Dienstag, 30. Dezember 2014

Aus mit Krankenhaus?

+++Der Rat der Stadt Lehrte erkennt an, dass sich auch die Region Hannover den Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft stellen muss. Der Rat begrüßt ausdrücklich, dass die öffentliche Trägerschaft des Klinikums Region Hannover (KRH) unbestritten ist.

Den jetzt als Teil der "Medizinstrategie 2020" bekannt gewordenen Vorschlag der KRH-Geschäftsführung, den Standort Lehrte zu schließen, lehnt der Rat ab. Er möchte von der KRH-Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat wissen, welche Alternativen untersucht werden und welche Bewertungs- und Auswahlkriterien angelegt werden. Insbesondere möchte der Rat wissen, ob als Alternativszenario die Stärkung und Weiterentwicklung des Standortes Lehrtes innerhalb des Klinikums Region Hannover geprüft wurde. Gerade Lehrte als größte Kommune im Ostkreis zeichnet sich durch seine gute Infrastruktur und hervorragende verkehrliche Anbindung besonders aus.

Nach dem vorliegenden Wissensstand ist nicht nachvollziehbar, wie die KRH die Ziele der Sicherung eines leistungsfähigen wohnortnahen Versorgungskonzeptes und der Stärkung der Wirtschaftlichkeit durch die Schließung von Standorten (Burgwedel, Lehrte) und einen Neubau erreichen will. Allein die Schließungskosten und unvermeidliche Sonderabschreibungen werden riesige finanzielle Lasten auslösen.

Der Rat der Stadt Lehrte erwartet, dass das weitere Verfahren für die Einwohnerinnen und Einwohner transparent und beteiligungsorientiert durchgeführt wird.

Resolution der SPD und der Grünen, die am 22. Oktober vom Rat der Stadt Lehrte verabschiedet werden soll.+++

+++CDU und Junge Union haben in Burgwedel fast 5 000 Unterschriften gegen die Schließung des Großburgwedeler Krankenhaus gesammelt.+++

+++Der Rat der Stadt Burgwedel verabschiedet am 20. Oktober 2014 eine Resolution für den Erhalt des Krankenhauses. Auch Geburtsklinik und Frauenheilkunde müssten in Burgwedel bleiben.+++

+++Der Rat der Stadt Lehrte einigt sich auf eine gemeinsame Resolution, die einstimmig verabschiedet wird.+++

+++28. Oktober 2014. Der CDU-Kreisparteitag Hannover-Land hat einen Dringlichkeitsantrag für den Erhalt aller Klinik-Standorte verabschiedet. Ein Delegierter stimmte dagegen.

+++"Wir investieren nur noch in Strukturen, die langfristig überleben können." "In der Gynäkologie von Großburgwedel gibt es nur acht Betten, von denen durchschnittlich sechs belegt sind. Wir können nicht in solche Strukturen investieren." (Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, bei einer SPD-Diskussionsveranstaltung im Regionshaus)+++

+++Der Rat der Gemeinde Wedemark hat am 17. November 2014 einstimmig diese Resolution verabschiedet:
  1. Der Rat der Gemeinde Wedemark erkennt an, dass sich auch die Region Hannover den Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft stellen muss.
  2. Der Rat begrüßt ausdrücklich, dass die öffentliche Trägerschaft des Klinikums Region Hannover (KRH) unbestritten ist.
  3. Die Medizinstrategie 2020 muss ihrem Anspruch gerecht werden und die medizinische Versorgungsqualität in der Region Hannover sichern und weiterentwickeln.
  4. Für die Gemeinde Wedemark hat bei einer Weiterentwicklung und Neubauentscheidung der Standort Burgwedel allerhöchste Priorität. Deshalb befürwortet der Rat der Gemeinde Wedemark den  Erhalt des Krankenhausstandortes Burgwedel und die Investitionen, die zu dessen dauerhafter Sicherung nötig sind.
  5. Wir sprechen uns für den Standort Burgwedel aus, da Burgwedel aus allen Städten und Gemeinden des Einzugsbereiches gut erreichbar ist und selbst eine gute Infrastruktur besitzt. Durch das Krankenhaus Großburgwedel ist die ambulante und stationäre Notfallversorgung im Bereich der nordöstlichen Region Hannover sichergestellt und sollte weiterentwickelt werden.
  6. Der Rat der Gemeinde Wedemark erwartet, dass die Geburtshilfe und die Gynäkologie modernen Erfordernissen entsprechend in der nordöstlichen Region jederzeit gewährleistet wird. Wir fordern deshalb, dass die Schließung der entsprechenden Abteilung am Klinikum Burgwedel, die bereits für das Jahr 2015 geplant ist, nicht erfolgt.
  7. Der Rat der Gemeinde Wedemark unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Bemühen, die Arbeitsplätze ortsnah zu erhalten und dauerhaft zu sichern, auch auf die Tariftreu wird in diesem Zusammenhang besonderer Wert gelegt.
  8. Der Rat der Gemeinde Wedemark erwartetet, dass die Entscheidungsträger in KRH Geschäftsführung  und KRH Aufsichtsrat nachvollziehbar darstellen welche Alternativen untersucht  und welche Bewertungs- und Auswahlkriterien bisher angelegt wurden bzw. angelegt werden sollen.
  9. Der Rat der Gemeinde Wedemark fordert weiterhin, für alle Einwohnerinnen und Einwohner  den für alle Beschäftigten einen transparenten Entscheidungsprozess im KRH und in der Regionsverwaltung bzw. der Regionsversammlung.+++                                                                                                                                                                                                                                                       +++"Ich gehe davon aus, dass die Geburtshilfe am Standort Großburgwedel bleibt." Regionspräsident Hauke Jagau am 20. November 2014 bei einer Informationsveranstaltung in Großburgwedel+++                                                                                                                                                                                                                                                                           +++2. Dezember 2014. Bei einer SPD-Mitgliederversammlung in Kleinburgwedel bedauert Regionspräsident Hauke Jagau die Einbeziehung der Burgwedeler Geburtshilfestation in die Schließungs-Diskussion. Der Vorsorgedanke müsse auch im Nordosten der Region gelten.+++                                                                                                                                                 +++30. Dezember 2014. Es konnte erreicht werden, dass nach dem heutigen Stand die Geburtshilfestation am Standort Großburgwedel nicht geschlossen wird. Burgwedels Bürgermeister Axel Düker in seinem Grußwort zum Jahreswechsel+++  Aus mit Krankenhaus? (II)                                                     



Samstag, 27. Dezember 2014

Tjaden tappt (XXI)

Bolzplätze und Kinder weg?

