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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Hohe See vor Gericht

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Mutti wird es schon richten Großburgwedel-19. Mai 2016 (tj). Heute Morgen vor dem Burgwedeler Amtsgericht wieder ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten und Mutti sitzt im Gerichtssaal: Der Mittfünfziger breitet die Arme aus, schließt sie wieder, schaut den Richter ein wenig verständnislos an, kaum aus dem Gefängnis entlassen, hat er in einem Supermarkt Zigaretten für über 40 Euro gestohlen: "Die sind in einem Gitterkäfig. Man muss auf einen Knopf drücken, damit sich das Gitter öffnet. Doch das Gitter stand offen." Wer würde da nicht Zigaretten stehlen? Die Frage ist nur, ob wir uns auch so vorbildlich verhalten würden wie dieser Angeklagte: "Ich bin jemand, der sich auch immer verhaften lässt."  Früher hat der Mittfünfziger auf einem Campingplatz gewohnt, ist dort auch handgreiflich geworden, doch Drogen hat er nicht mehr genommen, den Hinweis auf mehrere Dutzend Straftaten wischt der Angeklagte vom Tisch: "Ich wohne jetzt bei meiner Mutter."  Das

Tjaden tappt (209)

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So sieht mein Fahrrad bei Sonnenschein aus. Foto: Tjaden Der radelnde Buchverkäufer Meine Postbotin hat mir heute die ersten Exemplare meines Fortsetzungskrimis "Die Mörderin, die unschuldig war" gebracht. Die Broschüre prüfen, in den Fahrradkorb legen und los radeln, war eins. Die Zahl der Exemplare im Korb lag höher. Und nahm das erste Mal in Konrads Café ab. Der Inhaber Wolfgang Konrad, der vor 30 Jahren in Hannover-Bothfeld unser Nachbar war, besaß in kürzester Zeit auch einen Krimi.  Genauso spannend war das Wetter in Kleinburgwedel, ich sonnte mir sozusagen den Regen von gerade eben immer wieder aus der Jacke. Am Himmel erneut dunkel wurde es in Wettmar. Ein älteres Ehepaar bewunderte mich vor dem Edeka-Markt wegen meiner täglichen Radtouren, fünf Minuten später bewunderte es mich auch als Autor. "Darf das auch meine Frau lesen?", fragte mich der Ehemann, bevor ich mich wieder auf mein Fahrrad schwang. "Oder findet Sie dort Tipps?" Ich überz

Chapeau

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Mit linker Mousetaste vergrößern. Bürger innen und außen Burgwedels Bürgermeister Axel Düker hat in der neuen Informationsbroschüre der Stadt Burgwedel seinem Grußwort ein Sternchen verliehen. Laut Schlagzeile der "Neuen Hannoverschen Zeitung" vom 21. April 2017 war das "Ein Sternchen gegen Diskriminierung". Fand der Leser Helmer Harteneck aus Burgwedel heute aber ganz und gar nicht.  Auch ich habe mir schon häufiger Sternchen-Gedanken gemacht. Dafür ein Beispiel: "Bürger innen" (im Gegensatz zu Bürger außen).

Tjaden tappt (208)

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Penny-Karte für Verleumdungen? Bei Penny darf man Mitarbeiter anonym verleumden? Samstag, 22. April 2017, gegen 11 Uhr: Der Kaffee aus dem Automaten im Penny-Markt schmeckt lecker. Draußen fängt es an zu regnen. Deshalb studiere ich im Eingangsbereich die Mitteilungen, die von Kundinnen und Kunden an eine Tafel gehängt werden.  Den Text auf einer Karte muss ich zweimal lesen, bevor ich begreife, was dort steht. "Warum ist dieser Scheiß-Marktleiter noch in...(es folgt der Name des Ortes)? Der muss weg. Willi will nicht." Ich trinke meinen Kaffee aus, nehme die Karte von der Wand mit dem Motto "Von Nachbar zu Machbar" und kehre in den Supermarkt zurück. Eine Mitarbeiterin ist auf dem Weg zum Lager, ich frage sie nach dem Marktleiter. Sie schweigt. "Diese Karte hängt im Eingangsbereich Ihres Marktes", sage ich. Sie liest den Text auf der Karte und schweigt weiter. "Das ist Verleumdung", hoffe ich weiter, dass sie so entsetzt ist wie i

Tjaden tappt (207)

