Mittwoch, 15. März 2017

Talentförderung

Neues Portal für Begabte

Eltern, Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte können sich ab sofort im Internet über Niedersachsens Begabungsförderung informieren. Unter www.begabungslotse.de/special-niedersachsen präsentiert das Online-Portal „Begabungslotse" des bundesweiten Talentförderzentrums "Bildung & Begabung" Förderangebote für Schülerinnen und Schüler, Beratung für Eltern und Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt: „Unser Ziel ist es, der gesamten Vielfalt der Begabungen gerecht zu werden."

Das Online-Portal zur Talentförderung stellt beispielsweise Kooperationsverbünde von Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen vor. Außerdem informiert der „Begabungslotse" über Schülerakademien, Wettbewerbe und Hochschulen als außerschulische Lernorte für Jugendliche sowie über Angebote für musikalische und sportliche Talente. Vorgestellt wird auch die Arbeit der regionalen Beratungsteams der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Osnabrück.

„Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Begabungen und Fähigkeiten, in ihren Interessen und Neigungen", sagte Kultusministerin Heiligenstadt. „Der beste Bildungsweg für jede Schülerin und jeden Schüler ist derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit optimal zur Entfaltung bringt." Das landesweite Netz zur „Förderung besonderer Begabungen" umfasse 90 Kooperationsverbünde mit insgesamt 512 Schulen und 127 Kindertageseinrichtungen.

„Wir wollen uns nicht allein auf den kognitiven Bereich beschränken, sondern auch den musisch-künstlerischen, sportlichen, handwerklich-technischen und nicht zuletzt auch den sozialen Begabungen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen", so Heiligenstadt. Schule könne eine umfassende Begabungsförderung nicht allein leisten. „Wir sind froh darüber, dass sich in Niedersachsen viele außerschulische Partner für begabte junge Menschen engagieren", sagte die Kultusministerin.

Samstag, 11. März 2017

Tjaden tappt (196)

DDR-Spione dürfen auch einen Hund ohne Impfausweis mitbringen

Nach dem zweiten Weltkrieg verlieren sich Bruder und Schwester an der Werra aus den Augen. Sie gründen Familien in Kiel und in Dittersdorf bei Karl-Marx-Stadt, finden sich über den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes nach vielen Jahren wieder. Ich heirate die Kieler Tochter des Hauses, besuche mit ihr seit 1986 häufiger die Familie in Dittersdorf. Vom Verfassungsschutz werde ich deswegen wahrscheinlich vorsorglich beobachtet, man hat den Verdacht: "Der ist DDR-Spion."

Als solcher vergesse ich bei der ersten DDR-Einreise den Impfausweis meines Hundes. Der Grenzer sagt: "Fahren Sie auf den Parkplatz." Dort warten meine Frau, der Hund und ich ungefähr eine Stunde lang, ein Tierarzt erscheint, schaut sich den Hund an und sagt: "Der ist gesund." Er stellt mir für zwei DDR-Mark eine vorläufige Bescheinigung aus. Wir dürfen weiterfahren.

Solche Begebenheiten dürften den Verdacht des Verfassungsschutzes erhärtet haben. Vielleicht steht in meiner Akte: "DDR-Spion darf weiterreisen, obwohl internationale Bestimmungen das verbieten." Oder so ähnlich.

1989 haben wir ein Projekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus Leipzig gestartet. Daraus ist die Broschüre "Niemand hat die Absicht, die Einheit zu verhindern" geworden. Die hat es lange beim deutschen Selfpublishing-Portal Lulu gegeben. Bis ein Wilhelmshavener Polizeibeamter, der vorher schon das Wilhelmshavener Amtsgericht in zwei Verfahren belogen hat, wegen einer Veröffentlichung über die Methoden von Wilhelmshavener Jugendamt und dieses Polizeibeamten noch verrückter spielt. Er schießt so lange gegen meine Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine", bis mein gesamtes Lulu-Konto gelöscht wird. Man kann keine Broschüre von mir mehr bestellen.

Ich weiche auf Amazon und den Kindle-Shop aus. Dort ist "Niemand hat die Absicht, die Einheit zu verhindern" heute auch als e-book erschienen. Hier bestellen

Mehr über "Lügen haben Jugendamtsbeine" auf www.szenewilhelmshaven.de 


Sonntag, 5. März 2017

Tjaden tappt (194)

TSV-Mannschaftsfoto mit Abwehr.
Wettmar: Fußball-Sonntag in der Kreisliga

Ich mag Dorffußball. Manchmal komme ich aber im falschen Augenblick. Wie heute zum Kreisliga-Spiel TSV Wettmar gegen die Zweite vom FC Lehrte, wo gerade die Tore schief stehen, weil der Vorstand meint, dass es so nicht weitergeht. 

