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Mittwoch, 29. Juli 2020

Tjaden tappt (523)

SPD schuld an seelischer
Vereinsamung der Jugend.
Die böse Antje von der SPD

Try to remember of love, sorry, letter in september: Wir schreiben das Jahr 1980, Union und SPD liefern sich in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Union unbedingt gewinnen will, egal wie. Mir gefällt der Wahlkampfstil nicht, also schreibe ich an die CDU-Bundesgeschäftsstelle. 

Karl-Joachim Kierey, Diplom-Politologe und seit 1970 Öffentlichkeitsarbeiter für die CDU, antwortet mir prompt. Bundesfamilienministerin ist damals Antje Huber von der SPD. Das scheint eine ziemlich üble Politikerin gewesen zu sein (siehe Brief von Kierey). Kanzlerkandidat der Union war Franz Josef Strauß (CSU), der für eine harte Gangart bekannt gewesen ist.

Die Koalition aus SPD und FDP gewann die Wahl, hielt aber nur noch zwei Jahre. 1982 übernahmen Union und FDP das Ruder-und wie wir alle wissen: Seitdem gibt es kein Drogenproblem mehr. Oder Herr Kierey?




Mittwoch, 7. Februar 2018

Dienstag, 30. Januar 2018

Splitter (26)

Nur ein Gast bescheuert-oder alle?

In einem Burgdorfer Café bin ich heute gefragt worden, ob ich einen Gast, der soeben gegangen ist, für genauso bescheuert halte wie die Fragestellerin ihn einschätzt. Da lag mir eine Antwort auf der Zunge, die wohl bald nur noch die einzige Antwort sein kann. Sie würde lauten: "Auf jeden Fall halten uns Union und SPD für bescheuert, schlimmer noch, sie halten uns für total behämmert."

Heute wollen uns die Großkoalitionäre mit beschränkter Anhängerschaft einhämmern, dass sie für "Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus" eine gute Lösung gefunden haben. Ab August können auch Familienangehörige kommen, behauptet der SPD-Vorsitzende Martin Schulz. Die Zuwanderung wächst nicht, sagt der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel findet alles wunderbar.

Genau die Leute, die 2015 das Wort "Fluchtursachen" im Mund geführt haben, reden doch eigentlich nur noch der AfD das Wort und wollen uns darüber hinwegtäuschen. Die Zuwanderung wächst nicht? Wenn Deutschland immer mehr Waffen an immer mehr Kriegsparteien liefert, soll man diese CSU-Behauptung für glaubwürdig halten? Wenn die Union die ersten grünen Lichter für einen neuen Dublin-Vertrag und somit für mehr Zuwanderung setzt, soll man alles so wunderbar finden wie Merkel? Da die meisten "Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus" europäisches Recht genießen und sich nicht mit deutschem Recht begnügen müssen,ist für Martin Schulz wann August? Oder ist das sein neuer Vorname?

Was wir brauchen, ist ein Europa, das solidarisch ist - und wir brauchen Politiker, die uns nicht für bescheuert halten...Kürzlich hat ein Kabarettist im Bayerischen Rundfunk gesagt: "Der Waffenhandel muss verboten werden." Sein Wort in Europas Ohr! Rheinmetall klingt nur gut, ist es aber nicht.

Zum Beginn der Serie 

Der letzte Splitter


Donnerstag, 18. Januar 2018

Splitter (25)

SPD bekommt ein
eigenes Kapitel. 
Die Wür-Seelenwanderung

Die SPD braucht dringend eine Wür-Seelenwanderung. Und da Horst Seehofer eine Seele von Söder-Flüchtling ist, gibt dieser CSU-Migrant in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung die SPD im oberfränkischen Kloster Banz noch nicht auf. Denn der Glaube kann auch Fehler verschmerzen. 

Zu den Fehlern der SPD nach den Sondierungen mit der Union zählt Seehofer die mangelnde Vermittlung der "Vereinbarungen, die gerade auch in ihrem Sinne getroffen wurden, um Deutschland ein noch sozialeres Gesicht zu geben". Doch das wird schon noch, meint der CSU-Chef, denn "die SPD hat in historischen Situationen immer Verantwortung gezeigt".

