Montag, 27. November 2017

Splitter (24)

Im Auftrag des Wählers.
Biene Maja war gestern

Beim "Jamaika bleibt in der Karibik"-Parteitag der Grünen ist auch Naturlyrik vorgetragen worden. Also erhob Katrin Göring-Eckardt ihre Stimme, um, ohne zu laut zu werden, aber dennoch deutlich vernehmbar zu bleiben, ihr jüngstes Werk vorzutragen: "Wir wollen, dass in diesen vier Jahren jede Biene, jeder Vogel und jeder Schmetterling weiß, dass wir uns für sie einsetzen."

Dieses Gedicht war kaum vorgetragen, als sich Cem und Katrin als Bienen kostümiert auf die Flugbahn zu den Bienen, den Vögeln und den Schmetterlingen machten. Das erste Mal gesichtet wurden sie angeblich über Afrika, wo sie den Zugvögeln folgten, die sorgenfrei Urlaub machen sollten. Einige Ornithologen wollten die beiden zur gleichen Zeit über Istanbul gesehen haben, wo sie am Himmel für ein Phänomen sorgten, das dem Stern von Bethlehem nicht unähnlich war. 

Protest allerdings erhob sich bei der Grünen Jugend, die in einer eilends verteilten Pressemitteilung die Benachteiligung von Fliegen beklagte, die sich im Fluge - so die Grüne Jugend - ähnlich beeindruckend präsentieren könnten, wenn Cem und Katrin sie nur schützten wie Bienen, Vögel und Schmetterlinge. 

Der feministische Flügel der Partei nahm Anstoß am Fehlen von Sternchen im Gedicht von Katrin Göring-Eckardt und forderte eine Korrektur, die sich so darstellen sollte: "Wir Sternchen innen wollen, dass in diesen vier Jahren Sternchen innen jede Biene Sternchen innen, jeder Vogel Sternchen innen und jeder Schmetterling Sternchen innen weiß, dass wir Sternchen innen uns Sternchen innen für sie Sternchen innen einsetzen."

Die Wür-Seelenwanderung  

Sonntag, 26. November 2017

Zerstreute Wahl-Sprüche

Facebook hat Nellia und Dietmar
Ehrentraud berühmt gemacht.
Foto: durmersheim.de
Warum verschweigt Altersforscher meinen Ratgeber?

Ich habe keine Wahl, diesem Psychologen muss ich widersprechen: Eine Australierin feiert ihren 100. Geburtstag mit einem Tandem-Fallschirmsprung, ein 78-Jähriger aus Köln will mit seiner Harley sogar ins eigene Grab fahren, ein 64 und 70 Jahre altes Ehepaar aus Durmersheim feiert mit Boogie Woogie Facebook-Erfolge. Daraus schließt der Heidelberger Altersforscher Hans-Werner Wahl laut "Bild am Sonntag" von heute: "Das ist eine neue Generation, für die es keine Vorlage beim Altern gibt."

Das ist eine Lüge! Die Vorlage für das Altern stammt von mir und heißt "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Nur weil Hans-Werner Wahl ein Buch mit dem Titel "Die neue Psychologie des Alterns" geschrieben hat, muss er doch nicht lügen. Und was ist das für ein Wissenschaftler, der das wichtigste Werk der Altersforschung nicht liest - und dennoch behauptet, er sei ein Kenner der Materie?

Hans-Werner Wahl sei nur noch mitgeteilt: "Rechnen Sie bitte auch mit Protesten aus Japan. Denn nirgendwo wird derzeit mein Ratgeber häufiger gekauft als dort."

Der Klick zu meinem Ratgeber 

Mittwoch, 22. November 2017

Burgdorf klingt gut

Sie eröffnen das Themenjahr.
Klangvolles Orchester eröffnet Themenjahr

Burgdorf. "Burgdorf-klingt gut" lautet im nächsten Jahr das Motto der Aue-Stadt. Eröffnet wird das Themenjahr am 6. Januar, 20 Uhr, mit einem Konzert des Johann-Strauss-Orchesters im StadtHaus. Auf dem Programm stehen Werke von Josef Strauss, Jacques Offenbach, Karl Zeller, Heinrich Strecker und Paul Lincke. Eintrittskarten gibt es bei Bleich in der Braunschweiger Straße.


