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Samstag, 24. Februar 2018

Tjaden tappt (252)

Jahn Regensburg überrascht auch
in der Zweiten Liga. 
Jahn Regensburg und der Krimi

12. Februar 2018. Das ist zweifellos heiko-herrlich: Platz 5, drei Punkte bis zum Relegationsplatz in der Zweiten Liga: Jahn Regensburg spielt als Aufsteiger im Fußball-Unterhaus eine erstaunliche Rolle. Rudi Völler, der gestern Abend im ZDF-Sportstudio die Meinung vertreten hat, dass Regensburg seit dem Wechsel von Heiko Herrlich nach Leverkusen auf tollen Fußball verzichten müsse, liegt also falsch.

Richtig gelegen habe ich dagegen mit der Wahl eines der Schauplätze in meinem Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist". In Regensburg findet der Erzähler überraschende Hilfe in einem Jugendamts-Fall. Seine Freundin und er fädeln diese Überraschung so geschickt ein wie Jahn Regensburg so manchen Spielzug und besuchen zwischendurch das Aufstiegsspiel gegen 1860 München.

Überrascht habe ich gestern die Burgwedeler Redaktion von "Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse" mit einem Rezensionsexemplar dieses Krimis. Ich schob das Exemplar vorsichtig in den Briefkasten. Ob mir der Erfolg einer Erwähnung beschieden ist, dürfte zweifelhaft sein. Aber vielleicht werde ich ebenfalls ein erstaunlicher Aufsteiger. Dann würde ich mich fühlen wie Jahn Regensburg...

Der Klick zu meinem Krimi, der bei Amazon einen erstaunlichen Verkaufsrang belegt.

24. Februar 2018. Jahn Regensburg besiegt Spitzenreiter Hier klicken   

Mittwoch, 17. Mai 2017

Zu früh gestorben

Dieses Foto zeigt keine Naturlyriker,
sondern den "Dachluke"-Vorsitzenden
Frank Mehnert (links), den Garbsener
CDU-Ratsherrn Otto-Georg Hoffmann
(rechts) und mich.
Foto: Anita Kreutzer. 
Hauptperson segnet auf Seite 64 das Zeitliche

So manche Geschichte nimmt ein überraschendes Ende: Liebesgeschichten tun es, Erzählungen tun es, Krimis tun es auch. Davon wird gelegentlich auch der Autor überrascht. Wie jenes Mitglied unseres damaligen Literaturvereins "Dachluke", der uns bei jedem Treffen aus seinem Krimi vorgelesen hat, bis er uns mitteilte: "Meine Hauptperson ist auf Seite 64 gestorben. Einfach so. Ich kann deshalb den Krimi nicht zu Ende schreiben." 

Das fanden wir bedauerlich. Jedenfalls taten wir so, denn unser Literaturverein hatte bis dahin noch keinen Krimi-Autor hervorgebracht, obwohl er sich bereits einer gewissen Beliebtheit erfreute, weil die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" behauptet hatte, wir würden bei Lesungen vornehmlich Naturlyrik zu Gehör bringen, obwohl es in unseren Reihen auch keinen Naturlyriker gab. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier nur erwähne, weil auch in Zeitungen gelegentlich Dinge stehen, die überraschend sein können.

Mir dagegen ist die Hauptperson in meinem Fortsetzungskrimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" noch nicht weggestorben. Die Gefahr, dass die Angeklagte, die wegen dreifachen Mordes vor Gericht steht, doch noch unter meiner Tastatur das Zeitliche segnet, wird immer geringer, denn ich bin schon auf Seite 84 und erlebe Überraschendes auf andere Weise.

In meinem Krimi versucht der Ich-Erzähler, den Fall auch mit Recherchen im Internet zu lösen. Dabei bin ich auf tatsächliche Fälle gestoßen, die Schwung in meinen ausgedachten Fall bringen. Auf ungeahnte Weise. 

Heute habe ich den von mir ausgedachten Namen eines Kindes gegoogelt, das in meinem Krimi in einem Heim aufwächst. Ein Kind mit diesem Namen gibt es tatsächlich, bei Facebook schreibt dieses Kind im Jahre 2011, dass es sich nach seiner Familie sehnt. Deshalb muss ich in meinem Krimi dafür sorgen, dass niemand glaubt, das ich die Geschichte dieses Kindes erzähle.

