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Dienstag, 27. Oktober 2020

Tjaden tappt (553)

Täglich großes Gedränge.

Dicht gedrängt in der von-Alten-Straße

Wer in Burgwedel Bücher drei Tage in Quarantäne schickt, der fürchtet sich auch in der von-Alten-Straße vor Corona. Also lautet der Rathaus-Beschluss, dass man in dieser Straße eine Mund-Nase-Bedeckung tragen muss. Denn angeblich kann man dort den Mindestabstand von 1,50 Metern nur schwer einhalten. 

Das stimmt. Habe ich heute wieder einmal bei einer Radtour festgestellt. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich in die Pedalen treten musste, um den Mindestabstand zu den rund sechs anderen so weit zu verringern, dass er zumindest weniger als fünf Meter betrug. 

Auch in Kleinburgwedel lauert die Corona-Gefahr. Verringert werden kann sie laut neuer Verordnung in der Nähe der Grundschule, wenn man in einem Umkreis von 100 Metern Mund und Nase bedeckt. Bedeutet: Die MSTO-Verordnung (MSTO=Maske, Schal, Tuch oder ähnliches) wird kurzerhand ohne besondere Erwähnung auch für das gegenüberliegende Haus der Kirche und für den Kindergarten eingeführt. 

Samstag, 23. Mai 2020

Tjaden tappt (493)

Am 9. Mai bei Wettmar
und Schillerslage
gefunden.  
Am 11. Mai ist sogar eine weiße dabei.
Auch in Hannover wird man fündig.
Fotografiert am 15. Mai 2020

















Wo kann man die schönsten Masken finden?

9. Mai 2020. Die Stoffmasken, die laut MSTO-Verordnung der niedersächsischen Landesregierung das Corona-Virus beim Husten, Sprechen und Niesen bremsen können, werden nun selbst flügge und fliegen dem Virus davon. 

Erst liegen sie friedlich in Fahrradkörben und warten auf den Frühlingswind. Wie angeblich das Virus Aerosole, nutzen die Masken den Wind bei erstbester Gelegenheit und erheben sich in die Lüfte. Nach einigen Metern (ersten wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge fliegen sie weiter als das Corona-Virus) flattern sie anmutig zu Boden und verzieren Wegesränder und Grünflächen. Dort werden sie von mir bei meinen Radtouren aufgelesen, im Fahrradkorb an Fluchtversuchen gehindert und zu Hause sogleich gewaschen. 

Besonders gern scheinen die Stoffmasken neben dem Radweg zwischen der Burgdorfer Weststadt und Schillerslage zu landen, auch den Radweg zwischen Kleinburgwedel und Wettmar scheinen sie zu mögen. Einer Stoffmaske muss ich allerdings mangelnde Flugeigenschaften vorwerfen. Sie hat vor einem Supermarkt zwischen den Einkaufswagen gelegen. Sie wird in meiner Fundstatistik unter "faule Maske" geführt. 

11. Mai 2020. Die Burgdorfer Weststadt bleibt eine empfehlenswerte Fundgrube. Heute habe ich dort vier Stoffmasken aufgelesen. 

16. Mai 2020. Bei der Maskenlagerung ist eine gewisse Verschiebung feststellbar. Regiobus stellt sie neuerdings auch an Bushaltestellen zur Verfügung. Man muss sich nur bücken. 

17. Mai 2020. Sonntags liegen bestimmt keine Masken herum, habe ich vor meiner heutigen Radtour gedacht. Doch ich fand drei auf dem Radweg von Großburgwedel nach Burgdorf. 

Fortsetzung hier

Fundstellen und Masken seit dem 8. Mai 2020
Stand 23. Mai 2020


  1. Radweg Kleinburgwedel Wettmar    1
  2. Radweg Schillerslage Burgdorf          3
  3. Weststadt Burgdorf                             4
  4. Vor Supermärkten                               4
  5. Radweg Hannover Isernhagen Süd   3
  6. Radweg nach Altwarmbüchen            2
  7. Radweg Hochbrücke Burgdorf            1
  8. Bushaltestelle Spittaplatz BU              1
  9. Radweg Großburgwedel Burgdorf      3
  10. Kleinburgwedel Radenstraße               1

16. Mai 2020:
Bevor der
Bus kommt,
bücken!
16. Mai 2020. Einsam auf den Radweg neben der
Burgdorfer Hochbrücke.
17. Mai 2020. Der Drei-Masken-Ständer.
