Da ist was dran. Nur war da noch nicht Martin Schulz in der SPD-Seele drin. Und der SPD-Vorstand weiß inzwischen von nichts mehr. Weswegen der SPD-Vorsitzende eigentlich auch gar nichts mehr gewollt hat. Keine Koalition mit der Union, keine Opposition, keine Neuwahlen. Das ist aufgefallen. Deswegen wird Andrea Nahles jetzt auch ein wenig ausfallend, weil viele Sozialdemokraten immer noch zwei Dinge nicht wollen: eine Koalition mit der Union und Neuwahlen. 

Jetzt kämpft Martin Schulz. Mit den Folgen der Fehler des SPD-Vorstandes nach der Wahl. Doch das wird schon. Nach der Wür-Seelenwanderung wird die Führungsspitze wie neu sein, aber nicht neu.

Splitter 26 


Samstag, 9. Dezember 2017

Splitter 13

Sie wirbt um Erststimmen in
Burgdorf, Burgwedel, Garbsen,
Isernhagen, Langenhagen,
Neustadt, in der Wedemark
und in Wunstorf. 
Mit Marks- und Engels-Zungen

13. September 2017. Stimmt. Die Betreff-Zeile, sehr geehrte Frau Caren Marks, habe ich bei Wolf Biermann gestohlen. Mit dem ziemlich unrühmlichen Auftritt dieses Liedermachers im Deutschen Bundestag möchte ich mich aber nicht beschäftigen. Mein Thema ist seit 2008 die ziemlich unrühmliche Arbeit vieler deutscher Jugendämter. 

Ich berate seit dieser Zeit ehrenamtlich und unentgeltlich Mütter, Väter und Eltern, die Ärger mit Jugendämtern haben und erleben müssen, dass schon nach kurzer Zeit nicht mehr das Kindeswohl im Vordergrund steht, sondern ein Aktenzeichen, hinter dem Kinder versteckt werden.

Das können Sie nun für eine Übertreibung oder für ein geschicktes Wortspiel halten, ist aber leider die Realität. Nach dem Kindesentzug ist oft vor dem Hürdenlauf, bis ein Elternteil ausscheidet und resigniert. Wo Eile geboten ist, wo eigentlich sofort alles getan werden muss, um Probleme im Sinne der Kinder zu lösen, werden erst einmal Gräben ausgehoben. Jugendämter befeuern Konflike, indem sie den Vater gegen die Mutter oder die Mutter gegen den Vater aufwiegeln, Zeit verplempert wird mit Gutachten, die mindestens zur Hälfe wertlos sind, Dritte, die alle Beteiligten kennen und gern helfen würden, werden entweder belächelt oder misstrauisch beäugt.

Sie hätten dafür gern ein paar Beispiele? Können Sie haben. Ich vermittle in einem Streit zwischen Vater und Mutter um zwei Kinder, bin zu Besuch bei der Mutter, die Mutter ruft das Jugendamt an und teilt dem zuständigen Mitarbeiter mit, dass ihr Besuchsrecht missachtet wird, der Jugendamtsmitarbeiter hört meine Stimme, weil ich im Hintergrund eine Unterhaltung führe und der Jugendamtsmitarbeiter schließt daraus: "Sie haben jetzt wohl einen neuen Verbündeten."

Ich berichte jahrelang über eine katastrophale Einrichtung, in der Mütter, Väter und Eltern von ihren Kindern getrennt werden, die Einrichtung bekommt aufgrund meiner Artikel eine neue Geschäftsführerin, die mit mir einen Brief an ein Familiengericht unterschreibt. Wir weisen darauf hin, dass die Mutter um ein Kind kämpft, das ihr im Säuglingsalter in der Einrichtung auf skandalöse Weise weggenommen worden ist und die Familienrichterin legt das Schreiben zu den Akten, ohne unsere Informationen zu würdigen. Elf Jahre liegen inzwischen zwischen Kindesentzug und jüngster Gerichtsverhandlung. Der Junge haut erneut aus einem Heim ab, ich mache mich auf die Suche nach ihm. Was hat´s das Familiengericht gekümmert? Nichts!

