Regen sei vorhergesagt worden, worauf ich anmerkte, dass ich trotzdem nass geworden sei. 

Die Jubiläumsausgabe allerdings nicht. Die hat immer noch trocken in meinem Fahrradkorb gelegen. Mein Deutsch-Lehrer hatte also doch recht, als er behauptete, einige Werke seien unvergänglich, nichts könne ihnen etwas anhaben. 

Möglich wäre es jedenfalls. Denn Kishons Satiren über jüdisches Pokern, über lange Schlangen vor Büros, eingerichtet zur Vermeidung von kürzeren Schlangen vor anderen Büros, und die Unfähigkeit israelischer Handwerker, so viele Schrauben zu verwenden wie Bauteile Schraubenlöcher haben, lassen die Augen vom Lachen feucht werden, aber nicht das Buch als solches - nicht einmal bei Regen.

Das weiß ich zu schätzen - wie jetzt auch umso mehr das Kompliment einer Leserin, die behauptet hat, manche meiner Beiträge hätten durchaus Kishon-Qualitäten, damit meinte sie "Ich packe mein Buch", "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" und "Die Trump-Bibel"

Derart ermutigt habe ich mich nach dem Regen noch einmal auf mein Rad geschwungen, im Korb lagen Kishon und Tjaden. Ich schickte der "Neuen Presse" von Großburgwedel aus ein Rezensionsexemplar. Nach Hause zurückgekehrt, stellte ich fest: Im Fahrradkorb lag noch die Trump-Bibel. Es könnte also sein, dass die "Neue Presse" das Buch lobt, das ich ihr geschickt habe...

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Tjaden tappt (194)

Ein regeltreuer
Indoor-Weihnachtsbaum
Anfang Januar. 
Regeltreue Regeln, die indoor nadeln

In der Regel verlieren Weihnachtsbäume indoor schneller ihre Nadeln als outdoor. Sie werden trotzdem jedes Jahr indoor aufgestellt und nach einigen Tagen outdoor wieder entsorgt. Außer von den Zeugen Jehovas. Die sind sowohl in- als auch outdoor gegen Weihnachtsbäume. Da hört die nadelnde Freundschaft auf, die heute von einer Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" auf den Seiten für Burgwedel eigens für Wettmar erfunden worden ist, weil dort am 7. Januar ein Schredderfest gefeiert wird. Womit wir wieder bei den Zeugen Jehovas wären. Die haben bisher auch jede Prophezeiung geschreddert, allerdings indoor, sobald sie outdoor nicht eingetroffen ist.

Festgehalten werden darf also, dass sowohl Weihnachtsbäumen indoor und Zeugen Jehovas outdoor Compliance (=Regeltreue) bescheinigt werden kann, während der Stadtmarketing-Verein von Burgdorf (SMB) noch Regeln braucht, um ihnen treu sein zu können. Steht ebenfalls heute in besagter Beilage von "Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse". Bis dahin gilt zwar, dass abgerechnete Leistung auch erbracht worden sind (so Heiko Nebel, stellvertretender SMB-Vorsitzender), erbrachte Leistungen sind aber wohl noch nie abgerechnet worden. Könnte man aus der Beilagen-Zwischenüberschrift "Compliance-Regeln (=Regeltreue-Regeln) denkbar" schließen.

Man mag nun einwenden, dass es Regeltreue-Regeln ebenso wenig geben kann wie Ehetreue-Ehen, aber dafür erscheint besagte Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" seit kurzer Zeit in einem neuen Format, das aber nur an den Abmessungen erkennbar wird, mit neuer Qualität hat das nichts zu tun. 




Freitag, 9. Dezember 2016

Tjaden tappt (186)

Bodo Krüger. 
Neues Format: Fragen an den Chefredakteur

5. Dezember 2016. Sehr geehrter Herr Krüger, dass auch in Burgdorf und Burgwedel über die “Neue Presse” diskutiert wird, ist für Sie sicherlich erfreulich. Aufgeschnappt habe ich die folgenden Anmerkungen:
1. Leserinnen und Leser in Burgdorf fürchten, dass Kinotipps für die “Neue Schauburg” nicht mehr erscheinen.
2. Leserinnen und Leser in Burgdorf fragen sich, was sich gegenüber der bisherigen Beilage “Anzeiger für Burgdorf, Uetze, Lehrte, Sehnde” verändert (vom Format einmal abgesehen).
Ich habe die NP in Burgdorf gekauft. Auf Seite 4 der “Regions-Beilage” dachte ich, der “Anzeiger” und die “Nordhannoversche Zeitung” seien zusammengelegt worden, weil dort Berichte aus Burgwedel erschienen. Doch dann vermisste ich Artikel aus Langenhagen und Isernhagen. Gehören Berichte aus Burgwedel zum täglichen Lesefutter, wenn ich die NP in Burgdorf kaufe – oder erscheinen die nur unregelmäßig, sieht also die “Regions-Beilage” anders aus, wenn ich die NP in Burgwedel kaufe?  Die Service-Seite deutet darauf hin, dass es diese Unterschiede gibt – aber wie sehen die aus?
Mir ist auch nicht ganz klar, warum “Anzeiger” im Kopf der Seite 1 versteckt wird. Ich kenne viele Zeitungen aus dem Ruhrgebiet, die Berichte aus allen Orten ihres Erscheinungsgebietes in einer Ausgabe vereinen – soll das auch in der NP geschehen?  Wenn ich das Impressum lese, habe ich allerdings nicht den Eindruck. Welchen Eindruck soll ich aber haben?
Mit freundlichen Grüßen
Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6