18. Mai 2020. Etwas
unscheinbar, aber
doch eine Maske. 
20. Mai 2020.
Wollte sie nicht
mit in den
Supermarkt?

Samstag, 25. April 2020

Tjaden tappt (484)

Seiner Corona-Zeit voraus.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Montag sehen wir uns dann in Masken

Die Sonne vertreibt die dunklen Wolken, ich schwinge mich auf mein Fahrrad, komme in Kleinburgwedel an einem kleinen Jungen vorbei, der einen Mundschutz trägt und diesen mit ängstlichem Blick gegen seine Lippen drückt, weil er wohl fürchtet, dass ich ihn anstecken könnte.  Ein Bild, das ich lange nicht vergessen werde.

Zur Mund-Nase-Bedeckungspflicht, die von den Medien immer noch Maskenpflicht genannt wird, soll der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil gestern in einem Interview gesagt haben: "Dass wir da Alleingänge hatten, die am Ende wie in einer Domino-Kette fielen, das fand ich nicht gelungen." Ein Bekannter erzählt mir das vor dem Edeka-Markt in Wettmar. Nach meiner Rückkehr prüfe ich das Zitat. Es stimmt. Und ich frage mich wieder, was ich meinen Bekannten gefragt habe: "Warum hat er dann Niedersachsen zu einem dieser Domino-Steine gemacht?"

In den Edeka-Markt geht eine blonde Frau mit einer Maske. Sie zupft an der Maske herum, weil sie nicht sitzen will. Auf ihrer Nase verrutscht sie immer wieder. Preiswert ist diese Maske wohl kaum gewesen. Weiß diese Frau, dass so genannte "sichere Masken" nach dem Abnehmen sofort gewaschen oder luftdicht verpackt werden müssen? Rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. 

Als ich den Edeka-Markt wieder verlasse, ruft eine Verkäuferin einer Kundin hinterher: "Montag sehen wir uns dann in Masken." Ich drehe mich um. "Oder mit einem Schal vor dem Mund", sage ich. "Wie meinen Sie das?", fragt sie. "So, wie das in der Verordnung steht, die am Montag in Kraft tritt." Ich weiß immer, wann man mich für einen Spinner hält. Dabei gehöre ich gar nicht zur niedersächsischen Landesregierung. 

In Burgdorf ist alles wie an anderen Samstagen, wenn die meisten Läden geschlossen sind. Ein paar Leute sitzen auf den Bänken im Stadtpark, auf dem Spittaplatz und an der Marktstraße. Vor der Sparkasse begegnet mir ein großer Mann, der bis fast unter die Augen maskiert ist. Benküberfälle halte ich an Samstagen nicht für besonders sinnvoll, er muss einen anderen Grund haben. 

Bei Netto deutet nichts auf Änderungen am Montag hin, ich werde weiterhin um Abstand halten gebeten, ich soll einen Einkaufswagen nehmen und damit rechnen, dass ich erst in den Markt darf, wenn die vorgeschriebene Kundenzahl wieder erreicht ist. Ich wünsche mir, dass dieser Samstag nie vergehen möge.

Wieder zurückgekehrt nach Wettmar ist plötzlich Montag. Vor dem Penny-Markt steht ein Schild. "Sie dürfen diesen Markt ohne Mund-Nasen-Bedeckung nicht betreten." Ein Junge sagt zu seiner Mutter: "Wir brauchen eine Maske." Die Mutter antwortet: "Vielleicht können wir uns noch reinschmuggeln." Ich beruhige die Mutter: "Das gilt erst ab Montag. Und eine Maske brauchen Sie auch nicht. Ein Schal reicht." Wieder weiß ich, wann man mich für einen Spinner hält. Aber zur niedersächsischen Landesregierung gehöre ich immer noch nicht. 

Dann diese Gemeinheit. Aus Stockholm schickt mir ein Bekannter ein Foto. Er sitzt mit seiner Freundin vor einem Café. Wie viele andere. "Unsere Regierung vertraut uns eben", schreibt er. "Und eure?" Ich habe diese mail noch nicht beantwortet...




Montag, 3. Februar 2020

Tjaden tappt (445)

Mein Rad nimmt ein Sonnenbad. 
Wenn nach drei Tagen Regen in einem Loch Wasser ist

Burgdorf, Marktstraße, kurz nach 15 Uhr: Nach drei Tagen Regen reißt über meinem Rad und mir der Himmel auf, das Glockenspiel am Alten Rathaus fängt an zu scheppern, während ich auf eine Lücke im beiderseitigen Autostrom und auf besseres Wetter hoffe: "Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit? Du wohnst in den Wolken, dein Weg ist so weit."

