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Freitag, 19. Januar 2018

Tjaden tappt (246)

Rocknacht mit "Völkerball". 
Keine einzige Klageandrohung

Was für eine Resonanz! Da kann nicht einmal mehr meine Internet-Zeitung "2sechs3acht4" mithalten, die ich 2005 ins Netz gestellt habe. Die lasen auch der Oberbürgermeister und der Verleger der Tageszeitung so eifrig, wie vorher die gedruckte Ausgabe. Klageandrohungen heftete ich umgehend ab, die kamen von vielen Seiten und bekamen immer an der gleichen Stelle zwei Löcher zum Abheften. Gedroht wurde mir an der Nordsee schon, wenn ich Fragen stellte. 

Was für eine Resonanz! Der Motorrad-Verein aus Lehrte feiert am 16. Juni eine Rocknacht. Die von mir veröffentlichte Ankündigung ist bei Facebook inzwischen fast 30 000 Mal angeklickt worden. 136 wollen bereits hingehen, 493 sind interessiert.

"Kann losgehen", schreibt Simone und postet ein Foto mit vier Eintrittskarten, Udo teilt die Ankündigung und setzt seinem "Kult"-Smiley eine Sonnenbrille auf. Eine weitere Band meldet Interesse an einem Auftritt an. 

Was für eine Resonanz! Ohne eine einzige Klageandrohung... Einfach mal anschauen


Sonntag, 11. Juni 2017

Schaun mer mal (II)

Die Fußgängerzone von Ingolstadt.
An den "Donaukurier" in Ingolstadt

Sehr geehrter Herr König,

Sie können natürlich die folgende Vermutung äußern: "Weil Jahn Regensburg aufgestiegen und der FC Ingolstadt abgestiegen ist, hat der Tjaden zuerst ´Die Mittelbayerische` informiert." Diese Vermutung ist zwar naheliegend, aber dennoch falsch, obwohl der Ich-Erzähler meines Krimis "Die Mörderin, die unschuldig ist" wegen der Relegationsspiele von Jahn Regensburg gegen 1860 München an der Donau bleibt.

Sollten Sie sich nun fragen, was ich von Ihnen eigentlich will, dann ist das so einfach wie es ungewöhnlich ist. In meinem Krimi gehören Regensburg und Ingolstadt zu den Schauplätzen. In Regensburg findet der Erzähler die Lösung für den Fall, in Ingolstadt wohnt eine Tante der angeblichen Mörderin. Vielleicht kennt jemand in der Redaktion sogar den Zirkus, der in meinem Krimi ebenfalls eine Rolle spielt. Denn meine Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. 

Damit Ihre Arbeitswoche spannend beginnt, schicke ich Ihnen den Link zu meinem Krimi

https://www.amazon.de/Die-Mörderin-die-unschuldig-Gesamtausgabe/dp/1547128364/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1496871846&sr=8-1&keywords=Die+Mörderin%2C+die+unschuldig+ist

Siehe auch "Schaun mer mal", die ersten mails

Geschehen in Hildesheim

Samstag, 21. Januar 2017

Tjaden tappt (183)


Sie sitzen nicht nur an
der Nordsee, sondern
auch in einem
Garten in Wettmar. 
Splitt als Kontaktmittel oder: Alle Wege führen nach Wettmar

Ich bin kein Experte, deswegen glaube ich das mal: "Eine Besonderheit von Streusplitt ist die Kornform. In der Herstellung von Streusplitt wird auf eine kantige Form gezielt. Splitt ist damit in der Lage, sich bei Druckbelastungen durch Fußgänger oder Fahrzeuge in das Eis „einzuarbeiten“ und liegen zu bleiben. Kantengerundeter Splitt würde weggerollt werden."

Bestätigen kann ich: Kantig ist das Zeug, es arbeitet sich in Burgdorf auch ein. Freitagnachmittag in den Hinterreifen meines Fahrrades. Was soll Splitt auch sonst tun, wenn das Eis geschmolzen ist? Einfach so rumliegen wäre doch viel zu langweilig. Und wenn Bürgermeister Alfred Baxmann das Zeug nicht fein genug gemahlen hat, ist eben der Hinterreifen meines Fahrrades hin.

Wie aber kommt man mit einem Platten wieder dort hin, wo ich wohne? Nämlich nach Kleinburgwedel. Fahrrad schieben. Aber nicht lange. Denn alle Burgwedeler scheinen in Wettmar zu wohnen. Ein Autofahrer unterbricht seine Fahrt, steigt aus und fragt, ob er mir helfen könne. Schließlich kenne er mich, weil ich fast täglich durch Wettmar radele. Er lädt mein Fahrrad ein, kehrt um und bringt mich nach Hause. 

Dass meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" weltweit bekannt ist, wird auch irgendwann in der "Spiegel"-Bestsellerliste stehen, dass ich das Cover-Foto meines Ratgebers aber auch in Wettmar hätte machen können, erfahre ich von dem freundlichen Autofahrer, als ich ihm meine Broschüre schenke: "Die stehen bei mir im Garten." Das Rentnerpaar auf meinem Foto steht an der Nordsee.

