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Freitag, 23. Oktober 2015

Tjaden tappt (60)

Das Regionshaus in Hannover.
Schmutziges Spiel des Veterinäramtes der Region Hannover

Fast 300 Euro Kosten soll ich schon tragen, seit heute sollen 517,68 Euro dazu kommen. Steht in einem Schreiben mit der Betreff-Zeile "Festsetzung von Zwangsgeld". Dabei beruft sich die Behörde auf Behauptungen, die der Burgdorfer Tierarzt S. "auf Nachfrage" des Veterinäramtes aufgestellt haben soll. 

In einer Antwort-mail habe ich dieser Behörde sofort klar gemacht, dass ich bei diesem schmutzigen Spiel nicht mitmachen werde und davon ausgehe, dass die S. untergeschobenen Behauptungen nicht stimmen, weil sie im krassen Widerspruch zu dem stehen, was mir dieser Tierarzt bei meinem ersten Praxisbesuch und zwei Tage später eine Mitarbeiterin von ihm am Telefon gesagt haben. 

Aber was erwarte ich eigentlich von einer Behörde, die bei mir erst den Eindruck erwecken lässt, der Tierschutzverein von Hannover stecke hinter der Beschlagnahme meines Hundes und dann der Polizei erzählt haben soll, man habe durch eines meiner Fenster ein unterernährtes Tier gesehen und müsse deshalb eingegreifen. Von Unterernährung meines Hundes ist auch nicht mehr die Rede, außerdem ist der zuständige Mitarbeiter des Veterinäramtes gegen eine Mitarbeiterin ausgetauscht worden. Durch mein Fenster hat am Tag der Beschlagnahme niemand etwas sehen können. Die Jalousien waren heruntergelassen.

Der Tierarzt S. soll gesagt haben, dass ich meinen Hund nicht habe wiegen lassen und dass ich zu einer "Futtermittelberatung" nicht erschienen sei. Bei meinem ersten Tierarztbesuch hat S. meinen Hund nicht gewogen, weil er ganz richtig feststellte, dass mein Jagdterrier nicht unterernährt ist, die behauptete und von mir angeblich versäumte "Futtermittelberatung" hätte so ausgesehen: "Bringen Sie doch einmal eine Dose Hundefutter vorbei. Dann schauen wir mal, ob etwas mit den angegebenen Kalorien nicht stimmt." Außerdem soll mich S. darauf hingewiesen haben, dass mein Hund "auf Medikamente gesetzt" werden müsse, weil er unter einer Schilddrüsenunterfunktion leide. 

Bei einem Telefongespräch mit einer Mitarbeiterin von S. ist aber nur die Rede davon gewesen, dass man "eine Kur probieren" könne, wenn ich das wolle, könne ich ja einmal ohne meinen Hund vorbeischauen und die Tabletten abholen. Da mein Hund kein einziges Symptom für eine Schilddrüsenunterfunktion hat, hielt ich das für überflüssig.

Das Veterinäramt der Region Hannover schließt nun messerscharf aus dem offenbar frei erfundenen Gespräch mit dem Burgdorfer Tierarzt S., dass ich mich auch weiterhin nicht an die Verfügung der Behörde halten werde. 

Ich habe vor dem Verwaltungsgericht in Hannover das Veterinäramt der Region Hannover verklagt. Falls der Burgdorfer Tierarzt S. als Zeuge geladen wird, könnte sich diese Behörde der Region Hannover so herausreden: "Wir haben nie behauptet, dass unsere Mitarbeiterin direkt mit dem Tierarzt gesprochen hat. Schließlich schrieb sie Herrn Tjaden nur: ´Wie mir die Tierarztpraxis auf meine Nachfrage mitteilte...`"

Noch mehr Probleme bekommt das Veterinäramt mit dem Vorwurf (soll mich 200 Euro kosten), ich hätte mich an die Anweisung "Die tierärztliche Behandlung ist binnen einer Woche an Hand einer Bescheinigung nachzuweisen." nicht gehalten. Bevor ich mich bei meinem ersten Tierarztbesuch von S. verabschiedet habe, fragte ich ihn: "Schreiben Sie an das Veterinäramt?" Seine Antwort: "Ich rufe die morgen an." 

Die Verfügung des Veterinäramtes der Region Hannover hatte ich bei diesem Besuch übrigens ebenso dabei, wie meinen Hund. S. behielt die Verfügung und schickte sie mir per Post zwei Tage später kommentarlos zurück.