Sollten Sie der Meinung sein, dass Jugendämter zumindest vor Kriminalisierung nicht zurückschrecken, dann sollten Sie stets einen großen Bogen um Wilhelmshaven machen, auch wenn Sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium bleiben sollten. Aus sicherer Entfernung empfehle ich Ihnen www.szenewilhelmshaven.de 

Dies ist eine öffentliche mail, die ich auf www.burgdorferkreisblatt.de veröffentliche. Ich schließe mit einem Buchtipp. Jedes Zitat aus Jugendamtsprotokollen in meinem Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" ist echt!

Ihr Flyer-Spruch lautet "Direkt. Klar. Marks". Finde ich gut.

Reagiert sie doch noch?

9. Dezember 2017. Caren Marks hat nicht reagiert. Vielleicht reagiert sie auf die Jugendamts-Kritik des CDU-Familienexperten Markus Weinberg, der eine unabhängige Kommission fordert.

Hier klicken

Der Link zu meinem Krimi 

Der erste Splitter

Der vierzehnte Splitter

Ein Gutachter beschwert sich

Dienstag, 21. November 2017

Splitter (23)

Der schwarze Balken
wird erst nach der
Wahl entfernt. 
Paukenschlag: Volker Schneider soll Bundeskanzler werden

Alle Macht geht von Volker aus. Das Schloss Bellevue zittert immer noch nach diesem Paukenschlag des Bundespräsidenten. Frank-Walter Steinmeier hat heute die Sondierungsgespräche mit den Bundestagsparteien, die möglicherweise Schnittmengen aufweisen, abgebrochen. Er schlägt Volker Schneider aus Castrop-Rauxel als Bundeskanzler vor.

Wie aus dem Bundespräsidialamt verlautet, soll Volker Schneider laut Wahlomat die größten Schnittmengen mit allen Bundestagsparteien haben. Außerdem stammt er aus einer großen Familie, so dass er einer alten bayerischen Tradition folgend alle wichtigen Ämter mit Familienmitgliedern besetzen kann. 

Das "Burgdorfer Kreisblatt" sprach mit ihm. "Es ist mir eine große Ehre, dem deutschen Volke zu dienen", sagte er auf dem Weg zur Arbeit, die er heute niederlegen will. "Das dient natürlich auch mir als Volker."

Dann zog er aus seiner Aktentasche eine angefangene Minister-Liste. Seine Schwiegermutter soll Außenministerin und Vizekanzlerin werden. "Je häufiger sie weg ist, umso besser. Und mit Erdogan, Putin und Trump wird sie sich gut verstehen. Sie ist aus dem gleichen Holz geschnitzt", sagte Volker Schneider und pries sofort die Vorzüge seiner Tochter Anita als Familienministerin: "Sie hat wie Ursula von der Leyen sieben Kinder. Nur von verschiedenen Vätern."

Die Ministerliste will Volker Schneider bis heute Abend vervollständigen. "Der Bundespräsident hat gesagt, dass jemand, der die Macht in den Händen halte, sie auch nutzen müsse. Das werde ich tun", sagte Volker Schneider zum vorläufigen Abschied vom "Burgdorfer Kreisblatt". "Meiner Familie wird sie sehr nützen."

Zum Beginn der Serie


Montag, 20. November 2017

Splitter (22)

Benutzt Martin Schulz
ab sofort häufiger.
Prozentrechnung mit Martin Schulz

Wer jetzt sagt, dass diese Serie von mir eigentlich beendet worden ist, ist zweifellos im Recht. Aber wer von uns hat schon mit der FDP gerechnet? Noch weniger aber sollten - und das gilt besonders für die Kinder - wir mit Martin Schulz rechnen. Sonst bekommt bald keiner mehr Abitur.

Also, liebe Kinder, hört fein weg: Martin Schulz hat heute in den Nachrichten behauptet, die Große Koalition hätte bei den Bundestagswahlen fast 14 Prozent verloren, deswegen sei sie auch weiterhin nicht möglich. Über 8 Prozent entfielen demnach auf die Union und so um die 5 Prozent auf die SPD. 