Das habe ich nun nicht so ganz verstanden: 2014 hat das Burgdorfer Jugendamt fast doppelt so viele Kinder (13 statt 7) aus ihren Familien geholt wie 2013, weil "die Akzeptanz von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit" nicht "immer gegeben sei, wie Diskussionen um die Schließung von Bolzplätzen" zeigen? Soll laut "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte" vom 27. Dezember 2014 die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Christiane Gersemann, gesagt haben. Oder ist dieses Zitat von der Redakteurin Sandra Köhler aus einem größeren Zusammenhang gerissen und sinnlos gemacht worden?

Bolzplatz-Verbote waren die Folge eines Urteils des Hamburger Landgerichtes aus dem Jahre 2005. Dieses Gericht untersagte damals den Bau eines Kindergartens in einem Wohngebiet. Die Urteilsbegründung machten sich bundesweit Miesepeter zunutze, die juristisch auch gegen Bolzplätze vorgingen. Kinder-Lärm galt vielen Richterinnen und Richtern ebenfalls als Belästigung. In Berlin war es besonders schlimm. Als beinahe auch der letzte Bolzplatz hätte geschlossen werden müssen, fuhr der zuständige Senator dazwischen und wies seine Beamten an, nicht jedem Richterspruch Gehör zu schenken. Das Immissionsschutzgesetz (!) wurde so geändert, dass fortan Lärm machen "als sozial adäquate Lebensäußerung von Kindern" gewertet wurde. Das hat der Gesetzgeber im vorigen Jahr fürwahr fein ausgedrückt...

Außerdem hat Burgdorf zwischen Kleinem Brückendamm und Hülptingsen den wahrscheinlich stillsten Bolzplatz Deutschlands, der wohl nur hin und wieder gemäht wird, damit sich dort keine seltenen Tierarten ansiedeln. Genutzt worden ist der meines Wissens das letzte Mal 2006 von meinem Neffen und von mir. Dieser Bolzplatz kann unmöglich der Grund für die Fast-Verdoppelung der Kindes-Entzüge sein. Wenn Christiane Gersemann zudem auch noch behauptet, dass Burgdorf mit dieser Entwicklung "im Bundestrend" liege, dann muss ihr widersprochen werden. Laut Statistischem Bundesamt hat es 2013 mit einem Anstieg der Inobhutnahmen um 5 Prozent gegenüber 2012 einen neuen Rekord gegeben. Außerdem hat das Bundesverfassungsgericht im November 2014 entschieden, dass Kinder nur dann aus ihren Familien geholt werden dürfen, wenn ihr "seelisches, geistiges oder körperliches Wohl nachhaltig gefährdet" ist.

Die von Christiane Gersemann genannten Gründe "Überforderung der Eltern", "wachsende Sprachlosigkeit in vielen Familien" und "Diskussionen über Bolzplätze" dürften also für das Bundesverfassungsgericht nicht ausreichend sein. Wo aber liegen die wahren Gründe?

Weitere Infos aus dem Kinderfeindesland Deutschland Hier klicken    


Samstag, 20. Dezember 2014

Weihnachtsgeschichte 2014

Widerstand bei Festnahme - Drogen im Spiel?

Bethlehem - In den frühen Morgenstunden hat ein besorgter Bürger die Behörden alarmiert. Er entdeckte eine junge Familie, die in einem Stall haust. Bei der Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die von Polizeibeamten unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind leistete ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth, identifiziert wurde, Widerstand. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf Weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des Falles scheint sehr zweifelhaft zu sein. Auf Nachfrage teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchung. Sie muss mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand untersucht. In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie heißt es: "Mir steht es nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Soeben erreichte uns auch noch diese Nachricht: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe."

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Zerstreutes Café

Und ein Ratgeber, den man nie wieder vergessen kann

Das Café Konrad in Kleinburgwedel ist zerstreuter geworden. Das gilt nicht für die Inhaber Gabriele und Wolfgang Konrad, sondern für den Lesestoff. Bisher sind im Kiosk-Bereich lediglich derart unbekannte Zeitschriften wie der "stern" und die "Bunte" angeboten worden, die von Zerstreuten eher irrtümlicherweise denn bewusst gelesen werden. Man hat eben nur vergessen, sie nicht zu kaufen.

Kennen wir doch alle, falls wir uns noch daran erinnern können: Wir brauchen unbedingt Zucker und Milch und gehen deswegen in einen Supermarkt. Wieder zuhause angekommen, stellen wir fest: Gekauft haben wir Kartoffeln, Käse und Salz. Und ein Schnäppchen haben wir auch noch gemacht: Deo-Spray für Vergessliche, der im Badezimmer explodiert, wenn wir uns Rasierschaum unter die Achseln schmieren.

Wie geschmiert läuft im Café Konrad jetzt auch der Verkauf meines weltberühmten Ratgebers "Zerstreutes Wohnen". Den man bisher zwar bei Amazon kaufen konnte, aber nicht in Kleinburgwedel. Beim Lesen dürfen sie durchaus einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen. Nicht vergessen: Mein Ratgeber sollte nicht zum Mund geführt werden. Umrühren muss man ihn auch nicht. Umblättern reicht...

Weitere Infos über das Café Konrad Hier klicken

Sonntag, 14. Dezember 2014

Aktuell

Eines der letzten Fotos: Ernst Albrecht
auf dem Weg zu seinem Briefkasten.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
















Ernst Albrecht gestorben
"Friedlich eingeschlafen"
Hier lesen

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Tjaden tappt (XX)

Bewegender Vorschlag für 2016

Da wird Lehrte sicherlich bleich. 2016 soll das Stadtmarketing mit dem Motto "Burgdorf bewegt sich" auf Trab gebracht werden. Das hat der Stadtmarketing-Arbeitskreis "Kultur, Sport und Soziales" beschlossen. Weitere bewegende Wahlvorschläge waren "Burgdorf liebt Musik" und "Burgdorf entdecken". Die fielen durch die Urne. Das machte Stadtmarketing-Geschäftsführer Gerhard Bleich aber nicht sonderlich traurig, zumal dem Vorsitzenden des Heesseler SV, Rüdiger Zach, sogleich ein Umzug als Höhepunkt des Themenjahres einfiel. Ob dieser Umzug den Schützen-Umzug vor oder in den vielen Kreiseln der Aue-Stadt überholen soll, ist Thema der nächsten Sitzungen, die 2016 in Bewegungen umgetauft werden.

Schlecht bestellt ist es um den historischen Bezug des Themenjahres: Vor 400 Jahren hat sich Galileo Galilei mehr aus Angst vor der Inquisition als aus wissenschaftlichem Interesse mit den Bewegungen der Jupitermonde die Zeit bis zum Kerker vertrieben. 17 Jahre später murmelte er in einem Gerichtssaal den bis heute berühmten Satz "Und sie bewegt sich doch". Was aber nur eine Legende sein soll.

