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Es werden Posts vom August, 2015 angezeigt.

Tjaden tappt (XXXXIII)

Der Hacker und das Facebook

Brüste wie zwei Roggenbrote, zu dem Foto das Bekenntnis, dass sie auch gern in Pornofilmen mitspielt. Das soll jemand auf meinen Facebook-Seiten gepostet haben, teilt mir ein Anrufer aus Düsseldorf gegen 18 Uhr mit.

Stimmt, stelle ich fest. Die Brüste wie Roggenbrote sind auch mein Profilbild geworden. Alle Facebook-Freunde haben dieses Bild und den Text bekommen. Die Aufregung ist groß. Das kann doch niemals von Heinz-Peter Tjaden stammen. Ich beantworte Dutzende persönliche Nachrichten, lösche Profilbild und Text der Porno-Tante. Dann sperrt Facebook meine Seiten, schickt mir eine entsprechende Mitteilung und bittet um eine Stellungnahme. Weitere Anrufe von Facebook-Freunden, Fragen nach dem Hacker.

Anschließend ärgere ich mich über eine Talkshow mit Maybrit Illner, diskutiert wird wieder über Flüchtlinge, nicht mit ihnen. Eltern mit Kindern, die Angst vor Neonazis haben, an einem Tisch mit angeblich "besorgten Bürgern" - das wäre doch viel spanne…

Tjaden tappt (XXXXII)

Die Verkehrskontrolle

Zwei bei Aldi gekaufte Bierflaschen, verstaut im Fahrradkorb, können Folgen haben. Deswegen ist mir heute gegen 15.30 Uhr in Burgdorf ein Streifenwagen gefolgt. Kurz vor dem Ende des Marris Mühlenweges war auch meine Radtour erst einmal zu Ende. Eine Polizistin hatte das Seitenfenster heruntergefahren und rief mir zu: "Allgemeine Verkehrskontrolle!" 

Ich stieg ab. Der Streifenwagen hielt an, ihn verließen zwei Polizistinnen (um die 25) und ein junger Mann (vielleicht 18), der wohl als Praktikant den Polizeialltag kennenlernen sollte. "Bleiben Sie bitte stehen", sagte eine der beiden Polizistinnen (ohne Brille). "Ich stehe schon", antwortete ich. Dann standen sie bei mir, eine Polizistin ohne Brille rechts, eine Polizistin mit Brille links, der junge Mann vor mir.

"Haben Sie heute schon etwas Alkoholisches getrunken?", wollte die Polizistin ohne Brille wissen. "Nein", antwortete ich. "Sie wollen heute aber noch e…

Tjaden tappt (XXXXI)

I buy in Castlevillage

Die Buchhändlerin schaut mich ratlos an. Eine Broschüre mit dem Titel "I buy in Castlevillage" kenne sie nicht. Was soll denn drinstehen?, hätte sie gern von mir gewusst, und ich habe es ihr indoor so gut wie möglich erklärt: Die wichtigsten Übersetzungen für die Reklametafeln vor den Geschäften und für alles, was in den Schaufenstern an Puppen baumelt oder neben den Produkten liegt. Vorbeigekommen sei ich bereits an mindestens drei Mal "Sale", an mehreren Outdoor-Shirts, an einem Indoortable, nicht mehr weit sein könne es bis zu Showrooms von Carhouses und dem Paper- und Copyshop von Treegarden, zumal mein Indoor- and Outdoordog Mike heute besonders gut in motion sei wie nächstes Jahr ganz Castlevillage, da 2016 "Castlevillage in motion" Themenjahr sei, und zwar - ich traue mich kaum, diese Wörter auszusprechen, weil ich nicht sicher bin, ob mich die Buchhändlerin dann noch versteht - drinnen und draußen. Da müsse es doch eine Brosc…