Tjaden tappt (524)

Die Wichtigkeit von Lob und Tadel bei einer Pandemie

Damit das ein für alle Mal klar ist: Da aus der "leichten Grippe" des Virologen Christian Drosten doch eine Pandemie geworden ist, gilt ab sofort: Sinkt die Zahl der neu Infizierten, ist das ein Verdienst von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, steigt sie, liegt das an Markus Söder, der unbedingt auch Bürgerinnen und Bürger testen lassen will, die sonst in keiner Corona-Statistik auftauchen würden. 

Wie das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zu werten ist, ist Sache der Politik und der Medien.  Sinkt die Zahl der neu Infizierten, ist die Bevölkerung zu loben, steigt sie, ist der Tadel das Gebot der Stunde.  Dabei ist zu beachten, dass die Bundesregierung und die Medien stets einer Meinung zu sein haben. Alles andere könnte die Bevölkerung nur irritieren. 

Wer meint, dass er die Bundesregierung und die Medien loben oder tadeln darf, bekommt eine Eintragung ins Führungszeugnis. Sobald in einer Stadt oder in einem Landkreis die Zahl solcher Eintragungen auf über 50 pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner steigt, ist von einem Risiko-Gebiet auszugehen, das von den anderen Gebieten isoliert werden muss. Die Quarantäne endet erst wieder, wenn sich mindestens die Hälfte der Kritikerinnen und Kritiker als reumütig erweist, fortan bei jedem Einkauf und bei jeder Bus- und Bahnfahrt zwei Alltagsmasken übereinander trägt und von ehemaligen Gesinnungsgenossinnen und Gesinnungsgenossen einen Abstand von mindestens 500 Metern hält. Eine entsprechende Warn-App kann auf den Seiten des Verfassungsschutzes heruntergeladen werden. Geschieht das nicht, kommt ein Verfassungsschützer ohne vorherige Aufforderung persönlich vorbei. 

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