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Samstag, 20. Mai 2023

Tjaden tappt (561)

Wenn es um Comedy geht, Stadtsparkasse Burgdorf

Comedy? Im Fernsehen? Auf Comedy Central? Vergessen Sie es und merken Sie sich: Comedy, Stadtsparkasse Burgdorf.

Erste Szene: Ein Mann um die 30 legt Geldscheine auf die Schale des Münzautomaten und hebt sie an. Was nicht davongleitet, wird zum Gleiten gebracht. Doch auf eine Quittung für die Einschiebung wartet der Mann vergeblich. Also ruft er Hilfe. Leider kommt kein Zauberer, der aus den Euro Dollar macht, sondern eine entsetzte Bankangestellte. 

"Was haben Sie da gemacht?", fragt sie. 

Wenn er das wüsste, hätte er es nicht getan, deswegen hört man die Stimme der Bankangestellten kurz darauf von der anderen Seite des Automaten. "Wie soll ich die denn hier wieder rauskriegen?"

Zweite Szene: Ein älteres Ehepaar geht zum Kontoauszugsdrucker. Sie fischt eine Karte aus ihrer Handtasche, gibt sie ihrem Mann, der sie in den dafür vorgesehenen Schlitz steckt. Er fordert die Kontoauszüge an und gibt die Geheimzahl ein. Der Automat lehnt den Druckbefehl ab. Das Ehepaar berät und erinnert sich. "Wir haben doch erst vorige Woche Auszüge geholt", sagt er. "Deswegen bekommen wir keine neuen." Das Ehepaar verlässt die Stadtsparkasse.

Nach einer Weile kehrt er zurück und betrachtet den Automaten aus sicherer Entfernung. Dann kommt auch sie. Sie gibt ihm nach kurzer Beratung erneut die Karte. Der Automat reagiert wie bereits bekannt. Sie holt Hilfe. Die Sparkassenmitarbeiterin entdeckt den Fehler schnell. Das Ehepaar hat versucht, mit der Karte der Frau das Konto des Mannes aufzurufen. "Dann müssen Sie auch die PIN Ihrer Frau eingeben", sagt sie. "Meine Frau hat gar keine PIN", antwortet der Mann.

Ob das Paar noch ein drittes Mal gekommen ist, würden Sie im Fernsehen erst in der nächsten Folge erfahren. Hier gar nicht.  

Dienstag, 14. Mai 2019

Tjaden tappt (390)

Unschuldig arm. 
Deutsches Recht ist preiswert

In den USA hat ein Gericht einem Ehepaar zwei Milliarden Dollar Entschädigung zugesprochen, weil die Justiz einen direkten Zusammenhang zwischen einer Krebserkrankung und Glyphosat sieht. Die Gesundheit ist in den Staaten also viel wert. Das Recht übrigens auch. Justizirrtümer können sehr teuer werden. 

In Deutschland ist das anders. Hier zu Lande sind Gesundheit und Recht kaum etwas wert. Wer drei Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen hat, muss froh sein, wenn die Haftentschädigung so hoch ist wie das Gehalt, das der Unschuldige als Beruftstätiger bekommen hätte. Als Hartz-IV-Empfänger müsste man sich schon fast lebenslänglich unschuldig wegsperren lassen, damit die Erben sich wenigstens über die Beerdigungskosten keine Sorgen machen müssen. 

In Hannover ist das noch anders. Da vergisst die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren trotz mehrfacher Erinnerungen meinerseits, erst ein von mir eingeschalteter Anwalt macht die Behörde zwei Jahre später munter, die Staatsanwaltschaft schustert eine Klageschrift zusammen, bevor mein Anwalt meine Akte hat und die Richterin versichert mir schon vor Verhandlungsbeginn, dass ich überhaupt nichts zu befürchten hätte. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft muss schon bei der ersten Nachfrage der Richterin nach den in der Klageschrift aufgeführten Beweismitteln eine Panne einräumen. Es gibt keine Beweismittel.

Nach dem Freispruch wird die Staatsanwaltschaft noch munterer. Sie behauptet gegenüber dem Landgericht in Hildesheim, sie könne meine Schuld einhundertprozentig beweisen. Der widerwillige Richter faltet den Vertreter der Staatsanwaltschaft zusammen, der meine Akte eigenen Angaben zufolge lediglich überflogen hat und sofort einer Einstellung des Verfahrens zustimmt.

Drei Jahre sind um, ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Hannover ruft erst meine Mutter, dann mich an und verspricht eine Entschädigung, wenn ich ein paar Tage Geduld habe. Danach behauptet die Behörde, bei diesem Anruf müsse ich mich wohl irgendwie getäuscht haben. Eine Entschädigung bekomme ich nicht. Mir fehlen nun wegen Arbeitslosigkeit in dieser Zeit aufgrund fortwährender Verleumdungen, über die ich die Staatsanwaltschaft fortwährend informiert habe, ein paar Rentenjahre-was solls?

Nur ein Wendt

Dienstag, 24. Mai 2016

Tjaden tappt (124)

Bald ist der Igel wieder frei.
Igel-Rettung vor Gisa-Moden: Aus Schacht befreit

So aufmerksam sind nur Kinder: Ein 7-Jähriger bummelt mit seiner Mutter durch die Hannoversche Neustadt, vor Gisa-Moden geht er über die Lüftungsschächte, sein Blick fällt nach unten: im Schacht ein Igel. 

Die Mutter geht in den Laden, erzählt von dem Igel, zu den Kunden gehört ein Ehepaar. 

Der Ehemann holt Handschuhe aus seinem Auto, befreit den Igel aus dem Schacht, der genießt seine wiedergewonnene Freiheit, die er einem 7-Jährigen verdankt. 

Anschau-bar

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