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Dienstag, 13. April 2021

Tjaden tappt (578)

Nicht nur Rüdiger Nijenhof 
beeindrucken die Fakten von
Ulrike Weber (Miele)

Wenn sich einem bei einer Videokonferenz von WGS/Freie Burgdorfer die Haare sträuben


Aerosole sind das einzige, was viele unserer Schulen und Kindergärten überhaupt noch zusammenhält. Scheint die niedersächsische Kultusbürokratie zu meinen. Deshalb rennt Cindy-Patricia Heine wohl seit Monaten im Ministerium mit ihren Argumenten gegen eine Wand, was sie in unzähligen niedersächsischen Schulen und Kindergärten natürlich nicht dürfte, weil die sonst einstürzen würden. 

Seit Januar gebe es ein Konzept des Landeselternrates für geöffnete Schulen und Kindergärten, erzählt die Vorsitzende während einer Videokonferenz der WGS/Freie Burgdorfer am Montagabend.  "Masken reichen", habe man ihr entgegnet. Da brauche man nicht auch noch Luftfilter. Lautete also die Schluss-(Schließ-)Folgerung. 

Auch in Burgdorf gibt es Eltern, die ein Konzept haben. Rüdiger Nijenhof findet das nicht nur als Ratsherr der WGS/Freien Burgdorfer gut, sondern auch als Vater. Doch viele seiner Ratskolleginnen und Ratskollegen, außerdem die Verwaltung fürchten um die Gesundheit der Kinder. Nicht wegen Covid-19 und der anderen neuen Viren, lernt man aus dem Wortbeitrag von Rüdiger Nijenhof während der sehr gut besuchten Videokonferenz, sondern weil sich angeblich Kinder an Luftfiltern verletzen könnten. 

Niemand kann bestreiten, dass Luftfilter gegen Aerosole wirken und somit das Ansteckungsrisiko senken, Bund und Länder hätten in den Winterferien auch nur geschätzt 1,5 Milliarden Euro für Luftfilter in den Schulen und Kindergärten ausgeben müssen, damit der Schul- oder Kindergartenbetrieb hätte weiterlaufen können, aber wenn es um die Bildungspolitik geht, hat das Kostenargument stets Vorrang vor allen anderen Argumenten. Bedeutet: Der Schutz der Gesundheit ist während der Corona-Pandemie das wichtigste, gilt hier nicht. Deshalb hat während der Videokonferenz Jan Busch vom Luftfilter-Hersteller Miele wohl auch vergeblich darauf hingewiesen, wie nützlich und trotzdem preiswert in diesen Zeiten Luftfilter wären. 

Ob der Burgdorfer Rat das bis Donnerstag nächster Woche noch lernt?  

Sonntag, 21. Februar 2021

Tjaden tappt (575)

Dieser Briefkasten
blieb nicht immer
allein.

Wenn zwei sich streiten ärgert er den Dritten?

Es hat so schön angefangen: 2014 fand ich ein teilmöbliertes Zimmer mit Fernseher, Bett  und einigen Möbeln in einem Ortsteil von Burgwedel, um das ich von den wechselnden Mitgliedern der Wohngemeinschaft (WG) beneidet wurde, zumal ich auch für W-Lan bei 1 und 1 im Haus gesorgt hatte, das viele von ihnen gern nutzten. Als mir die Frau meines Vermieters irgendwann eine neue Konto-Nummer für die Mietüberweisung gab, dachte ich mir nichts dabei. Meine Überweisungen kamen auch auf dem Konto der Frau immer pünktlich an, mein Vermieter schien so zufrieden zu sein wie seine Frau.

Es hätte auch so schön enden können: Als ich im September 2020 von meinem sechsten Aufenthalt auf Madeira zurückkehrte, eröffnete mir mein Vermieter, dass er in meinem Zimmer sein Büro einrichten wolle, ich solle in den hinteren Bereich des Hauses umziehen. Dafür werde er aus zwei Zimmern ein Zimmer machen. Ich gab zu bedenken, dass ich möglicherweise schon bald nach Madeira umziehen werde. Er möge doch noch etwas warten. Im November wüsste ich mehr. Das passte meinem Vermieter angeblich gut in den Bürokram. Meinen Vertrag mit 1 und 1 wollte er übernehmen. Das versicherte er mir fast schon täglich. Ich teilte 1 und 1 den Namen meines Vermieters und seinen Übernahmewunsch mit. Zudem kündigte ich den Lastschriftauftrag. 

Es endete aber nicht so schön: Im November wusste ich inzwischen, dass mein Vermieter und seine Frau in Scheidung lebten. Mein Vermieter brachte für seine Frau an unserem Haus einen Briefkasten an, obwohl sie gar nicht zu unserer WG gehörte, und fragte mich, ob ich die Miete schon überwiesen hätte. Das bejahte ich mit einiger Verwunderung. Mein Vermieter kündigte an, diese Miete von seiner Frau zurückfordern zu wollen und gab mir seine Konto-Nummer. Das von mir bereits überwiesene Geld gehöre ihm. Da sein Name in meinem Mietvertrag stand, schien das seine Richtigkeit zu haben.

Da im Dezember die Corona-Politik von Land und Bund immer konfuser wurde und ein Konzept nicht mehr zu erkennen war, beschlich mich das Gefühl, dass es nun höchste Zeit für den Umzug sei. Fast schon täglich rechnete ich mit einer erneuten Abschottung Deutschlands. Ich entschied mich für den 5. Januar und informierte auch darüber meinen Vermieter. Nach und nach entsorgte ich überflüssige Kleinigkeiten, ein Freund von mir verkaufte größere Sachen, die er mit einem Verwandten am Tage meines Abfluges abholte. Was bei meinem Einzug im Zimmer gestanden hatte, ließen wir drin. Mein Vermieter schaute kurz vorbei und drückte mir in bar meine Kaution in die Hand. Ich wies ihn darauf hin, dass ich den 1 und 1-Router und mein Festnetz-Telefon da lassen würde. Er nickte.
 
