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Freitag, 17. November 2017

Tjaden tappt (236)

Hier sind angeblich Kinder gefördert
worden. Foto: Heinz-Peter Tjaden
Doch kein Psychiater

An: LZ Online (Lippische Landeszeitung)
Betreff: Professor Dr. Stachowske

Sehr geehrte Damen  und Herren, Sie bezeichnen den Obengenannten in einem Interview als Psychiater. Das ist er nicht!

Heinz-Peter Tjaden
Up´ n Kampe 6
30938 Burgwedel



Sehr geehrter Herr Tjaden,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Da haben Sie Recht. Wir haben die Bezeichnung nun nachträglich entfernt.

Mit freundlichen Grüßen

Niklas Böhmer
Online-Redaktion


Sehr geehrter Herr Böhmer, ich habe mich jahrelang kritisch mit der "Arbeit" von Stachowske beschäftigt, der von 1993 bis 2011 die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch leitete und mit "familienorientierter Drogentherapie" warb. Diese Werbung konnte man nur als Hohn bezeichnen. Als Stachowske eine neue Chefin bekam, ahnte er Schlimmes. Deshalb wollte er eine Begegnung seiner neuen Chefin mit mir verhindern und behauptete, ich sei pädophil. Es kam trotzdem zu dem Treffen. 

Einen Monat später wurde Stachowske von ihr fristlos entlassen. Sogleich erschien im Netz ein anonymer blog mit gestohlenen Dokumenten aus der Einrichtung, die entweder unter massivem Druck entstanden oder gefälscht waren. Sogar die Namen von Kindern aus der Einrichtung mitsamt Handynummern wurden veröffentlicht! 2012 wurde die Einrichtung an die Step gGmbH Hannover verschenkt. Der neue Geschäftsführer stellte Stachowske wieder ein. Doch Stachowske nahm keine der angebotenen Stellen an. Er wollte wieder die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch leiten. Der Posten war aber vergeben. 2014 wurde die Einrichtung geschlossen.

2016 verklagte Stachowske die Step gGmbH. Der Richter konnte sich mit der Klage aber nicht anfreunden...Stachowskes rechte Hand, die alles gedeckt hatte, wurde Leiterin eines Jugendamtes in Hamburg. Mit nachweislich gefälschtem Lebenslauf. Ganz Freundliche würden ihn als geschönt bezeichnen.

Zu seinen Gegnern zählt Stachowske übrigens nicht nur mich, sondern auch - die Schulmedizin. Die mag er als Esoteriker nicht.

Schönes Wochenende

Heinz-Peter Tjaden

Sonntag, 28. Mai 2017

Fake News

Heiteres Beruferaten?
Interview mit Psychiater Prof. Dr. Stachowske: Ein Geständnis kann Generationen erlösen

Das, sehr geehrter Herr Kamisli, ist die Überschrift der “Lippischen Landeszeitung” vom 13. März 2016. An diesem Tag berichten Sie über einen SS-Prozess in Detmold, Ruthard Stachowske soll wohl die Leserinnen und Leser Ihrer Zeitung mit einer Expertenmeinung versorgen. Doch: Ruthard Stachowske ist gar kein Psychiater. Das hat er bisher über sich auch noch nicht behauptet. Ein Hamburger Magazin machte aus ihm zwar auch schon einen Wissenschaftler, eine Hamburger Zeitung ließ ihn auf einer fiktiven Karriereleiter Arzt werden, aber irgendwie scheint das noch nicht zu genügen.

Der Mann ist Sozialpädagoge und Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden, sein Doktortitel hat einen esoterischen Hauch, er führte eine Zeitlang den Titel eines psychologischen Psychotherapeuten für Erwachsene, diesen Titel legte er so rechtzeitig ab, dass er einem Ermittlungsverfahren wegen Betruges knapp entging.  Bis dahin verleumdete er im Schutze dieses Titels Klientinnen und Klienten, was er über sie schrieb, entlarvten Experten aber schnell als krauses Zeug.

Wer seine Methoden kritisiert, muss damit rechnen, vor Gericht gezerrt zu werden. Das ist einer Ex-Klientin und mir geschehen. Allerdings war Ruthard Stachowske nicht in der Lage, unserer Kritik etwas Fundiertes entgegenzusetzen. Öffentlichen Diskussionen wich er stets aus. Wurde für ihn die juristische Kiste zu eng, behauptete er, die Theorien, die er gegenüber Medien vertreten haben soll, gar nicht zu vertreten.