Samstagmorgen schiebe ich mein hinten plattes Rad nach Großburgwedel, obwohl nirgendwo Splitt liegt, Fahrradexperten aus Burgwedel bekommen also nur etwas zu tun, wenn jemand durch Burgdorf radelt. Die Reparatur wird in dem Geschäft sofort erledigt. Begründung: "Damit sie wieder durch Wettmar radeln können."

Was ich sorgenfrei nachmittags tue. Vorher in einem Supermarkt in Isernhagen kommt mir ein Ehepaar entgegen. Er fragt: "Sind Sie heute gar nicht in Wettmar?" Ich kann ihn beruhigen: "Wir sehen uns gleich dort."

Mehr über meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" hier


Sonntag, 4. Dezember 2016

Tjaden tappt (185)

Effi Briest an der Nordsee

Effi Briest ist 17 - auf Wunsch ihrer Eltern heiratet sie einen 20 Jahre älteren Baron. Schon bald langweilt sie sich in der Ehe und wagt einen Seitensprung mit einem jungen Major. Irgendwann kommt der Ehemann dahinter, der Baron fordert den Major zum Duell heraus. Effi Briest wird fortan geächtet. Dieser Roman von Theodor Fontane wird am 9. Dezember, 20 Uhr, im Theater am Berliner Ring als Theaterstück aufgeführt. Regisseurin Petra Wüllenweber stellt die Frage, ob es dieses 120 Jahre alte Verhaltensmuster immer noch gibt. 

Gibt es. 2014 taucht in einer Stadt an der Nordsee das Gerücht auf, die Frau eines Unternehmers habe mit dem Oberbürgermeister ein erotisches Techtelmechtel gewagt. Der Ehemann habe deswegen den Oberbürgermeister verprügelt. Diese Geschichte wird immer wieder abgewandelt, ich berichte darüber, mache mich in einer Satire über alle Beteiligten lustig.

Nicht lustig findet das der Unternehmer. Er verklagt mich vor dem Landgericht in Oldenburg. Bestimmte Teile der Satire werden mir verboten. Ich hätte mit meinen ironischen Anmerkungen auch ein Gerücht verbreitet, das der Ehre des Unternehmers abträglich sei. Der Richter flippt aus, als ich ihm erkläre, dass ich das nicht verstehen könne. Das Gerücht habe es gegeben, sei aber gar nicht mein eigentliches Thema gewesen. Ich hätte mich vielmehr mit Verhaltensweisen beschäftigt.

Nicht lustig findet auch der Oberbürgermeister, was man sich so in der Stadt erzählt. Gemeinsam mit dem Unternehmer kündigt er in der Lokalzeitung ein hartes juristisches Vorgehen gegen alle an, die diese Geschichte verbreiten. Man werde Anwälte einschalten, die alle Gerüchteverbreiter ausfindig machen. Ins Netz gehen eine Ratsfrau und ein Bürgerportal-Betreiber. Auch die Ratsfrau verliert vor Gericht, mit dem Bürgerportal-Betreiber wird ein Vergleich geschlossen.

Ob sich jemand über das Gerücht lustig gemacht hat und albern fand, interessierte das Oldenburger Landgericht nicht. Irgendwie war wieder vieles Effi Briest. Das Spießertum feierte fröhliche Urständ...

Exzellent vertreten wurde ich in diesem Verfahren von der Burgdorfer Rechtsanwaltskanzlei Paysen. Hat aber auch nichts genützt.

Mehr über das Gerücht als e-book Hier klicken 


Wilhelmshavener Zeitung, 2. Juli 2015

Sonntag, 25. Januar 2015

Tjaden tappt (XXIV)

Juristen, hört die Signale!

Hat sich denn kein Anwalt darüber gefreut, dass ich wieder zuhause bin? An der Nordsee freuten sich Juristen, als ich dort im Jahre 2004 mit einem kleinen Team eine Wochenzeitung gründete. Der Oberbürgermeister war derart begeistert, dass er in kurzer Zeit gleich zweimal mit Klage drohte. Gelegentlich eilte er auch zu dem Verleger der Lokalzeitung, die ich schon bald von "Wilhelmshavener Zeitung" in "Neues Wilhelmshaven" umtaufte, weil dieses Druckerzeugnis dem marxistisch-leninistischen Prinzip folgte, dass der Schein dem Sein zu entsprechen habe. Was in der Zeitung stand, hatte wahr zu sein.

Als Redakteur dieser Wochenzeitung war ich auch bei Pressekonferenzen des Oberbürgermeisters und stellte Fragen, die den Pressesprecher zu der Anmerkung veranlassten: "Sie bekommen von uns eine CD mit Text und Fotos." Die sollte ich in der Redaktion einlegen und mich keinesfalls mit dem Oberbürgermeister anlegen. Auf Schweigekonferenzen legte ich aber keinen Wert, dafür der Anwalt des "Neuen Wilhelmshaven" jedoch Wert auf Verleumdungen und auf so manche Unterlassungserklärung, die ich allesamt fein säuberlich abheftete.

2005 hatte man unsere Zeitung wieder weggemobbt, ich machte im Netz weiter. Verleger und Oberbürgermeister machten auch weiter. Bis ich beschloss: Ich kehre nach Hause zurück. Und dafür interessiert sich hier kein einziger Anwalt?

Das Grauen hat mehrere Namen Hier klicken

Anschau-bar

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