30938 Burgwedel

Antwort aus Burgdorf am 9. Dezember 2016


      Wie Sie in den vergangenen Tagen gesehen haben, ist die Sorge unbegründet, dass die HAZ in Burgdorf künftig nicht mehr das Programm der Neuen Schauburg und die Kinotipps veröffentlicht. Hinzu kommt: Das Programm bringen wir auch in dem Burgwedel-Teil, weil viele Burgwedeler die Neue Schauburg besuchen.
   
    Geändert hat sich nicht nur das Format, sondern auch der Zuschnitt der neuen Lokalteile: Sie werden die Burgwedel-Seiten künftig regelmäßig in der Burgdorf-Ausgabe finden. Damit reagieren wir auf den Wunsch vieler Burgdorfer und Burgwedeler, die sich genau solch eine Seite gewünscht haben. Deshalb umfasst die Burgwedel-Ausgabe nun auch eine Burgdorf-Seite. Die Reaktionen der vergangenen Tage bestätigen uns, dass die Entscheidung richtig war. Im Übrigen gibt es auch weitere neue Zuschnitte: So erhalten die Leser der Laatzen-Lokalausgabe jetzt auch die Sehnde-Seite und jene der Langenhagen-Lokalausgabe eine Seite aus Garbsen.

    
    Den Namen „Anzeiger“ führen wir in der Tat fort, wenn auch mit kleineren Buchstaben – wir legen den Fokus nun verstärkt auf die Kommunen und machen dies auch mit den Seitenköpfen deutlich. Antje Bismark






Donnerstag, 29. September 2016

Tjaden tappt (169)

Wird wieder gelesen.
Der Schub - oder: Im Aufwind

Seit einiger Zeit gibt es immer mehr Likes auf den Facebook-Seiten des "Burgdorfer Kreisblattes". Und nun gibt es auch noch einen Schub für meine Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger" bei Amazon. Dort rangiert meine Geschichte über einen Medien- und Justizskandal in der Kategorie "Geschichte" immer häufiger unter den ersten 100.

Der Skandal beginnt mit einem hereingelegten Kripo-Beamten aus Garbsen. Hereingelegt wird er von zwei Redakteuren der HAZ/NP-Beilage "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte". Vorsichtshalber verfasst er eine Protokollnotiz über das Gespräch mit der Redaktion. 

Der "Anzeiger" kennt diese Broschüre, berichtet aber nicht darüber. Auch andere schweigen.

Der Klick zur Broschüre

Diese Broschüre gibt es auch als e-book.

Der Klick zum e-book 


Dienstag, 23. Februar 2016

Tjaden tappt (98)

Der liebe F. J. Wagner. 
Liebe Bild-Zeitung,

täglich, außer sonntags, wirst du auf Seite 2 gequält von einem 72-Jährigen, der am 7. August sicherlich auch noch 73 wird, um dich weiter zu quälen. Der schreibt Briefe an den "lieben Minirock", an das "liebe Brandenburger Tor" und gestern sogar an den "lieben Freistaat Sachsen". Jeder Brief endet mit "Herzlichst F. J. Wagner", denn wer bindet schon gern jedem "Bild"-Leser auf die Nase, dass er den gleichen Vornamen hat wie der "liebe tote Strauß" aus dem "lieben Freistaat Bayern". Da fasst man sich doch lieber kurz.

Aber, du liebe "Bild"-Zeitung, obwohl du täglich auf Seite 2 von diesem "lieben Franz Josef Wagner" gequält wirst, liegt du im Burgdorfer Netto-Markt immer ganz entspannt im untersten Zeitungs- und Zeitschriftenregal - und das auch noch völlig friedlich neben der "lieben Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und neben der "lieben Neuen Presse", die dort wie du von morgens bis abends liegen, weil die "lieben Kundinnen und Kunden" lieber Käse kaufen als Käse zu lesen. 

Morgen, liebe "Bild"-Zeitung, wirst du schon "liebes Altpapier" sein, gebündelt in einem "lieben Container", der nie wieder so leer sein wird wie gestern noch. Vielleicht hast du heute Nacht "lieben Beischlaf" mit der "lieben Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "lieben Neuen Presse", denn im Burgdorfer Netto-Markt wird viel zu selten Liebe gemacht.

