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Samstag, 5. August 2023

Tjaden tappt (555)

Nun müssen sie erst
einmal beraten. Foto: Tjaden

Die Jugendgruppe: Für Nico geht wieder nur der Mond auf

9. April 2023. Nico hat eine Jugendgruppe. Mit der zieht er abends los. Zwei, drei Jungs in seinem Alter und ebenso viele Mädchen, die ihn bewundern sollen. Wie er das schaffen will, ist ziemlich dämlich. Das kann er nicht ändern. Denn auch Nico ist ziemlich dämlich. Außerdem sieht er ziemlich nichtssagend aus. Wovon sollen Mädchen schwärmen, wenn ein 14- bis 15-Jähriger nichtssagend aussieht und auch noch dämlich ist? Wie schnell kann es da vorkommen, dass die Mädchen ihre Zuneigung anderen Jungs aus Nicos Jugendgruppe schenken.

Davor hat Nico Angst. So dämlich, dass er nicht einmal davor Angst hat, ist er nicht. Deswegen legt er sich vornehmlich mit Erwachsenen an. Wer sich das traut, muss ein toller Kerl sein. Denkt Nico. Und baut sich in der Stadtsparkase Burgdorf vor mir auf. Er glaubt, dass die Rollen verteilt sind. Ich ein Obdachloser, der auch schon in der Stadtsparkasse geschlafen hat, und er der Jüngling aus gutem Hause, der irgendwann diese Bank übernimmt. Sobald die Grundrechenarten abgeschafft worden sind. 

"Soll ich die Polizei holen?", fragt er und will sich in der Bewunderung seiner Gruppe sonnen. "Sie holen sich hier Strom für Ihren Computer. " Dann will er von mir ein Foto machen.

Und wieder geht für Nico nur der Mond auf. 

"Ruf die Polizei an", antworte ich.

"Lass uns gehen", sagt ein Mädchen.

An der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite nimmt die Gruppe Aufstellung. Ziemlich ungeordnet. Ich schreibe diesen Artikel. Die Gruppe zieht weiter. 

Nicos Gruppe zurück aus Schwach(kopf)hausen

5. August 2023. Nicos Gruppe ist aus den Ferien zurück, wahrscheinlich aus Schwach(kopf)hausen. Da die Sonderschule noch nicht wieder angefangen hat. streunen Nico und seine Hinterherlaufleute wieder durch Burgdorf. Dort habe ich gestern am späten Nachmittag an der Bushaltestelle Spittaplatz gesessen, ein junges Mädchen aus der Türkei studierte den Fahrplan, drei türkische Frauen kamen auf die Haltestelle zu.

Doch Widerling Nico war schneller. Er drängelte sich zu mir auf die Bank und belästigte mich zum x-ten Mal. Ich nahm meine Rucksäcke und nahm Abstand von der Nico-Gruppe. Die drei türkischen Frauen sagten: „Das sind aber auch wirklich Idioten.“

Nico und seine Hinterherlaufleute nahmen Reißaus. Das türkische Mädchen kam zu mir und freute sich darüber, dass „diese Leute, mit denen man sich nicht abgeben sollte“ wieder verschwunden waren und stieg in den Bus nach Lehrte. 


Samstag, 20. Mai 2023

Tjaden tappt (561)

Wenn es um Comedy geht, Stadtsparkasse Burgdorf

Comedy? Im Fernsehen? Auf Comedy Central? Vergessen Sie es und merken Sie sich: Comedy, Stadtsparkasse Burgdorf.

Erste Szene: Ein Mann um die 30 legt Geldscheine auf die Schale des Münzautomaten und hebt sie an. Was nicht davongleitet, wird zum Gleiten gebracht. Doch auf eine Quittung für die Einschiebung wartet der Mann vergeblich. Also ruft er Hilfe. Leider kommt kein Zauberer, der aus den Euro Dollar macht, sondern eine entsetzte Bankangestellte. 

"Was haben Sie da gemacht?", fragt sie. 

Wenn er das wüsste, hätte er es nicht getan, deswegen hört man die Stimme der Bankangestellten kurz darauf von der anderen Seite des Automaten. "Wie soll ich die denn hier wieder rauskriegen?"

Zweite Szene: Ein älteres Ehepaar geht zum Kontoauszugsdrucker. Sie fischt eine Karte aus ihrer Handtasche, gibt sie ihrem Mann, der sie in den dafür vorgesehenen Schlitz steckt. Er fordert die Kontoauszüge an und gibt die Geheimzahl ein. Der Automat lehnt den Druckbefehl ab. Das Ehepaar berät und erinnert sich. "Wir haben doch erst vorige Woche Auszüge geholt", sagt er. "Deswegen bekommen wir keine neuen." Das Ehepaar verlässt die Stadtsparkasse.