Bleibt der aktuelle Bezug: Am Sonntag habe ich beispielsweise als Autofahrer gedacht: "Sie bewegt sich doch." Als vor mir eine Autofahrerin den Blinker links setzte, bevor sie sich endlich in den Schillerslager Kreisel wagte. Ich folgte errötend ihren Runden, während sie sich nicht darauf verließ, dass man einen Kreisel auch wieder verlassen kann. Irgendwann verließ ich sie und den Kreisel.

Heute habe ich als Radfahrer auf der Braunschweiger Straße gedacht: "Der Knallkopf bewegt sich immer noch." Als mir ein Autofahrer entgegenkam, der an den parkenden Fahrzeugen vorbeikurvte und auf mich zuhielt, bis auf meiner Straßenseite kein Platz mehr war. Ich sprang von meinem Rad und rettete mich auf den Bürgersteig. Der Autofahrer bewegte sich weiter als hätten wir schon 2016.

Bürgermeister begrüßt Themenwahl

"Das ist ein tolles Thema." Schreibt Bürgermeister Alfred Baxmann in einer Pressemitteilung an das "Burgdorfer Kreisblatt". Er werde bereits 2015 den Verwaltungsapparat in Bewegungsapparat umbenennen. Bewegungsmelder in den Rathäusern seien allerdings nicht geplant. Baxmann: "Die Verwaltung will nichts überstürzen."

Freitag, 14. November 2014

Tjaden tappt (XIX)

Agnes-Schoeller-Haus in Osnabrück

Kommissar Internet hat heute eine mail von einem ehemaligen Heimkind bekommen, das sich Heiko nennt und nach seinen Angaben in Südfrankreich lebt. Die meiste Zeit hat der 43-Jährige seinen Schilderungen zufolge auf den Straßen Europas verbracht. Heiko erzählt: “Ich habe gebettelt oder Straßenmusik gemacht.” Heiko würde gern Kleinbauer werden.

Hier weiterlesen

Kommissar Internet ist ein Internet-Experiment von mir. Meine Berichte über ein Kinderheim in Holzen sind sogar von den Ermittlungsbehörden gelobt worden. Ich habe über dieses Heim auch eine Broschüre veröffentlicht, die von keiner einzigen Zeitung rezensiert worden ist...Der Titel "Zwei Fälle für Kommissar Internet - Holzen und Dalheim".

Sonntag, 9. November 2014

Tjaden tappt (XVIII)

Der Mauerfall: Merkel in der Sauna - ich im Auto

"In diesem Jahr feiert die Deutsche Demokratische Republik ihren 25. Geburtstag. Am 7. Oktober 1949 trat sie ins Leben. An diesem Tag schufen sich deutsche Arbeiter und Bauern ihren eigenen Staat. Wilhelm Pieck, Mitkämpfer von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann wurde ihr erster Präsident.

Unter Führung der geeinten marxistisch-leninistischen Partei der Arbeiterklasse, der SED, ist die DDR zu einem stabilen, angesehenen sozialistischen Staat geworden."

Schreibt der Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) vor 40 Jahren in einer internen Schulungsbroschüre. Der Titel lautet "25 Jahre DDR - Der reale Sozialismus und die Auswirkungen auf die Kampfbedingungen der Arbeiterklasse in der BRD".

15 Jahre später wird dieser Staat per friedlicher Revolution wieder abgeschafft. Wie Angela Merkel - sie ist mit einer Freundin in der Sauna gewesen - weiß natürlich auch ich, wo ich am 9. November 1989 gewesen bin. Ich saß in meinem Auto, hörte Radio, eine Ost-Berlinerin erzählte, dass sie ihren Mann nicht wach bekommen habe, deshalb sei sie allein nach West-Berlin gegangen. "Mein Mann wird staunen, wenn ich ihm das morgen berichte", sagte sie. Am 9. November 1989 haben DDR-Bürgerinnen also nicht nur in der Sauna gesessen, zumindest ein DDR-Bürger hat den Mauerfall verschlafen. Den Seinen gibt es die friedliche Revolution im Schlaf...

1986 bin ich das erste Mal in der DDR gewesen. In Dittersdorf. Junge Leute knatterten auf ihren Mopeds aufgeregt in ein Nachbardorf. Dort gab es die erste private Eisdiele. Eine junge Frau erzählte mir, dass sie nicht studieren dürfe, weil sie Christin sei. Ihre Mutter war stolz darauf, dass sie noch nie ein Wahllokal betreten hatte: "Die kommen nach Schließung der Wahllokale immer zu uns und fordern uns zur Stimmabgabe auf." Ich wurde gefragt, was aus der DDR wird. Ich antwortete: "Die könnt ihr in ein paar Jahren vergessen. Vorher wird aber noch Egon Krenz Staatsratsvorsitzender." "Das ist aber kein Gorbi", sagte jemand.

"Sozialismus - das heißt Frieden, Freiheit, Wohlstand für die arbeitenden Menschen, für das Volk. Alles, was den Sozialismus stärkt, dient der Arbeiterklasse und dem Freiheitskampf der Völker in der ganzen Welt, dient dem Frieden und der Entspannung.

Deshalb ist der 25. Geburtstag der DDR, den sie mit neuen Erfolgen und neuen Vorhaben bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft begeht, ein Feiertag auch für jeden Kommunisten, für jeden fortschrittlichen und friedliebenden Menschen in der Bundesrepublik."

Endet die Schulungsbroschüre der Deutschen Kommunistischen Partei. Das Ende der DDR hätte die DKP eigentlich auch erahnen können, denn 1973 hat der Parteivorstand eine Schulungsbroschüre mit dem Titel "Arbeiterklasse und Freiheit" veröffentlicht. Darin hieß es: "Das Wort Freiheit ist nicht das einzige, das so häufig mißbraucht wird. Auch den Begriffen gut, wahr, menschlich, demokratisch - um nur einige zu nennen - geht es ebenso." Bis die Leute auf die Straße gehen...

Ich habe eine Broschüre über diese Zeit geschrieben. Sie heißt "Ein anderer deutscher Herbst" und ist bei www.lulu.com erschienen. Hier klicken Ein Exemplar gab ich vor einigen Wochen dem Geschäftsführer des Burgdorfer Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), Gerhard Bleich, und schlug einen Lese- und Diskussionsabend vor. Seine Antwort: "Glauben Sie, dass sich dafür noch jemand interessiert?" Dennoch wolle er mit dem VVV über meinen Vorschlag diskutieren. Das war es dann zu diesem Thema...






Freitag, 7. November 2014

Das Schweigen

Alfred Baxmann.

