Engensen, Ortsausgang, Richtung Schillerslage, zweieinhalb Stunden früher: Zwei Bauarbeiter blicken in ein Loch, sagt der eine zum anderen: "Da ist Wasser drin." Der Bagger am Straßenrand lässt die Schaufel hängen. Vor sechs Tagen hat er den Radweg weggerissen und ein Loch hinterlassen. Da regnet es seit drei Tagen rein. Ist also wirklich Wasser drin.

Kleinburgwedel, Höhe Feuerwehrhaus, kurz vor 17 Uhr: Die beiden Gullydeckel in der frischen Asphaltdecke sind tiefer gelegt worden. Sehe ich im letzten Augenblick, weil der Himmel inzwischen noch weiter aufgerissen ist, geschneit hat es auch nicht. Sonst hätte es gescheppert. Doch das Krankenhaus ist gar nicht so weit. 

Weitere Abenteuer eines Radfahrers




Freitag, 3. Januar 2020

Tjaden tappt (441)

"Sie haben Ihr Ziel erreicht."
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Geht auch anders

Kann man machen. Ich radele von Großburgwedel nach Kleinburgwedel. Eine Radlerin mit Hund an der Leine kommt mir entgegen, hält auf mich zu. Ich muss absteigen. Sie steigt ebenfalls ab. Sagt: "Meines Hundes wegen radele ich absichtlich so." Muss man aber nicht.

Kann man fragen. Ich radele von Engensen nach Wettmar. Ein Dreikäsehoch krabbelt über den Radweg. Sein Bruder passt auf sein eigenes und auf das Fahrrad seines Bruders auf. Die Mutter ruft: "Pass auf. Ein Radfahrer." Der Kleine rappelt sich auf. Fragt: "Wie heißt du?" Ich antworte: "Peter." Er fragt: "Was ist denn das für ein Name?" Muss man nicht fragen. 

Dienstag, 13. November 2018

Tjaden tappt (346)

Leben in einem Funkloch.
In Burgdorf findet Handy statt-in Burgwedel nicht

Ab sofort werde ich täglich mein Handy mitnehmen. Die Kleinburgwedeler Ereignisse im Live-Ticker:

+++9. November 21.58 Uhr. Ich dämmere dem Ende der Krimi-Serie "Soko Leipzig" entgegen, die Wirkung des TV-Schlafmittels lässt nach, ich schaue aus dem Fenster, ich werde hellwach, auf der Straße Männer mit Taschenlampen. Ich rufe meinen Vermieter an. Keine Verbindung. Ich eile durch die Wohnung und mache in allen Zimmern Licht. Ich schicke meinem Vermieter eine SMS.+++ 

+++9. November 22.15 Uhr. Ich gehe nach draußen. Keine brennenden Taschenlampen mehr. Mein Nachbar und ich kehren in unsere Wohnungen zurück.+++

+++11. November. Die Polizei meldet mehrere Einbruchsversuche in unmittelbarer Nähe.+++

+++13. November 13.10 Uhr. Ich stecke ausnahmsweise mein Handy ein und schwinge mich auf mein Rad. Kurz vor halb drei setze ich mich in einem Burgdorfer Internet-Café an einen Computer und lege mein Handy auf den Tisch. Mein Handy piept. Eine SMS. Von meinem Vermieter. Abgeschickt am 9. November, 22.10 Uhr. Er will wissen, was los ist.+++ 

+++13. November 14.30 Uhr. Ich schaue mich um. Los ist hier nicht viel.+++   

Donnerstag, 15. März 2018

Tjaden tappt (261)

Wer radelt, der hoppelt. 
Burgwedel liebt Radfahrer

Ich radele nicht täglich nach Burgdorf und wieder zurück, wie das in Wettmar immer wieder behauptet wird, manchmal laufe ich auch. Wie gestern. Der Radweg zwischen Kleinburgwedel und Wettmar haut mir immer wieder Löcher in den Fahrradschlauch. Schadhafte Stellen werden schätzungsweise alle 100 Jahre mit Asphalt ausgebessert, der Asphalt bekommt Risse, die Risse verschieben sich nach oben und werden so scharf wie Rasierklingen.