Nach einer Weile kehrt er zurück und betrachtet den Automaten aus sicherer Entfernung. Dann kommt auch sie. Sie gibt ihm nach kurzer Beratung erneut die Karte. Der Automat reagiert wie bereits bekannt. Sie holt Hilfe. Die Sparkassenmitarbeiterin entdeckt den Fehler schnell. Das Ehepaar hat versucht, mit der Karte der Frau das Konto des Mannes aufzurufen. "Dann müssen Sie auch die PIN Ihrer Frau eingeben", sagt sie. "Meine Frau hat gar keine PIN", antwortet der Mann.

Ob das Paar noch ein drittes Mal gekommen ist, würden Sie im Fernsehen erst in der nächsten Folge erfahren. Hier gar nicht.  

Dienstag, 18. September 2018

Tjaden tappt (303)

Paul Rohde verteidigt die Pressefreiheit.
Burgdorfs schwarzer Kanal

Karl Eduard von Schnitzler ("Der schwarze Kanal", DDR-Fernsehen) hätte sicherlich eine pressefreiheitliche Lücke hinterlassen, wenn in Burgdorf nicht Paul Rohde ein Magazin herausgeben würde, das nach seinen eigenen Angaben von einigen Menschen "sehr geliebt" wird.

Wer aber sehr geliebt wird, muss deswegen noch lange nicht sehr gemocht werden. Deswegen plant der ehemalige CDU-Ratsherr "eine Chronik der unglaublichen Versuche", seinem "Magazin einen Maulkorb zu verpassen". Diese Chronik kündigt er in der September-/Oktober-/Dezember-Ausgabe an. Dienen soll diese Chronik der Pressefreiheit.

Was jedoch seine Anmerkungen über einen ehemaligen Mitarbeiter der Stadtsparkasse Burgdorf mit Pressefreiheit zu tun haben, könnte aktuell wohl nur Donald Trump beantworten: "(Er) war bis Ende Juni Privatkundenberater...Das traf auf Kundenkritik, zumal (er) sich schweren Vorwürfen ausgesetzt sah. Jetzt ist er Leiter einer Filiale der Sparkasse Celle mit acht Mitarbeitern. Und er prahlte jetzt, einen weit besser dotierten Job zu haben."

Dazu sagt der Betroffene: "Ich habe einen besseren Job angeboten bekommen. Das war es. Rohde soll nicht immer so neidisch sein."

Paul Rohde hat schon viele in Verruf gebracht, und er hört damit einfach nicht auf. Über mich behauptete er 2004, ich sei obdachlos. In Wirklichkeit wohnte ich an der Nordsee und befand mich in der Gründungsphase für eine Wochenzeitung.

Siehe dazu meine Broschüre "Ein Mann namens Paul Rohde", die es als Print und als e-book gibt.  

Großer Sprung

18. September 2018. Die Broschüre über Rohde ist wegen der vorangegangenen Zeilen als e-book über Nacht von Platz 158 auf Platz 3 in der Kategorie


eBooks > Biografien & Erinnerungen > Berufe & Wissenschaft > Journalismus 

gesprungen. 

Mittwoch, 14. Februar 2018

Tjaden tappt (253)


Der Mann mit der Mütze
Friedrich-Karl Wiesener.

Er steht an der Bushaltestelle "Burgdorf/Weserstraße". Er winkt. Mit einem Zettel in der Hand. Der Mann mit der Mütze ist Friedrich-Karl Wiesener, ehemals Werbechef der Stadtsparkasse Burgdorf. Ich unterbreche meine Radtour.

"Können Sie mir sagen, wie ich nach Heeßel komme?", fragt er mich.

"Dort wohnen Sie doch, Herr Wiesener", antworte ich. 

Ich erinnere ihn daran, was er für die Kultur in der Stadt Burgdorf getan hat. Wickenthies-Brunnen. Spargelmädchen. Sommernächte. Ausstellungen. Konzerte. Doch er will nur den Weg nach Heeßel wissen. Die Geschichten, die ich ihm erzähle, sind für ihn Geschichten über einen Fremden, über jemanden, den er vergessen hat.

"Wie komme ich denn nun nach Heeßel?"

"Der Bus fährt auf der anderen Straßenseite ab. Direkt gegenüber", antworte ich mehrmals.