Nun weiß jedes Kind - sagen wir mal ab 10 -, dass in der Prozentrechnung die 100 für das Ganze steht. 25,7 Prozent für die SPD im Jahre 2013 sind das ziemlich traurige SPD-Ganze gewesen. 20,5 Prozent in 2017 sind round about 80 Prozent dieses traurigen SPD-Ganzen. Der SPD-Verlust beträgt also um die 20 Prozent. Da muss nun wirklich niemand mehr mit der SPD rechnen.

Bekäme jetzt Martin Schulz von vielen Kindern diesen Lesetipp, würde mich das gar nicht wundern.

Splitter 23

Montag, 9. Oktober 2017

Splitter 19

Wenn ein Langer auch noch
groß sein will. 
Schau mir in die Augen, Langer!

Lieber Horst, wie lang du bist, weiß ich nicht. Dass es dir an Deutsch-Kenntnissen mangelt, liegt an deinem Wohnort. Die Integration gewisser Trachten-Träger dauert eben mehr als drei Generationen. Doch für einen sprachlichen Ausrutscher in deinem 10-Punkte-Programm für die Koalitionsverhandlungen mit der CDU fehlt mir jedes Verständnis.

Lieber Horst, in besagtem Programm behauptest du, die Union müsse wieder mehr für die "kleinen Leute" tun. Da ich vermute, dass du "kurze Leute" meinst, bitte ich um entsprechende Korrektur. Denn Länge hat nie etwas mit Größe zu tun. Was du eigentlich am besten wissen müsstest. Du darfst gern behaupten, dass du lang bist, alles andere verbietet die Obergrenze für sprachliche Schnitzer. Die wird vom Duden festgelegt, nicht von Angela Merkel.

Solltest du demnächst als Sprachflüchtling bei mir vor der Tür stehen, gewähre ich dir gern Asyl...Mein Richtwert für dieses Entgegenkommen: zwei Stunden.

Der erste Splitter 

Lesetipp: Für die CSU muss die Erde eine Scheibe bleiben

Der 20. Splitter




Montag, 25. September 2017

Splitter 16


Szenen einer Wohngemeinschaft

Heute kehren Angela und Martin die Wahlsplitter zusammen. Sie haben sich vorübergehend getrennt. Angela schaut immer wieder auf ihr Handy. Es bleibt stumm. Martin, denkt sie, Martin, ruf doch endlich an! Ich will keine Wohngemeinschaft mit diesem Schnösel, der außer einem Dreitage-Bart nichts zu bieten hat, mir graust auch schon vor dem Gedanken, mit Katrin bei veganem Essen an einem Tisch zu sitzen.

Martin! Ruf endlich an! Ich habe dir doch auch verziehen, als du den Sigmar auf Auslandsreisen geschickt hast. Den mochte ich doch auch. Auch er fehlt mir so sehr. Martin!

Martin, denk doch mal an unsere gemeinsame Zeit! Mit Mindesthohn für unsere durchgedrehten Nachbarn. Ich baue auch ein paar Maschinengewehre auf unserem Balkon ab. Ich werde nie wieder sagen, dass wir noch mehr Maschinengewehre brauchen. Mindesthohn reicht. 

Haben wir gelacht, Martin! Dreh doch nicht durch! Entschuldigung, das klingt vielleicht zu hart. Ich kann ja verstehen, dass du enttäuscht darüber bist, weil ich weniger an Reiz verloren habe als du. Du musst einfach mehr unter die Leute gehen und nicht immer gleich eingeschnappt sein, wenn nicht alle sagen, dass du alles toll machst. Das macht kein Mensch.

Martin! Lange warte ich nicht mehr. Das sage ich dir. Du rufst heute noch an oder es ist endgültig Schluss. Wenn du es wirklich darauf anlegst, dass ich mit dem Christian und der Katrin zusammenziehe, dann werde ich zwar so manchen Nervenzusammenbruch bekommen, aber das ist immer noch besser als diese Warterei. Martin!