Dafür gibt es in Wettmar gar keinen Radweg. Als Radler muss man den Holper-Gehweg benutzen. Zu schnell radeln darf man nicht, sonst fliegt man. Wenn man Glück hat am Edeka-Markt vorbei. Der Radweg zwischen Wettmar und Engensen ist ganz passabel, wenn man nicht allzu verwöhnt ist.

Verwöhnt ist man aber schon seit Kleinburgwedel nicht mehr. Radfahrer oft  auch nicht. 

Freitag, 6. Oktober 2017

Tjaden tappt (236)

Er sägt den Weg frei.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Bei Anruf Kettensäge

Das Sturmtief "Xavier" hat gestern Nachmittag so manchen Baum umgehauen. Mit 115 km/h raste dieser stürmische Knabe über die Stadt und die Region. Mich peitschte er auf dem Rad von Kleinburgwedel nach Burgdorf. Doch oft lagen mir umgefallene Bäume im Weg. Dann trug ich mein Rad durch den Wald, über Felder und Wiesen, bis ich weiterradeln konnte. Auch auf dem Radweg zwischen Wettmar und Engensen gab es ein Baum-Hindernis.

Das wurde heute Nachmittag weg gesägt. Der Anruf eines Landwirtes bei einem Nachbarn hatte genügt, schon fuhr der Nachbar los und griff zur Elektro-Kettensäge. "Ich radele auch gern einmal nach Engensen", sagte er zu mir und bat mich um ein wenig Geduld. 

Blitzschnell machte er den Weg wieder frei. Fast so schnell wie "Xavier" den Weg versperrt hatte. Dann wünschte er mir gute Weiterfahrt und merkte noch an: "Die Stadt hat bestimmt genug zu tun. Da dachte ich mir, ich mach das mal..."

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Leere Straße

Die letzte Mahlzeit.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Lecker war ihr letztes Wort

Am Wegesrand von Wettmar stehen viele Prachtexemplare. Ein paar davon habe ich heute gepflückt, liebevoll zubereitet und meinen Nachbarn serviert. "Lecker" war ihr letztes Wort. Seit einer Stunde lebe ich allein up´n Kampe in Kleinburgwedel. 

Montag, 31. Juli 2017

Splitter 1

Hendrik Überall. Foto:
Heinz-Peter Tjaden
Laternenmasten müssen höher werden

Die Laternenmasten zwischen Groß- und Kleinburgwedel müssen höher werden. Bei meiner Radtour habe ich gestern auf einer nicht sehr langen Strecke schätzungsweise zwei Dutzend Plakate des CDU-Bundestagskandidaten Hendrik Hoppenstedt gezählt. Unter jeder Laterne hängt ein Plakat von ihm.  

Da die SPD für Dienstag die erste "Plakatwelle" angekündigt hat, da sicherlich auch die Grünen, die FDP, die Linke und die vielen anderen Parteien zwischen Groß- und Kleinburgwedel Plakate aufhängen wollen, müssen die Laternenmasten dringend verlängert werden. 

Außerdem sollte jeder Mast mit Hinweistafeln versehen werden. Auf denen sollten alle Plakate erwähnt werden, die höher als 5 Meter hängen. Sonst wäre die Bundestagswahl am 24. September nicht gleich.

Splitter 2 

Dienstag, 25. April 2017

Tjaden tappt (209)

So sieht mein Fahrrad bei
Sonnenschein aus. Foto: Tjaden
Der radelnde Buchverkäufer

Meine Postbotin hat mir heute die ersten Exemplare meines Fortsetzungskrimis "Die Mörderin, die unschuldig war" gebracht. Die Broschüre prüfen, in den Fahrradkorb legen und los radeln, war eins. Die Zahl der Exemplare im Korb lag höher. Und nahm das erste Mal in Konrads Café ab. Der Inhaber Wolfgang Konrad, der vor 30 Jahren in Hannover-Bothfeld unser Nachbar war, besaß in kürzester Zeit auch einen Krimi. 

Genauso spannend war das Wetter in Kleinburgwedel, ich sonnte mir sozusagen den Regen von gerade eben immer wieder aus der Jacke. Am Himmel erneut dunkel wurde es in Wettmar. Ein älteres Ehepaar bewunderte mich vor dem Edeka-Markt wegen meiner täglichen Radtouren, fünf Minuten später bewunderte es mich auch als Autor. "Darf das auch meine Frau lesen?", fragte mich der Ehemann, bevor ich mich wieder auf mein Fahrrad schwang. "Oder findet Sie dort Tipps?" Ich überzeugte ihn davon, dass er sich weder vor noch nach dem Krimi in Lebensgefahr befindet.