Er schaut nur auf seinen Zettel oder in mein Gesicht. Endlich dreht sich der 87-Jährige um. Er geht über die Straße. Der Bus kommt.

Er mag vergessen haben, was er für die Stadt Burgdorf tat. Burgdorf vergisst es nicht.  

Samstag, 21. März 2015

Tjaden tappt (XXXIII)

KulturPur, Seite 3
Paul mag es rufmörderisch

Rohde, Paul, ehemaliger CDU-Ratsherr in Burgdorf, nach zwei Konkursen ausgewiesener Haushaltsexperte der Partei, freier Trittbrettfahrer des Verlegers beim "Burgdorfer Kreisblatt" bis 1986, Gründer der "Neuen Woche", die mit ihm als Herausgeber sehr alt ausgesehen hat, der "Burgdorfer Umschau/Lehrter Rübchen" und von "KulturPur", pflastert in der jüngsten Ausgabe seines Magazins seine Laufbahn als Berufs-Verleumder mit den Leichen der Mordopfer aus Paris, was auf den ersten Blick zu einem Rufmörder zu passen scheint.

Doch dieser Mann hinkt nicht nur allen anderen hinterher, wenn es um Anstand und Würde geht, sondern auch bei dem Vergleich mit dem Satire-Magazin "Charlie Hebdo", das die besten Köpfe Frankreichs in einer Redaktion vereinigt hat, bis die Wahnsinnigen kamen, denn wo bei Rohde der Kopf sein müsste, ist nur ein auf den Hals geschraubter Verschluss, damit es nicht reinregnet.

Das hat er vor elf Jahren sogar schriftlich bekommen. Vom Presserat, der auf die Einhaltung journalistischer Regeln achtet und für die Veröffentlichungen von Rohde seinerzeit nur Verachtung übrig hatte. Die Druckerzeugnisse von Rohde seien so minderwertig, dass man gar nicht daran denke, den Herausgeber zu tadeln. Was Rohde mache, sei zwar Verunglimpfung, sollte aber nicht so ernst genommen werden, dass man dafür auch noch Briefpapier verschwenden müsse.

Dieser ehemalige CDU-Ratsherr hat es also noch nie schwerer gehabt als "HAZ" und "Bild", sondern stets sehr viel leichter. Mit offenem Visier kämpft er auch nicht, wo kein Kopf ist, hält auch kein Visier. Zu den von Rohde erwähnten angeblich so üblen Anfifa-Aktivisten haben damals übrigens Pastoren und Schüler gehört. Auch der Sohn eines Burgdorfer Bankchefs war dabei, als sich Anzeigenkunden darüber wunderten, dass sich Rohdes Magazine vor ihren Türen stapelten und sie sich die Frage gefallen lassen mussten, ob man solche Veröffentlichungen mit Inseraten finanzieren sollte.

Unterstützung bekam Paul Rohde nicht zum ersten Mal von der Stadtsparkasse Burgdorf. Sie händigte ihm die Aufzeichnungen der Überwachungskameras aus, auf denen Schüler beim Einsammeln der Magazine zu sehen waren. Rohde machte Fahndungsfotos daraus, die er veröffentlichte. Was aber hatten die Schüler, die sich "Kleine Strolche" nannten, eigentlich so Schlimmes getan? Sie hatten lediglich kostenloses Material mitgenommen und woanders als Gedankenanstoß hinterlassen. Aber für Rohde ist Freiheit immer nur die Freiheit des Nichtdenkenden...

Mehr über diesen Mann hier

Montag, 25. August 2014

Der Verleumder

Erschienen im August 2014 bei Lulu.
Eine Leseprobe























Burgdorf bestellt schon

11. August 2014. Mich haben bereits einige Mails mit Buchbestellungen erreicht. Die Broschüren muss ich allerdings bei Lulu erst einmal selbst besorgen und im Voraus bezahlen. Mögliche Bestell-Wege wären also zunächst: 1. Direkt bei Lulu kaufen. 2. 6,30 Euro plus 2 Euro Porto in einen Briefumschlag stecken und an Heinz-Peter Tjaden, Up´n Kampe 6, 30938 Burgwedel schicken oder 3. mit mir ein Treffen in Burgdorf vereinbaren. Ich habe auch schon die Weichen gestellt, damit diese Broschüre demnächst bei Amazon erhältlich ist.

Werbezettel für die Broschüre Hier klicken

Jetzt auch bei Amazon

25. August 2014. Diese Broschüre gibt es nun auch bei Amazon. Hier klicken


Anschau-bar

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