Samstag, 22. April 2017

Tjaden tappt (208)

Penny-Karte für
Verleumdungen?
Bei Penny darf man Mitarbeiter anonym verleumden?

Samstag, 22. April 2017, gegen 11 Uhr: Der Kaffee aus dem Automaten im Penny-Markt schmeckt lecker. Draußen fängt es an zu regnen. Deshalb studiere ich im Eingangsbereich die Mitteilungen, die von Kundinnen und Kunden an eine Tafel gehängt werden. 

Den Text auf einer Karte muss ich zweimal lesen, bevor ich begreife, was dort steht. "Warum ist dieser Scheiß-Marktleiter noch in...(es folgt der Name des Ortes)? Der muss weg. Willi will nicht."

Ich trinke meinen Kaffee aus, nehme die Karte von der Wand mit dem Motto "Von Nachbar zu Machbar" und kehre in den Supermarkt zurück. Eine Mitarbeiterin ist auf dem Weg zum Lager, ich frage sie nach dem Marktleiter. Sie schweigt.

"Diese Karte hängt im Eingangsbereich Ihres Marktes", sage ich. Sie liest den Text auf der Karte und schweigt weiter.

"Das ist Verleumdung", hoffe ich weiter, dass sie so entsetzt ist wie ich.

Sie aber fragt nur: "Na und?"

Ich lasse die Mitarbeiterin mit der Karte in der Hand stehen. Gleich fahre ich zu dem Penny-Markt mit einem angeblich "Scheiß-Marktleiter". Ich werde ihn informieren. Ich kenne alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Marktes. Alle sind freundlich.     

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