In Schillerslage traf ich eine Reiterin, von der ich nie gedacht hätte, dass sie ein Krimi-Fan ist. Wie dem auch sei. Sie wurde es. Hoffe ich jedenfalls. Als ich in Burgdorf ankam, war mein Fahrradkorb leer. 

Demnächst habe ich wieder Krimis in meinem Fahrradkorb. Das fand wohl auch ein Autofahrer toll, der bereits anhielt, bevor ich kurz vor dem "Grünen Jäger" in Schillerslage über die Straße fuhr. Offenbar kannte er meinen Weg, was mich als inzwischen berühmter Krimi-Autor keinesfalls wunderte.

Sie zweifeln an meinem Ruhm? Und warum steht "Die Mörderin, die unschuldig war" bei Amazon in der Kategorie "Kriminalität" schon auf Platz 30? Sehen Sie!
Und zwar hier.


Donnerstag, 16. Februar 2017

Tjaden tappt (189)

Wilhelmshavener Wahlamt weist im Juli 2011
Wahrheit ganz entschieden zurück. 







Die seltsame Rückkehr meiner Geldbörse

Heute vor drei Jahren habe ich die ersten Möbel in meine neue Bleibe in Kleinburgwedel gestellt. Mein Umzug wurde in Wilhelmshaven, wo ich von 2004 bis 2014 ein zweites und garantiert letztes Mal gelebt habe, genauestens beobachtet. Das beweist diese Geschichte, die ich heute vor drei Jahren veröffentlicht habe:

Im November 2013 verliere ich bei Nieselregen meine Geldbörse auf dem Weg zu einem Kiosk in Wilhelmshaven, wo ich zu der Zeit noch wohne. Meine Wohnung befindet sich in der Krummen Straße 1, der Kiosk in der Heppenser Straße. Der kürzeste Weg dort hin führt über die Margaretenstraße. Er ist rund 300 Meter lang.

Den Verlust bemerke ich wenige Minuten später. Meine Geldbörse mit Sparkassen-Card, Ausweis und jenem grauen Führerschein-Lappen, den viele nicht mehr kennen werden, finde ich nicht wieder. Ich informiere die Stadt Wilhelmshaven und die Sparkasse Wilhelmshaven über den Verlust, im Dezember 2013 beantrage ich Ausweis und Führerschein neu. Eine neue Sparkassen-Card habe ich schon.

Im Februar 2014 finde ich eine neue Bleibe in Burgwedel, am 8. Februar fahre ich dort hin, um den Mietvertrag zu unterschreiben, am 9. Februar kehre ich nach Wilhelmshaven zurück. Nichts im Briefkasten.

Ich bin erst wenige Minuten in meiner Wohnung, da klingelt mein Telefon. Das Tierheim teilt mir mit, man habe soeben vor dem Heim meine Sparkassen-Card gefunden. Ich bitte um Vernichtung, da ich eine neue hätte.

Am frühen Abend gehe ich mit meinem Hund um die Häuser, in meinem Briefkasten liegt die Geldbörse, die ich im November 2013 verloren habe. Nicht einmal der graue Führerschein-Lappen weist Spuren auf, die darauf hindeuten, dass meine Geldbörse lange draußen gelegen hat. Nur das Geld fehlt.


So weit der Bericht aus einer Stadt, die viele Geheimnisse hat. 2004 gründeten wir dort die Wochenzeitung "2sechs3acht4", die mit kriminellen Methoden von der Konkurrenz wieder kaputt gemacht wurde, 2011 kandidierte ich als Parteiloser für das Amt des Oberbürgermeisters und erlebte Tolldreistes mit dem Wahlamt, das die Wahrheit über verschwundene Unterstützerunterschriften ganz energisch zurückwies. Ich zog meine Kandidatur zurück. 2013 brachen zwei Polizeibeamte, die von einer schweigenden Jugendamtsmitarbeiterin begleitet wurden, in meine Wohnung ein und gaben sich falsche Namen. Über ein Jahr später belogen sie das Wilhelmshavener Amtsgericht, um ein Verfahren gegen mich zu gewinnen. Das kostete mich rund 1 500 Euro, die ich in Raten abstottere. Einer der beiden Polizeibeamten startete unter "Die Akte Tjaden" im Netz einen Verleumdungs-Versuch. Und so weiter und so weiter.

