Tjaden-Notizen





10. Juli 2016. Nach der Gebietsreform hat der damalige Bürgermeister Manfred Rißland eine Gruppe gegründet, die aus amtierenden und ehemaligen Ortsbürgermeistern und Bürgermeistern besteht. Auf dem Programm stehen seit 40 Jahren Diskussionen über aktuelle Themen und Ausflüge. Jetzt hat der ehemalige Sehnder Stadtdirektor Dieter Vollbrecht für diese Gruppe einen Besuch des Regional-Museums auf dem Gutshof Rethmar organisiert. Vereinschef Erhard Niemann (links) führte durch die Sonderausstellung "Altes Handwerk im Großen Freien".


8. August 2016. 60 Kinder haben am letzten Ferientag Kutschfahrten gemacht, die vom Regionalmuseum Sehnde organisiert wurden. Die Zügel nahmen Heike Pohl und Heinrich Raupers in die Hand, am Blauen See hatten die Kleinen Spaß beim Eierlaufen und bei einer Schatzsuche. Enno Friehe öffnete die Schatztruhe, in der sich 20 Überraschungseier befanden.


28. August 2016. "Seit vielen Jahren ist der Betrieb Stolze ein echter Vorzeigebetrieb für nachhaltige Landwirtschaft". Mit diesen Worten hat Landwirtschaftsminister Christian Meyer heute Inken und Hendrik Stolze aus Schwüblingsen mit dem Niedersächsischen Nachhaltigkeitspreis Landwirtschaft ausgezeichnet. Die Ausgezeichneten freuten sich nicht nur über 3 000 Euro Preisgeld, sondern auch über ein gläsernes Hofschild. Senior Michael Stolze (Zweiter von rechts) gründete den Betrieb vor 20 Jahren. Weitere Informationen auf www.bauer-stolze.de

11. September 2016. Kennengelernt haben sie sich vor zehn Jahren bei einer Gartenparty, sie ist Lehrerin, er Umweltwissenschaftler: Jetzt trauten sich Cornelia Winkler und Sven Jerofke in das Regionalmuseum Sehnde. Zu ihrer Trauung brachten sie die fünf Monate alten Zwillinge Amelia und Malte mit. Den Bund fürs Leben stiftete die Sehnder Standesbeamtin Ayfer Tomen. Die Kleinen verschliefen nicht nur die Zeremonie, sondern auch ein Jubiläum: Es war die 50. Trauung im Regionalmuseum.


11. Oktober 2016. Von einem hinteren Listenplatz wieder in den Burgdorfer Rat: Hans-Dieter Morich. Wie hat er das geschafft? Eine Betrachtung  Kennengelernt habe ich ihn vor über 20 Jahren, als wir noch in Bothfeld wohnten. In einem Supermarkt stand er hinter der Fleischertheke, mein damals 4 Jahre alter Sohn Dennes staubte jedes Mal so manche Wurstscheibe bei ihm ab.


3. Dezember 2016. Weise Worte des Burgdorfer Buchhändlers Ulrich Wegener (auf dem Foto mit seinem Lesestoff-Team) in seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB): "Nur wer nichts zu Gehör bringt, wird auf jeden Fall nicht gehört werden." Als Fußballer der "Burgdorfer Löwen" jedoch hörte er nie auf den Trainer, wenn der zu Gehör brachte: "Wer immer schneller im Aus ist als der Ball, erzielt auch keine Tore."  Deswegen war Ulrich Wegener zwar stets der schnellste Spieler neben dem Platz, aber die meisten Gegenspieler haben das nie gemerkt, weil sie auf dem Platz waren.

18. Dezember 2016. Das hat es im Sehnder Regionalmuseum noch nicht gegeben: Bei der Sonderausstellung "Altes Handwerk im Großen Freien" wurden 4 500 Besucherinnen und Besucher gezählt. Darüber freute sich der Vorsitzende Erhard Niemann, der auf diese Handwerksbetriebe zählen konnte: Georg Kruse, ehemals Schlosserei aus Rethmar, Tischlerei Hauer bzw. Fischer aus Haimar, Zimmerer Robert Klages aus Rethmar, Metzger bzw. Fleischer Bruno Borchert aus Höver, Friedrich Wilhelm Gremmel aus Sehnde, Schneider Albert Kohls aus Rethmar, Klempner August Hoppe aus Sehnde, Sattler Karl Krüger aus Ilten, Steinmetz Andreas Lemke mit Sohn Sascha aus Sehnde, Schmied Gabriel Ebeling aus Klein-Lobke, Kunstschmied Hans-Heinrich Dörhage aus Ilten, Friseure Manfred Künnecke und Manfred Ahrens aus Sehnde und Bäcker Wilhelm Meyer aus Rethmar.

