Tjaden tappt (507)

Das Hostel in Funchal.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Niedersachsen macht Flug nach Madeira unmöglich

Eigentlich würde ich jetzt in einem Flugzeug sitzen und in vier Stunden auf der Blumeninsel Madeira landen. Während der Taxifahrt nach Funchal würde ich den Ausblick auf den Atlantik genießen und mich auf das 29 Madeira Hostel in der Rua dos Netos freuen. Mein Zimmer ist schon lange bezahlt. Doch dann kam das Corona-Virus.

Ab Juli  sind Flüge nach Madeira wieder möglich. Doch das niedersächsische Gesundheitsministerium hat noch keine Antwort auf eine wichtige Frage, die bei Anrufen der Corona-Hotline derzeit oft gestellt wird (dabei geht es stets um die Kanarischen Inseln): "Wo kann ich mich vor dem Flug testen lassen, denn ein solcher Test, der nicht älter sein darf als 72 Stunden, ist Voraussetzung für die Einreise?"

Diese Möglichkeit gibt es in Niedersachsen noch gar nicht. Außerdem: Könnte man sich testen lassen, würde man das Ergebnis vor dem Abflug noch gar nicht kennen. "Wir haben andere Testmethoden", heißt es dazu an der Hotline. "Wir haben das Gesundheitsministerium über dieses Problem mit den Einreisebestimmungen der Kanarischen Inseln informiert. Wegen Madeira hat noch niemand angerufen."

"Sie können gern noch einmal anrufen", sagt die freundliche Frauenstimme und lässt mich vor dem Flugzeug, das mich in meinen Gedanken am 14. Juli nach Madeira fliegt, allein. 




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