I buy in Castlevillage
Die Buchhändlerin schaut mich ratlos an. Eine Broschüre mit dem Titel "I buy in Castlevillage" kenne sie nicht. Was soll denn drinstehen?, hätte sie gern von mir gewusst, und ich habe es ihr indoor so gut wie möglich erklärt: Die wichtigsten Übersetzungen für die Reklametafeln vor den Geschäften und für alles, was in den Schaufenstern an Puppen baumelt oder neben den Produkten liegt. Vorbeigekommen sei ich bereits an mindestens drei Mal "Sale", an mehreren Outdoor-Shirts, an einem Indoortable, nicht mehr weit sein könne es bis zu Showrooms von Carhouses und dem Paper- und Copyshop von Treegarden, zumal mein Indoor- and Outdoordog Mike heute besonders gut in motion sei wie nächstes Jahr ganz Castlevillage, da 2016 "Castlevillage in motion" Themenjahr sei, und zwar - ich traue mich kaum, diese Wörter auszusprechen, weil ich nicht sicher bin, ob mich die Buchhändlerin dann noch versteht - drinnen und draußen. Da müsse es doch eine Broschüre mit dem Titel "I buy in Castlevillage" geben. Gibt es aber nicht, sagt die Buchhändlerin.
Schon sind mein Hund und ich wieder outdoor, Bekannte grüße ich mit einem freundlichen "How do you do?", auf der Braunschweiger Straße kommt mir der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins entgegen, Karl-Ludwig Schrader scheint noch nicht up to date zu sein und fragt mich: "Na, Peter, wo willst du denn hin?" Ich falle nur ungern auf seinen Trick, mich mit Deutsch überrumpeln zu wollen, herein: "Kaffee trinken."
Bei einem "Coffee to go" stehe ich an der Aue und sehe gar nicht ein, warum ich dieses Gebräu zum Weglaufen finden soll...Da schießt mir eine Frage durch den Kopf: Ist das, was ich hier mache, schon ein Event?
-
Vor wenigen Tagen: Mein Jagdterrier beobachtet eine Fliege, will sie fangen. Foto: Heinz-Peter Tjaden Meine Wohnung wir...
-
Liebes Honigkuchenpferd Martin Lauber, heute fragst du auf Seite 11 in der Rubrik "Service und Termine - Ihr Draht zur Redaktion...
Dienstag, 25. August 2015
Sonntag, 19. Juli 2015
Tjaden tappt (XXXX)
Der Straßenfeger und die Seilschaften in Burgdorf
"Das Schlimme", sagt er und fegt dabei den Bürgersteig, "sind die Seilschaften", fügt er hinzu und greift nach einer Schaufel, "in Burgdorf", beendet er seinen Satz und schiebt den Schmutz mit dem Besen auf die Schaufel. Der Dreck verschwindet in einem Eimer, die Seilschaften jedoch verschwinden nicht, meint er und macht mich sogleich mit dem Anführer bekannt. Das sei Gerhard Bleich mit seinem Verkehrs- und Verschönerungsverein, mit seinem Stadtmarketing-Verein und mit dem Verein für das Burgdorfer StadtHaus, der sich neuerdings um ein Veranstaltungszentrum kümmert. Teuer soll das Seil auch noch sein: "Bleich verdient 12 000 Euro im Monat."
Wo ein Seil ist, ist auch ein Abgrund, einer der gefährlichsten Abgründe ist der Abgrund der Gerüchte. Gerüchte werden durch eine Stadt getuschelt, um das Ansehen von Bürgern, die sich um Burgdorf verdient gemacht haben und verdient machen, zum Absturz zu bringen. Wer schon nicht mitmacht, der will wenigstens niedermachen. Deshalb schneide ich diesem Straßenfeger das Seil durch.
"Sie reden", antworte ich, "wie der übelste Burgdorfer, den ich kenne. Der heißt Paul Rohde und gibt ein Magazin heraus, das auch dann von der Stadtsparkasse verteilt wird, wenn er über Homosexuelle herfällt. Ich habe dagegen in der Bank protestiert, reagiert wurde nicht. Das Magazin lag weiter in der Bank aus. Keiner fällt diesem Verleumder in den Arm."
