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Donnerstag, 20. April 2023

Tjaden tappt (557)

Furchen auf der Stirn

Der Bolzplatz an der Aue macht nach dem verregneten Pferdemarkt einen zerfurchten Eindruck. Den will die Stadt wieder beseitigen. Auf Kosten des Verkehrs- und Verschönerungsvereins als Veranstalter des Pferdemarktes. Meldet heute der "Anzeiger für Burgdorf" als Aufmacher. Und ich bekomme Furchen auf der Stirn. 

Ich bin immer noch der Meinung, dass mein Neffe Malte und ich 2006 die Einzigen gewesen sind, die auf diesem Bolzplatz jemals mit meinem damals noch kleinen Kumpel Leon Hopgrefe Fußball gespielt haben. Diesen Platz gibt es auch nur, weil er in der Südstadt von Burgdorf nicht angelegt werden durfte. Dafür sorgten damals Leute, die sich ein Urteil des Landgerichtes Hamburg aus dem Jahre 2005 zunutze machten. Dieses Gericht hatte in Hamburg den Bau eines Kindergartens untersagt, weil sich Anlieger beschwert hatten.

Damals galten Kinder noch als Verursacher von nicht zulässigem Lärm. Gerichte wurden mit entsprechenden Klagen zugedeckt, wenn eine Kommune auch nur daran dachte, in Wohngebieten auch etwas für die Kleinen zu tun. Das machte den zuständigen Senator in Berlin so wütend, dass er die zuständigen Behörden anwies, sich nicht mehr um jeden Richterspruch zu kümmern. Der Gesetzgeber änderte das Bundesimmissionsschutzgesetz. Kinderlärm war kein Klagegrund mehr. Niemand könnte mehr einen Bolzplatz in der Südstadt verhindern. 

Vielleicht auch deswegen wird derzeit befürchteter Bahnlärm zum Thema. Und ich bekomme wieder Furchen auf der Stirn. 

Dienstag, 20. Juni 2017

Tjaden tappt (216)

Alles friedlich und fröhlich.
Foto: Klaus Klose
Stellvertretender Vorsitzender
Erinnerungen an einen idiotischen Verein

Was haben wir uns als Verein "Hilfe für Kinder in Burgdorf" doch alles entgehen lassen! Ist mir gut zehn Jahre später völlig unverständlich. Wie viel Spaß hätten wir doch beispielsweise mit einem Schatzmeister gehabt, der mich als Vorsitzenden erst verklagt und dann bis zur juristischen Klärung nicht einmal sein Amt ruhen gelassen hätte. Warum hat uns niemand verraten, dass es in Burgdorf einen Bernd Gessert gibt? Unglaublich, dieses Versäumnis.

Wir Blödfrauen und Blödmänner haben mit Freude und Spaß die sieben Kinderfeste organisiert, wir Idioten trafen uns auf dem Sportplatz des Heesseler SV, feuerten die Mannschaft an und begleiteten sie bei den Aufstiegsspielen, wir pilgerten sogar zu Spielen von Hannover 96 und legten diese weite Strecke ohne Streit und Ärger zurück. Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Natürlich hat Paul Rohde versucht, auch in unseren Reihen für Unruhe zu sorgen. Einmal deutete dieser Super-Burgdorfer sogar "Unregelmäßigkeiten" an, womit er natürlich recht hatte. Hannover 96 gewann damals schon höchst unregelmäßig. Wir hätten uns viel mehr um diesen Diplom-Ingenieur kümmern müssen, der sein Journalisten-Handwerk aufs vorzüglichste beim "Neuen Deutschland" gelernt hat.

Wir Deppen überwiesen stattdessen im Laufe der Jahre um die 12 500 Euro an Kindergärten und andere Einrichtungen, die sich um Kinder kümmern, wir Knallköpfe lockten auch Besucherinnen und Besucher aus anderen Bundesländern an, sogar aus Brandenburg kamen sie. Unverzeihlich. Wir hätten Schlagringe für interne Auseinandersetzungen kaufen sollen!

Das würde uns nie wieder passieren! Hand drauf. 

