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Es werden Posts vom Dezember, 2017 angezeigt.

Tjaden tappt (242)

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In den Montag!

Inga Grömminger macht sich heute auf Seite 2 der "Berliner Zeitung" Gedanken über das Jahresende: "Manche sind froh darüber, weil es ein Mist-Jahr für sie war, es kann nur besser werden, hoffentlich. Andere werden melancholisch, weil alles so schön war und weil alles so schnell (ver-)geht." Dabei ist es ganz einfach: Heute ist Sonntag, morgen Montag. Sollte man sich inzwischen dran gewöhnt haben.

Uwe Steinschek kommt auf Seite 9 auf andere Gedanken: "Ich würde nicht so weit gehen und behaupten: Jeder, der knallt, hat einen Knall." Ich wohl, Knallfrösche ausgenommen. Den schönsten Jahreswechsel habe ich in Rumänien erlebt. Zu einer vereinbarten Zeit sollten alle im Dorf loslaufen, wer sein Haus nicht pünktlich verlassen hatte, musste einen ausgeben. 

Da Ceausescu den Rumänen den Strom wegen einer der damals üblichen Ölkrisen abgeschaltet hatte, erlebte ich zum ersten Mal, dass eine Nacht wirklich schwarz sein kann. Je näher Mitternacht rückte, …

Zerstreute Vorbilder

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Rentnerinnen dürfen nicht ausgesetzt werden-man kann von ihnen lernen

So weit wie es der Zeichner darstellt, darf man natürlich nicht gehen, denn immer wieder begegnen uns Rentnerinnen und Rentner, die mit ihrem Wissen und mit ihrer Art und Weise des gepflegten Umgangs nur als Vorbilder für junge Leute bezeichnet werden können. Auch heute sind sie mir wieder begegnet. In Burgdorf an einer Ampel.

Gekrümmt von der Last des Lebens schlurften diese allerliebsten Geschöpfe über die Straße und tauschten nette Sätze aus.

"Wir gehen da drüber", sagte die vorneweg Schlurfende.

"Da gehen wir nicht drüber", antwortete die ihr Folgende.

"Wir gehen da wohl drüber."

"Was soll die Kacke?"

Meine Ohren spitzend folgte ich diesen netten Damen bis zum Bahnhof, um noch so mancherlei zu lernen, was ich in meinem Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" allerdings niemals veröffentlichen dürfte. Hier klicken

Tjaden tappt (241)

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Das Buch meines Jagdterriers

28. Dezember 2017. Habe ich heute gejubelt, als mir Amazon Buchverkäufe meldete. Bis ich begriff, dass ich gar nicht mein Jagdterrier Mike Tjaden bin. Der sich heute erdreistete, mit seinem "Tagebuch eines verrückten Hundes" Leserinnen und Leser in sein Körbchen zu ziehen, die ich nie bekommen werde. 

Als dann auch noch bei mir der Postbote klingelte und sich erkundigte, ob ich für einen gewissen Mike Tjaden eine Zeitschrift annehme, in der ein Buch von ihm wohlwollend erwähnt worden sei, wies ich den Postboten darauf hin, dass meine Bücher nie wohlwollend erwähnt werden, weswegen ich für die Annahme solcher Zeitschriften nicht legitimiert sei.

Schon stand mein Hund neben mir, wies sich mit drei Leckerlis für den Postboten als Mike Tjaden aus und verschwand mit der Zeitschrift in seinem Körbchen. Dort blättert er nun und will von mir gesiezt werden.

Mitleid verdient

29. Dezember 2017. Es scheint Leserinnen und Leser zu geben, die Mitleid mit mir haben…

Zerstreutes Schenken

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Wollen Sie sich wieder mit ebay blamieren?

Sie erinnern sich noch? Vergangene Weihnachten haben Sie viele Geschenke gemacht. Deswegen war im Januar Ihr Geldbeutel so klamm wie Sie. Also ersteigerten Sie bei ebay so manches Schnäppchen. Auf diese Weise bekamen Sie die Unterhosen zurück, die Sie Ihrem Bruder Klaus geschenkt hatten, Ihre Frau hätte sich beinahe daran erinnert, dass sie von Ihnen einen Pullover bekam, den Sie Elvira auf den Gabentisch gelegt hatten. Der Beispiele ließen sich noch viele anführen. Verschenktes war schnell wieder Ihr Eigentum. 

Wenn Sie sich in diesem Jahr nicht mit ebay blamieren wollen, sollten Sie zielstrebig und notgedrungen auch kurzentschlossen sein. Meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" wäre ein niemals umgetauschtes Geschenk für Ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen, große Freude würde Ihren Enkeln das Mathe-Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen" machen. Und Hunde mag fast jeder. 

Also, klicken Sie los, b…

Weihnachtsgeschichte

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Polizei nimmt Maria und Jesus fest

In der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland herrschen möglicherweise so gravierende Missstände, dass sich eine beim Bund angesiedelte unabhängige Kommission mit der Auswertung von Erfahrungsberichten von betroffenen Eltern, Kindern und Betreuern beschäftigen sollte. Das hat der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, gefordert.