Das ist seit Jahren so. Stadtsparkassen-Kunden lasen vor elf Jahren in den Magazinen dieses Verleumders Berichte, in denen behauptet wurde, ich sei obdachlos und hätte mich strafbar gemacht. Auch über Gerhard Bleich veröffentlichte Paul Rohde so manchen Unsinn, der offenbar trotzdem geglaubt wurde und geglaubt wird. Dieser Mann nagelte viele an die Wand, einige verzweifelten an seinen erfundenen Geschichten.
Der Straßenfeger ist inzwischen still geworden. Er greift nach Schaufel, Besen und Eimer, im Weggehen sagt er: "Ich dachte, der Rohde ist schon tot." "Und wenn er es wäre", antworte ich, "in seinen Gerüchten würde er leider wohl weiterleben."
"Das Schlimme", sagt er und fegt dabei den Bürgersteig, "sind die Seilschaften", fügt er hinzu und greift nach einer Schaufel, "in Burgdorf", beendet er seinen Satz und schiebt den Schmutz mit dem Besen auf die Schaufel. Der Dreck verschwindet in einem Eimer, die Seilschaften jedoch verschwinden nicht, meint er und macht mich sogleich mit dem Anführer bekannt. Das sei Gerhard Bleich mit seinem Verkehrs- und Verschönerungsverein, mit seinem Stadtmarketing-Verein und mit dem Verein für das Burgdorfer StadtHaus, der sich neuerdings um ein Veranstaltungszentrum kümmert. Teuer soll das Seil auch noch sein: "Bleich verdient 12 000 Euro im Monat."
Wo ein Seil ist, ist auch ein Abgrund, einer der gefährlichsten Abgründe ist der Abgrund der Gerüchte. Gerüchte werden durch eine Stadt getuschelt, um das Ansehen von Bürgern, die sich um Burgdorf verdient gemacht haben und verdient machen, zum Absturz zu bringen. Wer schon nicht mitmacht, der will wenigstens niedermachen. Deshalb schneide ich diesem Straßenfeger das Seil durch.
"Sie reden", antworte ich, "wie der übelste Burgdorfer, den ich kenne. Der heißt Paul Rohde und gibt ein Magazin heraus, das auch dann von der Stadtsparkasse verteilt wird, wenn er über Homosexuelle herfällt. Ich habe dagegen in der Bank protestiert, reagiert wurde nicht. Das Magazin lag weiter in der Bank aus. Keiner fällt diesem Verleumder in den Arm."
Das ist seit Jahren so. Stadtsparkassen-Kunden lasen vor elf Jahren in den Magazinen dieses Verleumders Berichte, in denen behauptet wurde, ich sei obdachlos und hätte mich strafbar gemacht. Auch über Gerhard Bleich veröffentlichte Paul Rohde so manchen Unsinn, der offenbar trotzdem geglaubt wurde und geglaubt wird. Dieser Mann nagelte viele an die Wand, einige verzweifelten an seinen erfundenen Geschichten.
Der Straßenfeger ist inzwischen still geworden. Er greift nach Schaufel, Besen und Eimer, im Weggehen sagt er: "Ich dachte, der Rohde ist schon tot." "Und wenn er es wäre", antworte ich, "in seinen Gerüchten würde er leider wohl weiterleben."
Freitag, 3. Juli 2015
Tjaden tappt (XXXIX)
Ein Mädchen names Nedeida
Sie trägt ein buntes Röckchen. Dazu eine weiße Bluse. Sie setzt sich zu mir auf die Bank. Fragt: "Darf ich deinen Hund festhalten?" Darf sie: "Du musst ihn mir aber zurückgeben." Sie nickt. Sie fragt mich, ob ich zuhause Kassetten habe. Schaut mich an, ihre hellblauen Augen strahlen: "Du siehst aus wie ein Kapitän." Ich ziehe ihr die Mütze ins Gesicht. Sie zieht sie wieder hoch. Ich frage sie: "Wie heißt du?" "Nedeida", antwortet sie. "Und du?" "Peter", antworte ich. Der Bus kommt. Sie steht auf, gibt mir die Hundeleine, geht mit ihrer Mutter zum Bus, dreht sich um: "Wir sehen uns wieder." Sie ist drei oder vier Jahre alt, ihre Mutter hat einen osteuropäischen Akzent.
