Dienstag, 30. Oktober 2018

Tjaden tappt (339)

Wenn der Boss kommt...
Getrennt in Großburgwedel

Großburgwedel weint. Denn wieder trennen sich Bettina und Christian Wulff. Und "Bild" hat endlich wieder eine wichtige Schlagzeile. Die heutige fand in den Supermärkten kaum Beachtung. Für Merkels Trennung vom CDU-Vorstand interessierte sich kaum jemand. 

Ob bei Christian Wulff jetzt drei Frauen Schlange stehen, um die Nachfolge von Bettina anzutreten, entzieht sich meiner Kenntnis. Dazu lebte er zuletzt zu weit draußen. Dass aber bei der CDU eine Frau und zwei Männer Schlange stehen, kam auch mir zu Ohren. So weit draußen ist die CDU noch nicht.

Wann sich Bettina und Christian Wulff wieder versöhnen, kann niemand sagen - oder weiß jemand, ob der Boss demnächst wieder in Hannover auftritt? Dann könnten sich die beiden vor dem Konzert erneut in aller Heimlichkeit, also im Beisein eines "Bild"-Reporters, im Maschpark treffen. 

Auch der Zeitpunkt der Versöhnung der Wählerinnen und Wähler mit der CDU ist noch unvorhersehbar - oder weiß jemand, wann Horst Seehofer als Innenminister und CSU-Vorsitzender zurücktritt? 

Großburgwedel weint. 


Sonntag, 28. Oktober 2018

Tjaden tappt (338)

"Wir werden sensationell in die Saison starten"
Elf Punkte reichen

Noch raschelt es nicht im Blätterwald. Bisher kommt niemand aus der Deckung. Auch die Niederlage gegen Augsburg soll schnell abgehakt werden. Denn der FCA gewinnt eigentlich immer in der HDI-Arena, weil die Roten in diesen Begegnungen zwar gelegentlich ihre Körperfläche vergrößern, aber nie den Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Deshalb sorgt sich niemand. Alle sind sicher: Die vor der Saison angekündigten elf Punkte holen die Roten. Okay, die sollten eigentlich schon in den ersten fünf Spielen gesammelt werden, aber jetzt sammelt man sie eben später. Die letzten drei Punkte holen die Roten mit Tayfun Korkut in der Rückrunde.

Wenn sechs Punkte nach neun Spielen für einen Relegationsplatz reichen, dann müssten auch elf Punkte nach 34 Spielen für diesen Platz genügen. Die Fans in Düsseldorf freuen sich schon wieder auf die zweite Liga, die Stuttgarter haben Tayfun Korkut bereits entlassen. Das sind doch gute Zeichen. 



Samstag, 27. Oktober 2018

Tjaden tappt (337)

Kein schlimmer Algrorithmus

Die "Zeit" hat mich gewarnt, die "Süddeutsche" auch: Der Algorithmus überwacht mich Tag und Nacht. Er bestimmt mein Kaufverhalten, er nimmt Einfluss auf meine Freizeitgestaltung, er liefert mir Nachrichten, mit denen ich manipuliert werden soll, sogar Donald Trump soll vom Algorithmus gewählt worden sein und Angela Merkel bleibt deshalb nach jeder Wahl Bundeskanzlerin. 

Alles nicht so schlimm. Weiß ich seit einigen Stunden. Denn der Algorithmus von Amazon hat mir gestern einen Autor empfohlen, den ich nicht nur sehr gut kenne, sondern auch sehr schätze. Amazon empfahl mir: "Folgen Sie Heinz-Peter Tjaden. Damit Sie immer wissen, was er schreibt und stets wissen, welche neuen Veröffentlichungen es von ihm gibt." 

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Tjaden tappt (336)

Ausflug mit meiner Oma und meiner
Tante Christel.
200 000 Mal danke

Heute sage ich 200 000 Mal danke! Denn so oft ist mein blog seit 2016 aufgerufen worden. Trotzdem werde ich jetzt keine Jubiläumsschrift herausgeben oder Abos verschenken. Erstens gibt es schon zwei Broschüren mit Beiträgen aus diesem blog, zweitens ist die internette Zeitung "Burgdorfer Kreisblatt" bereits kostenlos. 

Meine Oma hat mich, als ich 14 war, in ihre Küche gebeten. Sie sah mich nachdenklich an, weil ich sehr schüchtern war. "Das finde ich nicht gut", sagte sie. "Du bist nicht schlechter als die anderen." Da meine Oma nie viel redete, schielte ich bereits zur Küchentür. Sie ließ mich aber noch nicht gehen. Sie fügte hinzu: "Nun bilde dir aber bloß nicht ein, dass du besser bist als die anderen. Betrüg die anderen nur nicht mehr um dich."

Deswegen bilde ich mir auf die 200 000 Seitenrufe nichts ein, weil das Ergebnis auch besser sein könnte. Aber weniger als 200 000 Seitenaufrufe hätte ich schlecht gefunden. 


Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tjaden tappt (315)

Was ist nur mit dem 27. Oktober los?
"Neue Presse": Risiken und Nebenwirkungen

 Ich kenne das Risiko und die Nebenwirkungen für das Sprachgefühl. Dennoch habe ich heute die "Neue Presse" gekauft. Den Verlust von 1,50 Euro vergaß ich schon auf der ersten Seite. Das Grübeln begann. Ich las: "Seit 40 Jahren gibt es die Neue Presse am 27. Oktober."

Das erstaunte mich, denn von einer jährlichen Erscheinungsweise war mir nichts bekannt. Fehlte in besagtem Satz etwa das Wörtchen auch, musste es also "Seit 40 Jahren gibt es die Neue Presse auch am 27. Oktober" heißen? Nicht sehr wahrscheinlich, denn dann hätte es diese Zeitung auch schon vor 1978 gegeben, nur nie am 27. Oktober. 

Was nur hätte bis dahin gegen eine Ausgabe an einem 27. Oktober sprechen können? Nichts. Also blätterte ich schnell weiter, lernte auf Seite 5 mit Doller in der Überschrift eine Währung kennen, die wahrscheinlich doller ist als der Dollar, ich begriff, dass in Sätzen so manches Wort entbehrlich ist, las zum ersten Mal etwas über Sisyphos-Angriffe der Bayern in Athen und von Arien, die nicht mehr gesungen, sondern vorgebracht werden. 

Dann war es vollbracht. Die "Neue Presse" verabschiedete sich von mir mit dem Hinweis, dass man auch am Theater Kinokarriere machen kann. Gar kein Talent braucht man dagegen bei der "Neuen Presse", die aus der "Hannoverschen Presse" hervorgegangen ist, weil damals jede SPD-Zeitung eingegangen ist.     

Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...