Weitere Ausstellungserfolge sollen 2017 mit "Quilt und Patchwork", "70 Jahre Bundessortenamt in Rethmar" und "Kraftwerk Mehrum" gefeiert werden.


19. März 2017. "Mit Frau Harstick verlieren wir einen sehr zuverlässigen und lieben Menschen, der über viele Jahre den Verein in hohem Maße mitgeprägt hat und immer unermüdlich zum Wohle des Museums tätig war." Mit diesen Worten und einem Strauß Blumen hat der wiedergewählte Vorsitzende Erhard Niemann Schatzmeisterin Margarete Harstick aus Wirringen verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wurde Barbara Külp aus Rethmar (rechts). Neue zweite stellvertretende Vorsitzende des Regional-Museums Sehnde ist Regina Niemann.


1. August 2017. Die Peiner Blitz- und Bogenbahn ist leider ausgefallen, deswegen haben sich die 15 Kinder in Hohenhameln auf den Planwagen des Dachdeckermeisters Michael Holstein (links) gesetzt. Sie verbrachten trotzdem einen tollen Ferientag mit Nils Kehrel, Vorstandsmitglied des Regional-Museums Sehnde. Die Kinder besuchten eine Heimatstube, sie unterhielten sich mit einem Landwirt auf einem Rübenfeld, sie trafen einen Wanderverkäufer (rechts), der bisher keine Käufer gefunden hatte und deswegen hungrig war, auf einem Sportplatz versuchten sie, Hufeisen möglichst weit zu werfen. Danach wurde gegrillt. 


13. September 2017. Rolf und Frank sind als Schausteller unterwegs, nebenbei wird noch ein bisschen gelebt, bis die 19-jährige Sybille mitreist. Irgendwann verschwindet sie wieder. Die Suche beginnt in "Katzen im Sack". So heißt der zweite Roman von Stefan Heuer aus Burgdorf, der als Sachbearbeiter in der städtischen Schul-, Kultur- und Sportabteilung arbeitet. Der Klick zur Bestellung bei Amazon

29. Oktober 2017. 15 Jahre hat sie die Bücher des Regionalmuseums geführt, jetzt feierte Margarete Harstick aus Wirringen ihren 80. Geburtstag. Dazu gratulierten Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grun aus Müllingen, der Museumsvorsitzende Erhard Niemann (rechts), Regina Neumann (links),  Joachim Pohl und Barbara Külp.

27. November 2017. Das Regional-Museum Sehnde freut sich jetzt schon auf einen neuen Besucherrekord: Erstmals wird die 6000-er-Hürde übersprungen. Maßgeblich dazu beigetragen hat das Vorstandsmitglied Nils Kehrel, sagt der Vorsitzende Erhard Niemann. "Er hatte den richtigen Riecher" mit der Sonderausstellung "Kraftwerk Mehrum", die noch bis zum 3. Dezember gezeigt wird.


30. Dezember 2017. World Wide Wettmar: Nach einem Jahr ist Wettmar wieder online. Darüber freut sich nicht nur Jonas-Christian Kurtze, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Wettmar: "Ich bin froh, dass wettmar.de mit Marvin Fette einen jungen Mann gefunden hat, der diese Homepage in seiner Freizeit gestaltet hat."

21. Februar 2018. Abschied mit Präsentkorb und
Ehrenamt: Dieter Roffka (links) hat sein Amt als Kassierer beim Schützenverein Schwüblingsen nach vielen Jahren abgegeben. Bei der Hauptversammlung des Vereins überreichte ihm der Vorsitzende Erhard Roffka als Dank für seinen Einsatz einen Präsentkorb. Außerdem wurde Dieter Roffka zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.
Zu seiner Nachfolgerin wählten die Mitglieder Petra Höper. Außerdem wurden bei den Vorstandswahlen der Vorsitzende Erhard Roffka, die Jugendleiterin Anna-Liza Schulz, die Damenleiterin Uta Schulz, der stellvertretende Schriftführer Thomas Künkel, der Schützenobmann Dirk Bublitz und die Adjudantin Doreen Sellmann in ihren Ämtern bestätigt.

26. Februar 2018. Wo Burgwedel liegt, weiß die Bundeskanzlerin bereits. Wenn Angela Merkel noch mehr erfahren will, muss sie nur ihren neuen Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, fragen. Ansonsten ist der 45-Jährige für die Zusammenarbeit des Bundes mit den Ländern zuständig.


