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Montag, 29. Mai 2023

Tjaden tappt (562)

Fachwerkhaus an Fachwerkhaus
und Auto an Auto.
Foto: Heinz-Peter Tjaden

Marktstraße-oder Kein Versuch macht klug

Die beste Idee stammt immer noch von mir: Zwischen Beinhorn und Hochbrücke werden Staukassen eingerichtet, je weiter sich die Blechlawine an Burgdorf herantraut, desto höher wird die Gebühr. Auch eine Zeitung aus Hannover sprang sofort auf diesen Vorschlag an und übernahm meinen Aufmacher aus der Wochenend-Zeitung "Neue Woche", für die ich damals gearbeitet habe. Stadtdirektor Horst Bindseil hielt die Idee ebenfalls nicht für schlecht, er rief mich am Montag an und hoffte lediglich, dass sie etwas einfacher ausfalle.

Die zweitbeste Idee stammt weiterhin von Buchhändler Ulrich Wegener. Der plädierte für die ganz hohe Lösung. Der auf der Marktstraße störende Verkehr sollte auf einer Hochbrücke über Kirche und Geschäfte hinweggeleitet werden.

Die drittbeste Idee hatte stets Stadtdirektor Horst Bindseil. Wenn der Rat aus der Marktstraße eine Einbahnstraße machen wollte, wies er darauf hin, dass niemand aus einer Bundesstraße eine Einbahnstraße machen könne. 

Da meine Idee nichts weiter war als ein April-Scherz, Ulrich Wegener sich lediglich einen Scherz erlaubte und nicht nur der Stadtdirektor den Dienstweg einhielt, wurde schließlich die Nordumgehung gebaut. Dass diese Umgehung zu weniger Verkehr auf der Marktstraße führen würde, glaubte kein einziger Experte. Man könne nur hoffen, dass er nicht mehr zunehme. Danach gab es Versuche, diese Experten Lügen zu strafen. Doch die Experten behielten Recht.

Dieses Mal soll es wohl die Menge machen, und zwar die Menge der Parteien, die sich im Rat für den nächsten Versuch zusammengetan hat. Dass der Bürgermeister, der zur CDU gehört, nichts von diesem Versuch hält, stört nicht einmal die CDU, die mit der SPD , der FDP und den Grünen auf das Prinzip Hoffnung setzt. Die Blechlawine soll nur noch eine Richtung kennen, ab zur Hochbrücke!

Samstag, 24. Juli 2021

Diskutier-bar


Vorbild für Wahlwerbung
 auf dem Spittaplatz
 in Burgdorf. Fotos:
Heinz-Peter Tjaden

 Solch einen Wahlwürfel braucht der Spittaplatz

 Ich teile immer wieder gern mein Wissen, und da ich   inzwischen weiß, wie auf Madeira Wahlwerbung gemacht   wird, präsentiere ich ein Beispiel, das ich den Parteien in   Burgdorf zur Nachahmung empfehle.   
 
Dieser Wahlwürfel steht in der City von Funchal an der Avenida do mar, der Spruch lautet "Funchal immer voraus", ein Spruch, der natürlich auch für Burgdorf gilt, besonders, wenn man aus Lehrte zurückkommt. 

Gruppenbild mit Dame.
Aufgestellt werden könnte solch ein Würfel in Ermangelung eines Ozeans auf dem Spittaplatz von jeder Partei oder Wählergruppe, das Foto von den Kandidatinnen und Kandidaten in Burgdorf würde sich kaum von dem Foto von den Kandidatinnen und Kandidaten in Funchal unterscheiden: fast nur Männer, kaum eine Frau. 

Wahlmonat September: Auch in Burgdorf auf Stimmenfang

29. März 2021. Im September wird nicht nur ein neuer Bundestag gewählt, in Niedersachsen finden am 12. September auch Kommunalwahlen statt. In Burgdorf entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Sitzverteilungen in Stadtrat und Ortsräten. Das "Burgdorfer Kreisblatt" lässt die Parteien und Wählergruppen hier zu Wort kommen. In dieser Woche interviewt der "Kreisblatt"-Mitarbeiter Leon Hogrefe Rüdiger Nijenhof, Vorstandsmitglied der WGS/Freien Burgdorfer.