Aller ist sehr beredt

7. August 2014. Nach dem Erscheinen meiner Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf" bei www.lulu.com habe ich mich mit meinen Schilderungen eines Medien- und Justizskandals an die Niedersächsische Staatskanzlei, an das Justizministerium von Niedersachsen, an die Staatsanwaltschaft von Hannover und an den Bürgermeister von Burgdorf gewendet. Niemand nahm Stellung, was ich von der Staatsanwaltschaft und vom Justizministerium auch nicht anders erwartet hatte. Aber auch Bürgermeister Alfred Baxmann reagierte auf mein Schreiben vom 3. Juli 2014 bis heute nicht.

Der "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte" bekam von mir ein Rezensionsexemplar, schrieb darüber aber kein Wort. Wahrscheinlich ist meine Geschichte für diese Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" zu peinlich.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich frage Sie und gegebenenfalls auch den Rat der Stadt Burgdorf:

1. Meine damalige Burgdorfer Wohnung ist am 3. November 2003 von der Kripo im Beisein der städtischen Zeugen Spillecke und Schrader durchsucht worden. Darüber habe ich auch in meiner Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf" berichtet, die Ihnen vorliegt. Auf Seite 7 äußere ich die Vermutung, dass einer der beiden städtischen Zeugen den damaligen CDU-Ratsherrn Paul Rohde über die Wohnungsdurchsuchung informiert hat, der diese Information sogleich in einer mail an "einige Interessierte" verbreitete und in dieser mail auch den Link zu einer Internet-Seite nannte, hinter dem sich angeblich ein anstößiges Bild verbarg. Bei diesem Link handelte es sich um eine sehr komplizierte Adresse, die niemand im Kopf behalten kann. Gestern berichtete mir nun ein Käufer meiner Broschüre, dass diese beiden städtischen Zeugen in der Tat Paul Rohde informiert haben. Das sagte er, bevor er auch nur einen Blick in meine Broschüre geworfen hatte. Ist zutreffend, was mir dieser Burgdorfer berichtet hat?

2. In meiner Broschüre berichte ich auch darüber, dass ich die Staatsanwaltschaft von Hannover sofort über diesen Verrat unterrichtet habe, die darauf allerdings nicht reagierte. Nicht berichtet habe ich darüber, dass ich mich seinerzeit auch an den damaligen Burgdorfer Stadtdirektor Leo Reinke gewendet habe, der in seinen Antworten den Eindruck erweckte, Herr Spillecke und Herr Schrader seien keine fest angestellten Mitarbeiter der Stadt Burgdorf. Geplaudert hätten sie auch nicht. Bekomme ich von Ihnen die gleiche Antwort?

3. Rohdes mail "an einige Interessierte" ist nach meinem Kenntnisstand über seine Tochter in die Redaktion des "Anzeigers für Burgdorf und Lehrte" gelangt. Das bestätigte auch der Anwalt von Rohde in einer Gerichtsverhandlung vor dem Burgdorfer Amtsgericht, bei der ich mit einer Klage gegen Rohde scheiterte. Nach meinem gestrigen Gespräch mit dem Broschüren-Käufer dürfte auch der damalige CDU-Ratsherr Zimmermann zu den Empfängern gehört haben. Von diesem Ratsherrn wurde ich anschließend in einem Monatsmagazin von Paul Rohde wüst beschimpft und als bereits bestrafter Übeltäter hingestellt. Seinerzeit wohnte ich wieder in meinem Geburtsort Wilhelmshaven und rief deswegen Herrn Zimmermann an, der sofort wieder auflegte, statt sich bei mir zu entschuldigen. Ist ein solches Verhalten eines Ratsherrn würdig?

Vieles weiß ich erst, seit ich im Besitz der Akte der Staatsanwaltschaft von Hannover bin. Einiges daraus zitiere ich in meiner Broschüre. Mit den üblen Machenschaften der damaligen "Anzeiger"-Redakteure Martin Lauber und Joachim Dege möchte ich mich hier nicht beschäftigen. Der "Anzeiger" hat ein Rezensionsexemplar meiner Broschüre bekommen. Eine Rezension wird es sicherlich nicht geben.

Ich habe diese Anfrage im Internet veröffentlicht und bitte auch um Weiterleitung an die Fraktionsvorsitzenden.
Ende meines Schreibens an Alfred Baxmann
Die Zahl der Leserinnen und Leser meiner Broschüre, die auch bei Amazon bestellt werden kann, steigt täglich. Kommentar eines prominenten Auestädters: "Gut, dass Sie diese Geschichte aufgeschrieben haben. Man hat Ihnen sehr geschadet. Unglaublich, was Ihnen da passiert ist." 

Das Honigkuchenpferd

Siehe auch: Leserbrief an die Neue Presse Hier klicken

7. November 2014. Der Fall Christian Wulff wird zum Fall Staatsanwaltschaft Hannover Hier klicken

Dienstag, 21. Oktober 2014

Mit Paul Rohde

Bei Amazon Geld verdienen

CDU-Ratsherr in Burgdorf ist er nicht mehr, von der Stadtsparkasse Burgdorf geförderter Verleumder ist er weiterhin, doch es gibt nichts Schlechtes außer man bekommt eine Broschüre. Die ich über Paul Rohde geschrieben habe, der es mit einem seiner Kommentare (siehe unten), in dem nur mein Name stimmt, sogar bis in ein anonymes blog geschafft hat, das unter anderem meine dritte Ehefrau verfasst haben soll. Allerdings war sie da schon tot, wie bei Paul Rohde seit Jahrzehnten Anstand und Sitte. In dieses blog geschafft haben es sonst nur noch die beiden HAZ- und NP-Beilagenredakteure Joachim Dege und Martin Lauber aus Burgdorf und aus Burgwedel. Irgendwo gesellen sich gleich und gleich immer und zwar irgendwann.

Nun aber zu der Broschüre "Ein Mann namens Paul Rohde". Auf Wunsch eines mir gut bekannten Herrn habe ich diese Broschüre  am 2. Oktober 2014 bei Amazon bestellt. Der Kaufpreis wurde sogleich von meinem Konto abgebucht. Doch: Paul Rohde kam nicht. Was mich froh gestimmt hätte, wenn es um ihn persönlich gegangen wäre, aber es ging um eine Bestellung.

Freitag voriger Woche widersprach ich der Lastschrift, der Betrag wurde meinem Konto wieder gut geschrieben. So weit, so ausgeglichen. Doch dann kam mir Amazon so krumm, wie das eigentlich nur Paul Rohde, Joachim Dege, Martin Lauber und anonyme Blogger tun. Ich sollte die Broschüre bezahlen - und eine Mahngebühr dazu. Wieder wies ich Amazon darauf hin, dass Paul Rohde nicht gekommen war.

Darauf reagierte Amazon heute mit zwei mails. In der ersten wurde bedauert, dass mir "diese Erfahrung nicht erspart geblieben" ist, als kennten die Paul Rohde, Joachim Dege, Martin Lauber und die anonymen blogger, in der zweiten wurde mir mitgeteilt, dass mir soeben der Kaufpreis für die Broschüre erstattet worden sei. Das Geld sei spätestens in zehn Tagen auf meinem Konto. Mein Amazon-Konto sei nun wieder ausgeglichen.

