Posts mit dem Label Ukraine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ukraine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. August 2023

Tjaden tappt (571)

Gott und die Kirchen: Nur noch sachliche Romanze

Der Kirche, ob evangelisch oder katholisch, ist der alte Chef abhanden gekommen. Über den wird in der Bibel berichtet, dass er fast die gesamte Menschheit vernichtet hat, weil sie in seinen Augen eine schlimme Entwicklung nahm, einige Menschen und Tiere aber rettete, dass er dem Anführer einer Flucht mit Verhaltensvorschriften auf einer Steintafel half, als seine Gefolgsleute anfingen, über die Stränge zu schlagen und gemaßregelt werden mussten, damit die Flucht aus Ägypten doch noch ein gutes Ende nehmen konnte, dass er einen gehorsamen Mann so lange gepiesackt hat, bis es an seiner Treue keine Zweifel mehr geben konnte, wofür er mit großem Reichtum belohnt wurde, dass er Kranke heilte, weil sie an seinen Worten nicht zweifelten, und dass er sogar einen Mörder mit dem Paradies belohnte, weil der zum Tode Verurteilte ihm zur Seite gesprungen war. 

Da derlei nicht mehr geschieht, versuchten es die Kirchen mit einem neuen Chef. Doch der ist laut Erich Kästner vor etwa 100 Jahren auch schon wieder aus der Kirche ausgetreten. Der Dichter teilte mit: „Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott. Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten. Die Nachricht stimmt! Der liebe Gott ist aus der Kirche ausgetreten.“

Blieb die von Kästner 1928 beschriebene „sachliche Romanze“. Die gestaltet sich laut Thorsten Hoppe von der Burgdorfer Paulus-Gemeinde in der jüngsten Ausgabe des „Südstadtbriefes“ so: „Ich wiederum glaube nicht an eine Instanz, die Dinge spontan zum Guten wendet.“  

Damit erübrigt sich die Frage, warum diese Instanz nicht einmal mehr eingreift, wenn sogar Kinder leiden, obwohl der alte Chef vor 2000 Jahren gesagt haben soll, dass Kindern das Himmelreich gehört, von dem Thorsten Hoppe zufolge nichts weiter geblieben ist, als ein Ort, an dem man wie Erich Kästner allein sitzt, kein Wort mehr spricht und „es einfach nicht fassen“ kann.       

Dienstag, 17. Februar 2015

Tjaden tappt (XXVI)

Ein Autor für Deutschland.












Deutschland braucht einen Dario Fo

Seit die Burgdorferin Ursula von der Leyen für die Bundeswehr zuständig ist, fliegen die Hubschrauber nicht mehr, fuchteln Soldaten mit Besenstielen herum, weil den Waffen etwas fehlt. Da fehlt uns ein Dario Fo und ein Theaterstück wie "Zufälliger Tod eines Anarchisten", das ich im Ballhof gesehen habe. Die Szene, in der es darum geht, wie der Anarchist horizontal aus dem Fenster eines Polizeigebäudes gefallen sein soll, werde ich nie vergessen. Das ist so absurd, das können eigentlich nur Politikerinnen und Politiker. Oder Ermittlungsbeamte, wenn sie lügen.

Als Titel für Theaterstücke schlage ich "Zufällige Entstehung einer Friedensarmee" oder "Zufällige Schüsse aus einem Besenstiel" vor. Dass Bundeswehr-Hubschrauber nicht fliegen und die Waffen nur zum Schießen im Sinne von Totlachen sind, stört mich nicht, mich stört nur der Gedanke, wie sinnvoll dieses Geld ausgegeben werden könnte.

Doch was ist eigentlich noch sinnvoll in der Welt der Politik? Da fegt Angela Merkel mit Hollande durch die Gegend, um Frieden in der Ukraine zu schaffen und was denkt sich Putin? Der denkt an "Zufällige Unterschrift unter einem Waffenstillstandsabkommen zum Zwecke der Überrumpelung des Gegners". Der Titel des Theaterstücks könnte auch "Wenn Merkel und Hollande wieder zurück sind, wird zurückgeschossen" lauten. Das Absurde ist, die Waffen, die Russland liefert, funktionieren auch noch.

Also muss Minsk III her. Die Bundeswehr löst in der Ostukraine die Separatisten ab - und schon herrscht wirklich Waffenruhe. Technisch bedingt...



Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...