Themenjahr im Netz

Burgdorf. Das "Burgdorfer Kreisblatt" hat für das Themenjahr 2018 die Domain www.burgdorfklingtgut.de eingerichtet. Themenjahre gibt es seit der Gründung des Stadtmarketing-Vereins im Jahre 2004.  

Dienstag, 21. November 2017

Splitter (23)

Der schwarze Balken
wird erst nach der
Wahl entfernt. 
Paukenschlag: Volker Schneider soll Bundeskanzler werden

Alle Macht geht von Volker aus. Das Schloss Bellevue zittert immer noch nach diesem Paukenschlag des Bundespräsidenten. Frank-Walter Steinmeier hat heute die Sondierungsgespräche mit den Bundestagsparteien, die möglicherweise Schnittmengen aufweisen, abgebrochen. Er schlägt Volker Schneider aus Castrop-Rauxel als Bundeskanzler vor.

Wie aus dem Bundespräsidialamt verlautet, soll Volker Schneider laut Wahlomat die größten Schnittmengen mit allen Bundestagsparteien haben. Außerdem stammt er aus einer großen Familie, so dass er einer alten bayerischen Tradition folgend alle wichtigen Ämter mit Familienmitgliedern besetzen kann. 

Das "Burgdorfer Kreisblatt" sprach mit ihm. "Es ist mir eine große Ehre, dem deutschen Volke zu dienen", sagte er auf dem Weg zur Arbeit, die er heute niederlegen will. "Das dient natürlich auch mir als Volker."

Dann zog er aus seiner Aktentasche eine angefangene Minister-Liste. Seine Schwiegermutter soll Außenministerin und Vizekanzlerin werden. "Je häufiger sie weg ist, umso besser. Und mit Erdogan, Putin und Trump wird sie sich gut verstehen. Sie ist aus dem gleichen Holz geschnitzt", sagte Volker Schneider und pries sofort die Vorzüge seiner Tochter Anita als Familienministerin: "Sie hat wie Ursula von der Leyen sieben Kinder. Nur von verschiedenen Vätern."

Die Ministerliste will Volker Schneider bis heute Abend vervollständigen. "Der Bundespräsident hat gesagt, dass jemand, der die Macht in den Händen halte, sie auch nutzen müsse. Das werde ich tun", sagte Volker Schneider zum vorläufigen Abschied vom "Burgdorfer Kreisblatt". "Meiner Familie wird sie sehr nützen."

Zum Beginn der Serie


Montag, 20. November 2017

Splitter (22)

Benutzt Martin Schulz
ab sofort häufiger.
Prozentrechnung mit Martin Schulz

Wer jetzt sagt, dass diese Serie von mir eigentlich beendet worden ist, ist zweifellos im Recht. Aber wer von uns hat schon mit der FDP gerechnet? Noch weniger aber sollten - und das gilt besonders für die Kinder - wir mit Martin Schulz rechnen. Sonst bekommt bald keiner mehr Abitur.

Also, liebe Kinder, hört fein weg: Martin Schulz hat heute in den Nachrichten behauptet, die Große Koalition hätte bei den Bundestagswahlen fast 14 Prozent verloren, deswegen sei sie auch weiterhin nicht möglich. Über 8 Prozent entfielen demnach auf die Union und so um die 5 Prozent auf die SPD. 

Nun weiß jedes Kind - sagen wir mal ab 10 -, dass in der Prozentrechnung die 100 für das Ganze steht. 25,7 Prozent für die SPD im Jahre 2013 sind das ziemlich traurige SPD-Ganze gewesen. 20,5 Prozent in 2017 sind round about 80 Prozent dieses traurigen SPD-Ganzen. Der SPD-Verlust beträgt also um die 20 Prozent. Da muss nun wirklich niemand mehr mit der SPD rechnen.

Bekäme jetzt Martin Schulz von vielen Kindern diesen Lesetipp, würde mich das gar nicht wundern.

Splitter 23

Anschau-bar

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