Der erste Splitter

Der siebzehnte Splitter

Mittwoch, 20. September 2017

Splitter 15

Aus Thomas Oppermann wird nie
ein Christian Günther. 
Völkerwanderung ohne Thomas Oppermann

Wer alte Witze nachmacht oder so verfälscht, dass niemand darüber lachen kann, wird mit einer SPD-Mitgliedschaft nicht unter 50 Jahren bestraft.

Dieser Radio-ffn-Witz von Thomas Oppermann muss nicht umzingelt werden. Der kommt nie raus. Bringen wir ihn also schnell hinter uns.

Eine Rentnerin fällt, erzählt der SPD-Fraktionsvorsitzende, vor dem Kanzleramt hin, Merkel hilft ihr auf und bittet dafür um die Stimme der Rentnerin. Die antwortet: "Ich bin auf den Rücken gefallen, nicht auf den Kopf."

Rückblende. 1972. Der legendäre Moderator Christian Günther erzählt auf Radio Bremen diesen Witz:

Eine Rentnerin rutscht vor dem Hauptbahnhof in Bremen aus. Ein junger Mann eilt herbei und hilft ihr wieder auf die Beine. Die Rentnerin, die weiter will, wird von dem jungen Mann aufgehalten. "Wissen Sie eigentlich, wer Ihnen geholfen hat?", fragt er. Die Rentnerin mustert den jungen Mann: "Nein." "Ich bin Rainer Barzel, Kanzlerkandidat der CDU. Da ich Ihnen geholfen habe, könnten Sie mich wählen." Antwortet die Rentnerin: "Hören Sie mal zu, junger Mann, ich bin auf den Arsch gefallen, nicht auf den Kopf."

Das Gejaule der CDU ist damals groß gewesen, gefordert wurde Christian Günthers sofortige Entlassung. Der aber ließ sich nicht beeindrucken und nahm auch diesen Vorstoß aufs Korn. Die Hörerinnen und Hörer standen zu ihm. Sie kannten ihn auch als Stadionsprecher von Werder Bremen. Als der VfB Stuttgart im Weserstadion antrat und der VfB-Trainer gleich drei Spieler auf einmal auswechselte, lautete der Kommentar von Christian Günther: "Das ist keine Auswechslung. Das ist eine Völkerwanderung."

Witz hat man - oder in der SPD Thomas Oppermann.

Der erste Splitter

Der 16. Splitter 



Sonntag, 17. September 2017

Splitter 14

Die von Professor Un Fug
eingesetzten Hilfsmittel. 
Chinesischer Professor sagt Bundestags-Wahlergebnis voraus

In einem sensationellen Beitrag für die Initiative "Bündnis 13/Die Kühnen" hat der chinesische Professor Un Fug die These vertreten, dass die Bundestagswahlen manipuliert werden. Würden sie an einem Montag, so seine wissenschaftlich fundierte Meinung, stattfinden, sähe das Ergebnis anders aus.

Darauf nehmen wir erst einmal einen Schluck. Dann folgen die nüchternen Tatsachen. Bei Umfragen erreicht die Union durchschnittlich 37 Prozent, die SPD 22 Prozent, die Linke und die AfD kommen auf 10 Prozent, die FDP erzielt 9 Prozent, die Grünen wählen 8 Prozent. 

Bei der wesentlich spannenderen Umfrage zu der These von Professor Unfug erklären 51,28 Prozent, dass sie montags eine andere Partei wählen würden als sonntags. 25,64 Prozent wissen nicht, ob sie montags anders wählen würden als sonntags. 23,08 Prozent wählen immer gleich. Die Gleich-Wähler werden im Folgenden von Professor Un Fug und von der Initiative "Bündnis 13/Die Kühnen" nicht berücksichtigt.

Das gilt auch für die Grünen. Da Cem Özdemir sich bei Facebook sehr aufgeregt hat, als der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff 2013 in Hannover ein Konzert des Bosses besuchte, weil er bei Rock-Konzerten gar keine Christdemokraten zu Gesicht bekommen möchte, ist davon auszugehen, dass er auch bei Wahlen keine Christdemokraten sehen möchte. Jemand, der solch einen Spitzenkandidaten gut findet, der bleibt auch montags bei 8 Prozent.