Die Margaretenstraße in Wilhelmshaven

Die Polizisten, die lügen 

Dienstag, 17. Januar 2017

Tjaden tappt (182)

Schneidet bei Kundenumfragen
eigentlich immer gut ab. 
Eisbeine in Engensen

16. Januar 2017. Bei Kälte wird alles kürzer, nur die Wartezeit wird länger - jedenfalls bei einer Busfahrt von Kleinburgwedel nach Burgdorf? Kurz nach 13 Uhr schwinge ich mich auf mein Rad, radele in Richtung Wettmar, da der Radweg zwischen Kleinburgwedel und Wettmar teilweise vereist ist, kehre ich um und stelle mein Rad vor dem Feuerwehrhaus ab. Der Bus ist pünktlich.

Ich entwerte meine Fahrkarte, die schon seit sieben Monaten in meiner Geldbörse steckt und für drei Zonen reicht, frage den Busfahrer, ob ich in Engensen umsteigen kann, weil ich nach Burgdorf will.

"Wir fahren durch Thönse", antwortet er und legt einen Kavaliersstart hin, bevor ich sitze. In Wettmar haben wir plötzlich einen anderen Bus vor uns. Die beiden Busse werden bis zur Kapellenstraße in Engensen zu Nahverkehrs-Zwillingen. Dort endet die Synchron-Fahrt meines Busses. 13.55 Uhr. Der Bus vor uns fährt sofort weiter.

Ich steige aus, werfe einen Blick auf den Fahrplan, mir wird klar, der Bus vor uns ist der Bus nach Burgdorf gewesen. Der nächste fährt um 14.48 Uhr.

In dieser Zeit könnte ich zwar ein oder zwei Schneemänner bauen, aber die Schneemenge reicht nicht einmal für einen Schneezwerg. Also vertrete ich mir die Beine, bis sie Eisbeine sind. Bezahlt habe ich fürs Frieren in Engensen 4,20 Euro.

17. Januar 2016. Meine Eisbein-Erfahrungen habe ich auch RegioBus geschildert.

Das soll eine Antwort sein?


Sehr geehrter Herr Tjaden,

vielen Dank für Ihre Mail. Wir bedauern dass Sie einen Grund zur Beschwerde haben. Unser Ziel ist es, den Linienbetrieb so pünktlich wie nur möglich durchzuführen, Anschlussbeziehungen zu berücksichtigen und unseren Fahrgästen jeglichen Zu- und Umstieg zu ermöglichen. 

In den Fahrplänen des GVH kann es vorkommen, dass sich theoretisch Verbindungen ergeben, die zwar abgestimmt erscheinen, aber von uns so nicht geplant sind. Übergänge von wenigen Minuten zwischen zwei Buslinien werden in der Regel nicht geplant, da sie aufgrund der Verkehrsverhältnisse auf der Straße nicht immer verlässlich eingehalten werden können. Garantierte Anschlüsse sind in unseren Taschenfahrplänen in besonderen Leisten ausgewiesen.

Wir hoffen mit unseren Ausführungen zur Aufklärung der Sachlage beigetragen zu haben. Die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

Sie sind mit unserer Antwort nicht zufrieden und Ihre Beschwerde richtet sich dagegen, dass wir in einem konkreten Fall Ihre vertraglichen Ansprüche als Fahrgast nicht erfüllen? In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihrem Anliegen per Internet oder schriftlich an die Nahverkehr Schlichtungsstelle Niedersachsen und Bremen e.V. (SNUB), Postfach 6025, 30060 Hannover, www.Nahverkehr-SNUB.de, zu wenden. Die Schlichtungsstelle wird dann – für Sie verfahrenskostenfrei – die Sach- und Rechtslage prüfen und gegebenenfalls einen Einigungsvorschlag unterbreiten. Sollten Sie mit dem Ergebnis des Schlichtungsverfahrens nicht zufrieden sein, steht Ihnen die Möglichkeit der Klageerhebung weiterhin offen.

