Posts mit dem Label Hund werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hund werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 12. Juni 2023

Tjaden tappt (565)

Der Altenbekener Damm-
grün auch ohne Hunde
an der Leine.
Foto: Heinz-Peter Tjaden

Kein zauberhafter Anfang

"Grün ist nicht alles, aber ohne Grün ist alles nichts" ("Neue Presse" Hannover, Seite 12) klingt nach Ernest Hemingway. Buchfinken dürften das trotzdem noch nicht gewusst haben. 

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Ist von Hermann Hesse - und Petra Rückerl in der ersten Folge der NP-Serie "Grünes Hannover" nicht gelungen. 

"Wenn Gabi Düwelhenke mal in ihrem Gartenhäuschen übernachtet und frühmorgens barfuß mit ihrem Handtuch durchs taunasse Gras schlendert..." schreibt sie. "Wenn Gabi Düwelhenke mal in ihrem Gartenhäuschen übernachtet und frühmorgens barfuß mit ihrem Handtuch durchs taunasse Gras schlendert, während der Hund zum Trocknen an der Leine hängt", wäre ein zauberhafterer Anfang gewesen. 

"Wenn sie durch den verwunschenen Garten zum See läuft", liefert uns erstens keine Erklärung dafür, warum der Hund immer noch nicht gebellt hat, und (wenn sie) "wiederkommt und mit einem Tee den erwachenden Tag begrüßt, dann kann dieser einfach nicht schlecht werden" ist zweitens sicherlich eine Sichtweise, die von dem inzwischen durchgehangenen Hund nicht geteilt wird.

"Neben dem Pfirsichbaum steht das graublaue Klohäuschen mit Plexiglas auf dem Dach, das die Sonne hereinlässt"-und hoffentlich auch den Hund, wenn er endlich nicht mehr an der Leine trocknet. 


Montag, 17. August 2020

Tjaden tappt (531)

Bekommt er in meiner
Villa genug Auslauf?
Wie viel Schule passt in Spahns Villa?

Als ich mir das letzte Mal eine 300 Quadratmeter große Villa in einem Nobelviertel gekauft habe, war ich mehrere Tage mit der Einrichtung beschäftigt, denn bei so beengten Wohnverhältnissen will jeder Platz für jedes Möbelstück sorgsam ausgesucht sein, denn sonst kann man sich irgendwann nicht mehr bewegen. Unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn scheint solche Probleme nicht zu kennen. 

Kaum hat er alle Möbel untergebracht, denkt er schon wieder über Corona nach. Kindergärten, Schulen, Wirtschaft und Handel gilt nun sein besonderes Augenmerk. Sie sollen in seiner Gesundheitspolitik einen besonderen Stellenwert bekommen. Da ich ebenfalls Villenbesitzer bin, möchte ich jedoch zu bedenken geben, dass man auf 300 Quadratmetern höchstens zwei Kindergartengruppen, zwei Schulklassen, einen Tante-Emma-Laden und keinen einzigen Betrieb unterbringen kann. 

Wenn es ums Feiern geht, hat Spahn durchaus begriffen, wie eng es in einer derart kleinen Villa werden kann. Deswegen warnt er vor zu vielen Gästen auf zu geringem Raum. Wenn man dann auch noch einen Hund hat, muss auch bedacht werden, was sich Jutta Klöckner für jeden Vierbeiner wünscht. Genug Auslauf nämlich, und zwar zweimal am Tag. Den Hund durch die Villa rennen lassen, reicht nicht. Der Garten muss also noch größer sein als die Villa. 


Freitag, 3. Januar 2020

Tjaden tappt (441)

"Sie haben Ihr Ziel erreicht."
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Geht auch anders

Kann man machen. Ich radele von Großburgwedel nach Kleinburgwedel. Eine Radlerin mit Hund an der Leine kommt mir entgegen, hält auf mich zu. Ich muss absteigen. Sie steigt ebenfalls ab. Sagt: "Meines Hundes wegen radele ich absichtlich so." Muss man aber nicht.

Kann man fragen. Ich radele von Engensen nach Wettmar. Ein Dreikäsehoch krabbelt über den Radweg. Sein Bruder passt auf sein eigenes und auf das Fahrrad seines Bruders auf. Die Mutter ruft: "Pass auf. Ein Radfahrer." Der Kleine rappelt sich auf. Fragt: "Wie heißt du?" Ich antworte: "Peter." Er fragt: "Was ist denn das für ein Name?" Muss man nicht fragen. 

Freitag, 7. Juli 2017

Verrückter Hund

Ein Tagebuch?
Ein Meisterwerk!
Das Tagebuch von Mike Tjaden

Von mir kennt man das nicht anders: Jedes meiner Bücher wird ein Erfolg. Ob "Wenn Zahlen Streit bekommen", "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70", "Die Trump-Bibel" oder "Die Mörderin, die unschuldig ist", was ich schreibe, wird gern gelesen und deshalb von der lokalen Presse nicht erwähnt. Die fürchtet schlicht und einfach, dass sie jede Erwähnung meiner Bücher unzählige Leserinnen und Leser kostet. Denn wer meine Veröffentlichungen studiert, kann zur gleichen Zeit nicht auch noch die Zeitung studieren.

