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Dienstag, 1. Oktober 2019

Tjaden tappt (422)

Aus dem Kreisel in die Gefahr. 
Was Burgdorf von Radfahrern hält

Sag mir, wie du dich fortbewegst, und ich zeige dir, was ich von dir halte. Denn Burgdorf ist doch nicht Utrecht, wo die Stadt das Radfahren fördert, und zwar mit über 30 Mal so viel Geld je Radfahrer wie die Stadt Burgdorf wahrscheinlich auch am Kleinen Brückendamm.

Folgen Sie mir bitte. Erst einmal zu dem Kreisel am Schwarzen Herzog. Den verlassen wir auf dem Kleinen Brückendamm. Weil es so schön ungefährlich ist. Den Radfahrstreifen kann man bei Regen zwar kaum noch erkennen und die Piktogramme gar nicht mehr, aber dafür dürfen wir nach einigen Metern die Straße verlassen. Wo, sieht man allerdings auch kaum noch. Entdeckt man den Radweg trotzdem, stört einen auch das nasse Laub nicht mehr. Radfahren kommt eben vor dem Fall.

Dafür ist die Fahrbahn des Kleinen Brückendamms schön sauber. Rutschende Radfahrer sind schlicht seliger denn rutschende Autos. Es könnte ja der Bürgermeister vorbeikommen. Der wohnt schließlich in der Nähe und seinen Nächsten sollte man auch als Radfahrer lieben.

Donnerstag, 15. März 2018

Tjaden tappt (261)

Wer radelt, der hoppelt. 
Burgwedel liebt Radfahrer

Ich radele nicht täglich nach Burgdorf und wieder zurück, wie das in Wettmar immer wieder behauptet wird, manchmal laufe ich auch. Wie gestern. Der Radweg zwischen Kleinburgwedel und Wettmar haut mir immer wieder Löcher in den Fahrradschlauch. Schadhafte Stellen werden schätzungsweise alle 100 Jahre mit Asphalt ausgebessert, der Asphalt bekommt Risse, die Risse verschieben sich nach oben und werden so scharf wie Rasierklingen.

Dafür gibt es in Wettmar gar keinen Radweg. Als Radler muss man den Holper-Gehweg benutzen. Zu schnell radeln darf man nicht, sonst fliegt man. Wenn man Glück hat am Edeka-Markt vorbei. Der Radweg zwischen Wettmar und Engensen ist ganz passabel, wenn man nicht allzu verwöhnt ist.

Verwöhnt ist man aber schon seit Kleinburgwedel nicht mehr. Radfahrer oft  auch nicht. 

Freitag, 6. Oktober 2017

Tjaden tappt (236)

Er sägt den Weg frei.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Bei Anruf Kettensäge

Das Sturmtief "Xavier" hat gestern Nachmittag so manchen Baum umgehauen. Mit 115 km/h raste dieser stürmische Knabe über die Stadt und die Region. Mich peitschte er auf dem Rad von Kleinburgwedel nach Burgdorf. Doch oft lagen mir umgefallene Bäume im Weg. Dann trug ich mein Rad durch den Wald, über Felder und Wiesen, bis ich weiterradeln konnte. Auch auf dem Radweg zwischen Wettmar und Engensen gab es ein Baum-Hindernis.

Das wurde heute Nachmittag weg gesägt. Der Anruf eines Landwirtes bei einem Nachbarn hatte genügt, schon fuhr der Nachbar los und griff zur Elektro-Kettensäge. "Ich radele auch gern einmal nach Engensen", sagte er zu mir und bat mich um ein wenig Geduld. 

Blitzschnell machte er den Weg wieder frei. Fast so schnell wie "Xavier" den Weg versperrt hatte. Dann wünschte er mir gute Weiterfahrt und merkte noch an: "Die Stadt hat bestimmt genug zu tun. Da dachte ich mir, ich mach das mal..."

