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Es werden Posts vom Februar, 2017 angezeigt.

Tjaden tappt (192)

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Eine Nacht im Leichenkeller

"Im Rahmen des offenen Treffs "Leib und Seele" informiert ganz praktisch am Donnerstag, 2. März, von 10.00 bis 12.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Marktstraße 19-20) Sabine Nehring-Neumann über die Systemische Aufstellungsarbeit."

Habe ich soeben in einer Wochenzeitung gelesen, die "Neue Woche" heißt, eigentlich aber "Neue Pressemitteilungen" heißen müsste. 

Aus dem Rahmen fällt dagegen ein Tatverdächtiger in einem "Tatort" aus Leipzig. Er sperrt die Kommissarin Saalfeld (Simone Thomalla) in einen Leichenkeller ein. Dort verbringt sie die Nacht zwischen Bahren, auf denen mit weißen Tüchern zugedeckte Gewaltopfer liegen. Man sieht nur die Füße der Toten. Erst am nächsten Morgen wird sie von ihrem Kollegen Keppler (Martin Wuttke) gefunden. Bis dahin mag ihr so manches Mal eine "Bild"-Schlagzeile und eine Kinowerbung vom 22. Juni 1995 in den Sinn gekommen sein. Keppler fragt: "Was machst du denn hier…

Tjaden tappt (191)

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Von den Zeugen Jehovas lernen heißt einen Verlag gründen

 Ich habe da mal eine Geschäftsidee: Ich gründe einen Verlag. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten nicht nur kostenlos für mich, sie finanzieren auch noch mein Gehalt. Dafür versichere ich ihnen, dass sie bei mir gut aufgehoben sind, viel besser als anderswo. 

In den Schriften, die ich drucke, warne ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einem Arbeitsplatzwechsel. Meine Broschüren tragen Titel wie "Verlagssterben-Warum nur unser Verlag überlebt", "Was lehrt uns die Konzentration im Verlagswesen?" und "Ewig treu-Das große Glück, Mitarbeiter unseres Verlages zu sein".  Jedes Jahr veröffentliche ich eine Statistik über die Arbeitsstunden, die meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für mich geleistet haben. Ich halte auch statistisch fest, wie viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeworben worden sind.

Sie meinen: Mein Verlag würde kein halbes Jahr überstehen? Und wenn ich behaup…

Tjaden tappt (190)

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"Ein Spiel dauert 90 Minuten."
Sepp Herberger

Das ist Quatsch mit Hoeneß-Soße

Nach dem Hertha-Spiel bin ich vom DFB um die Bekanntgabe einer Regeländerung gebeten worden, die ich auch schon auf meinen Facebook-Seiten und auf den Facebook-Seiten der "BZ-Berliner Zeitung" veröffentlicht habe. Diese Regeländerung trat am 1. Januar 2017 in Kraft, ist aber noch nicht allen bekannt. Was sich nun ändert:

"Dem Schiedsrichter ist der Abpfiff nach der Regelspielzeit von 90 Minuten nur erlaubt, wenn Bayern München führt. Sollte das nicht der Fall sein, muss der Schiedsrichter so lange spielen lassen, bis die Bayern entweder den Sieg- oder zumindest den Ausgleichstreffer erzielt haben. Sollte diese Regel mit den Ferien der Kinder kollidieren, sind die Ferien umgehend um die Nachspielzeit zu kürzen."


Tjaden tappt (189)

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Die seltsame Rückkehr meiner Geldbörse

Heute vor drei Jahren habe ich die ersten Möbel in meine neue Bleibe in Kleinburgwedel gestellt. Mein Umzug wurde in Wilhelmshaven, wo ich von 2004 bis 2014 ein zweites und garantiert letztes Mal gelebt habe, genauestens beobachtet. Das beweist diese Geschichte, die ich heute vor drei Jahren veröffentlicht habe:

Im November 2013 verliere ich bei Nieselregen meine Geldbörse auf dem Weg zu einem Kiosk in Wilhelmshaven, wo ich zu der Zeit noch wohne. Meine Wohnung befindet sich in der Krummen Straße 1, der Kiosk in der Heppenser Straße. Der kürzeste Weg dort hin führt über die Margaretenstraße. Er ist rund 300 Meter lang.

