Freitag, 18. September 2015

Lebenverlänger-Bar

Großeltern leben länger
Immer mehr brave Enkel tippen Sinnvolles in ihr Smartphone
Hier mitfreuen 

Tjaden tappt (XXXXVII)

Vor wenigen Tagen: Mein Jagdterrier beobachtet eine Fliege,
will sie fangen. Foto: Heinz-Peter Tjaden
















Meine Wohnung wird vom Tierschutzverein Hannover belagert

"Wo ist denn Ihr Hund?", ruft in Engensen ein Arzt hinter mir her, der uns oft bei Radtouren begegnet. "Der macht Urlaub von mir", rufe ich zurück. Den macht mein Jagdterrier zwangsweise, und ich komme zu spät zu einem vereinbarten Termin.

Mittwoch gegen 10 Uhr: Auf meinem Handy werden mir nach einem Hundespaziergang zwei verpasste Anrufe angezeigt. Die Telefonnummer ist mir unbekannt, wird mir aber fünf Minuten später von einer Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hannover bekannt gemacht. Sie will meinen Hund sehen, sagt sie. Das geht nicht, antworte ich, ich sei nur kurz in der Wohnung, jemand warte auf mich. Das finde sie merkwürdig, sagt die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hannover. Ich schreibe ein Buch, antworte ich, deswegen hätte ich einen Termin. Das finde sie noch merkwürdiger, sagt die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hannover. Nach ihrem Kenntnisstand hätte ich schon einmal ein Buch veröffentlicht. Ich beende das Gespräch. Was will diese Frau eigentlich von mir?

Eine halbe Stunde später klingelt es an meiner Wohnungstür in Kleinburgwedel. Das Klingeln überhöre ich, weil ich telefoniere. Schon steht eine Frau vor meinem halb geöffneten Fenster, klopft. Sie wolle meinen Hund sehen, sagt sie. Ich begreife: Das ist die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hannover. Die muss sofort nach ihrem Anruf losgefahren sein. Ich weise sie darauf hin, dass ich ein wichtiges Telefongespräch hätte. Sie klopft weiter, klingelt wieder. Mein Jagdterrier bellt. Das ist selten bei ihm. Er bellt nur, wenn er Leute nicht mag.

Dann herrscht eine Zeitlang Ruhe. Niemand stört mein Telefongespräch. Schon klingelt es wieder. Ich reagiere nicht. Sekunden später klopft ein Polizeibeamter an mein Fenster. Ich solle öffnen. Ich öffne nicht. Der Polizeibeamte droht mit Schlüsseldienst.

So geht es über 30 Minuten. Die Belagerung hört nicht auf, das Klopfen und Klingeln nicht. Ich wechsele das Zimmer, der Polizeibeamte folgt mir von außen, ich höre ihn rufen: "Nun telefoniert er in einem anderen Zimmer."

Da ich nirgendwo ungestört bin, schnappe ich gegen 12 Uhr meinen Hund, gehe mit ihm vor die Tür. Die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins macht sofort Fotos von meinem Jagdterrier. Die hätte sie einfacher haben können, im Netz gibt es viele Schnappschüsse von ihm, der jüngste Schnappschuss ist wenige Tage alt. Darauf sieht man: Mein Hund ist gesund und munter, besonders wenn eine Fliege vor ihm auf der Bettdecke sitzt. Dass mein Hund gesund und munter ist, wissen viele, besonders die, die ihn bei unseren Ausflügen mit Leckerlis füttern, weil er "so niedlich ist".

Der Streifenwagen parkt quer auf dem Privatgrundstück meiner Vermieter, ich weise den Polizeibeamten auf die Unverletzlichkeit der Wohnung hin, frage ihn nach richterlichem Beschluss oder Durchsuchungsbefehl. Diese Hinweise beeindrucken ihn nicht, seine Chefin sei die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hannover. Sie nehmen meinen Hund mit. Sie haben ihn beschlagnahmt.

Inzwischen habe ich in drei mails gegen diese Beschlagnahme protestiert, ich bin bei der Polizei von Großburgwedel gewesen und habe meinen Anwalt eingeschaltet. Der Tierschutzverein Hannover reagiert nicht...Mein Jagdterrier ist auf mich fixiert, nun leidet er bestimmt wie ein Hund.