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Denk ich an Kreta bei google... Da Radio Kreta einen Beitrag von mir veröffentlicht hat, trank google wohl zu viel griechischen Wein. Es würde mich zwar nicht wundern, wenn US-Präsident Donald Trump diese Insel angreifen würde, sobald er erführe, dass die Hauptstadt Iraklio heißt, aber vielleicht verwechselt der "mächtigste Doofmann der Welt" irgendwann den Irak gar nicht mehr mit Syrien und dann wäre die Gefahr für Kreta gebannt, aber dass sich eine Suchmaschine genauso dumm anstellen kann, das hat mich soeben doch gewundert. Kaum haben die Radiohörerinnen und Radiohörer auf Kreta vernommen, dass es in Burgwedel bei Hannover einen Autor gibt, der sich über Kinderrechte Gedanken macht, wird aus mir bei google Klaus-Peter Tjaden. Diesen Hinweis verziert die Suchmaschine mit fünf Fotos, eins zeigt besagten Klaus-Peter, zwei zeigen eine namenlose Frau und zwei zeigen mich bei einer Podiumsdiskussion als Oberbürgermeister-Kandidat in Wilhelmshaven.Auf dem sechsten Foto ist

Tjaden tappt (206)

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Liebe Kinder, diesen Käfer vorsichtig mit einem spitzen Gegenstand herauslösen und dann anmalen. Eure Eltern werden sich über die Zeichnung sehr freuen.   Der Käfer Notebook aufklappen, Tastendruck, blau, Monitor hell, Passwort eingeben, Textverarbeitung aufrufen, neue Datei anlegen - stzt sich in Käfr auf das e und hat inzwichen da erreicht, setzt en Weg fort - leier nicht zum y, sonern zum , wo der Käer aber auch nicht verweilt, weil er mittlerweile das f passiert und das erreicht hat.  Ist ein hübscher Käfer, brauner Körper, am Rand hellbraun. Behindert mich aber beim Schreiben. Wenn er sich allerdins auf diesem Buchstaben ausruhen würde, könnte ich das g später noch einfügen, was jetzt auch noch mit dem gescheen müsste, wie bereits mit dem e, dem s, dem d, dem f nd dem h. Das Telefon klingelt. Mein Kollege.  „Wann ist dein Artikel fertig?“ Schildere das Problem, berichte, dass sich der Käfer gerade af dem asrht. „Schlag das Vieh doch einfach tot. Ist doch nr ngeziefer.“ Gebe

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Tjadens Neuestes

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Erschienen im Kindle-Shop.  Nach wahren Begebenheiten - Teil 1 16. April 2017. Fortsetzungsromane haben früher zu fast jeder Zeitung gehört. Bei leichter Literatur-Kost schmeckte auch das Frühstück besser. Mit "Green mile" knüpfte Stephen King an diese Tradition an, dieser Fortsetzungsroman wurde 1999 mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmt. Auch "Die Mörderin, die unschuldig ist" ist ein Fortsetzungsroman. Die 38-jährige Sabine Becker wird des dreifachen Mordes beschuldigt. Der Erzähler ist Kronzeuge in diesem Prozess. Er soll im Sinne der Staatsanwaltschaft aussagen. Doch das tut er nicht. Er hält Sabine Becker für unschuldig und verweist den Vorsitzenden Richter auf das Buch "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling. Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte einer Frau, die eines Morgens aus dem Fenster schaut, sie weiß nicht, wo sie ist, sie kennt die Kennzeichen der Autos nicht. Nach schrecklichen Ereignissen hat sie ihre Persönlichkeit in

Tjaden tappt (205)

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Bunte Euro-Schlucker. Die Reinstecker und die Rausholer Sie kommen mit Fahrrädern oder zu Fuß, nur wenige mit dem Auto. Sie sitzen vor den Geldautomaten und versenken Euro-Münzen und Euro-Scheine in den Schlitzen, damit sich die Scheiben drehen. Wenn auch noch ein Fahrrad mit Anhänger vor der Burgdorfer Spielhalle steht, weiß ich: Die Reinstecker sind da.  Sie schimpfen vor sich hin, weil sie nie gewinnen. Sie kommen mit Autos, parken dicht an dicht vor und neben der Burgdorfer Spielhalle. Dann weiß ich: Die Rausholer sind da. Sie informieren sich gegenseitig per SMS oder mail. Sie wissen, dass die Automaten voll sind. Sie holen heraus, was die Reinstecker in den Schlitzen der Geldautomaten versenkt haben.  Sie schimpfen nicht, denn nach ihnen stehen wieder Fahrräder vor der Spielhalle, eins mit Anhänger mit einer blauen Mülltüte für die Wochenzeitungen, die ein Reinstecker vorher verteilt hat. 