Aktuell wird immer häufiger vor Fake News gewarnt, das niedersächsische Kultusministerium hat dieser Tage eine App vorgestellt, mit der Falschmeldungen entlarvt werden können. Aber: Würde diese App auch herausfinden, dass Ruthard Stachowske kein Psychiater ist?

Mit freundlichen Grüßen
Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel

http://familiensteller.blogspot.de Ein blog mit Erfahrungsberichten von ehemaligen Stachowske-Klienten

Dienstag, 22. September 2015

Tjaden tappt (XXXXVIII)

Einfach umreißend.
Rahmenbedingungen als Orientierungsrahmen

Wir kennen ihn alle: den Zappelphilip aus dem "Struwwelpeter". Er wackelt so lange mit dem Stuhl, bis er umfällt, Halt suchend greift er nach der Tischdecke und reißt Suppenschüssel, Teller und Wein mit sich.

Der "Struwwelpeter" ist inzwischen 170 Jahre alt, wurde erfunden von dem Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann. Psychiater sind laut Ernst Jünger die Letzten, die etwas von Menschen verstehen. Dieses Dichterwort hat dieser Berufsstand aber bis heute nicht verstanden, wohl auch deshalb erfand er in den USA die Krankheit ADHS und Novartis 1954 ein Medikament, das viele von uns als Ritalin kennen.

So mancher Forscher entschuldigte sich inzwischen dafür, dass er diese Krankheit erfunden und der Pharmaindustrie einen neuen Markt eröffnet hatte, ein "Zeit"-Reporter machte einen Selbstversuch und stellte am 18. Februar 2009 fest: "Aus mir wurde ein Zombie." Ein Auszug: "Ich nehme also eine Pille, erst einmal zu Hause. Keine Viertelstunde, und meine Umgebung wird leicht heruntergefahren; ein Gefühl wie der Dämmerzustand frühmorgens, wie die konzentrierte Ruhe nach einem langen Kinobesuch. Die Dinge entwickeln eine seltsame Singularität: Ich sitze auf meinem Sofa und lese. Nach einer Weile merke ich, dass der Fernseher auf voller Lautstärke läuft – ich hatte ihn gar nicht gehört. Ich vergesse nicht, was um mich herum geschieht, es interessiert mich nur nicht mehr. Ich sehe die Dinge einzeln, eines nach dem anderen. Andere Drogen bewirken einen Rausch, Ritalin macht sehr nüchtern." Mit Risperdal allerdings sollte das laut Pharmaindustrie nicht passieren. Heimkinder schluckten das Zeug, Jugendämter notierten in Hilfeplanprotokollen: "Das Kind ist ruhiger geworden." Sie hätten auch notieren können: "Das Kind ist keins mehr, es ist ein Roboter geworden." Und als Erwachsener wahrscheinlich ein Drogensüchtiger...

2013 empfahlen Wissenschaftler aus den Niederlanden Sonne. In einer Studie stellten sie fest, dass ADHS in den USA weniger häufig vorkam, wenn die Sonne häufiger schien. Was in diesem Sommer auch in Großburgwedel häufiger vorgekommen ist. Eine ADHS-Selbsthilfegruppe gibt es aber trotzdem noch. Die veranstaltet heute in der Seniorenbegegnungsstätte einen Info-Abend mit einem Schulleiter.

In der Vorankündigung heißt es: "Kinder mit AD(H)S sind in besonderem Maße auf den haltenden Rahmen im Klassenverband und in der Schule angewiesen, wenn sie erfolgreich lernen sollen. Geeignete schulische Verhältnisse (z.B. bewegungsfreundliche Rahmenbedingungen oder ergonomische Arbeitsplätze) können zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Lern- und Lebensraum Schule beitragen und zugleich einen Orientierungsrahmen bieten."

Diesen Text muss ein Pädagoge geschrieben haben. Pädagogen habe ich schon als Schüler nur selten verstanden, obwohl sie sich Lehrer nannten.
Die Tatsache, dass Klassen zu groß, Lehrer deshalb überfordert und viele Schulgebäude vergammelt sind, wird in diesem Text verschwiegen.


Werft endlich den ADHS-Stempel weg, den ihr Kindern aufdrückt, die von der Pharmaindustrie in Roboter verwandelt werden. Ihr seht doch, was ihr davon habt: An Universitäten ist Ritalin inzwischen eine Modedroge, die immer einsamer macht. Dann lieber ein Kind, das gelegentlich mit dem Stuhl umfällt... 

Anschau-bar

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