Wenn ich diese Geschichte beispielsweise in Burgdorf erzähle, versteht niemand nichts mehr und mir fällt ein, wie oft ich in den vergangenen Jahren Behörden auf tatsächliche Missstände in Kinderheimen hingewiesen habe, auf diese berechtigten Hinweise wurde entweder gar nicht oder nur mit unglaublich großer Verzögerung reagiert...Aber wenn ein Hund gesund und munter ist, sind sie sofort da.

Wie in einem Eisschrank-das Büro des Tierheims Langenhagen-Krähenwinkel



Mittwoch, 16. September 2015

Tjaden tappt (XXXXVI)

Kein Supermarkt-Personal nirgendwo

Habe ich da etwas verpasst, irgendeinen Hinweis übersehen? Führen Supermärkte wie Aldi und Netto-Markt in Burgdorf neue Einkaufsmethoden ein? 

Kauflustig gehe ich erst zu Aldi. Auf dem Weg zur Kasse rempelt mich eine Verkäuferin an, tritt mir auf die Füße, während die Kassiererin aufsteht und geht. Eine Weile vereinsame ich an der Kasse, mache mich dann auf die Suche nach Personal, finde keins. Ich lege die Waren auf das Band an der Kasse und gehe. Oder hätte ich meinen Einkauf, der noch keiner gewesen ist, mitnehmen dürfen?

Immer noch kauflustig versuche ich es im Netto-Markt. Auf dem Weg zur Kasse kommt die Kassiererin auf mich zu und zeigt mir an, dass sie rechts an mir vorbei will. Darf sie. Sie kommt aber nicht wieder. Ich schlendere durch alle Regalreihen, bin allein im Supermarkt. Ich lege die Waren auf das Band an der Kasse und gehe.

Heißt die neue Supermarkt-Methode von Aldi und Netto-Markt: Bitte nicht stören, nehmen Sie ruhig mit, was sie brauchen? 

Sonntag, 13. September 2015

Tjaden tappt (XXXXV)

Aus dem Netz gefischt.





















In der Kirche unterm Turm 

Was heißt hier sprechen? Schreiben ist auch nicht besser. Dafür zwei Beispiele aus der "Neuen Woche" vom 12./13. September: 

1. "Für den Flohmarkt in der St. Martins Kirche Sievershausen am Sonntag, 20. September, ab 15 Uhr können Spenden im September in der Kirche unterm Turm am Montag, 14.,von 16.30 bis 18 Uhr, Mittwoch, 16. von 10 bis 12 Uhr und Freitag 18., von 10 bis 12 Uhr abgegeben werden." 

Erinnert mich an einen Klassenkameraden, der in einem Diktat 22 von 23 Wörtern falsch geschrieben hat - aber immerhin ist der nicht Redakteur geworden...

2. "Tag des offnen Bauwagens gibt es im Waldkindergarten ´Arpker Waldzwerge´ (Verlängerung Hasendamm, an der Reithalle vorbei, am Bauwagen) am Samstag, 19. September, von 14 bis 17 Uhr. Es gibt Aktionen für Klein und Groß und Waldpicknick."

Donnerstag, 10. September 2015

Tjaden tappt (XXXXIV)

Huschen für Weihnachten

Vor den Kassen im Burgdorfer Netto-Markt: Sie huschen hier hin, sie huschen dort hin. Der Mann aus der Zentrale huscht stets vor, das Personal huscht hinterher. Sie huschen für Weihnachten. Weihnachten beginnt im Netto-Markt am 11. September. Dann kommen die Schokoladen-Weihnachtsmänner. 

Der Mann aus der Zentrale huscht in Richtung Kasse, zeigt mit den Händen an: "Der Abstand muss zwei Meter betragen." Eine Verkäuferin ist mitgehuscht, kommt aber nicht mit: "Warum das denn?" Über die Lippen des Zentralen-Mannes huscht die Antwort: "Das ist so. Steht so in den Filialvorschriften." 

Der Mann aus der Zentrale und die Verkäuferin huschen zurück zu den anderen wieder Mithuschenden. "Wir stellen 10 Regale auf", huschen sie erneut hin und her. "Dafür haben wir aber gar keinen Platz", huscht die Verkäuferin wieder etwas langsamer als die anderen. 

Ich husche an den Huschenden vorbei zur Kasse, husche aus dem Netto-Markt, husche vorbei an einem Schild, auf dem steht, dass die Ramschwaren, die den Weihnachtsmännern noch den Platz wegnehmen, bis Freitag rausmüssen. Dafür gibt es Husch-Rabatt - und dann ist im Netto-Markt endlich Weihnachten. Warum eigentlich nicht das ganze Jahr?

Anschau-bar

Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die  schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...