Da dachte ich mir: Amazon hält es mit den Grundrechenarten so wie Paul Rohde, Joachim Dege, Martin Lauber und anonyme blogger mit Anstand und Sitte. Wenn auch Sie mit Paul Rohde Geld verdienen wollen, dann hier klicken.

Paul Rohde, Joachim Dege und Martin Lauber und die anonymen blogger

Anonyme blogger haben einen "offenen Brief" an mich ins Netz gestellt, der angeblich von meiner Familie stammt und den auch meine dritte Ehefrau unterschrieben haben soll, die zu jener Zeit allerdings schon tot war. Einer der Beiträge:

Was die wenigsten wissen, mein Vater ist auch einer der anerkannten großen deutschen "Agent Provocateure". Auch hierzu gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen, die das unermüdliche Wirken meines Vaters, als "Agent Provocateur" beschreiben. Einer dieser Artikel ist:





auf diesen Artikel ist mein Vater besonders stolz, belegt er doch „die Kraft und Bedeutung“ seines Wirkens als "Agent Provocateur".

Als er diesen Artikel erstmalig gelesen hat, hat er spontan gemeint: „Endlich versteht jemand, warum es mir wirklich geht…“ Er war sehr glücklich!
 
Anmerkung: "Schluss mit dem Schmutz" hat Paul Rohde im Frühjahr 2004 in seinem Monatsmagazin "Burgdorfer Umschau" veröffentlicht. Von der Existenz dieses Artikels erfuhr ich, als sich ein Scharlatan aus Lüneburg juristisch gegen meine Kritik an seinem Humbug und an der von ihm betriebenen Zerstörung von Familien zur Wehr setzen wollte und dem Landgericht von Hamburg diesen Kommentar von Rohde vorlegte, um seine Erfolgschancen zu erhöhen. Die gleichen Hoffnungen setzte er in publizierte Behauptungen von Martin Lauber, seinerzeit Redakteur des "Anzeigers für Burgdorf und Lehrte". Auch die anonymen blogger nutzen sie für ihre Verleumdungskampagne. Martin Lauber und sein damaliger Kollege Joachim Dege sind von mir darüber informiert worden. Sie reagierten nicht.

Meine Familie und besonders eine Tote so in den Dreck zu ziehen, zeugt von hoher krimineller Energie.

Siehe auch: Das Schweigen Hier klicken

Protest bei Stadtsparkasse Burgdorf und beim Sparkassenverband Hier klicken
 


Sonntag, 12. Oktober 2014

Tjaden tappt (XVII)

Aus MET-Specht eine Meise machen

Ich erinnere mich noch gut an eine Märchenplatte aus meinen Kindertagen. Auf der sang jemand "Du hast ganz Recht, ich bin der Specht, mach klopf, klopf, klopf, ich armer Tropf". Gleichsam hinter meinem Rücken entwickelte sich aus diesen Liedzeilen eine Theorie, die im neuen Programmheft der Volkshochschule des Ostkreises Hannover ihre Niederschrift gefunden hat: "Wie können wir die Gedankenkraft nutzen und aus Gedankenfallen aussteigen? Der Vortrag stellt eine geeignete Technik vor, die Klopftechnik Meridian Energie Technik (MET), bei der Akupunkturpunkte leicht berührt werden."

Was sich so leicht anhört, ist auch einfach. Meridiane gibt es nämlich nicht - und was es nicht gibt, kann man auch leicht wegklopfen. Behauptet auch der Sozialpädagoge Ruthard Stachowske aus Lüneburg. Hier klicken Der verbreitet diesen Unfug nicht an der Volkshochschule des Ostkreises von Hannover, sondern an den Volkshochschulen von Lüneburg und Bremen, denn jede Volkshochschule lässt inzwischen ihr esoterisches Band flattern durch die abergläubischen Lüfte.

In der Bergstraße 4 zu Burgdorf wird dieser Humbug am 15. Januar von 19 bis 21 Uhr verkündet. Für 12 Euro klopft Isa Bredemeier. Bis jeder selbst klopfen kann. Auch diese Behauptung findet ihre Niederschrift im Programmheft der Volkshochschule des Ostkreises Hannover: "Angst, Wut und Trauer können dauerhaft überwunden werden. MET kann kraftvoll im Coaching, in Beratung und Sucht- und Traumatherapie eingesetzt werden, aber auch in einer einfachen Form in der Selbsthilfe!"

Anschließend singen die MET-Gelehrten: "Du hast ganz Recht, ich bin der Specht, mach klopf, klopf, klopf, ich armer Tropf". Und schon haben sie eine Meise... 

Samstag, 11. Oktober 2014

Tjaden tappt (XVI)

Vor dem Burgdorfer Rathaus scheppert es

Wenn es vor dem Burgdorfer Rathaus in der Marktstraße scheppert, ist es entweder ein Unfall oder das Glockenspiel. Früher haben die Medien die Liedfolge veröffentlicht, während die Unfallfolge stets dem Zufall überlassen blieb. Was aber scheppert schöner? Ein VW, der in einen Opel rauscht, oder "Kein schöner Land" das niemand von "Hoch auf dem gelben Wagen" unterscheiden kann?

Auf den Seiten der Stadt Burgdorf wird das Glockenspiel zu den Sehenswürdigkeiten gezählt. Zu den Hörenswürdigkeiten also nicht. Veröffentlicht werden auch die Spielzeiten. Die dürfen durchaus als Warnungen aufgefasst werden. Der musikalische Mensch geht früher oder später am Rathaus vorbei - und das seit 1996.

Nicht nur die Lieder, die niemand voneinander unterscheiden kann, wechseln angeblich, wechselhaft ist auch die Geschichte des Glockenspiels. Der Streit, wo es angebracht werden sollte, dauerte lange. Für nicht angebracht hielt ein Geschäftsmann das Amtsgericht. Er sagte: "Fehlt nur noch, dass dort ´Üb immer Treu und Redlichkeit´ erklingt." Diesen Einwand verstanden viele, das Glockenspiel bis heute niemand.

 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Tjaden tappt (XV)







Gleichgeschaltete Medien in Burgdorf?/Anzeige erscheint nicht

"Dr. Jörg Eggers, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), sieht in der kürzlich erschienenen Studie „Best for Planning 2014“ einen positiven Trend für Anzeigenblätter bestätigt. Die darin enthaltene Befragung zu Eigenschaften von Werbung in den verschiedenen Mediengattungen verdeutliche, dass Werbung in Anzeigenblättern von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen werde: „Die Antworten der Befragten belegen, dass viele Menschen die Werbung in Anzeigenblättern als nützlich, informativ oder kaufanregend ansehen. Bei diesen Eigenschaften erreichen Anzeigenblätter die höchsten Zustimmungsraten unter allen abgefragten Mediengattungen. Damit finden wir herausragende Bewertungen für Werbung in Anzeigenblättern vor“, kommentiert Eggers die in der Fachzeitschrift Horizont (38/2014) veröffentlichten Ergebnisse."