Dienstag, 17. Januar 2017

Tjaden tappt (182)

Schneidet bei Kundenumfragen
eigentlich immer gut ab. 
Eisbeine in Engensen

16. Januar 2017. Bei Kälte wird alles kürzer, nur die Wartezeit wird länger - jedenfalls bei einer Busfahrt von Kleinburgwedel nach Burgdorf? Kurz nach 13 Uhr schwinge ich mich auf mein Rad, radele in Richtung Wettmar, da der Radweg zwischen Kleinburgwedel und Wettmar teilweise vereist ist, kehre ich um und stelle mein Rad vor dem Feuerwehrhaus ab. Der Bus ist pünktlich.

Ich entwerte meine Fahrkarte, die schon seit sieben Monaten in meiner Geldbörse steckt und für drei Zonen reicht, frage den Busfahrer, ob ich in Engensen umsteigen kann, weil ich nach Burgdorf will.

"Wir fahren durch Thönse", antwortet er und legt einen Kavaliersstart hin, bevor ich sitze. In Wettmar haben wir plötzlich einen anderen Bus vor uns. Die beiden Busse werden bis zur Kapellenstraße in Engensen zu Nahverkehrs-Zwillingen. Dort endet die Synchron-Fahrt meines Busses. 13.55 Uhr. Der Bus vor uns fährt sofort weiter.

Ich steige aus, werfe einen Blick auf den Fahrplan, mir wird klar, der Bus vor uns ist der Bus nach Burgdorf gewesen. Der nächste fährt um 14.48 Uhr.

In dieser Zeit könnte ich zwar ein oder zwei Schneemänner bauen, aber die Schneemenge reicht nicht einmal für einen Schneezwerg. Also vertrete ich mir die Beine, bis sie Eisbeine sind. Bezahlt habe ich fürs Frieren in Engensen 4,20 Euro.

17. Januar 2016. Meine Eisbein-Erfahrungen habe ich auch RegioBus geschildert.

Das soll eine Antwort sein?


Sehr geehrter Herr Tjaden,

vielen Dank für Ihre Mail. Wir bedauern dass Sie einen Grund zur Beschwerde haben. Unser Ziel ist es, den Linienbetrieb so pünktlich wie nur möglich durchzuführen, Anschlussbeziehungen zu berücksichtigen und unseren Fahrgästen jeglichen Zu- und Umstieg zu ermöglichen. 

In den Fahrplänen des GVH kann es vorkommen, dass sich theoretisch Verbindungen ergeben, die zwar abgestimmt erscheinen, aber von uns so nicht geplant sind. Übergänge von wenigen Minuten zwischen zwei Buslinien werden in der Regel nicht geplant, da sie aufgrund der Verkehrsverhältnisse auf der Straße nicht immer verlässlich eingehalten werden können. Garantierte Anschlüsse sind in unseren Taschenfahrplänen in besonderen Leisten ausgewiesen.

Wir hoffen mit unseren Ausführungen zur Aufklärung der Sachlage beigetragen zu haben. Die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

Sie sind mit unserer Antwort nicht zufrieden und Ihre Beschwerde richtet sich dagegen, dass wir in einem konkreten Fall Ihre vertraglichen Ansprüche als Fahrgast nicht erfüllen? In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihrem Anliegen per Internet oder schriftlich an die Nahverkehr Schlichtungsstelle Niedersachsen und Bremen e.V. (SNUB), Postfach 6025, 30060 Hannover, www.Nahverkehr-SNUB.de, zu wenden. Die Schlichtungsstelle wird dann – für Sie verfahrenskostenfrei – die Sach- und Rechtslage prüfen und gegebenenfalls einen Einigungsvorschlag unterbreiten. Sollten Sie mit dem Ergebnis des Schlichtungsverfahrens nicht zufrieden sein, steht Ihnen die Möglichkeit der Klageerhebung weiterhin offen.

Mit freundlichen Grüßen

regiobus Hannover GmbH
i.A. Axel Schneider
Marketing/Vertrieb - Kundendialog
Georgstraße 54
30159 Hannover

Tel.:
+49 (511) 36888-715
Fax:
+49 (511) 36888-8715
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