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Donnerstag, 20. Mai 2021

Aus Leons Tastatur


Leon Hogrefe übernimmt nach meinem Umzug die redaktionelle Betreuung von www.burgdorferkreisblatt.de Dazu sind einige Vorbereitungen nötig.

1. Bei google blog anmelden. Passiert am 28. April 2021. http://dasstadtblatt.blogspot.com

2. Blog mit Inhalt füllen. Passiert am 29. April 2021

3. dasstadtblatt.blogspot.com jetzt unter der Verantwortung von Leon Hogrefe. www.burgdorferkreisblatt.de führt zu meinem blog über die mächtigste Kleinstadt Europas 20. Mai 2021


Aus dem Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport

Kommunalpolitik ist spannend
Hier klicken r

Aus dem Ausschuss für Jugendhilfe und Familie
Was ist in den Kindergärten los?
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Aus dem Rat der Stadt Burgdorf
Wortgefecht um Straßenausbaugebühren
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Interview oder Gespräch mit Rüdiger Nijenhof?
"Burgdorfer CDU wollte mich nicht im Rat haben"

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Tjaden tappt (569)

Corona-Politik im und aus dem Gebüsch

"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern."

Tatsächlicher Spruch von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) 

"Von mir gibt es kein Geschwätz von gestern."

Erfundener Spruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Wir müssen zusammenhalten, denn nur gemeinsam können wir es schaffen.  Hat Angela Merkel heute vor dem Deutschen Bundestag gesagt. Wir müssen uns nach der Wissenschaft richten. Sagte sie auch noch.

Nun heißt Zusammenhalt aber noch lange nicht, dass alle das gleiche tun. Sieht man an den Bundesländern. Kaum werden neue Corona-Maßnahmen publik, schlägt sich das erste Bundesland ins Gebüsch, dann das nächste, bis die Gebüsche nicht mehr reichen. Irgendwann kriechen die Bundesländer wieder hervor und beschließen neuere Corona-Maßnahmen, die sie im Moment der Veröffentlichung erneut in die Büsche treiben.

Zwischen immer schnellerer Flucht und immer voreiligerer Veröffentlichung wird auf die Buschtrommel geschlagen.  Wir haben die Schulen geschlossen. Die Kindergärten auch. War ein großer Fehler. Passiert uns nie wieder. Und schon sind die ersten Schulen wieder dicht. Man kann sich inzwischen nur noch darauf verlassen, dass das Ausgeschlossene morgen das Beschlossene ist.

Und sich nach der Wissenschaft richten, heißt noch lange nicht, dass die Richtung stimmt. Der verlässliche Corona-K0mpass müsste erst noch erfunden werden. Noch schlagen die Nadeln in verschiedene Richtungen aus.  Außerdem richtet sich die Politik gar nicht nach irgendeiner wissenschaftlichen Richtung aus. Ein Beispiel: Einigkeit besteht darüber, dass die Ansteckungsgefahr drinnen größer ist als draußen. Und was geschieht? Die Maßnahmen für drinnen ähneln immer mehr den Maßnahmen für draußen (siehe Maskenpflicht). Und noch schlimmer. Mit Ausgangssperren sollen die Bundesbürgerinnen und Bürger nach drinnen gezwungen werden. Sinnvoller wäre da doch wohl eine Spaziergangspflicht. Aber bitte ohne Maskenpflicht...

"Wir können nicht tolerieren, wie sich die Lage in Deutschland entwickelt", sagt Dietmar Woidke, SPD-Ministerpräsident von Brandenburg. Genauso eindrucksvoll fände ich den Satz "Wir werden es nie wieder tolerieren, dass es in Deutschland im Winter schneit."

Die Politik hat gewusst, was im Herbst und Winter geschehen wird. Gehandelt wurde nach einem alten Bundesbahn-Motto. Das lautete "Alle reden vom Wetter. Wir nicht." 


Montag, 24. August 2020

Tjaden tappt (534)

Hier gefunden.
Vergesslich ins Corona-Chaos

Politik ist etwas für Vergessliche und nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Das kann ein Virus nicht wissen. Muss es auch nicht. Für die Verbreitung braucht es weder Redaktionen noch Parteizentralen.  

Was ein Virus braucht, sind Möglichkeiten.  Möglichkeiten unterscheiden sich von Verordnungen. Ob diese Verordnungen nun von Politikern ausgedacht und von den Medien verbreitet werden oder nicht, einem Virus alles unmöglich machen, das kann niemand. 

