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Donnerstag, 26. März 2020

Tjaden tappt (463)

Rücksichtsloser Falschparker. 
Zu mittig geparkt. Fotos: Tjaden
Über Falschparker in Supermärkten

Wenn Paare mit zwei Einkaufswagen durch einen Supermarkt fahren sollen, damit sie und er über einen rollenden Abstandshalter verfügen, müsste dann nicht auch jede Kundin und jeder Kunde aufgefordert werden, immer mindestens eine Hand am Einkaufswagen zu haben? Denn: Viele parken ihren Einkaufswagen in den Gängen und sind ohne Einkaufswagen von Regal zu Regal unterwegs. 

Außerdem: Unzählige Einkaufswagen werden falsch geparkt. Einige stehen kreuz, die anderen quer in den Gängen. Wenn jede und jeder immer mindestens eine Hand am Einkaufswagen haben müsste, käme es nicht zu diesem bedenklichen Parkverhalten, das erst an der Kasse nicht mehr möglich ist. 

Deswegen kann es an der Kasse dabei bleiben, dass Waren auch beidhändig auf das Band gelegt werden dürfen.    

Freitag, 9. Februar 2018

Tjaden tappt (251)

Gewollt-bekommen. 
Raffiniertes blondes Mädchen mit Zopf 

Diese Fünfjährige mit blonden Haaren und Zopf hat die Mutter wahrscheinlich jeden Tag auf dem Kassenzettel. Irgendwie schmuggelt sie sich schon in die Zahlenkolonne. Gestern bei REWE in Burgdorf mit Kaugummi.

1. Szene

Mutter und Tochter nähern sich in meinem Rücken der Kasse. Die Kleine sagt: "Mutti, schau mal, Kaugummi. Die mag ich doch so gern."

Dieser Hinweis führt noch nicht zum Kauferfolg.

2. Szene (wenige Sekunden später)

Die Kleine sagt: "Ich weiß schon gar nicht mehr, wie die schmecken."

Raffinierte Änderung der Taktik. Die Mutter soll ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie ihrer Tochter das geliebte Kaugummi schon lange vorenthält. Dafür gibt es jetzt auch noch einen Ohrenzeugen. Mich.

3. Szene (nach einer verlängerten Wirkungspause)

Die Kleine sagt: "Lisa hat schon mal einen Kaugummi von mir gegessen. Das muss sie noch bezahlen."

Das Mädchen baut für seine Mutter eine Zwickmühle auf. Wenn sie jetzt immer noch den Kauf verweigert, schädigt sie ihre Tochter möglicherweise finanziell, denn mit Kaugummi könnte die Kleine ihre beste Freundin eher zur Begleichung ihrer Schulden überreden als ohne. Zudem könnte die beste Freundin bestätigen, wie gut das Kaugummi schmeckt. Will die Mutter der Fünfjährigen etwa auch noch die beste Freundin schädigen? Und das im Beisein eines Zeugen.

Schlusszene

Die Kleine fragt: "Was kosten die eigentlich?"

Die Mutter antwortet mit "1,15 Euro" und kauft das Kaugummi.

Lektion für die Mutter: Geiz ist nicht geil.  







Dienstag, 15. August 2017

Splitter 4

FDP macht alles
wieder verfügbar.
In meinem Supermarkt wieder alles verfügbar

Gestern sind in dem Supermarkt, in dem ich einkaufe, noch alle Regale leer gewesen. Nichts war mehr verfügbar. Nicht einmal die Schokolade, die ich so gern esse. Doch das hat die FDP über Nacht geändert.

Gleich am Eingang empfing mich ein Mann mit Dreitage-Bart und behauptete, er heiße Christian Lindner. Er warf drei Tafeln Schokolade in meinen Einkaufswagen, begleitete mich zu den Milchprodukten und suchte für mich den leckersten Joghurt aus. Mein Einkaufswagen füllte sich endlich wieder auf dem Weg zur Kasse.

Der Mann, der angeblich Christian Lindner hieß, setzte sich an die Kasse und führte die von mir eingekauften und die von ihm ausgesuchten Waren über den Scanner.

"Der ist seit heute auch wieder verfügbar", sagte er und gewährte mir Rabatt auf die Leberwurst, weil die Verpackung ein wenig beschädigt war. 

"Und nicht vergessen", sagte er, bevor wir mein Fahrrad erreichten. "Machen Sie Ihre Kreuze am 24. September an den richtigen Stellen. Damit alles verfügbar bleibt."

Mein Blick folgte seinem Zeigefinger, der auf ein Plakat wies, das gestern noch nicht an dem Laternenmast hing. Ich verstand. Ich habe nun gar keine Wahl mehr.

