Weil es so lustig ist...
...habe ich heute einen weiteren Brief an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio geschrieben (auch meine Vermieterin trug schon einiges zu der Briefflut bei):
Beitragsnummer 287 300 346
Sehr geehrte Damen und Herren,
die ersten Jahre des Briefwechsels und der Telefongespräche enden für mich also mit einer Überraschung: Mir gehören Betriebsstätten.
Da das vierte Zimmer unserer Wohngemeinschaft an eine Wohnung grenzt, in der ein Baby lebt, vermute ich, dass in diesem Zimmer Babynahrung hergestellt wird. Mein Zimmer dürfte als Redaktionsbüro gelten, die beiden anderen Zimmer, die vornehmlich von Technikern genutzt werden, könnten Tüftelstudios sein.
Ich bitte Sie um eine notariell beglaubigte Bescheinigung, dass mir diese Betriebsstätten gehören. In der Küche vermute ich ein Kochstudio. Es handelt sich also um fünf Betriebsstätten.
Betriebsstätten futsch
25. September 2019. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat mir heute meine Betriebsstätten wieder weggenommen. Mitgeteilt wird mir: "Ihr Vermieter übernimmt die Anmeldung und Zahlung der Rundfunkbeiträge für Ihre Wohnung (gemeint ist die Wohnung unserer Wohngemeinschaft) ab 1. 11. 2018. Wir haben daher Ihr Beitragskonto mit Ablauf des Monats 10.2018 abgemeldet."
Eine Betriebsstätte wieder da
19. Dezember 2019. Das kann niemand erfinden: Heute habe ich wieder einen Brief vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio bekommen. Im Betreff steht meine abgemeldete Beitragsnummer 287 300 346, im Text eine andere. Unter der zweiten Beitragsnummer soll ich eine Betriebsstätte angemeldet haben (nicht mehr mehrere). Für die soll ich nun Rundfunkbeiträge nachzahlen. 705,26 Euro! Wann, teilt man mir nicht mit.
Nicht mehr begriffsstutzig
17. Januar 2020. Oh, wie ist das schön. Nun hat der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio begriffen, was meine Vermieterin und ich seit Monaten vorschlagen. Unserem Wunsch wird entsprochen-und zwar rückwirkend.
Was vorher geschah
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Freitag, 17. Januar 2020
Freitag, 2. August 2019
Tjaden tappt (407)
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| Der Fischtorbrunnen in Mainz. |
In fast jeder „Bild am Sonntag“
macht sich die ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot
Käßmann Sorgen um den Bestand der evangelischen und der
katholischen Kirche. Wenn die Kirchen verschwinden, meint sie,
verschwindet auch das Wissen über Ostern und Weihnachten.
Damit die Kirchen nicht zu schnell
verschwinden, kritisiert Margot Käßmann den plötzlichen Tod. Ein
schleichender ist ihr aus kirchensteuerlicher Sicht lieber.
Der Tod soll es also nicht zu eilig
haben. Doch: Vergisst Margot Käßmann da nicht etwas? Getauften kann
der Tod nach christlicher Auffassung doch gar nichts mehr anhaben.
Das unterscheidet die Taufe in der
Kirche von der Schiffstaufe. Deshalb ist es jedem Geistlichen
untersagt, bei der Taufe eine Champagnerflasche von der Decke baumeln
zu lassen, um diese mit Schwung gegen den Kopf des Babys zu
schmettern.
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Mittwoch, 30. August 2017
Tjaden tappt (229)
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| Der vierte Ostfriesen- Krimi von Kuhnert und Franke. |
Darf eine junge Mutter wie Cornelia Kuhnert, die zum Burgdorfer Rat gehört, ihr Baby mit zu einer Ausschusssitzung nehmen und dem Säugling während der Sitzung auch noch die Brust geben? Diese Frage hat vor Jahrzehnten in der Aue-Stadt die Gemüter zumindest einiger Ratsherren erhitzt. Sie waren dagegen.
Wenn Cornelia Kuhnert am 12. September, 20 Uhr, in Wegeners Buchhandlung ihren jüngsten Ostfriesen-Krimi "Mörderjagd mit Inselblick" vorstellt (die zweite Autorin heißt Christiane Franke), werden diese ehemaligen Ratskollegen sicherlich nichts dagegen haben. Wahrscheinlich werden sie auch nicht zugegen sein.
Ostfriesen-Krimis sind derzeit durchaus in Mode. Das flache Land im Norden der Republik ist für viele immer noch unerforschtes Gebiet, Ortsnamen wie Aurich und Wittmund kennen die meisten hierzulande lediglich aus dem Wetterbericht, wenn sich wieder einmal von Ostfriesland aus ein Tiefdruckgebiet bis nach Südniedersachsen ausbreitet. Ostfriesen reden auch nicht viel, weder über sich noch mit anderen.
Dass in dem Krimi von Cornelia Kuhnert erst drei Morde geschehen müssen, bis die Ermittlerin Rosa ihre Nase in den kriminellen Wind hält, ist zwar eine Erfindung der 1956 geborenen Autorin, aber keinesfalls unrealistisch. Dass aber die Ermittlungen bis nach Norderney ausgedehnt werden, ist allein einem Mord auf der Insel geschuldet. Möglicherweise war das eine Idee von Christiane Franke, die als an der Nordseeküste Geborene ihre Landsleute nicht allzu unflexibel erscheinen lassen wollte.
Die Geschichte spielt in Neuharlingersiel. Bei einem Hafenfest fetzen sich Autoren. Einer der Autoren fällt tot um, während er sich mit Rosa unterhält. Die Konkurrenz schläft eben nicht - nicht einmal an der Nordsee?
Hinweis für alle Leserinnen und Leser meines blogs www.szenewilhelmshaven.de Hier geht es zurück
Samstag, 13. September 2014
Tjaden tappt (XIV)
Sie hält sich vor dem Burgdorfer Bahnhof an dem Kinderwagen fest, in dem ihr kleiner Bruder liegt. Vorsichtig nimmt sie Stufe für Stufe, schaut zu ihrer Mutter hoch und fragt: "Und wie ist er bei dir rausgekommen?" Ihre Mutter schiebt den Kinderwagen weiter und schweigt. Sie wiederholt ihre Frage nicht und schaut ihren Bruder an, als wolle sie sagen: "Irgendwann kriege ich schon heraus, woher du kommst."
Im Bahnhofstunnel kommt mir ein Bekannter entgegen. "Ich habe Ihr Buch über den Anzeiger gelesen", sagt er. "Ich wusste gar nicht, dass dort und bei der Staatsanwaltschaft von Hannover solche Knallköpfe arbeiten." Hier klicken Dann schaut er mich an, als wolle er sagen: "Irgendwann kriege ich schon heraus, wo diese Knallköpfe herkommen."
Diese Frage könnte ich beantworten: aus einem Kinderwagen. Wo sie vorher gewesen sind, verrate ich ebenso wenig wie jene Mutter vor dem Burgdorfer Bahnhof...Diese Frage eines kleinen Mädchens ist zu niedlich für eine einfache Antwort.
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