Schlussbemerkung: Ich habe das Veterinäramt der Region Hannover auch um Auskunft darüber gebeten, was mein Hund bei der Einlieferung ins Tierheim Langenhagen-Krähenwinkel gewogen hat. Eine Auskunft bekam ich nicht...

Zum Beginn der Serie

Tjaden tappt (63): Das Ideal-Herrchen  

Dienstag, 6. Oktober 2015

Tjaden tappt (54)

So, Sie kleines Dusselchen

Wir erklären Ihnen nun einmal, was ein Jagdterrier braucht. Wenn wir das nicht wissen, wer weiß es dann? Nach diesem Motto hat das Veterinäramt der Region Hannover meine Beschwerde über die Beschlagnahme meines Hundes beantwortet. 

"Sie haben sich schon Gedanken gemacht und diese uns dargelegt. Ich möchte Sie darin bestärken...", schreibt die Leiterin des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Ihren Brief beendet sie mit "Sollten Sie weitere Verständnisfragen haben, können Sie mich gern anrufen."

Und wenn ich die nun täglich habe, um nicht zu sagen, stündlich? Darf ich dann jedes Mal anrufen? Darf ich mich dann auch danach erkundigen, warum mir vorgeworfen wird, ich sei zu oft mit meinem Jagdterrier als Radfahrer unterwegs, während mein Hund diese Ausflüge genießt und oft schneller zu Pfote unterwegs ist als ich? 

Noch mehr in Ehrfurcht erstarre ich bei der Antwort des Großburgwedeler Polizeikommissariats, das nach meiner Beschwerde mitteilt: "Da die beiden Mitarbeiterinnen des Fachdienstes der Region Hannover Ihren Hund durch ein Fenster Ihres Hauses in Augenschein nehmen konnten und eine Unterernährung des Tieres festgestellt haben, gab es nach telefonischer Rücksprache mit der Amtstierärztin der Region Hannover die Anordnung zur Beschlagnahme Ihres Hundes." 

Ich wohne im Erdgeschoss, das rechte Fenster hat auf Kipp gestanden, die Jalousien vor beiden Fenstern waren heruntergelassen - da sieht man schlicht nichts. Man hört nur etwas. Kann man neuerdings die Unterernährung eines Hundes hören?

Um die Frage, warum in den beiden Tierheimen, in denen mein Jagdterrier dieses Jahr gewesen ist, diese angebliche Unterernährung übersehen wurde, und warum eine Tierärztin, bei der mein Hund in diesem Jahr ebenfalls war, davon nichts bemerkte, haben sich Polizei und Veterinäramt elegant herumgedrückt. Außerdem haben alle, die meinen Hund und mich kennen, mit Unverständnis reagiert, als ich ihnen von der Beschlagnahme erzählte.

Auf mich kommen nun Kosten für den Tierarzt zu, der jede Woche das Gewicht meines Hundes kontrollieren soll, auch die Kosten für die Beschlagnahme und den anschließenden Tierheimaufenthalt werde ich tragen müssen. Das - und nur das - habe ich kleines Dusselchen begriffen. Dass Behörden Fehler nur selten zugeben, ist mir schon länger bekannt. So dusselig bin ich nicht...

Inzwischen habe ich es auch mit einem Polizeibeamten aus Wilhelmshaven zu tun, der auf Beschwerden gegen sein Verhalten mit einem blog "Die Akte Tjaden" reagiert. Damit beschäftigt sich gerade das Polizeikommissariat in Wilhelmshaven. Werde ich wieder das Dusselchen sein? Hier klicken

Anmerkung: Ich bin heute Nachmittag mit Mike bei einem Burgdorfer Tierarzt gewesen. Er stellte fest, dass mein Jagdterrier nicht dürr, sondern schlank ist, er drückte mir andere Augentropfen in die Hand, weil mir das Tierheim von Hannover die falschen empfohlen hatte und nahm Mike Blut ab, um festzustellen, ob seine Schilddrüse richtig funktioniert. Wenn jetzt die Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes, die fast eine Stunde lang meine Wohnung belagert haben, behaupten sollten, sie hätten auch das mit der Schilddrüse durch ein Fenster mit heruntergelassener Jalousie bemerkt, dann sei ihnen gesagt: Das Ergebnis bekomme ich erst morgen. Dieser Tierarztbesuch hat mich 84,03 Euro gekostet. Und warum wurde am 16. September 2015 bei mir der Eindruck per Zettel im Briefkasten erweckt, die Belagerinnen seien vom Tierschutzverein Hannover?

Fast 300 Euro für Belagerung meiner Wohnung 

Zum Beginn der Dusselchen-Serie 

Anschau-bar

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