In einem sehr komplizierten mathematischen Verfahren ist Professor Un Fug zu der Erkenntnis gelangt, dass am 24. September das manipulierte Endergebnis so aussehen wird: Union 37,2 Prozent, SPD 23,9 Prozent, Linke 9,8 Prozent, AfD 9,7 Prozent, FDP 7,6 Prozent.

Die einzelnen Schritte sollen am Beispiel der SPD erläutert werden: Bei der Sonntagsfrage kommt diese Partei wie bereits erwähnt auf durchschnittlich 22 Prozent. Hinzugezählt werden müssen die 30 Prozent, mit denen der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann rechnet. Da 51,28 Prozent die SPD aber nur an einem Montag wählen würden, landet die SPD am 24. September bei 25,9 Prozent. Bei jeder Umfrage gibt es eine Abweichung von 2 Prozent. Macht 23,9 Prozent.

Der fünfzehnte Splitter

Der erste Splitter 

 

Montag, 11. September 2017

Splitter 12

Aber wie?
Sind AfD-Deutsche auch Arier?

Ein neuer Alexander Gauland muss es nicht unbedingt sein. Hat jetzt auch die AfD eingesehen. Die nächsten neuen Deutschen sollen deswegen eher mit Frauke Petry gemacht werden? Aber wie ist das eigentlich früher gewesen? Und: Sind die neuen AfD-Deutschen auch Arier? Also blauäugig, blond und blöd wie Adolf Hitler? Und außerdem auch noch Österreicher?

Die Nazis sollen die Ahnen der neuen Deutschen in Tibet vermutet haben. Dort kandidiert die AfD aber nicht. Das passt schon einmal nicht. Vor Alexander Gauland muss nicht gewarnt werden, wenn es um das Selbermachen geht. Das schafft er gar nicht mehr und entsorgt deshalb lieber. Frauke Petry hat schon so viele neue Deutsche gemacht. Aber nicht selbst. So weit ist die AfD biologisch noch nicht. Das passt also auch nicht. 

Nicht einmal der AfD-Spruch "Wir machen, was die CSU verspricht" passt. Denn Horst Seehofer macht durchaus neue Deutsche - sogar mit einer Geliebten. Obwohl sie streng genommen in Bayern zur Welt kommen. Das passt also nur bedingt. 

Zum Schluss noch diese Frage: Werden beim Machen der neuen Deutschen auch Gastarbeiter zugelassen?

Der erste Splitter

Der dreizehnte Splitter 


Mittwoch, 6. September 2017

Splitter 10

Nach dem TV-Duell...
Damit der Wähler wach bleibt und die Wählerin natürlich auch

Bei meinen Radtouren habe ich zwar noch niemanden gesehen, der vor einem der Wahlplakate eingeschlafen ist, aber wenn das so bleiben soll, sollte sich so manche Partei vielleicht einmal im Netz bedienen.

Der erste Splitter

Der elfte Splitter 

Dienstag, 29. August 2017

Splitter 9

Gefunden auf ingrum.co
Auch bei Twitter leere Wahlversprechen

Nicht nur im Bundestagswahlkampf, auch bei Twitter werden jetzt leere Wahlversprechen abgegeben. Damit Politikerinnen und Politiker weiter mühelos vom Boden der Tatsachen abheben können, ist inzwischen sogar ein Bundesminimalamt erfunden worden. Das verspricht:


Weniger Erdanziehungskraft!

Dieses Amt plant auch:

Mehr Fruchtgehalt in Apple-Produkten!

Und:

Rückenwind für Fahrradfahrer!

Endlich fertig werden will eine Kaffeetante:

Wir bauen den BER zum Bällebad um.

Der erste Splitter

Der zehnte Splitter

Sonntag, 27. August 2017

Splitter 8

Die ersten Werbeplakate hängen schon herum. 


