Auf dem Nachhauseweg denke ich, dass ich dieses Mädchen nie getroffen hätte, wenn es in Europa immer noch den "Eisernen Vorhang" geben würde. Wie oft wird doch das Große im Kleinen sichtbar - und wie oft übersehen wir es...
Sie trägt ein buntes Röckchen. Dazu eine weiße Bluse. Sie setzt sich zu mir auf die Bank. Fragt: "Darf ich deinen Hund festhalten?" Darf sie: "Du musst ihn mir aber zurückgeben." Sie nickt. Sie fragt mich, ob ich zuhause Kassetten habe. Schaut mich an, ihre hellblauen Augen strahlen: "Du siehst aus wie ein Kapitän." Ich ziehe ihr die Mütze ins Gesicht. Sie zieht sie wieder hoch. Ich frage sie: "Wie heißt du?" "Nedeida", antwortet sie. "Und du?" "Peter", antworte ich. Der Bus kommt. Sie steht auf, gibt mir die Hundeleine, geht mit ihrer Mutter zum Bus, dreht sich um: "Wir sehen uns wieder." Sie ist drei oder vier Jahre alt, ihre Mutter hat einen osteuropäischen Akzent.
Auf dem Nachhauseweg denke ich, dass ich dieses Mädchen nie getroffen hätte, wenn es in Europa immer noch den "Eisernen Vorhang" geben würde. Wie oft wird doch das Große im Kleinen sichtbar - und wie oft übersehen wir es...
Sonntag, 28. Juni 2015
Mittwoch, 17. Juni 2015
Schützen feiern Feste
Volks- und Schützenfest in Burgdorf
Silvana Böhmecke hat mit einem 28,6 Teiler die Schützenscheibe gewonnen, der zweite Vorsitzende der Burgdorfer Schützengesellschaft, Urs-Uwe Simanowsky, mit einem 171,0 Teiler die Ratsscheibe.
Jedes Jahr beginnt das Burgdorfer Volks- und Schützenfest mit dem Rats- und Schützenscheibenschießen. 2015 ist es das 50. Mal gewesen, dass sich fast 60 Schützen, Rats- und Verwaltungsmitglieder im Schützenheim ein sowohl geselliges als auch sportliches Stelldichein gaben.
Wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer: Die "Rote Laterne" haben Schützen-Ehrenvorstandsmitglied Helmut Volkmann (Schützenscheibe) und Ehren-Hauptmann Josef Gürth (Ratsscheibe) mit nach Hause genommen.
Vier tolle Tage beim ältesten Stadtfest
Fortuna besucht das Volks- und Schützenfest in der Nacht zum Sonntag. Verlost wird um 1.11 Uhr ein Reisegutschein im Wert von 500 Euro. Bei beiden Festbällen gibt es pro Tanzband ein Los. Fortuna besteht bei der Verlosung auf die persönliche Anwesenheit des Gewinners oder der Gewinnerin.
Festhöhepunkt ist am Sonntag der große Festumzug, der ab 14 Uhr auf der Marktstraße Aufstellung nimmt. Zahlreiche Musikzüge und Abordnungen von befreundeten Schützenvereinen machen diesen Umzug mit hunderten Teilnehmern alljährlich zu einem besonderen Ereignis. Ein letzter Festball im Zelt beginnt um 18 Uhr. Mit dem „Schützenfestkehraus“ vor dem Rathaus wird um 0 Uhr das Burgdorfer Volks- und Schützenfest beendet.
![]() |
| Bürgermeister Alfred Baxmann, Silvana Böhmecke, Schießsportleiterin Silke Hartung, Urs-Uwe Simanowsky und Schützenchef Jörg Hoppe (von links) |
Silvana Böhmecke hat mit einem 28,6 Teiler die Schützenscheibe gewonnen, der zweite Vorsitzende der Burgdorfer Schützengesellschaft, Urs-Uwe Simanowsky, mit einem 171,0 Teiler die Ratsscheibe.
Jedes Jahr beginnt das Burgdorfer Volks- und Schützenfest mit dem Rats- und Schützenscheibenschießen. 2015 ist es das 50. Mal gewesen, dass sich fast 60 Schützen, Rats- und Verwaltungsmitglieder im Schützenheim ein sowohl geselliges als auch sportliches Stelldichein gaben.
Wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer: Die "Rote Laterne" haben Schützen-Ehrenvorstandsmitglied Helmut Volkmann (Schützenscheibe) und Ehren-Hauptmann Josef Gürth (Ratsscheibe) mit nach Hause genommen.
| Festhöhepunkt ist am Sonntag der große Umzug. |
Vier tolle Tage beim ältesten Stadtfest
Burgdorf. Schützen und Bürger feiern seit über 420 Jahren ein fröhliches Fest mit Rummel und großem Festzelt auf dem Schützenplatz: das Volks- und Schützenfest. Dieses Jahr findet das älteste Stadtfest vom 25. bis 28. Juni statt.
Los geht es am 25. Juni, 15.30 Uhr, mit dem Kinderschützenfest. Schützen und das Otzer Jugendrotkreuz sorgen für einen bunten Nachmittag mit Spielen, Bastelangeboten, Musik und Spaß. Der Kinderkönig wird gegen 17 Uhr proklamiert, jedes Kind, das an diesem Wettbewerb teilgenommen hat und bei der Siegerehrung anwesend ist, bekommt einen Preis. Mit Beginn des Kinderschützenfestes wird der Festplatz eröffnet.
Dann schlagen Bürgermeister Alfred Baxmann und Schützen-Chef Josef Hoppe zu, beim Bieranstich um 18.30 Uhr muss das kühle Blonde mit Wirkungstreffern rechnen. Alles, was dann aus dem Fass fließt, ist kostenlos.
Festtradition hat der Große Zapfenstreich um 20.45 Uhr vor dem Rathaus in der Marktstraße. Anschließend machen die Schützen einen kleinen Umzug, der im Festzelt endet. Dort wird die Schaffermahlzeit serviert.
Der Fest-Freitag beginnt laut. Mit sechs Böllerschüssen werden die Burgdorferinnen und Burgdorfer um 6 Uhr geweckt. Das Weckkommando marschiert in historischen Uniformen durch die Aue-Stadt und lädt die männliche Bevölkerung mit dem plattdeutschen Ausruf "We will mit geneiten, op use Schiebe scheiten" zum Königsschießen ein. Um 8.45 Uhr treten die Mitglieder der Burgdorfer
Schützengesellschaft zum Festumzug vor dem Rathaus auf der Marktstraße an. Der
Umzug setzt sich gegen 9.30 Uhr in Bewegung. Im Anschluss an diesen Festumzug
stärken sich die Burgdorfer Schützen und ihre Gäste bei der Königsvesper. Auf dem Rahmenprogramm stehen Ehrungen.
Im Festzelt steigen am Freitag und am Samstag Bälle mit dem DJ Party Team. Die Schützenkönige werden am Freitag gegen 21 Uhr proklamiert. Das Helene-Fischer-Double Petra Schwar sorgt ab 23 Uhr mit Hits wie "Marathon" und "Atemlos" für Stimmung.
Am Schützenfest-Samstag steht tagsüber der Schießsport im Mittelpunkt.
Seit mehr als 50 Jahren findet vormittags im Burgdorfer Schützenheim das
Kreiskönigsschießen des Kreisschützenverbandes Burgdorf statt. Am Nachmittag
treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Gefolge im Festzelt zur
Proklamation der neuen Kreismajestäten im Rahmen des
Kreiskönigsessens.Fortuna besucht das Volks- und Schützenfest in der Nacht zum Sonntag. Verlost wird um 1.11 Uhr ein Reisegutschein im Wert von 500 Euro. Bei beiden Festbällen gibt es pro Tanzband ein Los. Fortuna besteht bei der Verlosung auf die persönliche Anwesenheit des Gewinners oder der Gewinnerin.
Festhöhepunkt ist am Sonntag der große Festumzug, der ab 14 Uhr auf der Marktstraße Aufstellung nimmt. Zahlreiche Musikzüge und Abordnungen von befreundeten Schützenvereinen machen diesen Umzug mit hunderten Teilnehmern alljährlich zu einem besonderen Ereignis. Ein letzter Festball im Zelt beginnt um 18 Uhr. Mit dem „Schützenfestkehraus“ vor dem Rathaus wird um 0 Uhr das Burgdorfer Volks- und Schützenfest beendet.
Abonnieren
Posts (Atom)
Anschau-bar
Gesund und umweltfreundlich. Foto: VVV Hannover-die schmucke Stadt April-Sonntag in Hannover-List Bärenstarkes Hannover Im Süden von Hann...