Nun schaffe ich mir selbst Konkurrenz. Die belebt bekanntlich das Buchgeschäft. Deshalb gebe ich hier unumwunden zu, dass meinem verstorbenen Jagdterrier Mike Tjaden zu seinen Lebzeiten (wann denn sonst?) Tagebuch-Kunstwerke gelungen sind wie bislang noch keinem einzigen Jagdterrier. Bisher sind nur Pudel dafür bekannt, dass sie hervorragend schreiben können.

Erschienen ist dieses Tagebuch heute im Kindle-Shop als e-book. Eine Print-Ausgabe gibt es auch.

Der Klick zur Bestellung e-book

Der Klick zur Bestellung Print-Ausgabe

Samstag, 6. Mai 2017

Tjaden tappt (210)

So sieht die Sonne aus. Gibt es auch ohne Sonnenbrille.
Vor sieben Jahren hat Radio Antenne diesen Beitrag von mir ausgestrahlt, den ich hiermit wiederhole: 

So weit,

lieber Petrus,

ist es gekommen. Mein Hund schult auf Seehund um. Besucht einen Kursus an der Volkshochschule (VHS). Lässt sich mit dem Taxi hinfahren, weil es ohne Unterlass regnet. Mal weniger - meistens mehr. Die Taxifahrten gehen ins Geld. Sollte ich mich weigern, die trockene Anreise zu finanzieren, droht Mike - so heißt mein Hund - mit der Einschaltung des Tierschutzvereins.

Wie man meine Toilette benutzt, hat mein Hund inzwischen gelernt. Manchmal rutscht Mike noch mit dieser oder jener Pfote von der Toilettenbrille ab, aber von Regentag zu Regentag sinkt seine Unfallrate. Gehe ich zur Wohnungstür, versteckt sich Mike hinter Sofakissen. Er will nicht mehr raus. Dort trifft man auch kaum noch Hundedamen. Und wenn, dann schnüffeln sie nicht, sie treiben von Pfütze zu Pfütze an einem vorbei.

Lieber Petrus, wir schreiben den 15. März 2010. Ist Frühling. Eigentlich. In Deutschland gibt es vier Jahreszeiten. Früher. Hast du die Jahreszeiten verlegt, wie ältere Menschen hin und wieder ihre Brille verlegen und nach zwei Stunden feststellen: Sie sitzt auf der Nase?

Sollen wir uns einen jüngeren Wettergott suchen, der sich noch auskennt mit Winter (Schnee, Frost), Frühling (Blumen, Sonne), Sommer (Strand, Schweiß auf der Stirn) und Herbst (Bunte Blätter, Ernte)? Oder müssen wir wie 1985 die "Bild"-Zeitung einschalten, damit du per Schlagzeile "Petrus spinnt" daran erinnert wirst, was ein Wettergott zu tun und was er zu lassen hat?

Wenn wir dir einen Klempner schicken sollen, damit der den Wasserhahn repariert, dann sag Bescheid. Aber schnell.


"Tjaden tappt" auch durch dieses e-book

Samstag, 11. März 2017

Tjaden tappt (196)

DDR-Spione dürfen auch einen Hund ohne Impfausweis mitbringen

Nach dem zweiten Weltkrieg verlieren sich Bruder und Schwester an der Werra aus den Augen. Sie gründen Familien in Kiel und in Dittersdorf bei Karl-Marx-Stadt, finden sich über den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes nach vielen Jahren wieder. Ich heirate die Kieler Tochter des Hauses, besuche mit ihr seit 1986 häufiger die Familie in Dittersdorf. Vom Verfassungsschutz werde ich deswegen wahrscheinlich vorsorglich beobachtet, man hat den Verdacht: "Der ist DDR-Spion."

Als solcher vergesse ich bei der ersten DDR-Einreise den Impfausweis meines Hundes. Der Grenzer sagt: "Fahren Sie auf den Parkplatz." Dort warten meine Frau, der Hund und ich ungefähr eine Stunde lang, ein Tierarzt erscheint, schaut sich den Hund an und sagt: "Der ist gesund." Er stellt mir für zwei DDR-Mark eine vorläufige Bescheinigung aus. Wir dürfen weiterfahren.

Solche Begebenheiten dürften den Verdacht des Verfassungsschutzes erhärtet haben. Vielleicht steht in meiner Akte: "DDR-Spion darf weiterreisen, obwohl internationale Bestimmungen das verbieten." Oder so ähnlich.

1989 haben wir ein Projekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus Leipzig gestartet. Daraus ist die Broschüre "Niemand hat die Absicht, die Einheit zu verhindern" geworden. Die hat es lange beim deutschen Selfpublishing-Portal Lulu gegeben. Bis ein Wilhelmshavener Polizeibeamter, der vorher schon das Wilhelmshavener Amtsgericht in zwei Verfahren belogen hat, wegen einer Veröffentlichung über die Methoden von Wilhelmshavener Jugendamt und dieses Polizeibeamten noch verrückter spielt. Er schießt so lange gegen meine Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine", bis mein gesamtes Lulu-Konto gelöscht wird. Man kann keine Broschüre von mir mehr bestellen.

