Tjaden tappt (XXXXI)

I buy in Castlevillage

Die Buchhändlerin schaut mich ratlos an. Eine Broschüre mit dem Titel "I buy in Castlevillage" kenne sie nicht. Was soll denn drinstehen?, hätte sie gern von mir gewusst, und ich habe es ihr indoor so gut wie möglich erklärt: Die wichtigsten Übersetzungen für die Reklametafeln vor den Geschäften und für alles, was in den Schaufenstern an Puppen baumelt oder neben den Produkten liegt. Vorbeigekommen sei ich bereits an mindestens drei Mal "Sale", an mehreren Outdoor-Shirts, an einem Indoortable, nicht mehr weit sein könne es bis zu Showrooms von Carhouses und dem Paper- und Copyshop von Treegarden, zumal mein Indoor- and Outdoordog Mike heute besonders gut in motion sei wie nächstes Jahr ganz Castlevillage, da 2016 "Castlevillage in motion" Themenjahr sei, und zwar - ich traue mich kaum, diese Wörter auszusprechen, weil ich nicht sicher bin, ob mich die Buchhändlerin dann noch versteht - drinnen und draußen. Da müsse es doch eine Broschüre mit dem Titel "I buy in Castlevillage" geben. Gibt es aber nicht, sagt die Buchhändlerin.

Schon sind mein Hund und ich wieder outdoor, Bekannte grüße ich mit einem freundlichen "How do you do?", auf der Braunschweiger Straße kommt mir der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins entgegen, Karl-Ludwig Schrader scheint noch nicht up to date zu sein und fragt mich: "Na, Peter, wo willst du denn hin?" Ich falle nur ungern auf seinen Trick, mich mit Deutsch überrumpeln zu wollen, herein: "Kaffee trinken."

Bei einem "Coffee to go" stehe ich an der Aue und sehe gar nicht ein, warum ich dieses Gebräu zum Weglaufen finden soll...Da schießt mir eine Frage durch den Kopf: Ist das, was ich hier mache, schon ein Event?


Kommentare

Beliebte Posts