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Freitag, 7. September 2018

Tjaden tappt (297)

Hat sie manchmal auch
Schnapsideen?
Reicht das Grundgesetz nicht mehr?

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks fordert ein Gesetz zur Förderung der Demokratie und unterstützt somit die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Was wollen diese Sozialdemokratinnen? Ein neues Grundgesetz? Fördert unsere Verfassung unsere Demokratie nicht mehr oder nicht mehr ausreichend? 

"Die Bilder und Berichte aus Chemnitz sowie einzelne Kommentierungen dazu zeigen, dass die zentralen Werte für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben in Gefahr sind. Deshalb wollen wir insbesondere die politische Bildung in Deutschland auf allen Ebenen verstärken. Mit dem erfolgreichen Bundesprogramm ´Demokratie leben!´ fördern wir bereits seit Jahren Projekte, die sich für ein tolerantes Zusammenleben und gegen Ausgrenzung und Extremismus engagieren", sagt Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, die bis heute einen Brief von mir nicht beantwortet hat. In diesem Schreiben ging es um Jugendämter, mit denen ich mich seit Jahren beschäftige. Erst gestern wieder habe ich einen verzweifelten Anruf einer Mutter bekommen, zu dem ich nicht schweigen werde. Das Schweigen überlasse ich Caren Marks. 

Abschließend spricht diese SPD-Bundestagsabgeordnete von "aufgebauten Strukturen", die "langfristig zu erhalten" sind. Viele dieser Strukturen sind aber außerhalb des Rahmens, der vom Grundgesetz vorgegeben wird, entstanden. Oder warum muss jemand, der etwas erreichen will, in eine Partei eintreten, laut Grundgesetz geht doch alle Macht vom Volke aus und nicht nur von den Parteien. Dort geht sie doch nur hin.   

"Die SPD setzt sich ein für eine nachhaltige Förderung von Engagement, Mut, Zivilcourage und Konfliktfähigkeit zur Stärkung einer gelebten Demokratie und ihrer Werte. Wir brauchen jetzt ein Demokratiefördergesetz", meint Caren Marks. Und wer bestimmt, welche Werte zu einer gelebten Demokratie gehören? Das Grundgesetz! 

Mein Brief vom 9. Dezember 2017

Samstag, 9. Dezember 2017

Splitter 13

Sie wirbt um Erststimmen in
Burgdorf, Burgwedel, Garbsen,
Isernhagen, Langenhagen,
Neustadt, in der Wedemark
und in Wunstorf. 
Mit Marks- und Engels-Zungen

13. September 2017. Stimmt. Die Betreff-Zeile, sehr geehrte Frau Caren Marks, habe ich bei Wolf Biermann gestohlen. Mit dem ziemlich unrühmlichen Auftritt dieses Liedermachers im Deutschen Bundestag möchte ich mich aber nicht beschäftigen. Mein Thema ist seit 2008 die ziemlich unrühmliche Arbeit vieler deutscher Jugendämter. 

Ich berate seit dieser Zeit ehrenamtlich und unentgeltlich Mütter, Väter und Eltern, die Ärger mit Jugendämtern haben und erleben müssen, dass schon nach kurzer Zeit nicht mehr das Kindeswohl im Vordergrund steht, sondern ein Aktenzeichen, hinter dem Kinder versteckt werden.

Das können Sie nun für eine Übertreibung oder für ein geschicktes Wortspiel halten, ist aber leider die Realität. Nach dem Kindesentzug ist oft vor dem Hürdenlauf, bis ein Elternteil ausscheidet und resigniert. Wo Eile geboten ist, wo eigentlich sofort alles getan werden muss, um Probleme im Sinne der Kinder zu lösen, werden erst einmal Gräben ausgehoben. Jugendämter befeuern Konflike, indem sie den Vater gegen die Mutter oder die Mutter gegen den Vater aufwiegeln, Zeit verplempert wird mit Gutachten, die mindestens zur Hälfe wertlos sind, Dritte, die alle Beteiligten kennen und gern helfen würden, werden entweder belächelt oder misstrauisch beäugt.

Sie hätten dafür gern ein paar Beispiele? Können Sie haben. Ich vermittle in einem Streit zwischen Vater und Mutter um zwei Kinder, bin zu Besuch bei der Mutter, die Mutter ruft das Jugendamt an und teilt dem zuständigen Mitarbeiter mit, dass ihr Besuchsrecht missachtet wird, der Jugendamtsmitarbeiter hört meine Stimme, weil ich im Hintergrund eine Unterhaltung führe und der Jugendamtsmitarbeiter schließt daraus: "Sie haben jetzt wohl einen neuen Verbündeten."

Ich berichte jahrelang über eine katastrophale Einrichtung, in der Mütter, Väter und Eltern von ihren Kindern getrennt werden, die Einrichtung bekommt aufgrund meiner Artikel eine neue Geschäftsführerin, die mit mir einen Brief an ein Familiengericht unterschreibt. Wir weisen darauf hin, dass die Mutter um ein Kind kämpft, das ihr im Säuglingsalter in der Einrichtung auf skandalöse Weise weggenommen worden ist und die Familienrichterin legt das Schreiben zu den Akten, ohne unsere Informationen zu würdigen. Elf Jahre liegen inzwischen zwischen Kindesentzug und jüngster Gerichtsverhandlung. Der Junge haut erneut aus einem Heim ab, ich mache mich auf die Suche nach ihm. Was hat´s das Familiengericht gekümmert? Nichts!

Sollten Sie der Meinung sein, dass Jugendämter zumindest vor Kriminalisierung nicht zurückschrecken, dann sollten Sie stets einen großen Bogen um Wilhelmshaven machen, auch wenn Sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium bleiben sollten. Aus sicherer Entfernung empfehle ich Ihnen www.szenewilhelmshaven.de 

Dies ist eine öffentliche mail, die ich auf www.burgdorferkreisblatt.de veröffentliche. Ich schließe mit einem Buchtipp. Jedes Zitat aus Jugendamtsprotokollen in meinem Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" ist echt!

Ihr Flyer-Spruch lautet "Direkt. Klar. Marks". Finde ich gut.

Reagiert sie doch noch?

9. Dezember 2017. Caren Marks hat nicht reagiert. Vielleicht reagiert sie auf die Jugendamts-Kritik des CDU-Familienexperten Markus Weinberg, der eine unabhängige Kommission fordert.

Hier klicken

Der Link zu meinem Krimi 

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