Ich weiche auf Amazon und den Kindle-Shop aus. Dort ist "Niemand hat die Absicht, die Einheit zu verhindern" heute auch als e-book erschienen. Hier bestellen

Mehr über "Lügen haben Jugendamtsbeine" auf www.szenewilhelmshaven.de 


Freitag, 16. Oktober 2015

Tjaden tappt (58)

In diesem Tierheim ist mein Hund
 in diesem Jahr zweimal
gewesen: Im Januar, weil
 er in Wettmar ausgerissen ist,
im September, weil er
 beschlagnahmt wurde.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Fast 300 Euro für Belagerung meiner Wohnung

Da belagern am 16. September 2015 zwei Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes der Region Hannover rund eine Stunde lang meine Wohnung, zwei Polizeibeamte werden hinzugerufen, die ebenfalls klingeln, klopfen und vor meinen Fenstern stehen, bis ich mit den Nerven fertig bin, mit meinem Hund nach draußen gehe, der sogleich beschlagnahmt wird, weil er angeblich unterernährt ist.

Meinen Hund darf ich nach 10 Tagen wieder aus dem Tierheim Langenhagen-Krähenwinkel abholen, dort werde ich behandelt, als sei ich ein Tierquäler, weisungsgemäß gehe ich zu einem Tierarzt, der stellt fest, dass mein Hund gar nicht unterernährt ist. Der Anweisung, meinen Hund wöchentlich zu wiegen, folgt dieser Tierarzt gar nicht, nach einem weiteren Praxisbesuch heißt es: "Wenn Sie noch einmal wiederkommen, müssen Sie Ihren Hund nicht mitbringen."

Der Tierarzt hat 84,03 Euro von mir bekommen, nun habe ich auch eine Rechnung vom Veterinäramt der Region Hannover erhalten. Für die Belagerung meiner Wohnung soll ich 87 Euro bezahlen, für den Tierheimaufenthalt meines Hundes 130,31 Euro. Fällig ist die Forderung innerhalb von zwei Wochen. Allerdings kann ich vor dem Verwaltungsgericht in Hannover klagen. 

Ich verfüge über monatliche Einnahmen von 700 Euro. Schon in diesem Monat bin ich wegen der Tierarztkosten finanziell am Ende...Ohne Futterspende einer Burgdorferin könnte ich meinem Hund nichts mehr in den Fressnapf tun.

Tjaden tappt (60): Schmutziges Spiel  

Zum Beginn der Serie


Freitag, 3. Juli 2015

Tjaden tappt (XXXIX)

Ein Mädchen names Nedeida

Sie trägt ein buntes Röckchen. Dazu eine weiße Bluse. Sie setzt sich zu mir auf die Bank. Fragt: "Darf ich deinen Hund festhalten?" Darf sie: "Du musst ihn mir aber zurückgeben." Sie nickt. Sie fragt mich, ob ich zuhause Kassetten habe. Schaut mich an, ihre hellblauen Augen strahlen: "Du siehst aus wie ein Kapitän." Ich ziehe ihr die Mütze ins Gesicht. Sie zieht sie wieder hoch. Ich frage sie: "Wie heißt du?" "Nedeida", antwortet sie. "Und du?" "Peter", antworte ich. Der Bus kommt. Sie steht auf, gibt mir die Hundeleine, geht mit ihrer Mutter zum Bus, dreht sich um: "Wir sehen uns wieder." Sie ist drei oder vier Jahre alt, ihre Mutter hat einen osteuropäischen Akzent.

Auf dem Nachhauseweg denke ich, dass ich dieses Mädchen nie getroffen hätte, wenn es in Europa immer noch den "Eisernen Vorhang" geben würde. Wie oft wird doch das Große im Kleinen sichtbar - und wie oft übersehen wir es...

Freitag, 21. März 2014

Tjaden tappt (IV)

Zweites Regal von unten: Dort steht mein Senioren-Ratgeber
"Zerstreutes Wohnen" ganz rechts.


















Zerstreutes Wohnen nun auch öffentlich

Man kann seinen Hund vor dem Supermarkt vergessen, man kann sich morgens fragen, was für eine Frau neben einem im Bett liegt, man kann ungestört die "Senioren-Bravo" lesen: Zerstreutes Wohnen ist besser als betreutes Wohnen. Das wissen bereits viele über 70-Jährige, die meinen Ratgeber gelesen haben.

Seit heute steht dieses einzigartige Werk im öffentlichen Bücherschrank der Stadt Burgdorf. Wer zuerst kommt, liest zuerst. Wenn er den Weg nach Hause findet.

Sollte dieses Buch bereits weg gegriffen worden sein: Der Uli hat in der Nähe eine Buchhandlung. Steht "Wegeners" drüber...Einfach einen unter 70-Jährigen nach dem Weg fragen. 

Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...