„Ich habe als Abgeordneter mittlerweile so viele Fälle von nicht nachvollziehbaren Inobhutnahmen, Sorgerechtsentzügen, aber auch Klagen von Pflegeeltern über die Behörden zugesendet bekommen, dass ich davon überzeugt bin, dass es sich nicht mehr um wenige Einzelfälle besonders versagender Eltern und schwieriger Kinder handelt“, sagte Weinberg der WELT AM SONNTAG. Vielmehr sei anzunehmen, dass es sich dabei um ein systembedingtes oder strukturelles Problem handeln könnte, so Weinberg.
16. September 2017

Mit diesem Zitat und einem Gedicht der Pflegemutter Aneta O. aus Trier beginnt meine Brosch…

Thematisier-Bar

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Burgdorf-klingt gut
Von immer mehr Facebook-Nutzern geteilt
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Klatsch-Bar

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Tjaden-Notizen
Regional-Museum Sehnde mit neuem Besucherrekord  
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Splitter 13

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Mit Marks- und Engels-Zungen

13. September 2017. Stimmt. Die Betreff-Zeile, sehr geehrte Frau Caren Marks, habe ich bei Wolf Biermann gestohlen. Mit dem ziemlich unrühmlichen Auftritt dieses Liedermachers im Deutschen Bundestag möchte ich mich aber nicht beschäftigen. Mein Thema ist seit 2008 die ziemlich unrühmliche Arbeit vieler deutscher Jugendämter. 

Ich berate seit dieser Zeit ehrenamtlich und unentgeltlich Mütter, Väter und Eltern, die Ärger mit Jugendämtern haben und erleben müssen, dass schon nach kurzer Zeit nicht mehr das Kindeswohl im Vordergrund steht, sondern ein Aktenzeichen, hinter dem Kinder versteckt werden.

Das können Sie nun für eine Übertreibung oder für ein geschicktes Wortspiel halten, ist aber leider die Realität. Nach dem Kindesentzug ist oft vor dem Hürdenlauf, bis ein Elternteil ausscheidet und resigniert. Wo Eile geboten ist, wo eigentlich sofort alles getan werden muss, um Probleme im Sinne der Kinder zu lösen, werden erst einmal Gräben ausgehoben. Jugendämter…

Tjaden tappt (240)

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Beschwerde des Weihnachtsmannes

Wie das "Burgdorfer Kreisblatt" soeben erfahren hat, schloss sich inzwischen auch der Weihnachtsmann der weltweiten #MeToo-Kampagne gegen sexuelle Übergriffe an. In einem dramatischen Bericht beschwerte er sich über die Folgen der Weihnachtsmarkt-Berichte in der Wochenzeitung "Neue Woche". "Offenbar denkt niemand darüber nach, wie übertriebene Ankündigungen, bei denen es nur um ein einziges Geschlechtsmerkmal geht, gerade auf die Besucherinnen von Weihnachtsmärkten wirken. Manchmal sind meine Rentiere, die bereits in die hohen Jahre gekommen sind, für die Flucht gar nicht mehr schnell genug."

Der Weihnachtsmann hat Beispiele genannt, die nachdenklich stimmen: So soll er auf dem Weihnachtsmarkt in Burgdorf mit "prall gefülltem Gabensack" erschienen sein. "Ich konnte mich gerade noch in ein Bekleidungshaus retten und mich dort umziehen", erzählt der Weihnachtsmann bei Twitter. Nach Einbruch der Dunkelheit ha…

Tjaden tappt (239)

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Ein entsetzlicher Fall

2007 habe ich das Experiment "Kommissar Internet" gestartet, um Hinweise, Tipps und Anstöße zu bekommen, wenn ein Fall undurchsichtig war. Die Resonanz war riesig, die Erkenntnisse waren manchmal sehr erschreckend. Lob bekam ich sogar von Ermittlungsbehörden, Fälle wurden neu aufgerollt.

Als Kommissar Internet bin ich nun auf die entsetzlichste Geschichte aufmerksam gemacht worden, die ich je gehört habe. Sie beginnt so:

Das Trierer Landgericht hat soeben einen 28-jährigen Trierer wegen Mordes,versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Berufskraftfahrer hatte im Dezember seine 23-jährige Freundin in der gemeinsamen Wohnung in Breit (Bernkastel-Wittlich) erstochen.

Vier Mal soll er der Frau in den Rücken gestochen haben, als sie sich über ein Kinderbett gebeugt hatte. Als sie rückwärts auf den Boden fiel, soll der Mann weiter auf sie eingestochen haben. Die Frau hatte dem 28-Jährigen zuvor in ein…

Tjaden tappt (238)

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"Bild" hält Hannover 96 für einen "Justizfall"

3. Dezember 2017. "Nach BILD-Re­cher­chen will die Staats­an­walt­schaft wich­ti­ge Un­ter­la­gen be­schlag­nah­men las­sen. Im Fall der Straf­an­zei­ge gegen u.a. Mar­tin Kind (73) hat die Staats­an­walt­schaft Han­no­ver einen rich­ter­li­chen Be­schlag­nah­me- und Heraus­ga­be­be­schluss be­an­tragt."

So wirbt "Bild" Hannover gerade auf Facebook für eine höhere Auflage am Montag. Angeblich handelt es sich bei Hannover 96 um einen "Justizfall". Und wer sitzt in der Sickergrube? Wer hat dieses Mal die Durchsteckeritis?

96-Boss Martin Kind hat in den vergangenen Wochen vieles über sich ergehen lassen müssen. Doch vor dem Landgericht in Hannover hat sich noch jeder Vorwurf als heiße Luft erwiesen. Deshalb will es die Staatsanwaltschaft von Hannover nun wissen?

Bei juristisch korrektem Vorgehen dürfte kein Journalist auch nur ahnen, was geschieht. Und die Behauptung, "Bild" habe recher…