Mit freundlichen Grüßen

regiobus Hannover GmbH
i.A. Axel Schneider
Marketing/Vertrieb - Kundendialog
Georgstraße 54
30159 Hannover

Tel.:
+49 (511) 36888-715
Fax:
+49 (511) 36888-8715
E-Mail:

Samstag, 31. Dezember 2016

Mein Jahresrückblick

Im Sauseschritt durch das Jahr 2016

Wenn ich glauben darf, was Bürgermeister aus der Region Hannover zum Jahreswechsel schreiben, dann halten wir alle jetzt inne und schauen auf das Jahr 2016 zurück, bevor wir die Schwelle zum Jahre 2017 überschreiten. Da ich das glaube, mache ich das jetzt auch: Ich schreite noch einmal durch dieses Jahr, das nur noch wenige Stunden dauert. Im Sauseschritt. Vielleicht kommen Sie mit. 

😒

Bis kurz vor Ostern bekomme ich mehr Post als sonst.Neu ist auch: Viele Briefe tragen keine Absender, die angegebenen sind frei erfunden. Nicht jeder Brief erreicht mich auf dem Postweg, es gibt auch Briefe, die von Boten in meinen Briefkasten gesteckt oder vor dem Haus abgelegt werden. Mit einem dieser Briefe gehe ich nicht besonders pfleglich um. Ich lasse ihn bei Wind und Wetter vor dem Haus liegen und dokumentiere täglich, was Sonne und Regen mit diesem Brief anrichten. Bis jemand heimlich vorbeikommt und das Schreiben wieder mitnimmt. Bei der Staatsanwaltschaft von Hannover gibt es noch ein Ermittlungsverfahren, ich ahne, wer diese Aktion gesteuert hat.

Ein Brief liegt herum Hier klicken

😃

Im Mai bekomme ich Besuch von einem Jungen. Der zeigt mir die Tier- und Pflanzenwelt vor meiner Haustür. Wir verbringen viele Stunden auf Feldern und Wiesen, im Kleinburgwedeler Café Konrad heschwert sich der Kleine beim Inhaber darüber, dass draußen im Teich nur drei Fische schwimmen: "Es müssen vier sein. Sonst ist ein Fisch immer alleine."

 Dann rollt der EM-Ball. An mehr erinnere ich mich nicht.

👀

Im Juli stellt ein Polizeibeamter aus meiner Geburtsstadt Wilhelmshaven einen blog über mich ins Netz. Er beschwert sich u. a. darüber, dass ich mich nicht an Gerichtsurteile halte. Er selbst hat gegen mich einen Zivilprozess mit Lügen über eine illegale Jugendamts-Aktion gewonnen. Sein Aktions-Kollege leistete vor Gericht Lügen-Hilfe. Und dann kommt mir dieser Polizist so!

Mehr über diese Aktion. Hier klicken

😄

Von August bis November werde ich für meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" mit Lob überschüttet. Der Text ist mir vor fünf Jahren bei einer Radtour mit meinem inzwischen verstorbenen Jagdterrier Mike eingefallen. Ich brachte ihn sofort zu Papier. Das Lob veranlasste mich zu einer dritten Auflage.

Der Klick zum Ratgeber









Meine internette Zeitung ist 2016 über 121 000 Mal angeklickt worden. Ein toller Erfolg, für den ich mich bedanke. 






Donnerstag, 29. Dezember 2016

Tjaden tappt (195)

Das Rad von Robi.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Das Rad von Robi 

Ich stutze einen Augenblick, steige von meinem Rad und tatsächlich: Auf einem Feld liegt ein fast unbeschädigtes Alu-Rad von Kettler. Das Modell "Windsor" gilt als "Oldtimer" und ist bei e-bay durchaus begehrt. Bei Dieben auch, stelle ich beim Googeln fest. Auf Juist hat die Polizei am 1. August 2011 auch im Internet den Eigentümer eines solchen Rades gesucht, das nach einem Diebstahl sichergestellt worden war.

Ein Aufkleber auf dem Schutzblech des Hinterrades verrät mir, dass der erste Besitzer des Feld-Rades aus Nordrhein-Westfalen stammen muss. Verkauft worden ist das Rad vom "Radprofi Degelmann", Alter Uentroper Weg 77, Hamm. Der Fahrradschlüssel steckt in einem Schnappschloss. Am Schlüssel baumelt ein Anhänger mit dem Hinweis "Rad Robi", geschrieben mit blauem Kugelschreiber.

Der Rad-Profi aus Hamm hat auch einen Internet-Auftritt, stelle ich abschließend fest. Er heißt laut Impressum aber nicht mehr Degelmann, sondern Heiner Anxel. Was mich nicht davon abhält, ihm diese Geschichte per mail zu schicken. Denn die Frage, wie ein Fahrrad aus Hamm auf ein Feld in Kleinburgwedel kommt, verlangt geradezu nach einer Antwort. Finde ich.

