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Es werden Posts vom März, 2015 angezeigt.

Tjaden tappt (XXXIV)

Auch eine Leserin erinnert sich und schickt mir eine mail

Vor 30 Jahren hätte ich es beinahe zum zweiten Mal in meinem Leben bis in die Hauptausgabe der "tagesschau" geschafft, weil ich fast den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß vor Gericht gebracht hätte. Der Anwalt meiner Gewerkschaft prüfte gerade die Klageaussichten, als sich das Erste Deutsche Fernsehen bei mir meldete. Hellhörig war die ARD geworden, weil ich Strauß vorwarf, er habe seinen umstrittenen Maßnahmenkatalog gegen Aids aus meiner Erzählung "GETS-die Seuche" gestohlen, in der ich die von den Medien verbreitete Hysterie aufs satirische Korn nahm. Dafür hatte ich die Geldentwertungssucht erfunden, eine Krankheit, die auf die gleiche Weise ansteckend war wie Aids.

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Tjaden tappt (XXXIII)

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Paul mag es rufmörderisch

Rohde, Paul, ehemaliger CDU-Ratsherr in Burgdorf, nach zwei Konkursen ausgewiesener Haushaltsexperte der Partei, freier Trittbrettfahrer des Verlegers beim "Burgdorfer Kreisblatt" bis 1986, Gründer der "Neuen Woche", die mit ihm als Herausgeber sehr alt ausgesehen hat, der "Burgdorfer Umschau/Lehrter Rübchen" und von "KulturPur", pflastert in der jüngsten Ausgabe seines Magazins seine Laufbahn als Berufs-Verleumder mit den Leichen der Mordopfer aus Paris, was auf den ersten Blick zu einem Rufmörder zu passen scheint.

Doch dieser Mann hinkt nicht nur allen anderen hinterher, wenn es um Anstand und Würde geht, sondern auch bei dem Vergleich mit dem Satire-Magazin "Charlie Hebdo", das die besten Köpfe Frankreichs in einer Redaktion vereinigt hat, bis die Wahnsinnigen kamen, denn wo bei Rohde der Kopf sein müsste, ist nur ein auf den Hals geschraubter Verschluss, damit es nicht reinregnet.

Das hat er vor elf Jahre…

Aus mit Krankenhaus? (II)

Sozialministerin Cornelia Rundt am 18. März 2015 im Niedersächsischen Landtag

- Es gilt das gesprochene Wort -

„Krankenhäuser sind ein existenzieller Baustein der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Krankenhäuser leisten eine Arbeit, ohne die eine moderne und humanitäre Gesellschaft nicht denkbar wäre. Krankenhäuser müssen in der Lage sein, ihren Auftrag in unserem Land wahrnehmen zu können. Es ist Aufgabe des Staates, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Finanzierung der Krankenhäuser steht seit 1972 auf zwei Säulen: Ihre laufenden Kosten werden von den Krankenversicherungen und ihre Investitionskosten von den Ländern getragen. Die Vorschriften zu den Investitionskosten wurden in den vergangenen 40 Jahren kaum verändert. Ich halte diese Stabilität für ein Indiz für eine sachgerechte und damit konsensuale Grundstruktur.

In die Finanzierung der laufenden Kosten der Krankenhäuser hingegen hatte der Bundesgesetzgeber im Jahr 1993 sogenannte marktw…

Tjaden tappt (XXXII)

Von vermögenden Witwen bei Aldi

Vermögende Witwen vermögen bei Aldi an der Kasse eine hinter ihnen stehende Schlange zu unterhalten. Erforderlich ist dazu kein besonders gutes Hörvermögen. Vermögende Witwen vermögen die Sätze "Heute gibt es wieder dieses Anzeigenblatt. Das ist so hohl. Dafür brauche ich nur fünf Minuten. Ich schaue nach, wer gestorben ist" so laut zu sagen, dass auch ein Tauber verstehen würde, was vermögende Witwen vermögen zu meinen.

Das Geldvermögen solcher Witwen ist übrigens größer als das Sprachvermögen der Redakteure des Anzeigenblattes. Das vermögen wir in der Schlange zu vermuten, während vermögende Witwen die Waren in ihren Einkaufswagen verstauen, die früher ihre Männer füllten, während sie zahlten. Was vermögende Witwen ebenfalls gern an der Kasse bei Aldi zu erzählen vermögen.

Das Geldvermögen solcher Witwen ist aber nicht nur größer als das Sprachvermögen von Anzeigenblatt-Redakteuren, sondern auch als ihr Sehvermögen, stellen wir draußen fest, a…

Tjaden tappt (XXXI)

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Tod und Krankheit nicht nur aus Deo-Dosen

"Der Tod aus der Dose" füllt am 13. März 2015 fast die ganze Seite 3 der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Bastian Modrow berichtet über eine 13-Jährige aus Kronshagen bei Kiel, die beim Deo-Schnuppern gestorben ist. Ihre Mutter fand sie vor einer Woche in ihrem Zimmer: "Sicher, zunächst sah es aus, als würde sie schlafen - so friedlich, wie sie da auf dem Boden neben dem Schreibtisch lag. Aber dann stieg Ramona E. dieser beißende chemische Geruch in die Nase, sie sah die Plastiktüte vor dem Gesicht, das Blut unter der Nase, das Erbrochene am Mund ihrer Tochter."

Der Tod dieser 13-Jährigen hat ihre Eltern zu Recherchen im Netz veranlasst. Dort fanden sie Informationen. Auch ich habe über die Gefahren des Deo-Schnupperns berichtet - am 15. Februar 2009 das erste Mal. Hier klicken  Damals forderte eine Mutter ein Deo-Verbot an allen Schulen. Meine Artikel bewirkten nichts, ein "Bild"-Redakteur sagte mir: …

Tjaden tappt (XXX)

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Die HAZ hat´s verschwiegen

"Mit Herz und Harz, Meer und Heide, bodenständig und hochfliegend - Niedersachsen hat viele starke Seiten. Vor einer Woche wollte die HAZ von ihren Lesern wissen, mit welchem Spruch Niedersachsen für sich werben soll. Uns erreichten Dutzende Zuschriften, von denen wir hier eine Auswahl präsentieren", schreibt Heiko Randermann auf Seite 6 der heutigen Ausgabe.

Eine Zuschrift ist von mir. Ich ließ mir den Spruch "Niedersachsen - immer obenauf" einfallen. Erwähnt wurde er in Spalte 3 des Artikels von Heiko Randermann. Allerdings verriet der Redakteur nicht, wer die Idee hatte. Was er bei allen anderen Sprüchen tat, die sich die Leserinnen und Leser ausgedacht hatten. Eine zweite Ausnahme machte Heiko Reidermann lediglich bei dem Spruch "Niedersachsen: Land mit Weitblick", weil der bereits vor 20 Jahren offiziell verwendet worden war.

Warum nur hat´s die HAZ verschwiegen, dass ich eine Idee hatte?

Mail an die HAZ

Sehr geehrter Herr Ran…