Lese ich auf den Seiten des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Hier klicken "Sehr gut angenommen" hätte demnach die Bevölkerung auch meine Anzeige, die ich im "Marktspiegel/Burgwedeler Nachrichten" für meine Broschüren "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger (für Burgdorf)" und für "Ein Mann namens Paul Rohde" aufgeben wollte. Sie sollte in der Ausgabe vom 1. Oktober 2014 erscheinen. Sie wurde aber nicht veröffentlicht. Der "Marktspiegel" ist BVDA-Mitglied. Die "Neue Woche" übrigens nicht.

Ich soll also keine wirkungsvolle Werbung für diese Broschüren machen? Weil sie so weit wie möglich verschwiegen werden sollen?  Diesen Wunsch könnte ich dem "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte" als Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" noch von den Augen ablesen, denn in meiner "Schweinchen"-Broschüre beschäftige ich mich kritisch mit den Redakteuren Lauber und Dege, die 2003 einen Kripo-Beamten aus Garbsen hereingelegt haben, um mich an den Pranger stellen und meine berufliche Existenz vernichten zu können. Einen erfolgreichen Verein, der mit mir als Vorsitzendem Kinderfeste in Burgdorf organisierte, vernichteten sie gleich mit. Dabei hatten Lauber und Dege vier Komplizen: Zwei Mitarbeiter der Stadt Burgdorf, den damaligen CDU-Ratsherrn Paul Rohde und seine Tochter.

Aber dem "Marktspiegel" diesen Wunsch ebenfalls von den Augen abzulesen, wäre mir nur möglich, wenn ich davon ausginge, dass alle Blätter, die im Madsack-Verlag erscheinen, gleichgeschaltet sind. Doch auch dann müsste meine Anzeige veröffentlicht werden. Denn eine Print-Alternative gibt es in Burgdorf bei Hannover nicht. Die "Neue Woche" ist von Paul Rohde gegründet worden, sein Sohn ist dort Geschäftsführer, seine Tochter arbeitet ebenfalls bei diesem Anzeigenblatt. Ich war bis 2003 verantwortlicher Redakteur der "Neuen Woche" und wurde weggemobbt, weil in meinen Berichten auch die SPD vorkommen sollte. Das Fass lief seinerzeit über, als der damalige Vorsitzende des Sozialverbandes vom "Neue Woche"-Geschäftsführer verspottet wurde, weil er behindert war.

Schaun mer mal, was der BVDA-Vorsitzende dazu sagt.  

Das wäre meine Anzeige gewesen:

Bei Amazon bestellen (fett)
Ein Mann namens Paul Rohde
Zwei Schweinchen und ein Anzeiger (für Burgdorf)…
Von Heinz-Peter Tjaden



Siehe auch "Das Schweigen" Hier klicken

Siehe auch Leserbrief an die Neue Presse Hier klicken

    


Sonntag, 21. September 2014

An die Wohnberaterin










Der Region Hannover Ulrike Buchwald

Heute habe ich in einer der bekanntesten Wochenzeitungen Europas, also in den "Burgwedeler Nachrichten/Marktspiegel" gelesen, dass Sie sich um Seniorinnen und Senioren aus der Region Hannover kümmern, die noch nicht ständig betreut, sondern weiterhin zerstreut wohnen. Die Überschrift des wundervollen Artikels lautet "Selbstständig den Alltag zu Hause meistern". Das ist sicherlich ständig eine Herausforderung, die mit Bad- und Treppenliften, mit Handläufen und Haltegriffen besser gemeistert werden kann als ohne Bad und ohne Treppe.

Wichtig bleibt aber auch bis ins hohe Alter das Lachen, das sich viele schon abgewöhnen, wenn ihnen die erste Laus über die Leber gelaufen ist. Dabei hält Lachen jung. So habe ich bei einer Umfrage festgestellt, dass die Leserinnen und Leser meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen - Ratgeber für alle ab 70" drei bis vier Jahre länger zerstreut wohnen können als jene, die meine Broschüre nicht lesen.

Diese Lach-Sache sollten Sie in Ihre Beratung einfließen lassen. Sicherlich gilt diese Erkenntnis auch für eine Diplom-Ingeneurin für Architektur wie Sie eine sind. Die Stärkung der Lachmuskeln trägt zu einer besseren Körper-Architektur bei. Meine Broschüre wirkt also aufbauend.

In der Hoffnung, Ihnen einen guten Tipp gegeben zu haben, verbleibe ich mit zerstreuten Grüßen und mit einem Link zu meinem Ratgeber. Hier klicken

Montag, 15. September 2014

Gruß aus Calbe


Foto www.calbe.de













Diese Schönheit ist nicht eifersüchtig

Burgdorf und Calbe an der Saale sind seit dem 17. November 1990 Partnerstädte. Damit hat sich die schöne Kleinstadt an der Aue eine hübsche Partnerin an der Saale ausgesucht. Die auch nicht eifersüchtig wird, wenn man sie für tolle Ausflüge vorübergehend verlässt.  Man kommt sowieso immer wieder. Das weiß sie.

Jetzt weiß sie auch, dass ich eine Broschüre über den "Anzeiger für Burgdorf" geschrieben habe, die bei Lulu erschienen ist.

Sehr geehrter Herr Tjaden, 

danke für Ihre Nachricht. Wünsche Ihnen viel Erfolg.

Beste Grüße aus dem verregneten Calbe

Isolde Schulze

Büro des Bürgermeisters

Stadt Calbe (Saale)

Markt 18

39240 Calbe (Saale)

Erfolgreich ist meine Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf" zwar schon, aber sie kann durchaus noch erfolgreicher werden. Viele Grüße nach Calbe. Diese Broschüre gibt es bei Amazon. Nur der "Anzeiger" wird mir nicht noch mehr Erfolg wünschen.

Samstag, 13. September 2014

Tjaden tappt (XIV)









Sie hält sich vor dem Burgdorfer Bahnhof an dem Kinderwagen fest, in dem ihr kleiner Bruder liegt. Vorsichtig nimmt sie Stufe für Stufe, schaut zu ihrer Mutter hoch und fragt: "Und wie ist er bei dir rausgekommen?" Ihre Mutter schiebt den Kinderwagen weiter und schweigt. Sie wiederholt ihre Frage nicht und schaut ihren Bruder an, als wolle sie sagen: "Irgendwann kriege ich schon heraus, woher du kommst."