Buch statt Wahlkampf

Das ist doch wieder einmal typisch: Alle machen Wahlkampf. Angela Merkel schreibt ein Buch. Der Titel klingt zwar etwas sperrig, der Titel lautet "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben", außerdem hätten gut und gerne 100 Seiten mehr dem Werk gut zu Umschlag gestanden, aber die Aufmerksamkeit der Medien ist ihr sicher.

Worüber Merkel schreibt? Das ist ein streng gehütetes Geheimnis des Verlages. Bis zum 24. 9. soll darüber nichts durchsickern. Der "Spiegel" vermutet, dass es sich um einen Roman im Stile von Rosamunde Pilcher handelt, der sicherlich sofort vom ZDF verfilmt wird, die "Süddeutsche Zeitung" will erfahren haben, dass es sich um ein politisches Buch handelt, mit dem Angela Merkel an die Doktorarbeit von Helmut Kohl anknüpfen will. 

Laut "Frankfurter Rundschau" soll für dieses Buch aber keinesfalls gelten, was für Kohls Doktorarbeit gilt: "Niemand, der mehr über Merkels Sicht auf die Ereignisse der Nachkriegszeit erfahren will, muss sich während des Lesens mit einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz einverstanden erklären. Dieses Buch wird im Gegensatz zu Kohls Geheimschrift frei verkäuflich sein." Darauf habe der Verband der Deutschen Buchhändler bestanden.

Gerüchte, dass sich der Verkaufsstart verzögern könnte, weisen Autorin und Verlag zurück: "Wir schaffen das." 

Womit man rechnen muss, wenn man Kohls Doktorarbeit lesen will

Der erste Splitter

Der neunte Splitter


Samstag, 26. August 2017

Splitter 7

Werden die Bundestagswahlen manipuliert?

Der bisher kaum bekannte Verschwörungstheoretiker Un Fug aus Peking hat in einem sensationellen Beitrag die Auffassung vertreten, dass die Bundestagswahlen manipuliert werden. Der bisher noch nicht veröffentlichte Aufsatz liegt dem "Burgdorfer Kreisblatt" vor. Un Fug schreibt: "Dafür braucht in Deutschland niemand die Russen. Beamte reichen."

Seine These möchte Un Fug mit einer Umfrage belegen, die er bei der bundesweiten Initiative "Bündnis 13-Die Kühnen" in Auftrag gegeben hat. Die Frage lautet: "Würden Sie die Partei, die Sie am 24. September wählen, auch am 25. September wählen?"

Geradezu auffällig findet es der Verschwörungstheoretiker, dass sich merkwürdige Meldungen häufen. Un Fug: "Derzeit soll der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz immer beliebter werden, während die SPD immer schlechter abschneidet. Da stimmt doch was nicht." Die Ursache sei: "Die Umfragen werden an Wochentagen gemacht, die Wahlen finden am Sonntag statt."

Nur Beamte stellen sich, so der Verschwörungstheroretiker, schon während der Woche vor, dass bereits wieder Sonntag ist. Andere Berufsgruppen seien eher irritiert, wenn man sie beispielsweise am Montag fragt, was sie am Sonntag vorhaben: "Die arbeiten schließlich. Erst wenn die Wahlen auch an einem Wochentag stattfinden, können die tatsächlichen Ergebnisse wieder aussagekräftig werden. Bis dahin werden sie weiterhin von Beamten manipuliert."

Nachdenklich stimmen müsse auch die Tatsache, dass fast 25 Prozent der derzeitigen Bundestagsabgeordneten Beamte sind: "Sie sind also völlig überrepräsentiert. Sie manipulieren nicht nur, sie reißen sich auch die Bundestagssitze unter den Nagel."

Der Klick zur Umfrage 

Der erste Splitter 

Der achte Splitter

So geht die Wahl aus


Donnerstag, 24. August 2017

Splitter 6

Widerlicher Sprüche-Salat

Bürgerbüro der Stadt Burgdorf

Sehr geehrter Herr Vierke,

auf zwei untereinander hängenden Plakaten, die auf die städtische Werbetafel bei Aldi in der Marktstraße geklebt worden sind, wird ein Sprüche-Salat serviert, der von der AfD, den Republikanern und der NPD gemeinsam zubereitet worden sein könnte. 