Mittwoch, 6. April 2016

Tjaden tappt (106)

Die letzte Ausgabe von 2sechs3acht4.
"Burgdorfer Kreisblatt" immer beliebter

Das ist sehr inter-nett: Das "Burgdorfer Kreisblatt" boomt, die Zahl der Leserinnen und Leser steigt immer weiter. Dennoch habe ich noch nichts zum Lochen bekommen. Keine Anwaltsbriefe, keine Abmahnungen, keine Klageandrohungen, keine Klageschriften. Nicht einmal von einem Bürgermeister oder von einem Verleger.

Das ist in Wilhelmshaven anders gewesen. Dort gründeten wir im Jahre 2004 die Wochenzeitung "2sechs3acht4" und hatten schnell den Namen "die Postleitzahl-Zeitung" weg. Der Titel war mir eingefallen, als mein Blick während einer Diskussion auf einen Briefbogen fiel: "Wir nehmen einfach die Postleitzahl unseres Verlagssitzes und schreiben die abwechselnd in Zahlen und Buchstaben." 

Der Oberbürgermeister beglückte uns schon bald mit einer Unterlassungserklärung, der Tageszeitungs-Verlag gründete ein Konkurrenzblatt und machte die Anzeigenpreise kaputt. Ende 2004 gaben wir auf, als Privatperson bezahlte ich anschließend die noch offenen Rechnungen der Zustellerinnen und Zusteller - und machte im Internet weiter. Hier klicken Erste Leser waren an jedem Morgen der Oberbürgermeister und der Verleger der "Wilhelmshavener Zeitung", die ich in "Neues Wilhelmshaven" umtaufte, weil die Redaktion offenbar die marxistisch-leninistische Pressetheorie verinnerlicht hatte, derzufolge man die Lage so zu schildern hat, wie sie sein sollte und nicht so, wie sie ist.

Anwaltsbriefe, Abmahnungen, Klageandrohungen und Klageschriften bekam ich weiterhin, ein Prozess, den der Oberbürgermeister gegen mich angestrengt hatte, machte sogar überregionale Schlagzeilen. Das Stadtoberhaupt wollte mir die Veröffentlichung fiktiver Interviews mit ihm untersagen lassen und scheiterte jämmerlich. Hier klicken

Zum Schluss noch ein Lesetipp: "Tjaden tappt" als e-book Hier klicken

So bin ich 2004 in Wilhelmshaven verleumdet worden Hier klicken  

Sonntag, 25. Januar 2015

Tjaden tappt (XXIV)

Juristen, hört die Signale!

Hat sich denn kein Anwalt darüber gefreut, dass ich wieder zuhause bin? An der Nordsee freuten sich Juristen, als ich dort im Jahre 2004 mit einem kleinen Team eine Wochenzeitung gründete. Der Oberbürgermeister war derart begeistert, dass er in kurzer Zeit gleich zweimal mit Klage drohte. Gelegentlich eilte er auch zu dem Verleger der Lokalzeitung, die ich schon bald von "Wilhelmshavener Zeitung" in "Neues Wilhelmshaven" umtaufte, weil dieses Druckerzeugnis dem marxistisch-leninistischen Prinzip folgte, dass der Schein dem Sein zu entsprechen habe. Was in der Zeitung stand, hatte wahr zu sein.

Als Redakteur dieser Wochenzeitung war ich auch bei Pressekonferenzen des Oberbürgermeisters und stellte Fragen, die den Pressesprecher zu der Anmerkung veranlassten: "Sie bekommen von uns eine CD mit Text und Fotos." Die sollte ich in der Redaktion einlegen und mich keinesfalls mit dem Oberbürgermeister anlegen. Auf Schweigekonferenzen legte ich aber keinen Wert, dafür der Anwalt des "Neuen Wilhelmshaven" jedoch Wert auf Verleumdungen und auf so manche Unterlassungserklärung, die ich allesamt fein säuberlich abheftete.

2005 hatte man unsere Zeitung wieder weggemobbt, ich machte im Netz weiter. Verleger und Oberbürgermeister machten auch weiter. Bis ich beschloss: Ich kehre nach Hause zurück. Und dafür interessiert sich hier kein einziger Anwalt?

Das Grauen hat mehrere Namen Hier klicken

Anschau-bar

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