Tjaden tappt (483)

"Bild", 23. 4. 20
Überall findet Corona-Virus statt

Franz Josef Wagner hat wieder einmal einen genommen. Wie er das Gesöff an seiner Maske vorbeigeschmuggelt hat, verrät er hoffentlich in einer der nächsten "Bild"-Ausgaben. Wahrscheinlich ist es der gleiche Fusel, den die Ministerpräsidenten der Länder in sich hineingeschüttet haben, bevor sie die Masken-Pflicht einführten, um die Ansteckungsgefahr zu erhöhen. 

Einiges von dem, was Wagner schreibt, ist aber auch fast richtig. Zum Beispiel: "Die Maske gibt mir ein bisschen Freiheit." Nicht nur ein bisschen Freiheit, sondern auch ein neues Hobby, denn mit seiner Maske kann er nun unzählige Viren in Supermärkten und in der Straßenbahn einsammeln und in seiner Wohnung wieder frei lassen. Andere haben ein Aquarium mit Piranhas...

Völlig richtig ist: "Man kann nicht küssen. Man kann nicht rauchen." Allerdings ist es noch nie ratsam gewesen, mit einer Zigarette im Mund jemanden zu küssen. Das wird wohl ebenfalls stimmen: "Ich habe mir Masken in der Apotheke gekauft." Daran muss aber gezweifelt werden: "Ich setze sie auf." Alle auf einmal, weil das Viren einsammeln solch einen Spaß macht?

Natürlich kommen auch immer Gefühle ins Spiel. Sogar bei Wagner, der schon bei der "Bunten" als ziemlicher Macho-Chefredakteur gegolten hat: "Ich fühle mich wie ein Virus-Fighter, ein Krieger, ein Kämpfer." Muss er auch sein. Denn das von ihm angelockte Virus ist gefährlich. Da kann Wagner noch so viel "Star Wars" gucken, das Virus wird immer bei ihm sein. 

Auch in Burgdorf und anderswo laufen Leute schon mit Masken herum. Sogar Mitglieder des Rates.  Denn überall soll Virus stattfinden. 

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