Wenn aus einem Interview ein Gespräch wird

von Leon Hogrefe

31. März 2021

In den Abendstunden führte ich ein langes, aber nicht langweiliges Interview mit Rüdiger Nijenhof. Um 20 Uhr trafen wir uns per Videoübertragung vor unseren Computern und sprachen mehr als zwei Stunden über den privaten, beruflichen und politischen Alltag des Burgdorfer Kommunalpolitikers der WGS/Freien Burgdorfer. Es ging um klare Inhalte. Hier und da wurde aber auch philosophiert und geplaudert. Man wollte sich kennenlernen. Hauptsächlich ging es um die politischen Positionen, die Rüdiger Nijenhof einnimmt. Während des „Interviews“ hatte ich das Gefühl, dass ich eher ein Gespräch anstatt ein richtiges Interview führe und hatte meine Mühe damit, immer auch den Leitfaden meiner vorherigen Planung zu befolgen.

Ich brenne für Menschen, die sich selber nicht genug sind. 

Im Gespräch mit Rüdiger Nijenhof wiederholte dieser diesen Satz mehrfach. Ich merkte an: „Sie haben diesen Satz genau im selben Wortlaut schon zweimal gesagt. Ich werde diesen Satz auf jeden Fall aufnehmen, da er Ihnen anscheinend sehr wichtig ist. Auch wenn Herr Tjaden dagegen sein sollte.“ 

Später wiederholte Rüdiger Nijenhof diesen Satz und erläuterte, dass er sich für Menschen einsetze und Politik mache, die eben nicht nur an sich selber, sondern auch an andere denke. Der englische Begriff „Care“ (zu Deutsch: sich kümmern bzw. sich um andere sorgen) treffe seine Intention dabei am besten.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Tjaden tappt (336)

Ausflug mit meiner Oma und meiner
Tante Christel.
200 000 Mal danke

Heute sage ich 200 000 Mal danke! Denn so oft ist mein blog seit 2016 aufgerufen worden. Trotzdem werde ich jetzt keine Jubiläumsschrift herausgeben oder Abos verschenken. Erstens gibt es schon zwei Broschüren mit Beiträgen aus diesem blog, zweitens ist die internette Zeitung "Burgdorfer Kreisblatt" bereits kostenlos. 

Meine Oma hat mich, als ich 14 war, in ihre Küche gebeten. Sie sah mich nachdenklich an, weil ich sehr schüchtern war. "Das finde ich nicht gut", sagte sie. "Du bist nicht schlechter als die anderen." Da meine Oma nie viel redete, schielte ich bereits zur Küchentür. Sie ließ mich aber noch nicht gehen. Sie fügte hinzu: "Nun bilde dir aber bloß nicht ein, dass du besser bist als die anderen. Betrüg die anderen nur nicht mehr um dich."

Deswegen bilde ich mir auf die 200 000 Seitenrufe nichts ein, weil das Ergebnis auch besser sein könnte. Aber weniger als 200 000 Seitenaufrufe hätte ich schlecht gefunden. 


Donnerstag, 25. August 2016

Tjaden tappt (159)

Lachen ist immer gesund. 
Für Schusselige aller Altersklassen

Helm auf, Motorradklamotten, unter dem Arm ein Schnellhefter. "Beide Internetplätze besetzt", stellt er fest, will die Spielhalle wieder verlassen. 

"Ich bin gleich fertig", sage ich. Er macht trotzdem auf dem Absatz kehrt.

"Ich bin gleich fertig", wiederhole ich. 

"Ach so", antwortet er. Nun erkennt er mich.

"Ich habe Ihren Ratgeber gelesen", nimmt er den Helm ab. Er meint meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". "Ich habe mich oft wiedererkannt."

Ich muss den Untertitel ändern, denke ich. Nicht "Ratgeber für alle ab 70", sondern "Ratgeber für Schusselige aller Altersklassen". Erweitert den Leserkreis.

Ich stehe auf, mache ihm Platz. Er setzt sich. Er ist 24 Jahre alt und seit einiger Zeit Leser meiner internetten Zeitung "Burgdorfer Kreisblatt". Er liest sie immer, wenn er sich daran erinnert, dass es meine Zeitung im Netz gibt. Nennt man zerstreutes Surfen.

Der Klick zu meinem Ratgeber als Print  

Der Klick zu meinem Ratgeber als e-book 

Anschau-bar

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