Tjaden tappt (204)

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Ein Küstenkrimi von Olaf Büttner aus dem Wangerland.  Zwei mails - ein Gedanke Olaf Büttner ist ein Schriftsteller, der hervorragende Jugendromane geschrieben hat, obwohl er in der Nähe einer Stadt wohnt, aus der Hervorragendes selten bekannt wird. Soeben habe ich von ihm diese mail bekommen: Liebe Freunde, Bekannte, vielleicht Interessierte, am 18. April erscheint mein neuer Roman "Friesenschwindel", vielleicht gibt's ihn auch schon vor Ostern im Buchhandel. Um das genau zu ermitteln, müsste man schon Detektiv Reent Reents persönlich sein . Oder man fragt einfach in der Buchhandlung des Vertrauens an... würde Reent möglicherweise so machen Wer Lust auf Reents ersten Fall hat, dem wünsche ich viel Spaß beim Lesen! Viele Ostergrüße, Olaf Büttner Die nächste mail kommt vom niedersächsischen Kultusministerium. Die Betreff-Zeile lautet "Außerordentliches Stilempfinden". Sofort frage ich mich, ob dieses Ministerium bereits den neuen Roman

Tjaden tappt (203)

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In der Bildmitte wird ein Unschuldiger hingerichtet.  Warum darf Karfreitag nicht öffentlich getanzt werden? 11. April 2017. Jedes Jahr die gleichen Diskussionen über das Tanzverbot ab Gründonnerstag bis Ostersamstag. Übermorgen demonstrieren die Jungsozialisten, die Grüne Jugend und die Jungen Liberalen dagegen. Sie wollen mit lauter Musik auf einem Wagen durch Hannover fahren, die Leute sollen hinterher tanzen. Das Tanzverbot werden sie wohl kaum weg tanzen können, eine Änderung des Feiertagsgesetzes ist nicht in Sicht, weil...Weil es die behauptete strikte Trennung von Staat und Kirche gar nicht gibt. Die Kirchen bestimmen, was wir zwei Tage lang öffentlich tun dürfen und was nicht. Welche Feiertage Christen wie feiern, müsste eigentlich deren Sache sein. Der Staat dürfte allenfalls dafür sorgen, dass sie daran nicht gehindert werden. Alle anderen müssten diese Tage verbringen dürfen wie sie wollen. Tanzend, singend, feiernd, Rad fahrend, Spaziergänge machend, spielend...

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Waldweg zwischen Engensen und Schillerslage. Foto: Heinz-Peter Tjaden Eine Radtour Von Kleinburgwedel nach Burgdorf Ein Bilderbogen Budenstadt im Regen Weihnachtsmarkt in Kleinburgwedel Ein Bilderbogen Am ersten Advent Weihnachtsmarkt rund um Pankratius-Kirche Ein Bilderbogen  

KulturKontakte-Preis

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Die Sparkassenstiftung Lüneburg und die Kulturbäckerei: 2016 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.  Theaterprogramm auf Brötchentüten Region Hannover. Bands spielen beim Optiker, Bäcker veröffentlichen das Theaterprogramm auf Brötchentüten, Künstler stellen in Bussen oder Firmen aus: Solche Ideen zur Förderung der Kulturszene sind in Niedersachsen seit 2004 preiswürdig. Der nächste "KulturKontakte-Preis" wird am 8. November von Wirtschaftsminister Olaf Lies verliehen. Bewerbungsschluss ist am 4. August. In der Initiative "KulturKontakte" arbeiten das Land Niedersachsen, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg und die Industrie- und Handelskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade zusammen. Vergeben wird der Preis in den Kategorien "Großes Unternehmen", "Kleines Unternehmen" und "Stiftungen und Unternehmen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft".   Weitere Informationen: Amt

Tjaden tappt (202)

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Ostergeschenk. Foto: Heinz-Peter Tjaden Darf es zu Ostern auch ein Schild sein? Diese Frage habe ich heute Nachmittag in der Burgdorfer Buchhandlung "Freyraum" in einem Selbstgespräch mit einem heiteren Ja beantwortet. Das Schild "Bitte klingeln-Wenn keiner aufmacht: Blumen gießen, Unkraut zupfen. Danke" aus der "Spiegelburg-Collection" des Coppenrath Verlages aus Münster nahm ich also mit zu meinem Fahrrad, das ich auf der Marktstraße abgestellt hatte. Vor ein paar Tagen hätte mich beinahe ein wie ich Grauhaariger auf der anderen Straßenseite mitgenommen. Schräg über den Spittaplatz radelnd, stieß er fast mit mir zusammen und riet mir lauthals, doch aufzupassen und rechts zu fahren. Als er feststellen musste, dass ich sowohl rechts fuhr als auch aufpasste, lobte er mich dafür mit "Du Esel". Ein paar unfallfreie Meter weiter fiel mir deshalb der über 40 Jahre alte Sketch des Schweizer Komikers Emil "Auf dem Telegrafenamt" ei