28. Februar 2018. Auch beim Burgdorfer Stadtfest 2017 sind Luftballons in den Himmel gestiegen. Der Ballon von Teresa Reiter flog 412 Kilometer weit und landete in Haßfurt bei Schweinfurt. Dafür schenkte Bürgermeister Alfred Baxmann (Dritter von rechts) der Sechsjährigen einen Burgdorfer Gutschein im Wert von 50 Euro. Darüber freute sich die Kleine im Kreise der auf den Rängen 2 bis 10 Platzierten. 


26. April 2018. Armin Pollehn (Foto) ist Bürgermeister-Kandidat der CDU. Das hat die Partei heute mitgeteilt. Gewählt worden sei er gestern bei einer Mitgliederversammlung mit einer Gegenstimme.

“Ich werde für alle Burgdorfer da sein. Meine Leitsterne dabei werden Transparenz und Kompetenz, sowie Tradition und Innovation sein. Dabei sind für mich Ökologie, Ökonomie, Effizienz, Innovation wichtige Wegweiser, wenn es um Stadtentwicklung, Bürgerwillen, Bildungspolitik, Wirtschaftspolitik oder Haushaltspolitik geht. Die Politik muss wieder von den Politikern mit den Bürgern und für die Bürger gestaltet werden. Dafür werde ich sorgen", sagte Pollehn nach der Wahl.


15. Mai 2018. Anfang Mai wird in Wettmar Schützenfest gefeiert. Regiert werden die Schützendamen und Schützen von Kinderkönigin Lena Haase, Jugendkönigin Sandra Krüger, Juniorenkönigin Melissa Schluckebier-Risse, Volkskönig Klaus Rieckenberg, Schützenkönig Joachim Schluckebier-Risse und Schützenkönigin Katharina Krüger. Siehe auch "Schützen feiern Feste".

25. Mai 2018. Nach Niederlagen soll RSE-Trainer Kurt Becker am Stammtisch der Oldies stets zu derart großer Form aufgelaufen sein, dass innerhalb weniger Minuten aus Pleiten Siege wurden. Hat der RSE-Vorsitzende Jürgen Stern in der Juni-Ausgabe von "aktuell SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE)" verraten. Nach 22 Jahren verlässt Kurt Becker die Trainerbank. Für sein letztes Heimspiel am 2. Juni, 16 Uhr, gegen die TSV Burgdorf wünscht ihm Jürgen Stern "mindestens 400 Zuschauer bei freiem Eintritt mit kräftigem Applaus".


Der Mann ohne Mütze geht nach Haus´.
Kräftigen Applaus hätte dermaleinst ein Nachbar, dem sich der Sinn von Torjubel nicht erschloss, als störend empfunden. Als Jurist wusste er durchaus, was er sagte, als er RSE-Anhänger "Hooligans" nannte. Nach einer eindrucksvollen Demonstration des Burgdorfer Ratsherrn Hartmut "Matze" Unverzagt im Stadion, zu der ich als Lokalredakteur einen FCB-Fan mitschleppte, um die Zahl der Demonstranten zu verdoppeln, sah dieser Rechtsanwalt ein, dass er sich im Ton vergriffen hatte.

Übrigens: Hannover 96 kommt am 13. Juli in die Wahrendorff-Arena. Dieses Auftaktspiel gegen die "Roten", das um 18.30 Uhr beginnt, hat Tradition wie der Porta-Cup vom 16. bis 29. Juli.


Manuela Lütke und Gunter Duensing
reiten zum Trauzimmer.
17. Juli 2018. Standesbeamtin Ayfer Tomen erinnert sich noch an die erste Trauung im Regionalmuseum vor sechs Jahren - ebenfalls an einem Freitag, dem 13. Die 75. wird sie sicherlich auch nie vergessen. Das Brautpaar ist hoch zu Ross gewesen. "Wir sind sowieso jeden Tag bei unseren Pferden, da dachten wir, dass es doch auch schön wäre, mit den Tieren zur Hochzeit zu reiten", sagte Bräutigam Gunter Duensing aus Arnum. 

Kommentare

  1. was sich wer bei diesem alfred-haken gedacht hat, weiß ich auch nicht...

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  2. der ratsherr, der auf die neue woche schimpft, hat recht...

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  3. 40000 euro hat der baxmann-schlitten gekostet, behauptet rohde. das nummernschild auf dem foto hat er nicht unkenntlich gemacht. und solch ein magazin verteilt die stadtsparkasse burgdorf...

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  4. nun also andrea merkel...