Im Bahnhofstunnel kommt mir ein Bekannter entgegen. "Ich habe Ihr Buch über den Anzeiger gelesen", sagt er. "Ich wusste gar nicht, dass dort und bei der Staatsanwaltschaft von Hannover solche Knallköpfe arbeiten." Hier klicken Dann schaut er mich an, als wolle er sagen: "Irgendwann kriege ich schon heraus, wo diese Knallköpfe herkommen."

Diese Frage könnte ich beantworten: aus einem Kinderwagen. Wo sie vorher gewesen sind, verrate ich ebenso wenig wie jene Mutter vor dem Burgdorfer Bahnhof...Diese Frage eines kleinen Mädchens ist zu niedlich für eine einfache Antwort.

Dienstag, 9. September 2014

Tjaden tappt (XIII)

Geflügelte Worte aus Senioren-Ratgeber
Geflügelte Worte gibt es viele. Sie stammen aus der Bibel oder aus Meisterwerken großer Schriftsteller. In der Region Hannover gibt es nun ein paar neue geflügelte Worte. Die stammen aus meiner Broschüre “Zerstreutes Wohnen – Ratgeber für alle über 70″. Heute habe ich meinen Kaffee von einem Cafébesitzer mit “besten Wünschen für betreutes Kaffee-Trinken” bekommen, gefragt wurde ich bei der ersten Radtour des heutigen Tages, ob ich immer noch “zerstreut wohne”. Wer meine Broschüre gelesen hat, ist eben gut gelaunt.
Man kann sie bei Amazon bestellen. Hier klicken

Sonntag, 7. September 2014

Bilderbogen

Fotografiert auf dem Burgdorfer Kunstmarkt von
Heinz-Peter Tjaden
















19. April 2014
Pferdemarkt in Burgdorf
Bilderbogen

10. Mai 2014
Tag des Ehrenamtes in Burgdorf
Bilderbogen

3. August 2014
Dorffest in Wettmar
Bilderbogen

7. September 2014
Kunstmarkt und VOS in Burgdorf
Bilderbogen









Montag, 25. August 2014

Der Verleumder

Erschienen im August 2014 bei Lulu.
Eine Leseprobe























Burgdorf bestellt schon

11. August 2014. Mich haben bereits einige Mails mit Buchbestellungen erreicht. Die Broschüren muss ich allerdings bei Lulu erst einmal selbst besorgen und im Voraus bezahlen. Mögliche Bestell-Wege wären also zunächst: 1. Direkt bei Lulu kaufen. 2. 6,30 Euro plus 2 Euro Porto in einen Briefumschlag stecken und an Heinz-Peter Tjaden, Up´n Kampe 6, 30938 Burgwedel schicken oder 3. mit mir ein Treffen in Burgdorf vereinbaren. Ich habe auch schon die Weichen gestellt, damit diese Broschüre demnächst bei Amazon erhältlich ist.

Werbezettel für die Broschüre Hier klicken

Jetzt auch bei Amazon

25. August 2014. Diese Broschüre gibt es nun auch bei Amazon. Hier klicken


Freitag, 22. August 2014

Tjaden tappt (XII)








Zeitungen brauchen heutzutage jede Leserin und jeden Leser. Einige überregionale Blätter kommen schon lange aus dem Minus nicht mehr heraus. Deswegen wird geworben, was das Lock-Zeug hält. Also habe auch ich eines Tages eine Postkarte bekommen, auf der mir ein 14-tägiges Probeabonnement für fünf Euro angeboten wurde. Als Geschenk kündigte mir der Madsack-Konzern einen Rossmann-Gutschein an, der ebenfalls fünf Euro wert war. Darauf ließ ich mich ein.

Wer die "Neue Presse" liest, dem fällt schnell auf, wie bemüht die Redaktion ist, wenn es um Originalität geht. Das fängt bei den Schlagzeilen an, die so gut sein sollen wie die von "Bild" Hannover. Dieser Versuch scheitert täglich. Wenn das Produkt nicht viel taugt, müssen die Beigaben umso attraktiver sein. Sind sie gewesen, als ich aus dem Probeabonnement ein Abonnement machen sollte. Der Verlag versprach mir ein Geldgeschenk in Höhe von 105 Euro und Vergünstigungen bei so manchem Einkauf und bei so mancher Veranstaltung.

Weitere zwei Wochen später jedoch war ich nur noch bemüht, wenn ich der "Neuen Presse" etwas Originelles abgewinnen wollte. Also rief ich den Vertrieb an. Erst einmal erkundigte ich mich nach dem Geldgeschenk in Höhe von 105 Euro. Das bekäme ich noch nicht, erklärte mir die Mitarbeiterin, obwohl das Werbeversprechen anders gelautet hatte. Diesen Hinweis wischte die Mitarbeiterin sofort vom Tisch - und dann erwischte ich sie noch einmal auf dem falschen Fuß, als ich um Zustellung der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" bat. Auf die "Neue Presse" wolle ich verzichten.

Danach bekam ich gar keine Zeitung mehr. Einige Tage später teilte mir der Verlag mit, mein Abonnement sei beendet, der Verlag und ich seien quitt. Was sich in dem Verlag wohl noch nicht herumgesprochen hat, denn inzwischen bekomme ich einen Kontoauszug nach dem anderen mit der Bitte um Begleichung meiner Schulden. Sonst bekäme ich keine Zeitung mehr.

Das wird nichts mehr, habe ich auch festgestellt, als ich einen Leserbrief an die "Neue Presse" schickte. Hier klicken

Freitag, 15. August 2014

Berühmt wie Flinten-Ursel

Wie lange lacht sie (Zweite von rechts) noch?














Paul Rohde liegt bereits gleichauf

13. August 2014. Schon nach drei Tagen liegt der ehemalige CDU-Ratsherr Paul Rohde aus Burgdorf, dem ich die Broschüre "Ein Mann namens Paul Rohde" (ein anderer Titel ist nicht möglich gewesen, da dieser Mann nun einmal so heißt) gewidmet habe, gleichauf mit Flinten-Ursel von der Leyen, ebenfalls aus Burgdorf, die schon seit Jahren in meiner Erzählung "Ich hörte sein Keuchen in meinem Rücken" vorkommt. Beide Veröffentlichungen sind bei Lulu erschienen, wobei anzumerken ist, dass in meiner keuchenden Geschichte auch weitere Prominente wie Heike Makatsch, Richie Müller, Gerhard Schröder und Werner Biskup auftauchen, die nicht keuchen. Das macht den Erfolg von Paul Rohde noch erstaunlicher.