Der erste Splitter

Der fünfte Splitter 

Samstag, 10. Dezember 2016

Tjaden tappt (187)

Fotografiert in Wettmar.
Vorwort meiner neuen Broschüre "Mein Esel ist auf Draht" Hier bestellen 

7. Dezember 2016. Ich bin ein begeisterter blogger und ein begeisterter Radfahrer. Täglich lege ich mit meinem Rad mindestens 30 Kilometer zurück und werde oft darauf angesprochen.

Kürzlich bin ich zweimal an einem Tag in meinem Lieblings-Supermarkt gewesen. Die Kassiererin sah mich erstaunt an, fragte mich: „Sie haben sich bei der Kälte noch einmal nach draußen gewagt?“ Als sie begriff, dass ich nicht um die Ecke wohne, war sie noch verblüffter.

Solche Gespräche an einer Supermarkt-Kasse hat Amazon wohl nicht so gern. In Seattle ist am Nikolaus-Tag der erste Supermarkt ohne Kassen eröffnet worden. Nennt sich „Amazon go“. Die Kunden melden sich auf einer App auf dem Handy an, wenn sie den Laden betreten. Mit Sensoren werden die Käufe registriert, Amazon bucht den Kaufpreis vom Amazon-Konto ab.


Das wäre auch aus einem anderen Grund nichts für mich: Meistens vergesse ich mein Handy, wenn ich zu einer Radtour starte. Ich könnte bei „Amazon go“ also nur einkaufen, wenn es auch „Amazon free“-Abteilungen geben würde. Umsonst nehme ich alles. Auf Sensoren darf verzichtet werden.

Auch gedruckt

10. Dezember 2016. Jetzt auch als Print, 48 Seiten, 5 Euro, hier bestellen 

Freitag, 30. Oktober 2015

Tjaden tappt (62)

Lässt Kassen
sprechen. 
Was die "Penny"-Kasse sagt...

Freitag, kurz nach halb eins. Sparkasse. Geld holen. Zum "Penny"-Markt in Großburgwedel radeln. Zigaretten für 4,25 Euro kaufen und eine Tafel Schokolade für 45 Cent. 

Ich drücke der Kassiererin einen Zehn-Euro-Schein in die Hand. Sie gibt mir 4,30 Euro zurück. Den Bon bekomme ich nicht. Denn schon ist der nächste Kunde dran. Ich warte. Der Kunde bezahlt. Ich sage zu der Kassiererin: "Sie haben mir einen Euro zu wenig wiedergegeben." Das streitet sie ab. "Die Zigaretten kosten doch schon 4,25 Euro." "Richtig", sage ich, "und die Schokolade 45 Cent. Sind 4,70 Euro." Ich öffne meine linke Hand und zeige ihr die Münzen, die sie mir zurückgegeben hat.  

Die Kassiererin wendet sich von mir ab. "Ich mache nur das, was mir die Kasse sagt", wimmelt sie mich ab und widmet sich der Schlange an der Kasse. Ich gehe. Nirgendwo eine Kasse, die mit mir spricht. Mit Kunden reden "Penny"-Kassen also nicht...  

   

Donnerstag, 10. September 2015

Tjaden tappt (XXXXIV)

Huschen für Weihnachten

Vor den Kassen im Burgdorfer Netto-Markt: Sie huschen hier hin, sie huschen dort hin. Der Mann aus der Zentrale huscht stets vor, das Personal huscht hinterher. Sie huschen für Weihnachten. Weihnachten beginnt im Netto-Markt am 11. September. Dann kommen die Schokoladen-Weihnachtsmänner. 

Der Mann aus der Zentrale huscht in Richtung Kasse, zeigt mit den Händen an: "Der Abstand muss zwei Meter betragen." Eine Verkäuferin ist mitgehuscht, kommt aber nicht mit: "Warum das denn?" Über die Lippen des Zentralen-Mannes huscht die Antwort: "Das ist so. Steht so in den Filialvorschriften." 

Der Mann aus der Zentrale und die Verkäuferin huschen zurück zu den anderen wieder Mithuschenden. "Wir stellen 10 Regale auf", huschen sie erneut hin und her. "Dafür haben wir aber gar keinen Platz", huscht die Verkäuferin wieder etwas langsamer als die anderen. 

Ich husche an den Huschenden vorbei zur Kasse, husche aus dem Netto-Markt, husche vorbei an einem Schild, auf dem steht, dass die Ramschwaren, die den Weihnachtsmännern noch den Platz wegnehmen, bis Freitag rausmüssen. Dafür gibt es Husch-Rabatt - und dann ist im Netto-Markt endlich Weihnachten. Warum eigentlich nicht das ganze Jahr?

Anschau-bar

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