Tjaden tappt (229)

Der vierte Ostfriesen-
Krimi von Kuhnert
und Franke. 
Die Leiden einer jungen Mutter, die heute Krimis schreibt

Darf eine junge Mutter wie Cornelia Kuhnert, die zum Burgdorfer Rat gehört, ihr Baby mit zu einer Ausschusssitzung nehmen und dem Säugling während der Sitzung auch noch die Brust geben? Diese Frage hat vor Jahrzehnten in der Aue-Stadt die Gemüter zumindest einiger Ratsherren erhitzt. Sie waren dagegen. 

Wenn Cornelia Kuhnert am 12. September, 20 Uhr, in Wegeners Buchhandlung ihren jüngsten Ostfriesen-Krimi "Mörderjagd mit Inselblick" vorstellt (die zweite Autorin heißt Christiane Franke), werden diese ehemaligen Ratskollegen sicherlich nichts dagegen haben. Wahrscheinlich werden sie auch nicht zugegen sein.

Ostfriesen-Krimis sind derzeit durchaus in Mode. Das flache Land im Norden der Republik ist für viele immer noch unerforschtes Gebiet, Ortsnamen wie Aurich und Wittmund kennen die meisten hierzulande lediglich aus dem Wetterbericht, wenn sich wieder einmal von Ostfriesland aus ein Tiefdruckgebiet bis nach Südniedersachsen ausbreitet. Ostfriesen reden auch nicht viel, weder über sich noch mit anderen.

Dass in dem Krimi von Cornelia Kuhnert erst drei Morde geschehen müssen, bis die Ermittlerin Rosa ihre Nase in den kriminellen Wind hält, ist zwar eine Erfindung der 1956 geborenen Autorin, aber keinesfalls unrealistisch. Dass aber die Ermittlungen bis nach Norderney ausgedehnt werden, ist allein einem Mord auf der Insel geschuldet. Möglicherweise war das eine Idee von Christiane Franke, die als an der Nordseeküste Geborene ihre Landsleute nicht allzu  unflexibel erscheinen lassen wollte.

Die Geschichte spielt in Neuharlingersiel. Bei einem Hafenfest fetzen sich Autoren. Einer der Autoren fällt tot um, während er sich mit Rosa unterhält. Die Konkurrenz schläft eben nicht - nicht einmal an der Nordsee?

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