Nun haben die Leserinnen und Leser die Wahl: Sie bestellen die Uschi-Erzählung, dann zieht die Bundesverteidigungsministerin wieder an Paul vorbei, oder sie kaufen die Rohde-Broschüre, dann muss Uschi die Flinte ins Bestell-Korn werfen. Ich bin gespannt. Sie auch? Ich bin für: Entwaffnet Ursula von der Leyen!

Infos über die Uschi-Erzählung Hier klicken

Rohde zieht vorbei

14. August 2014. Traurige Nachricht für die Bundesverteidigungsministerin: Paul Rohde ist heute an ihr vorbeigezogen. Und wie! Für die Leserinnen und Leser meiner Broschüre über diesen ehemaligen CDU-Ratsherrn gab es kein Bestell-Halten mehr...Denn dieses Werk gibt es auch als e-book.

Für alle, die diese Broschüre direkt bei mir bestellen wollen: Pro Exemplar sechs Euro in einen Briefumschlag stecken und schicken an Heinz-Peter Tjaden, Up´n Kampe 6, 30 938 Burgwedel. Auch meine Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf" kann so bei mir angefordert werden. Für alle Paypal-Kontobesitzer: Geld senden an die mail-Adresse tjadenheinzpeter@live.de Die Bestelladresse anschließend in einer mail an mich mitteilen. Für alle, die nicht bei Paypal sind: Geld vom eigenen Bankkonto überweisen auf Paypal, Konto-Nr. 6161604670, BLZ 50110800, Verwendungszweck tjadenheinzpeter@live.de

15. August 2014. Paul Rohde vergrößert seinen Vorsprung immer mehr.

Mittwoch, 6. August 2014

Ein Mann namens R. (II)














Nichts bei der Neuen Woche abgeben

"Das wollte ich bei der Neuen Woche abgeben", ist mir gestern ein älterer Burgdorfer mit einem braunen Umschlag entgegen gekommen. Dass ich bei dieser Wochenzeitung seit Anfang 2003 nicht mehr arbeite, erstaunte ihn.

"Ich habe gehört, dass Sie Material über Paul Rohde sammeln", wechselte er das Thema und drückte mir den Umschlag in die Hand. "Ich kann mich doch darauf verlassen, dass Sie nicht verraten, von wem Sie das haben?"

Kann er. Denn der ehemalige CDU-Ratsherr Rohde würde immer wieder gern alles aus der Öffentlichkeit klagen, was man über ihn möglichst nicht lesen soll. Selten mit Erfolg- aber...1999 hat der sich sogar mit einem Burgdorfer Anwalt abgesprochen, um mich innerhalb weniger Tage gleich zweimal vor das Burgdorfer Amtsgericht zerren zu können. Ihre Klagen stimmten sie aufeinander ab, die Richter allerdings waren verstimmt. Der Anwalt scheiterte kläglich, Rohde peinlich. Was Rohde zu einem wütenden Artikel in seinem Monatsmagazin "Burgdorfer Umschau" veranlasste. Was ich in meiner Broschüre "Ein Mann namens R." natürlich würdigen werde.

Und wenn dieser Burgdorfer den Umschlag bei der Neuen Woche abgegeben hätte? Hätte ich ihn wahrscheinlich nie bekommen. Wie im Dezember 2003 beinahe einen anderen Umschlag. Damals schickte mir meine Mutter Fahrgeld an meine Burgdorfer Privatadresse. Da der Umschlag nicht angekommen war, rief ich meine Mutter an, als der Postbote in der Burgdorfer Innenstadt an mir vorbeiradelte. Ich hielt ihn an und schilderte ihm mein Problem.

"Den Umschlag habe ich gestern bei der Neuen Woche abgegeben", sagte der Postbote. "Dort arbeiten Sie doch." Dort arbeitete ich aber seit dem 3. Januar 2003 nicht mehr.

Der Postbote trat in die Pedale, nach wenigen Minuten kehrte er von der Neuen Woche zurück, den Umschlag mit dem Fahrgeld von meiner Mutter in der Hand...

Deswegen meine erneute Bitte: Schicken Sie mir bitte das Material an Up´n Kampe 6, 30938 Burgwedel. Oder drücken Sie mir es in die Hand, wenn ich in Burgdorf mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin. Danke!

Ein Mann namens R. (I) Hier klicken


Dienstag, 5. August 2014

Tjaden tappt (XI)


Fahrzeug-Karten



Tod schlägt schwere Krankheit
Ständer runter, Fahrrad steht und gibt ihm Halt. Er wetteifert mit einem Ehepaar in ähnlichem Senioren-Alter.

Der Herbert“, sagt er, „ist schon lange tot.“

Mit „lange tot“ geht die erste Runde wohl an ihn, das Ehepaar jedoch gibt sich nicht geschlagen.„Wie lange denn?“, fragt der Ehemann. „Die Luise jedenfalls ist schon seit über drei Jahren tot“, fügt die Ehefrau hinzu.

Eines Tages ist mein Neffe mit einem Kartenspiel angekommen, die Bilder zeigten Automobile, darunter standen die technischen Daten. „Du musst eine Karte ziehen. Dann musst du dich für eine Angabe entscheiden.“ Ich entschied mich für die PS-Zahl. „175 PS.“ Meine Neffe zog ebenfalls eine Karte. „240 PS.“ Ich hatte verloren. Er legte meine und seine Karte vor sich auf den Tisch. „Wer nachher die meisten Karten hat, hat gewonnen.“ Ich zog die nächste Karte...

Was die drei vor einem Supermarkt in Großburgwedel machen, scheint ein ähnliches Spiel zu sein - nur nicht mit technischen Daten von Automobilen, sondern mit Todes- und Krankheitsfällen. Ich bin gespannt, was auf der Herbert-Karte des Rad-Seniors steht. „Der ist vor zwei Jahren gestorben.“ Das Ehepaar bekommt also die Luise- und die Herbert-Karte.

Der Annegret geht es übrigens sehr schlecht“, sagt die Ehefrau. „Ihr Arzt sagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat.“ „Nicht mehr lange“ ist für den Rad-Senior wie „lange tot“ für das Ehepaar. „Wie lange hat sie denn noch?“, fragt er. „Ungefähr sechs Monate“, antwortet der Ehemann.

Der Rad-Senior probiert sein Glück mit einer Walter-Karte. „Der Walter ist heute Morgen ins Krankenhaus gebracht worden. Sieht sehr schlecht aus. Ein halbes Jahr lebt der nicht mehr.“

Ich radele mit meinem Hund zur Bank, trinke in der Sonne sitzend einen Kaffee und mache mich auf den Heimweg. Die drei haben sich nicht vom Fleck gerührt. Im Vorbeiradeln schnappe ich einen Satzfetzen auf: „...unheilbare Krankheit...“ 

Das Ehepaar bekommt wohl alle Karten - wie vor Jahren beim Automobil-Spiel mein Neffe...