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Freitag, 2. August 2019

Tjaden tappt (407)


Der Fischtorbrunnen
in Mainz. 
Was unterscheidet die Taufe von einer Schiffstaufe?

In fast jeder „Bild am Sonntag“ macht sich die ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann Sorgen um den Bestand der evangelischen und der katholischen Kirche. Wenn die Kirchen verschwinden, meint sie, verschwindet auch das Wissen über Ostern und Weihnachten.

Damit die Kirchen nicht zu schnell verschwinden, kritisiert Margot Käßmann den plötzlichen Tod. Ein schleichender ist ihr aus kirchensteuerlicher Sicht lieber.

Der Tod soll es also nicht zu eilig haben. Doch: Vergisst Margot Käßmann da nicht etwas? Getauften kann der Tod nach christlicher Auffassung doch gar nichts mehr anhaben.

Das unterscheidet die Taufe in der Kirche von der Schiffstaufe. Deshalb ist es jedem Geistlichen untersagt, bei der Taufe eine Champagnerflasche von der Decke baumeln zu lassen, um diese mit Schwung gegen den Kopf des Babys zu schmettern.

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Sonntag, 26. März 2017

Tjaden tappt (200)

Schreibt für die "Bild am Sonntag"-
aber warum?
Die vier Gruppen der Margot Käßmann

Bei Sonnenschein betrachtet erscheinen die Beiträge der ehemaligen Landesbischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (1999 bis 2010) in einem anderen Licht. Diese Beiträge verzapft Margot Käßmann für "Bild am Sonntag". Heute unterscheidet sie zwischen "Christen, Juden, Muslimen, aber auch Menschen ohne Glauben", erwartet aber, dass alle ihr glauben, was sie schreibt. So erwartet, gibt es eigentlich keine "Menschen ohne Glauben". Wer hätte das schon erwartet? Ich.

Ich bin weder Christ noch Jude noch Moslem, trotzdem glaube ich, dass diese Frau sich mit anderen Themen beschäftigen sollte als sie das regelmäßig tut. Schreiben darf man ihr das aber nicht. Dann schweigt sie.

Ich jedenfalls frage mich derzeit, wozu die Nonnen gehören, die in Irland Kinderleichen entsorgt haben als seien sie Müll, weil ihre Mütter nicht verheiratet gewesen sind. Sind diese Nonnen Christinnen? Oder ist die katholische Kirche eine andere christliche Abteilung, in der so was schon einmal vorkommen kann? Jedenfalls bis 1970?

Wer zwischen "Christen, Juden, Muslimen und Menschen ohne Glauben" unterscheidet, diffamiert nicht nur mehrere Millionen Deutsche, die laut Käßmann nichts glauben, er sperrt auch noch andere Weltreligionen aus. Weil die etwas ganz anderes glauben als die Religionen, für die Abraham eine wichtige Rolle spielt?

In ihrem heutigen Beitrag geht es Margot Käßmann übrigens um die Terroranschläge in Berlin und in London. Die Überschrift lautet "Vergesst die Täter, denkt an die Opfer". Geht es noch, Frau Käßmann? Reicht es nicht, dass die Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen das Innenministerium des Landes vergeblich vor dem Attentäter Amri gewarnt haben? War es etwa gut, dass dieser potenzielle Terrorist so lange vergessen wurde, bis er losfuhr, um Menschen zu töten? Sollen wir die bisher über 800 Kinderleichen in Tuam gleich mit vergessen?






  

Sonntag, 13. November 2016

Tjaden tappt (178)

Was hat sie nur gegen Skatspieler?
Mehr als Nein und Carmen

Falls Sie sich fragen sollten, was diese Überschrift zu bedeuten hat, dann weiß ich das eigentlich auch nicht so genau. Da aber die Kolumne von Margot Käßmann in der "Bild am Sonntag" (BamS) "Mehr als Ja und Amen" heißt, erübrigt sich längeres Nachdenken - über meine Überschrift und über den heutigen Beitrag "Die Machos sind zurück!" der evangelischen BamS-Kolumnistin. 

Denkt Margot Käßmann an Machos, denkt sie auch sofort an Erdogan, Putin und Trump als Skatspieler, die Frauenwitze reißen, sich auf die Schenkel klopfen und sich toll finden ("Penisgröße inbegriffen", OT Käßmann). Die BamS-Kolumnistin geht also sehr pfleglich mit ihren Vorurteilen um, die sie gegenüber Skatspielern hat. 

Ihren Ausführungen mangelt es aber an weiteren Erläuterungen wie "Trump würde sicherlich vor jedem Spiel zwei Damen drücken", "Erdogan würde nur mitspielen, wenn die Damen voll verschleiert wären", "Putin würde nur mitspielen, wenn man ihm versichert, dass er kein böse Bube ist".

"Inzwischen habe ich schon die Zensur im Kopf: Eigentlich sollte ich diese Zeilen nicht schreiben. Es wird im blog und in E-mails lauthals gelästert werden", fürchtet Margot Käßmann und meint wohl kaum die evangelischen weißen Christen aus den USA, die zu 81 Prozent Trump gewählt haben. Die scheinen weder etwas gegen Frauenwitze noch etwas gegen Penisvergleiche zu haben. Kehrt sie deswegen vor der eigenen evangelischen Tür?

Mehr als Nein und Carmen!   

Anschau-bar

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