Doch es kommt noch toller: Die Angeklagte in meinem Krimi muss sich vor Gericht verantworten, obwohl sie die ihr zur Last gelegten Morde nie gestanden hat. Die Staatsanwaltschaft verlässt sich bei ihrer Anklage auf einen einzigen Zeugen, der zudem auch noch von der Unschuld der Angeklagten überzeugt ist. 

Beim Googeln habe ich heute einen Kommentar aus der "Neuen Zürcher Zeitung" gefunden, in dem ein Prozessbeobachter sich darüber wundert, dass eine Frau wegen dreifachen Mordes verurteilt werden kann, obwohl alles für ihre Unschuld spricht, der Staatsanwalt habe weder bewiesen, dass die Frau am Tatort gewesen ist, noch habe man am Tatort Spuren von ihr gefunden:

"Den Prozess vor dem Obergericht gegen die sogenannte Parkhaus-Mörderin (vgl. NZZ 19. 12. 01) habe ich im Publikum aufmerksam verfolgt. Dass die Angeklagte verwahrt wurde, erschien auf Grund der bewiesenen Serie von Brandlegungen und der Gewaltneigung nachvollziehbar. Rechtsstaatlich höchst fragwürdig und nicht überzeugend ist aber die Schuldigsprechung wegen dreifachen Mordes. Denn diese beruhte einzig auf dem Geständnis der psychisch höchst auffälligen, von Albträumen bedrängten, selbstdestruktiven und zu Selbstbezichtigung neigenden Frau. Völlig unverständlich ist das Fehlen auch nur einer einzigen Tatspur (DNS-Analyse) bei drei zum Teil heftigen Nahkämpfen, ebenso die fehlende Wiedererkennung der Täterin durch das überlebende Opfer. Mögliche suggestive Befragungen durch ehrgeizige Kriminalbeamte ohne Anwesenheit des Verteidigers oder Tonbandaufnahmen konnten nicht überprüft werden. Der Beweis der Täterschaft ist nicht erbracht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Verurteilte die Täterin ist. Der Mörder dürfte noch frei herumlaufen."

Keine Bange, ich bin auf weitere Überraschungen vorbereitet. Wenn ein Krimi sogar den Autor überrascht, muss er - also der Krimi -  ja nicht schlecht sein...

"Die Mörderin, die unschuldig ist" Teil 1 und 2
"Der dunkle Informationsfluss - Die Mörderin, die unschuldig ist" Teil 3 und 4  

Samstag, 23. April 2016

Tjaden tappt (114)

Mindestens. 
Die Rote, die mir entgegen fliegt

Heute Nachmittag habe ich staunend vor dem schönen Amtsgerichtsgebäude in Großburgwedel gestanden, denn sie fliegt auf mich zu, fliegt mir fast in die Arme, nach 13 Jahren erkenne ich sie immer noch sofort, denn Rot ist ihre Lieblingsfarbe geblieben. Kinder hat sie auch bekommen. Viele Kinder, auch in Rot, fliegen ebenfalls auf mich zu. Ich kann mir ein erstauntes "O!" nicht verkneifen. 

Fünf Minuten später ist die rote Familie noch größer geworden. Ich begrüße sie alle, Mutter, Töchter, Söhne - vor dem Amtsgerichtsgebäude in Großburgwedel. Einige Familienmitglieder fliegen weiter, wollen wohl zum Spielplatz, auf Buchstaben herum klettern. Die meisten aber fliegen nicht weiter, sie sind erschöpft, wollen sich ausruhen, verfehlen jedoch die Bank, eine Tochter nach dem anderen Sohn. 

Ich würde ihnen gern helfen, mein Fahrrad abstellen und mich so hinstellen, dass sie die Bank finden. Bis zum Spielplatz schaffen sie es nicht mehr. Sie werden heute Nachmittag nicht mehr auf Buchstaben herum klettern. 

Ich kann ihnen nicht helfen und steige auf mein Rad. Eine Tochter fliegt in meinen Fahrradkorb. Ich nehme sie mit - die Wochenzeitung "Neue Woche" mit dem roten "O!" und mit den meisten Deutschfehlern aller Wochenzeitungen, die ich kenne - und ich kenne einige. Aber vor dem Amtsgerichtsgebäude in Großburgwedel treffe ich sie nur selten - oder gar nicht...

Wenn mir stattdessen Gedanken zufliegen, wird daraus eine Broschüre. Hier klicken

Anschau-bar

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