Herzlichst
Heinz-Peter Tjaden   


Freitag, 8. Januar 2016

Tjaden tappt (84)

Kürzlich in der HAZ-/NP-
Beilagenredaktion 
Eigenständiges Rechnen wird nicht vorausgesetzt

Von "Bild" lernen, ist journalistischer Alltag. Dienstag meldete das Springer-Blatt: "700 Euro mehr für EU-Chef Juncker". Im Text stand, dass es 699 Euro sind. Donnerstag meldete eine lokale Beilage von HAZ und NP: "Fast 500 Menschen mehr als 2014 gezählt." Im Text stand, dass es in Burgdorf 489 sind. 

Unterschiede in der Berichterstattung sind aber noch vorhanden. "Bild" hat am Dienstag ihren Leserinnen und Leser nicht vorgerechnet, dass 31 272 Euro für Juncker 699 Euro mehr sind als 30 573 Euro. 

Die HAZ-/NP-Beilage dagegen setzt eigenständiges Rechnen bei ihren Leserinnen und Lesern nicht voraus. Sie rechnet vor: In Hülptingsen haben Ende 2015 1279 Menschen gelebt, "das waren 180 mehr als im Januar 2015". Dazu gehörten 140 Flüchtlinge. Ziehe man diese 140 von den 180 ab, komme man auf 40. Nicht alle Leserinnen und Leser, vermute ich, aber die meisten wohl. 

Und weiter im HAZ-/NP-Beilagen-Text: "Die Kernstadt zählt...die meisten Einwohner. Am 31. Dezember 2015 wohnten dort 22 409 Menschen. Das ist ein Plus von 212 oder ein Prozent seit Januar 2015." Das rechnen wir einmal nach: Wenn 212 ein Prozent ist, dann sind 21 200 100 Prozent. Verstehen Sie nun, warum die HAZ-/NP-Beilage bei ihren Leserinnen und Lesern eigenständiges Rechnen nicht voraussetzt?

In einem Bilderbuch mit dem Titel "Wenn Zahlen Streit bekommen" schildere ich Kindern die Grundrechenarten auf amüsante Art. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Bilderbuch auch für die Redaktion der HAZ/NP-Beilage geeignet wäre...Also, hier e-Book bestellen.  






Freitag, 22. August 2014

Tjaden tappt (XII)








Zeitungen brauchen heutzutage jede Leserin und jeden Leser. Einige überregionale Blätter kommen schon lange aus dem Minus nicht mehr heraus. Deswegen wird geworben, was das Lock-Zeug hält. Also habe auch ich eines Tages eine Postkarte bekommen, auf der mir ein 14-tägiges Probeabonnement für fünf Euro angeboten wurde. Als Geschenk kündigte mir der Madsack-Konzern einen Rossmann-Gutschein an, der ebenfalls fünf Euro wert war. Darauf ließ ich mich ein.

Wer die "Neue Presse" liest, dem fällt schnell auf, wie bemüht die Redaktion ist, wenn es um Originalität geht. Das fängt bei den Schlagzeilen an, die so gut sein sollen wie die von "Bild" Hannover. Dieser Versuch scheitert täglich. Wenn das Produkt nicht viel taugt, müssen die Beigaben umso attraktiver sein. Sind sie gewesen, als ich aus dem Probeabonnement ein Abonnement machen sollte. Der Verlag versprach mir ein Geldgeschenk in Höhe von 105 Euro und Vergünstigungen bei so manchem Einkauf und bei so mancher Veranstaltung.

Weitere zwei Wochen später jedoch war ich nur noch bemüht, wenn ich der "Neuen Presse" etwas Originelles abgewinnen wollte. Also rief ich den Vertrieb an. Erst einmal erkundigte ich mich nach dem Geldgeschenk in Höhe von 105 Euro. Das bekäme ich noch nicht, erklärte mir die Mitarbeiterin, obwohl das Werbeversprechen anders gelautet hatte. Diesen Hinweis wischte die Mitarbeiterin sofort vom Tisch - und dann erwischte ich sie noch einmal auf dem falschen Fuß, als ich um Zustellung der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" bat. Auf die "Neue Presse" wolle ich verzichten.

Danach bekam ich gar keine Zeitung mehr. Einige Tage später teilte mir der Verlag mit, mein Abonnement sei beendet, der Verlag und ich seien quitt. Was sich in dem Verlag wohl noch nicht herumgesprochen hat, denn inzwischen bekomme ich einen Kontoauszug nach dem anderen mit der Bitte um Begleichung meiner Schulden. Sonst bekäme ich keine Zeitung mehr.

Das wird nichts mehr, habe ich auch festgestellt, als ich einen Leserbrief an die "Neue Presse" schickte. Hier klicken

Anschau-bar

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