Deswegen wäre es wichtig, dass die Politik zumindest nicht vergisst, was ihr möglich ist. Die Medien müssten die Parteien daran immer wieder erinnern. Doch derzeit fühle ich mich immer wieder an meine Seminararbeit in Publizistik erinnert. Thema "Marxistisch-leninistische Pressetheorie". Die sieht so aus: Zeitungen sind Organisatorinnen, Agitatorinnen und Propagandistinnen. 

Marx und Lenin haben sicherlich nicht erwartet, dass ihre Pressetheorie am Sozialismus scheitert, während sie zumindest zeitweise während einer Pandemie im Kapitalismus funktioniert hat. Bis die Organisation zusammengebrochen ist, Agitation und Propaganda  immer weniger Wirkung zeigen können, weil die Politik das Chaos anrichtet, das sie vermeiden will.  

Corona-Tester lassen alles stehen und liegen, Grenzpolizisten winken Autofahrerinnen und Autofahrer durch, egal, woher sie kommen, Virologen verstehen die Coronatest-Strategie nicht mehr, in den Labors kann man die Teströhrchen nicht einmal mehr einsortieren. 

Der Ruf der Politik nach neuen Verordnungen klingt nach Verzweiflung. Die welchen Grund hat? Die mit uns getroffene Vereinbarung lautet übrigens: Regional reagieren, Schotten dicht bei 50 Neuinfizierten/100 000 Einwohner an sieben aufeinander folgenden Tagen.





Sonntag, 2. August 2020

Tjaden tappt (524)

Die Wichtigkeit von Lob und Tadel bei einer Pandemie

Damit das ein für alle Mal klar ist: Da aus der "leichten Grippe" des Virologen Christian Drosten doch eine Pandemie geworden ist, gilt ab sofort: Sinkt die Zahl der neu Infizierten, ist das ein Verdienst von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, steigt sie, liegt das an Markus Söder, der unbedingt auch Bürgerinnen und Bürger testen lassen will, die sonst in keiner Corona-Statistik auftauchen würden. 

Wie das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zu werten ist, ist Sache der Politik und der Medien.  Sinkt die Zahl der neu Infizierten, ist die Bevölkerung zu loben, steigt sie, ist der Tadel das Gebot der Stunde.  Dabei ist zu beachten, dass die Bundesregierung und die Medien stets einer Meinung zu sein haben. Alles andere könnte die Bevölkerung nur irritieren. 

Wer meint, dass er die Bundesregierung und die Medien loben oder tadeln darf, bekommt eine Eintragung ins Führungszeugnis. Sobald in einer Stadt oder in einem Landkreis die Zahl solcher Eintragungen auf über 50 pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner steigt, ist von einem Risiko-Gebiet auszugehen, das von den anderen Gebieten isoliert werden muss. Die Quarantäne endet erst wieder, wenn sich mindestens die Hälfte der Kritikerinnen und Kritiker als reumütig erweist, fortan bei jedem Einkauf und bei jeder Bus- und Bahnfahrt zwei Alltagsmasken übereinander trägt und von ehemaligen Gesinnungsgenossinnen und Gesinnungsgenossen einen Abstand von mindestens 500 Metern hält. Eine entsprechende Warn-App kann auf den Seiten des Verfassungsschutzes heruntergeladen werden. Geschieht das nicht, kommt ein Verfassungsschützer ohne vorherige Aufforderung persönlich vorbei. 

Dienstag, 16. Juni 2020

Aus Leons Tastatur

Leon Hogrefe, 26 Jahre, Student
Geschichte und Politik in Hannover. 
Über Heimathäfen und Auferstandene

Muttertag 2000: Das erste Kinderfest unseres Vereins "Hilfe für Kinder in Burgdorf und Umgebung" kann beginnen. Vorher will ich noch duschen. In der Hannoverschen Neustadt bemerke ich einen Jungen, der mir folgt.  Er will mich begleiten, sagt er. Ich frage den Kleinen, woher er kommt.

"Mein Opa ist in eurem Verein", sagt er. 

Und nun schreibt Leon Hogrefe für das "Burgdorfer Kreisblatt". Gestern hat er die Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport besucht. Arbeitstitel "Über Heimathäfen (Kinderhort Südstern) und Auferstandene ("Burgdorfer Kreisblatt", Lokalzeitung bis Mai 1986 und seit 2014 im Netz)". 