Da 1 und 1 ab Januar weiter Geld von meinem Konto abbuchte, bekam ich den Verdacht, dass mein ehemaliger Vermieter sein Versprechen nicht gehalten hatte. Das wurde mir heute von 1 und 1 bestätigt. Man nahm auch endlich die Kündigung meines Lastschriftauftrages zur Kenntnis. Ich soll nun Rechnungen bekommen. Außerdem forderte mein ehemaliger Vermieter per mail vom 6. Februar von mir 450 Euro zurück, die er angeblich für die Räumung meines Zimmers ausgegeben hatte. Das fand ich aber nur lächerlich.

Nicht lächerlich finde ich: Ich zahle für 1 und 1 und mein ehemaliger Vermieter oder sonstwer surft auf meine Kosten im Internet? In dem Haus, in dem ich seit dem 1. Februar wohne, ist das Surfen kostenlos.

Freitag, 9. Oktober 2020

Tjaden tappt (545)

Tjaden gondelt
auch.
Man, ist der eitel: Christian Drosten fühlt sich bei Twitter von "Hatern" verfolgt, bescheinigt aber einem von ihnen Humor. Der habe ihm in einer mail ein Stellenangebot zukommen lassen. Denn auf Helgoland werde ein Vogelwart gesucht. Die Rechtschreibfehler des "Haters" habe er vor der Veröffentlichung der mail bei Twitter korrigiert. Seine eigenen übersah er.

Man, ist das heikel: Nach einem Unfall am Maschsee sucht die Polizei Zeuginnen und Zeugen. Da in Hannover Wählerinnen und Wähler neuerdings Wählende genannt werden,  müsste es dann nicht in der Pressemitteilung heißen, dass die Polizei Zeugende sucht und wären sie dann nach ihrer Aussage Gezeugthabende?

Man, ist der schlau: Der Gesundheitsminister von Österreich, Rudolf Anschober, hält nicht viel von einem Vergleich der aktuellen Corona-Infektionszahlen mit den Zahlen im April, weil heute viel mehr getestet wird. Darauf hätte Jens Spahn auch schon kommen können. 




Donnerstag, 14. Mai 2020

Tjaden tappt (495)

Die heilige Corona im Dom zu Münster.
Der Namenstag von Corona und die herkömmlichen Medien

An Tagen wie diesen wirken die Anbiederungsversuche der herkömmlichen Medien fast schon peinlich. Jede Zeitung will inzwischen eine "sichere Informationsquelle" sein, auf die während der Corona-Bewährungsprobe niemand verzichten kann. Sogar in Kommentaren, die mit den gescholtenen sozialen Medien gar nichts zu tun haben, werden die sozialen Medien gescholten.  Die sorgen angeblich für Verwirrung. 

Gar nicht nötig, muss man da sagen. Inzwischen jagen die herkömmlichen Medien jedem, der das Wort "Corona" fehlerfrei über die Lippen bekommt, Stellungnahmen ab. Hände waschen ist inzwischen angeblich nicht mehr so wichtig, Abstand halten und Masken tragen sind es aber noch. Die Corona-Maßnahmen werden zur Gefahr erklärt, sind vielleicht aber doch nicht gefährlich. Im Zweifelsfalle schreddert man morgen, was man heute noch nicht schreddern will. 

Was anfangs noch einfach geklungen hat, ist mittlerweile so unübersichtlich, dass der Tag nicht mehr fern sein kann, an dem ein 700-seitiger Ratgeber mit dem Titel "Das Wichtigste in aller Kürze" erscheint, der zur Pflichtlektüre erklärt wird. Wer liest, treibt sich bekanntlich nicht draußen herum. So läuft man auch nicht Gefahr, dass man dem Bundespräsidenten begegnet, der täglich allen dankt, denen er noch nicht gedankt hat. 

Heute könnte Frank Walter Steinmeier Corona danken. Denn die hat am 14. Mai  Namenstag - als Heilige der katholischen Kirche, der Legende nach im 2. Jahrhundert nach Christus  für ihren Glauben im Alter von 16 Jahren gestorben. Sie gilt als Beschützerin des Geldes (das demnächst auch die Autoindustrie bekommen soll), der Fleischer (die das Corona-Virus in den Unterkünften für ihre Hilfsarbeiter verbreiten) und der Schatzgräber (die sogar mit Stoffmasken Geld verdienen). 




Freitag, 13. März 2020

Tjaden tappt (454)

Vorbildlicher Kühlschrank.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Klopapier für beschissene Corona-Zeiten

Es braust ein Ruf wie Donnerbalkenhall durch den Supermarkt: "Wir haben noch Klopapier. Nächster Gang." Denn in Corona-Zeiten wie diesen ist nichts so begehrt wie dieses aufgerollte dünne Papier gegen beschissene Zeiten. Doch nicht überall gibt es noch Klopapier, das man einfrieren kann. Dieser Supermarkt in Wettmar gehört zu den Ausnahmen.

In Burgdorf ist Toilettenpapier bereits ins Tiefkühlfach ausgegangen. Nur in einem Supermarkt sind die Klopapier-Regale nicht ganz leer. Drei Packungen feuchtes Toilettenpapier gibt es noch. 

Doch die kann man nicht einfrieren. Sie würden Eiszapfen bilden und dann wären die Zeiten noch beschissener. Stellen Sie sich einmal vor, sie hätten sich das Corona-Virus gar nicht eingefangen, könnten sich aber nicht mehr hinsetzen. 

Anschau-bar

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