Tjaden tappt (578)

Nicht nur Rüdiger Nijenhof 
beeindrucken die Fakten von
Ulrike Weber (Miele)

Wenn sich einem bei einer Videokonferenz von WGS/Freie Burgdorfer die Haare sträuben


Aerosole sind das einzige, was viele unserer Schulen und Kindergärten überhaupt noch zusammenhält. Scheint die niedersächsische Kultusbürokratie zu meinen. Deshalb rennt Cindy-Patricia Heine wohl seit Monaten im Ministerium mit ihren Argumenten gegen eine Wand, was sie in unzähligen niedersächsischen Schulen und Kindergärten natürlich nicht dürfte, weil die sonst einstürzen würden. 

Seit Januar gebe es ein Konzept des Landeselternrates für geöffnete Schulen und Kindergärten, erzählt die Vorsitzende während einer Videokonferenz der WGS/Freie Burgdorfer am Montagabend.  "Masken reichen", habe man ihr entgegnet. Da brauche man nicht auch noch Luftfilter. Lautete also die Schluss-(Schließ-)Folgerung. 

Auch in Burgdorf gibt es Eltern, die ein Konzept haben. Rüdiger Nijenhof findet das nicht nur als Ratsherr der WGS/Freien Burgdorfer gut, sondern auch als Vater. Doch viele seiner Ratskolleginnen und Ratskollegen, außerdem die Verwaltung fürchten um die Gesundheit der Kinder. Nicht wegen Covid-19 und der anderen neuen Viren, lernt man aus dem Wortbeitrag von Rüdiger Nijenhof während der sehr gut besuchten Videokonferenz, sondern weil sich angeblich Kinder an Luftfiltern verletzen könnten. 

Niemand kann bestreiten, dass Luftfilter gegen Aerosole wirken und somit das Ansteckungsrisiko senken, Bund und Länder hätten in den Winterferien auch nur geschätzt 1,5 Milliarden Euro für Luftfilter in den Schulen und Kindergärten ausgeben müssen, damit der Schul- oder Kindergartenbetrieb hätte weiterlaufen können, aber wenn es um die Bildungspolitik geht, hat das Kostenargument stets Vorrang vor allen anderen Argumenten. Bedeutet: Der Schutz der Gesundheit ist während der Corona-Pandemie das wichtigste, gilt hier nicht. Deshalb hat während der Videokonferenz Jan Busch vom Luftfilter-Hersteller Miele wohl auch vergeblich darauf hingewiesen, wie nützlich und trotzdem preiswert in diesen Zeiten Luftfilter wären. 

Ob der Burgdorfer Rat das bis Donnerstag nächster Woche noch lernt?  

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