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Samstag, 2. Mai 2020

Tjaden tappt (490)

Meine MSTO-Maske wird nicht
zurückgerufen. 
Gegen diese Masken kann man nichts machen?

Meine MSTO-Bedeckung regt zu Gesprächen an. Heute in einem Supermarkt. Die Frau trägt eine FFP2-Maske und bestätigt mir, dass die Masken, die wir kaufen können, nicht sicher sind.

"Stimmt", sagt sie. "Aber wir können ja doch nichts machen, wenn das angeordnet wird."

Die "Schwäbische Zeitung" titelt heute "Wer die FFP2-Maske trägt, schützt andere nicht". Ein Rettungssanitäter aus Hannover hat schon vor der Einführung der MSTO-Verordnung vor dem Tragen dieser Maske gewarnt. 

Und was ist mit den so genannten "Alltagsmasken"? Für in China hergestellte gibt es schon Rückrufaktionen, wer diese Masken vorschriftsmäßig reinigen will, kennt keine Langeweile mehr.  Fehler wird er trotzdem machen und sich so in Gefahr bringen.

Da trage ich doch lieber meine MSTO-Bedeckung und rege die Leute zu Gesprächen an. 

Samstag, 14. März 2020

Tjaden tappt (455)

Marktstraße/Poststraße: Hier
können den Autos, die
nach rechts abbiegen,
auch Fahrräder entgegenkommen. 
Darauf
hingewiesen
wird aber
erst in
der Poststraße
auf einem
Schildchen.
Radfahrer, fährst du in Burgdorf auf der Braunschweiger und dann auf der Poststraße, dann wundere dich darüber, dass du anschließend nicht im Krankenhaus liegst.

Verunglücken könntest du schon auf der Braunschweiger Straße, denn links von dir parken Autos, die von den dir entgegenkommenden Autos ignoriert werden. Zwar gilt die Regel "Wer das Hindernis auf seiner Seite hat, ist wartepflichtig", aber das wissen nur Führerscheinbesitzer. Die sind in Burgdorf sehr selten. Die anderen fahren einfach links weiter und auf dich zu.

Konntest du gerade noch rechtzeitig ausweichen, dann wird es auf der Poststraße keinesfalls ungefährlicher. Denn das letzte Stück ist schmaler als das vorherige. Wahrscheinlich, weil die Poststraße dort Einbahnstraße ist. Das gilt allerdings nicht für Radfahrer. Worauf die Autofahrer auf einem kleinen Schild hingewiesen werden. Das sie aber erst bemerken, wenn für dich der Krankenwagen kommt.


Mittwoch, 30. Oktober 2019

Tjaden tappt (427)

Man achte auf den Zeitungsständer.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Vorsicht vor einer eigenen Meinung

Zwei Drittel der Deutschen halten lieber mit ihrer Meinung hinter dem Berg. Habe ich heute an einem Kiosk erfahren, weil es auf der Titelseite der "Zeit" stand. Wahrscheinlich haben diese Leute Angst, weil nicht Schneewittchen und die sieben Zwerge hinter dem Berg wohnen, sondern sie selbst. Wer isst schon gern mit einem Angsthasen von einem Tellerchen, wenn der Blick in den Spiegel beweist: Man sitzt allein am Tisch?

Außerdem ist es viel leichter, eine fremde Meinung zu haben. Wenn die nicht geteilt wird, kann man immer noch sagen: "Das denke nicht ich, sondern mein Nachbar." Dabei sollte man allerdings zumindest auf eins achten: Dieser Nachbar darf nicht sehr beliebt sein, sonst bereut man irgendwann noch, dass man nicht einmal mehr fremde Meinungen vertritt.

Aber auch fremde Meinungen beliebter Nachbarn müssen nicht immer von anderen geteilt werden. Deswegen empfiehlt sich der Zusatz: "Ich weiß allerdings nicht, ob ich das richtig verstanden habe." Hat man etwas angeblich falsch verstanden,  während die anderen durchaus verstehen, was gesagt worden ist, dann könnte es sein, dass die fremde Meinung zur eigenen wird. Dann wird es gefährlich.  




Dienstag, 1. Oktober 2019

Tjaden tappt (422)

Aus dem Kreisel in die Gefahr. 
Was Burgdorf von Radfahrern hält

Sag mir, wie du dich fortbewegst, und ich zeige dir, was ich von dir halte. Denn Burgdorf ist doch nicht Utrecht, wo die Stadt das Radfahren fördert, und zwar mit über 30 Mal so viel Geld je Radfahrer wie die Stadt Burgdorf wahrscheinlich auch am Kleinen Brückendamm.

Folgen Sie mir bitte. Erst einmal zu dem Kreisel am Schwarzen Herzog. Den verlassen wir auf dem Kleinen Brückendamm. Weil es so schön ungefährlich ist. Den Radfahrstreifen kann man bei Regen zwar kaum noch erkennen und die Piktogramme gar nicht mehr, aber dafür dürfen wir nach einigen Metern die Straße verlassen. Wo, sieht man allerdings auch kaum noch. Entdeckt man den Radweg trotzdem, stört einen auch das nasse Laub nicht mehr. Radfahren kommt eben vor dem Fall.

Dafür ist die Fahrbahn des Kleinen Brückendamms schön sauber. Rutschende Radfahrer sind schlicht seliger denn rutschende Autos. Es könnte ja der Bürgermeister vorbeikommen. Der wohnt schließlich in der Nähe und seinen Nächsten sollte man auch als Radfahrer lieben.

Anschau-bar

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