Aber derlei hört man oft auch von Hannover 96 - wie ebenfalls heute. Horst Heldt ist neuer Sportdirektor, er soll Martin Bader und Christian Möckel ersetzen, Daniel Stendel darf erst einmal Trainer bleiben. Dazu hat sich das halbe Dutzend Fußballfans, das direkt neben mir steht und zusammen über 400 Lebensjahre zählt, am Kreisliga-Spielfeldrand schon eine Meinung gebildet: "Der wird sich wohl fühlen. Bei Schalke 04 hat man doch nur Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag seine Ruhe." Bei 96 immerhin auch Silvester.

Das meine ich aber nicht mit dem falschen Augenblick. Ich komme zu dem Spiel, als die Zweite aus Lehrte den 1 : 1-Ausgleich schießt. Zweifellos ein schönes Tor, sauber herausgespielt. Was nicht schwer ist, weil der Gastgeber ohne Abwehr spielt. Das bleibt auch so. Das halbe Fan-Dutzend direkt neben mir unterhält sich derweil über Autos, Konfirmations-Ehen und kalte Hände ohne Handschuhe - und das bei 14 Grad und Sonnenschein.

Hinter mir vertreiben sich zwei Dreikäsehochs die zweite Halbzeit mit einem eigenen Ball. Der eine Junge spitzelt den Ball an seinem Gegner vorbei und stellt ihm ein Bein, bevor der hinter der Pille herlaufen kann. Wettmar erzielt den 2 : 2-Ausgleich und egalisiert wieder einen Rückstand.

Die Zweite aus Lehrte antwortet mit zwei weiteren Treffern, ein vorbeikommender TSV-Fan beantwortet die Frage des halben Fan-Dutzends nach dem Grund für den vorzeitigen Abschied so: "Ich würde so gern Ordnung in die Abwehr bringen. Das hat mit Fußball doch nichts zu tun." Weg ist er.

Weg ist auch der Ball, den einer der beiden Dreikäsehochs in ein Gebüsch geschossen hat. Ein noch kleineres Mädchen holt die Pille und fällt hin. Einer der beiden Jungs sagt: "Du musst besser aufpassen."

Sie steht wieder auf, ohne einen Mucks von sich zu geben. Das ist auf dem Spielfeld anders. Wie bei den Profis fällt kein Spieler des Gastgebers lautlos. Die Zweite aus Lehrte dagegen nimmt die drei Punkte still und leise in Empfang und bereitet sich nun auf die FC-Mitgliederversammlung am 10. März vor, bei der der Vorstand darauf hinweisen will, dass es so nicht weitergeht.

Deswegen gehe ich auch nicht. Ich steige auf mein Fahrrad - und mag weiter Dorffußball. 

    

Mittwoch, 1. März 2017

Tjaden tappt (193)

"Anzeiger" vom 27. Juli 2010.
Der Vorschlag mag lobenswert
gewesen sein, doch für mich
wird es immer wieder eng. 
Sitzt "Bild"-Kolumnist in jedem Auto?

"Autofahren ist fast das Schönste auf der Welt", habe ich gestern auf "Bild"-Seite 2 "Post von Wagner" bekommen. Doch es kann nicht in jedem Auto Franz Josef Wagner sitzen, der den Fuß nicht vom Gaspedal bekommt, wenn ich in Burgdorf auf der Braunschweiger Straße in Radel-Richtung Marktstraße Platzprobleme mit dem Begegnungsverkehr bekomme, weil der ohne Unterlass an den parkenden Fahrzeugen auf der anderen Straßenseite vorbei- und auf mich zufließt.

Manchmal wird es so eng, dass die linke Pedale meines Fahrrades fast die Fahrertüren berührt. Ein kurzer Schlenker würde reichen, um diesen Autofahrern beizubringen, das eines gilt: Wer das Hindernis auf seiner Straßenseite hat, der ist wartepflichtig. Das gilt nur für Hindernisläufer nicht. Aber ob Franz Josef Wagner auch Hindernislauf für fast das Schönste auf der Welt hält, weiß ich nicht. 

Ich jedenfalls habe nicht gern Probleme mit dem Begegnungsverkehr, zumal auch Geschlechtsverkehr zum Begegnungsverkehr gehört - und zwar wirklich als fast das Schönste auf der Welt... 

Anschau-bar

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