Den Verlust bemerke ich wenige Minuten später. Meine Geldbörse mit Sparkassen-Card, Ausweis und jenem grauen Führerschein-Lappen, den viele nicht mehr kennen werden, finde ich nicht wieder. Ich informiere die Stadt Wilhelmshaven und die Sparkasse Wilhelmshaven über den Verlust, im Dezember 2013 beantrage ich Ausweis und Führerschein n…

Tjaden tappt (188)

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Großeltern brechen Tür auf

Ein Großvater und eine Großmutter brechen in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG, bis 2012 Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, dann Step gGmbH Hannover, 2014 geschlossen) eine Tür auf, ihre Enkelin sitzt allein mit Fieber und Schüttelfrost in einem Zimmer, dort gibt es nur eine Isomatte und eine Decke für den Schlafplatz.

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Anhänger des ehemaligen TG-Leiters haben mir auch schon anonyme Briefe geschickt. Hier klicken

Tjaden tappt (187)

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Als ich einmal von Putin nach Moskau eingeladen wurde

Das Internet gilt als schnelles Medium, oft gelesen, aber auch schnell wieder vergessen. Was eigentlich auch für Fake-News gelten müsste, die angeblich so gefährlich sind, dass über Verbote nachgedacht wird. Aber erst seit Putin die Trump-Wahl in den USA beeinflusst haben soll. 

Als die USA Boris Jelzin ins Amt hoben, wurde darüber nicht einmal berichtet (außer von einem US-Magazin). Jelzin förderte danach Putin, so dass man sagen könnte, die Amerikaner hoben auch Putin ins Amt. Und beschweren sich nun über ihn.

Beschwert hat sich Putin auch über meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Das meldete ich vor über zwei Jahren. Kaum beachtet - aber jetzt. Die Klicks häufen sich.

Lesen Sie doch einfach selbst


Tjaden tappt (186)

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Das Rätsel Martin Schulz

Motivationstrainer, Politologen, Psychologen, Journalisten - alle scheinen vor einem Rätsel zu stehen, das sie unbedingt schnell lösen wollen. Das Rätsel heißt Martin Schulz. Die Frage lautet: Kann der Kanzler werden? Kann er, weil er es will. Wie seinerzeit Gerhard Schröder.

In einer einzigen Woche hat Martin Schulz die SPD aus der GroKo-Langeweile befreit, bei Interviews gibt er der Partei mit klaren Aussagen ein Profil, das sie lange nicht gehabt hat. Der Mann wirft keine Gräfinnen in den Swimmingpool wie Rudolf Scharping, der die Leute schon eingeschläfert hat, bevor er den ersten Satz sagte, der wirkt nicht wie die Prinzessin auf der Erbse, die von Peer Steinbrück auch noch sehr schlecht gespielt wurde, der gleicht keinem Teekessel, der in jedem Moment auf dem Herd explodieren kann wie Sigmar Gabriel, der das Aufräumen in der Küche Mutti überlassen hat.

In einer einzigen Woche springen die Umfragewerte der SPD auf 28 Prozent, viele halten ihn schon für den b…

Bürgergesetz

Verwaltungen sollen gläserner werden

Hannover. Die Niedersächsische Landesregierung hat am (heutigen) Dienstag den Entwurf eines Infor­mationszugangsgesetzes (auch: Transparenzgesetz) beschlossen. Bürgerinnen und Bürger erhalten danach einen Auskunftsanspruch gegenüber der öffentlichen Verwaltung. Noch einfacher wird es künftig sein, wenn Bürgerinnen und Bürger die zentralen Inhalte über ein öffentliches Register im Internet recherchieren können.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz bezeichnete das Gesetz als „Bürgergesetz". Wissen sei die Grundlage für die Teilnahme an Demokratie und für das Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Egal, ob die Informationen die Menschen auf Antrag oder über das Informati­onsregister die Bürgerinnen und Bürger erreichen, dienten sie immer auch dem kritischen Dialog in einer offenen Gesellschaft, sagte Niewisch-Lennartz. Das Gesetz sei ein Beitrag zu einer lebendigen Demokratie.

Interessierte müssen laut Gesetzentwurf keine besonde…