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  5. Rezension zu "Katzen im Sack" bei Amazon

    “Was ist das eigentlich für ein Buch, ein Krimi, eine Liebesgeschichte, oder was?”. Heuer mag sich nicht festlegen lassen. “Lies es und du weißt es”, sagt Stefan Heuer im Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung über seinen Roman Katzen im Sack. Also ich habe den Roman jetzt gelesen und weiß es immer noch nicht. Es ist eine niedersächsische Road-Novelle, eine Liebesgeschichte, irgendwie auch ein Kriminalfall und eine Geschichte über das normale Leben jenseits prätentiöser Dramen und Tragödien. Der Sprachstil und Tonfall ist sogar dermaßen angenehm normal, dass man beim Lesen den Eindruck hat, man säße mit seinen beiden guten Kumpels Frank und Rolf in einer Kneipe in der Nähe der Limmerstraße von Hannover und lausche ihrem Anglerlatein.

    Frank und Rolf sind Schausteller und reisen gemeinsam in einem riesigen Wohnmobil zu den kleineren und größeren Dorf-, Schützen und Oktoberfesten Norddeutschlands. Während Rolf eine Schießbude hat, muss sich der Aussteiger Frank mit einem Angelstand begnügen. Entenangeln bei dem es „Nippes unterster Kajüte zu gewinnen gibt.“ Als Schausteller wird man sicher nicht reich, kann aber auch ein eher geruhsames Leben genießen, vorausgesetzt man ist mit weniger zufrieden. Die freie Zeit wird mit viel Bier, Fastfood, diversen Affären und Playstation verbracht. Die beiden Peter Pans genießen ihr Junggesellendasein und werfen sich nebenbei Filmzitate zu, die es richtig zuzuordnen gilt.

    Ich hätte den beiden auch ohne weiteres einfach so zuhören können, sind deren Geschichte doch grandios gewöhnlich und damit auch real. Da wirkt nichts aufgesetzt. Andererseits bedeutet das auch, dass hier oft eine wenig geschönte Sprache benutzt wird. Das schrammt mitunter am Vulgären, ist aber dem Sujet geschuldet und entfaltet so erst seine Wirkmächtigkeit. Mich haben die beiden jedenfalls prächtig unterhalten. Heuers Humor ist trocken und treffsicher. Aber selbstverständlich muss auch ein Spannungsbogen her und so wird die Kumpel-Kumpel-Idylle aufgebrochen als sich jemand auf das Gesuch auf einem Schild am Angelstand hin meldet. Junger Mann zum Mitfahren gesucht, wer hat solch ein Schild von Schaustellern noch nicht gesehen. Nur hat Frank aus einer Bierlaune und Wette heraus (man hört quasi noch den Spruch: „Halt mein Bier, ich mach das jetzt“ nachhallen) auf das Schild geschrieben: Junge Frau zum Mitreisen gesucht.

    Und entsprechend meldet sich Sybille, ein 19-jähriges Mädchen. Erwartbar, dass das den gewöhnlichen Ablauf etwas durcheinanderbringen wird. Und ebenso erwartbar, dass Frank und Sybille sich auf Dauer und der Enge des verfügbaren Raumes geschuldet, näherkommen. Die gemeinsame Zeit soll nur kurz unterbrochen werden durch die Sommerpause, die Sybille bei ihren Eltern verbringen möchte. Nur kommt Sie nicht wieder und meldet sich auch nicht mehr. Woraufhin ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. In diesem Falle ist es natürlich Sybille suchen. Und ab hier verändert sich dann die Geschichte alsbald erheblich.

    Katzen im Sack ist wunderbare Unterhaltung. Wer dann auch noch die Orte der Handlung kennt (z.B. Hannover, Göttingen, Hameln), bekommt noch mal einen Spaßbonus oben drauf, ist aber natürlich nicht nötig. Mir hätte die Geschichte von Frank und Rolf vollkommen gereicht. Mit Sybille kippt mir der Roman zu sehr. Auch das hat natürlich seinen Reiz und wenn man das Ganze als ein wenig groteskes Roadmovie lesen kann, funktioniert es auch noch bestens. Mir ist es am Ende dann etwas zu viel Tatort oder Polizeiruf 110. Nichts desto trotz war ich regelrecht traurig, als das Buch ausgelesen war. Zu Rolf und Frank kann man nämlich wunderbar parasoziale Beziehungen eingehen. Und das wiederum ist eine herausragende Leistung von Stefan Heuer. Vorausgesetzt natürlich man findet Charaktere wie Rolf und Frank sympathisch.

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