Die Burgwedeler Polizei hat mir bei einem Telefongespräch versichert, dass es "auf ein paar Tage nicht ankommt", bis ich das Fundbüro informiere. Vielleicht gibt es bis dahin für diese Geschichte einen spannenden Schluss.        

Sonntag, 18. Dezember 2016

Tjaden tappt (189)

Die Spinne Langeweile.
Sonntags in der kleinen Stadt Burgwedel

"Wenn die Spinne Langeweile Fäden spinnt und ohne Eile giftig-grau die Wand hoch kriecht, wenn´s blank und frisch gebadet riecht, dann bringt mich keiner auf die Straße", hat Franz Josef Degenhardt in einem Lied aus dem Jahre 1965 den "Deutschen Sonntag" irgendwie gefürchtet. Doch "Väterchen Franz" kannte Burgwedel wohl nicht, vermutete ich heute, als ich mit dem Rad nach Großburgwedel fuhr, um in einer Tankstelle Kaffee zu trinken. Das war so was von besinnlich.

Als ich meinen Kaffee an einem Stehtisch schlürfte, blätterte ich in den "Burgwedeler Nachrichten", die keineswegs giftig-grau waren, sondern irgendwie doppelt. Wohl um zu testen, ob ich tatsächlich schon wach war, meldete die Redaktion gleich zweimal, wo in Wettmar Silvester gefeiert wird. Zur besseren Übersicht standen diese Nachrichten nicht nur auf derselben Seite, sondern auch noch beieinander, einmal als Einspalter, einmal als Zweispalter.

Der Burgwedeler, der in die Tankstelle kam, um Hörnchen zu kaufen, roch keineswegs blank und frisch gebadet. Er war direkt aus seinem Bett in die Tankstelle gefallen, in seinen Pantoffeln erinnerte er mich doch sehr stark an "Dittsche". Wirklich wahre Geschichten aus dem Leben erzählte er jedoch nicht, dazu war er noch nicht munter genug, wie es schien.

Auf dem Rückweg näherte ich mich vorsichtig einem Hundebesitzer, der seine beiden Hunde auf die Straße bekommen hatte. "Halten Ihre Hunde die Richtung?", fragte ich, bevor ich zum Überholen ansetzte. "Das weiß man nie", antwortete das Herrchen des kleinen und des großen Hundes. Ich hätte nicht fragen sollen, kam aber trotzdem wohlbehalten wieder zuhause an.

Nun deck´ ich wie "Väterchen Franz" vor 51 Jahren Bein´ mit Beine, hocke aber nicht am Fenster, sondern vor dem Computer und verfolge im Live-Ticker das Spiel der Roten gegen Sandhausen. Hoffentlich ohne Spinne Langeweile... 










Freitag, 19. August 2016

Dienstag, 19. Juli 2016

Tjaden tappt (145)

Kaum lesbar. Deshalb gut.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Undeutlich in den Wahlkampf

Sollte ich einen Spruch nicht richtig zitieren, dann liegt es nicht an mir, sondern an SPD, CDU und FDP, die sich wohl einig sind, wenn es um die schwere Lesbarkeit von Wahlplakaten geht. CDU und FDP bevorzugen blau, die SPD mag Punkte. Jedes Plakat hängt um die 3 Meter über dem Meeresspiegel.

Auf rot und lila wirbt die SPD mit "Wirtschaft. In guten Händen" und verleitet mich gedanklich sofort zu "Wirtschaft. In guten Händen. Außer REWE." Ein wenig werbegeschädigt bin ich also schon, seit ich in einem bestimmten Geschäft alles billiger bekomme - "ausser Tiernahrung".

Die CDU bevorzugt Reizwörter in orange wie "Krankenhäuser" und "Müll". Da frage ich mich ganz deutlich: Wer will schon in ein Krankenhaus und liegt auf Straßen und Plätzen nicht schon genug Müll herum?

Bei den FDP-Plakaten habe ich die Entzifferungsversuche ganz schnell wieder aufgegeben. Die Liberalen verbergen ihre Botschaften in gelb auf blau. Deshalb muss die FDP nach den Wahlen auch keine unbequemen Fragen fürchten, denn niemand kann zweifelsfrei behaupten, dass er vor den Wahlen dies oder sogar das auf irgendeinem FDP-Plakat gelesen hat.  

Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...