Ich erspare mir eine Wiederholung dieser dummen Parolen, die zwar nicht in die Aufforderung "Hau hier ab!" münden, sondern in eine ebenso dämliche suggestive Frage, die nur diese Aufforderung zur Antwort haben kann.

Wer diesen Salat serviert, wird auf den Plakaten nicht verraten. Auch deswegen sollten sie von der Stadt Burgdorf schnellstmöglich wieder entfernt werden. Ich nehme heute Nachmittag einen Fotoapparat mit, um für www.burgdorferkreisblatt.de im Bild festzuhalten, was geschehen ist. Telefonisch habe ich Sie leider nicht erreicht.

Plakate verschwunden

Ich bin heute kurz nach 15 Uhr zu der städtischen Werbetafel geradelt. Die Schand-Plakate sind weg. 

Heinz-Peter Tjaden

Splitter 7 

Mittwoch, 16. August 2017

Splitter 5

Hat mich
inspiriert. 
Wahlergebnis in Berlin erst später

Stimmt offenbar. Mit Fake-News kann man Einfluss nehmen. Wie ich seit einer Stunde. Meine Behauptung, dass in Berlin das endgültige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl erst Mitte November verkündet wird, hat innerhalb weniger Minuten zu mehreren Bestellungen meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" geführt.

In der Hoffnung, dass ich nun nicht zum russischen Netzwerk von Putin gezählt werde, verlinke ich meinen Beitrag hier.

Der erste Splitter  

Dienstag, 15. August 2017

Splitter 4

FDP macht alles
wieder verfügbar.
In meinem Supermarkt wieder alles verfügbar

Gestern sind in dem Supermarkt, in dem ich einkaufe, noch alle Regale leer gewesen. Nichts war mehr verfügbar. Nicht einmal die Schokolade, die ich so gern esse. Doch das hat die FDP über Nacht geändert.

Gleich am Eingang empfing mich ein Mann mit Dreitage-Bart und behauptete, er heiße Christian Lindner. Er warf drei Tafeln Schokolade in meinen Einkaufswagen, begleitete mich zu den Milchprodukten und suchte für mich den leckersten Joghurt aus. Mein Einkaufswagen füllte sich endlich wieder auf dem Weg zur Kasse.

Der Mann, der angeblich Christian Lindner hieß, setzte sich an die Kasse und führte die von mir eingekauften und die von ihm ausgesuchten Waren über den Scanner.

"Der ist seit heute auch wieder verfügbar", sagte er und gewährte mir Rabatt auf die Leberwurst, weil die Verpackung ein wenig beschädigt war. 

"Und nicht vergessen", sagte er, bevor wir mein Fahrrad erreichten. "Machen Sie Ihre Kreuze am 24. September an den richtigen Stellen. Damit alles verfügbar bleibt."

Mein Blick folgte seinem Zeigefinger, der auf ein Plakat wies, das gestern noch nicht an dem Laternenmast hing. Ich verstand. Ich habe nun gar keine Wahl mehr.

Der erste Splitter

Der fünfte Splitter 

Dienstag, 1. August 2017

Splitter 2

Ohne Mädchen.
Seltene Beschäftigung mit der SPD

Wettmar, kurz nach 16 Uhr: Ein männlicher Brillenträger, Mitte 20, hängt SPD-Plakate auf. Ich halte an, zurzeit ist an der SPD kein Vorbeikommen. Auf dem Plakat entziffere ich das Wort "Bildung", weiß auf rotem Hintergrund. Der männliche Brillenträger zurrt das Plakat fest.

"Da fehlt doch was", sage ich.

Der Mitte 20-Jährige betrachtet das Plakat.

"Was denn?", fragt er. 

"Da ist doch eigentlich noch das Foto eines Mädchens drüber. Habe ich jedenfalls im Internet gesehen."

Der Mitte 20-Jährige betrachtet nun mich.

"Kann sein", antwortet er. "Mit der SPD beschäftige ich mich nicht so."

Der dritte Splitter

Anschau-bar

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