Sein Bericht

"Herr Tjaden mal wieder"

Obwohl ich noch nie journalistisch gearbeitet habe, schickte mich Herr Tjaden am 15. Juni gleich zu einer Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport. Bevor es losging, wurde ich von einem HAZ-Redakteur erst einmal ausgefragt: von welcher Zeitung ich denn komme? Ich antwortete: "Vom Burgdorfer Kreisblatt und Herr Tjaden schickt mich." Darauf entgegnete er: „Es gibt kein Burgdorfer Kreisblatt.“ Und: „Herr Tjaden mal wieder.“ Zudem sagte er anschließend zu einem Ausschussmitglied, das gerade in der Nähe war: „Das Burgdorfer Kreisblatt ist wieder auferstanden.“ Diese merkwürdige Begegnung war somit mein erster Eindruck von journalistischer Tätigkeit. Es muss aber erwähnt werden, dass dieser Herr von der HAZ nach der Sitzung noch einmal zu mir kam und mir zu verstehen gab, dass er keine unangenehme Situation mir gegenüber erzeugen wollte. Außerdem führten wir noch ein nettes Gespräch, der Inhalt würde aber zu weit gehen; also auf zur Ausschusssitzung:
Zu Beginn ging es um den Kinderhort „Südstern“ in der Südstadt. Es soll eine Doppelnutzung geben: Schule und Hort. Das Gymnasium Burgdorf bot hierfür seinen A-Trakt an. Hierzu äußerte sich Christiane Gersemann u.a. mit: „Hortkinder brauchen einen Heimathafen.“ Dem Vorschlag des Gymnasiums kamen die Ausschussmitglieder einstimmig nach.
Flexible Schulpolitik
Beim Thema Inklusion ging es um die Aufteilung der Schulkinder auf die weiterführenden Schulen in Burgdorf. Die Tendenz, dass die Kinder voraussichtlich zu 40% an der IGS und zu 60% am Gymnasium angemeldet werden, geht auf eine Überprüfung der Schülerzahlen von 2015 bis 2019 zurück. Anmerkung: Beim letzten Mal gab es 145 Anmeldungen für die Burgdorfer IGS und 159 für das Gymnasium. Rüdiger Nijenhof merkte an, dass "wir flexibel sind und jederzeit nachjustieren können" und schlug deshalb die Zuteilung 50% zu 50% vor. Weshalb es bei der anschließenden Abstimmung wahrscheinlich zu der einzigen Gegenstimme von Rüdiger Nijenhof gekommen ist, alle anderen stimmten für die Umsetzung der 40% zu 60% Regelung. Noch bevor abgestimmt wurde, erklärte der Schulleiter der Burgdorfer Grundschule aus der Hannoverschen Neustadt die Situation, wonach ein Gutachten ergeben habe, dass 10% an jener Schule mithilfe von Inklusion unterstützt werden.
Das darauffolgende Thema handelte vom Zuschussantrag des SV Sorgensen in der Höhe von 525,00 Euro für die Investition in einen Aufsitzrasenmäher, der insgesamt 3.500,00 Euro kostete. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.
Des Weiteren ging es um die Schulwegsituation in Burgdorf. Eine Wortmeldung aus dem Publikum stellte die schlechten Umstände für die Kinder dar, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren (vor allem zum Gymnasium). Demnach machen die „Nordstadt-Kinder“ aufgrund der vielen Unfälle, die Vor dem Celler Tor geschehen sind, sicherheitshalber Umwege. Dazu wurde im Ausschuss eine kurze Diskussion über die Verbesserung bzw. Erweiterung der Fahrrad- und Fußwege geführt, jedoch keine konkrete Entscheidung getroffen.


Mein erster Eindruck nach dieser Ausschusssitzung: Dass Kommunalpolitik langweilig ist, stimmt nicht.

Aus Leons Tastatur (II)


Mittwoch, 23. Mai 2018

Tjaden tappt (266)

Bange Frage Anfang 1964: Wie
lange dauert Wilhelm Tell?
Mit linker Mousetaste vergrößern.
Tagebuch-Gedanken eines Kindes
Mit 13 habe ich angefangen, Tagebuch zu führen. Ich gestaltete die Seiten wie eine Zeitung. Ich berichtete aus der Familie, aus dem Stadtteil, aus der Stadt und manchmal auch über die so genannte „große Politik“. Was machte ich mir damals für Gedanken! Ein Beispiel lesen Sie hier.
Am letzten Schultag fragte uns eine Lokalredakteurin, welche Berufswünsche wir haben. Meine Antwort als 16-Jähriger: "Ich will Redakteur werden. Das Einzige, was ich kann, ist schreiben." 
"Dann hast du aber noch einen sehr langen Weg vor dir", antwortete sie. Das stimmte. Mein Abitur hatte ich mit 23, es folgten Studium und Redaktionsvolontariat bei einer Nachrichtenagentur, bei einer Tageszeitung und in einem Fachzeitschriftenverlag. 

Anschau-bar

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